Beiträge von OlympiaFlo

    Ohne jetzt dir zu sehr auf den Schlips zu treten, aber wie kann man sich an den goldenen Spitzen so sehr aufhängen? Ist ja auch nicht so, dass die einem vom Platz aus als erstes ins Auge springen.


    Zitiert der Turm das New York der 20er/30er Jahre? Klar, aber das war doch geliefert wie bestellt bei Kollhoff? Beisheim Center, Main Plaza und so gut wie alles, was er in den Niederlanden entworfen hat, schlägt in die selbe Kerbe. Der Alexanderplatz hätte mit etwas Glück/Pech genauso ausgesehen.


    Vmtl. war das auch ganz im Sinne des damaligen Weltkonzerns DaimlerChrysler, der das Gelände damals entwickelt hat.


    Davon abgesehen stehen mit dem Bahntower und dem Forum-Tower zwei äußerst europäisch designte Türme am Platz und den Kontrast finde ich persönlich unglaublich spannend und gelungen. Die drei Türme zusammen mit dem Atrium Tower, dem Sony Center und den Richard Rogers Gebäuden stechen meiner Meinung positivst hervor und müssen sich auch im weltweiten Vergleich nicht verstecken.


    Nicht wirklich berlinerisch, oder deutsch, aber eine Architektur, der man ansieht, dass man damals sehr optimistisch und gar verspielt (vielleicht ist das deine Disney Assoziation) in die Zukunft geschaut hat. Kein Vergleich mit der Beliebigkeit, die am Alex hochgezogen wird oder mit der Strenge eines Zoofensters. Maximal das Upper West kann da noch etwas mithalten, aber da finde ich, kann die Wertigkeit der Fassade nicht ansatzweise mithalten.

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    Klar wäre eine kleine Infotafel ganz nett, aber nachdem mittlerweile einem Großteil der Bürger bekannt sein dürfte, dass das Forum ein Museum der unterschiedlichsten Kulturen und Kontinente ist, steht das Tor quasi als sehr hübsche Werbetafel am Platz. Reicht meiner Meinung nach als Grund warum es da ist.


    Mir scheint (und das bitte nicht als Angriff sehen) du hast generell was gegen so aufgestellte Gebilde, ich glaube mich zu erinnern, du hattest damals auch sehr viel an dem Koreanischen Pavillon am Potsdamer Platz auszusetzen. Wie kommt das?


    Persönlich finde ich sowas, wenn man es in Maßen über eine Stadt verteilt, eine nette Abwechslung zu unseren hiesigen Brunnen und Statuen. Vor allem wenn man eine gewisse Verbindung mit dem jeweiligen Ort herstellen kann.

    Euroboden vor möglicher Insolvenz:


    https://www.sueddeutsche.de/mu…se-1.6064310?reduced=true


    Euroboden will/muss fast alle seine Grundstücke verkaufen, darunter die Franziskaner Straße 15 (70 Wohnungen), die Giesinger Straße (der geplante, bunte Sauerbruch Hutton Bau, 50 Wohnungen), die Schulstraße 16a (65 Wohnungen) und in der Kathi-Kobus-Straße.


    Die Franziskaner- und die Giesinger Straße wurden der Stadt zum Kauf angeboten.


    Zitat aus der Sueddeutschen:


    "Ob und zu welchen Preisen die Grundstücke nun weggehen, ist offen. Euroboden nennt selbst Zahlen, die die aktuelle Marktlage illustrieren: So habe ein Rückgang von etwa 20 Prozent bei Kaufpreisen für Eigentumswohnungen zur Folge, dass der Grundstückswert "um teilweise bis zu 50 Prozent" falle. Es werde "zwangsläufig zu weiteren Wertberichtigungen" des Immobilienportfolios kommen, sprich: die Werte in den Büchern werden weiter sinken - mit entsprechenden Verlusten bei Verkäufen."


    Das bereits begonnene Büroprojekt Hammerschmidt in Riem soll aber noch, wie zwei weitere Wohnbauten am Starnberger See und in Berlin fertiggestellt werden. Im laufenden Geschäftsjahr wurden dort aber bislang wohl nur jeweils eine Wohnung verkauft.


    Zitat aus der Sueddeutschen:


    "Wie die meisten anderen Investoren hat Euroboden seine Projekte mit geliehenem Geld finanziert. Dazu gehören Bankkredite, Euroboden hat aber auch Anleihen ausgegeben, eine über 75 Millionen Euro mit der Laufzeit 2020 bis 2025, eine über 40 Millionen (2019 bis 2024), jeweils mit einer Verzinsung von 5,5 Prozent pro Jahr. Die kann das Unternehmen mit Sitz in Grünwald aber nun offenbar nicht mehr bedienen."


