Kupferplatten allein machen noch keine Industriearchitektur, dazu müsste man das Tragwerk sehen können mit allen Nieten und Streben. Jedes Zweitliga Fußballstadion sieht mehr nach Industrie aus. Wenn das Dach nicht gewölbt wäre, könnte man denken es wäre eine Lagerhalle. Das S-Bahn Logo und der Stationsname hinter Glas, sowie der völlige Verzicht auf eine Bahnhofsuhr machen den verschlossenen Gesamteindruck perfekt. Es sieht halt nach nichts aus.
Beiträge von preußen
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Also ich sehe da eine unglaublich kalte, abweisende, sterile Architektur ohne auch nur ein einziges Ornament. S-Bahn-Fahren das war mal ein Erlebnis und ratterndes Denkmal der Industriegeschichte. Bei der Fahrt mit der S7 konnte man ein Gefühl für die Stadt bekommen. Jetzt können sie die Fensterscheiben eigentlich auch mit Werbung zukleben, den Handyzombies wird es nicht mehr auffallen.
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Mir war nicht bekannt, daß auch tatsächlich versucht wurde, die Roboter den künstlerischen Part ausführen zu lassen. Ich dachte, die wären nur für's grobe Zuschneiden zuständig.
Es geht nicht um künstlerische Arbeit, sondern um eine möglichst exakte Kopie. Wenn das Objekt noch existiert, dann vermisst man es rundum mit Laserstrahlen und dann spuckt der 3D-Drucker die Form auch genau so immer wieder aus. Wenn man nur ein 2D-Foto zur Verfügung hat, kann man lediglich eine Näherung an die ursprüngliche Form berechnen. Was für detailreiche Figuren natürlich nicht ausreicht.
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Ohne die Vermessung der Fotos und dem daraus errechneten Computermodell hätte man gar nichts gehabt, was man hätte rekonstruieren können. Und wenn der Steinetz mit dem nackten Felsen anfangen muss, dann kann man den Zeit- und Kostenplan auch vergessen. Natürlich kann der Computer nicht selbstständig schöpferisch tätig werden und hat auch keine Vorstellung davon wie ein Löwenkopf aussehen muss. Andererseits kann der Mensch auch nicht tausende Vermessungspunkte perspektivisch genau von einem Foto ablesen. Das ist eben echtes Teamwork, ohne den jeweils Anderen wäre das Ergebnis schlechter ausgefallen. Im Moment fehlt ja auch noch viel vom einzigartigen Figurenschmuck, stattdessen sehen wir viele Gleichteile, die der Natursteinwerkmechaniker gefräst hat. Je mehr gleichartige Fenster umso mehr lohnt es sich die Fräsdatei zu präzisieren. Das ideale Gebäude für eine Barockfassade wäre demnach die BND-Zentrale.
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Die Fassade wirkt so bemerkenswert plastisch, der dreidimensionale Effekt ist überwältigend und ich habe das so nicht erwartet.
Das ist kein Effekt, sondern natives 3D. Go outside - the graphics are amazing!
Und es sei vielleicht auch mal erwähnt, dass man den ganzen beteiligten Handwerkern, Steinmetzen etc. dankbar sein muss, dass sie diese Mammutaufgabe so klasse hin bekommen haben.
Dank auch an die beteiligten CNC-Maschinen, die bereits 90% des Materials abgetragen haben, bevor die Steinmetze überhaupt mit der Arbeit anfingen. Die Rekoboter hätten auch die ganze Arbeit machen können, aber da hat die Gewerkschaft nicht mitgespielt.