    Den Käufern der Anleihen wurde angeboten, die Rückzahlung um 3 Jahre nach hinten zu verschieben um Zeit für die Verwertung der Immobilien zu bekommen, darüber hinaus sollen die jährlichen Zinsen von 5,5 auf 2,5% gesenkt werden und die Gläubiger sollen zustimmen, dass Ihre Forderungen nur nachrangig bedient werden.


    Anderenfalls droht die Insolvenz und noch höhere Verluste.

    Ich denke auch, wenn das glänzende Gerüst in der Mitte weg ist, wird der Spalt eindrucksvoller wirken.


    Ansonsten gefällt mir immer noch der Naturstein wahnsinnig gut. Ein sehr schöner Farbton und harmoniert auch gut mit den Nachbarn. Auch das Türkis der obersten Fenster passt meiner Meinung nach sehr gut.


    Was mich, und das sieht man auf dem letzten Foto noch gar nicht so gut, aber massiv stört, ist das gedrungene Erdgeschoss, das hätte eindeutig höher ausfallen sollen, so wirkt es abweisend und verschämt. Auch die anderen drei Seiten hätte man plastischer gestalten können, vielleicht einen Spalt nur andeuten, damit es so wirkt als wären es 4 Gebäudeteile oder so.


    Im Großen und Ganzen allerdings glaube ich, wird das Gebäude ein Gewinn und ein überwiegend gutes Beispiel moderner Architektur in München.

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    https://www.sueddeutsche.de/mu…e-towers-lehren-1.5989742


    - 33 Köpfige Delegation aller Fraktionen, sowie die obersten vom Planungsreferat, der Gewofag und GWG sind im Zuge einer dreitägigen Fachexkursion nach Basel gereist


    - im Großen und Ganzen will man sich einfach austauschen, weil es vermeintliche/und mit den Roche Türmen auch tatsächliche Parallelen zwischen München und Basel gibt.


    Bei aller Liebe, aber warum ausgerechnet Basel?! Amsterdam, Rotterdam, Wien, meinetwegen auch Hamburg... aber um Himmels Willen nicht Basel, die sich zwei instant Bausünden in die Stadt gestellt hat...


    Bei manchen Zitaten wird einem auch Angst und Bange:


    "Die sind auch nicht schneller als wir." Elisabeth Merk unter anderem auf den Umstand, dass der S-Bahnbau in Basel bis 2070 angesetzt ist.


    Jörg Hoffmann (FDP) findet es eine Wohltat den Baselern zuzuhören: Auch München müsse das Hochhausthema unideologisch angehen, sagt er, :thumbup: "das ist seit Jahren meine Rede. und hier zeigt sich ja, dass die Türme zur Stadt passen." :thumbdown:

    Dass die Seite zum Park etwas ungelenk wirkt sehe ich auch, aber dass man direkt zum Park und dem, direkt an diesem Ende befindlichen Spielplatz keine 6 Etagen hohe Wand errichten will, kann schon Sinn machen, vor allem weil das Gelände hier auch abschüssig ist.


    Der Blockrand würde hier niemals weitergeführt, also kann man ihn auch meiner Meinung nach abgestuft auslaufen lassen. Dass das auch eleganter ginge, keine Frage.


    Alles in Allem finde ich den Entwurf überdurchschnittlich und sehr angemessen. Dichte, Farbgebung, sichtbarer Sockel und Obergeschoss... keine Offenbarung, aber auch keine Katastrophe.

    Neue Regeln für künftige Hochhäuser:


    https://www.sueddeutsche.de/mu…wohnen-stadtrat-1.5931628


    https://www.abendzeitung-muenc…er-hochhaeuser-art-907979


    - Keine reinen Bürogebäude mehr

    - dauerhaft bezahlbare Wohnungen IM Hochhaus (Ausnahmen möglich)

    - Gebäude muss einen "Mehrwert" fürs Viertel haben (Zitat: "Nur eine Rooftop-Bar anbieten reicht da nicht." Simone Burger SPD)

    - Gute ÖPNV Anbindung (S-Bahn, U-Bahn oder Tram im näheren Umfeld) muss vorhanden sein


    Die Regeln sollen für Gebäude der Stufe 3 (Quartierszeichen wie bspw. das Schwesternwohnheim am Rotkreuzplatz) der Hochhausstudie und aufwärts gelten.


    Dafür soll es keine generelle Höhenbegrenzung mehr geben, künftige Planungen sollen sich an der Hochhausstudie orientieren.




    Den Hintergedanken an diese Regeln verstehe ich ja, aber so wird es für Investoren sicher nicht einfacher... Wenn wir "Glück" haben, kommen noch die Zwillingstürme, der OPES Turm und der BVK Komplex und dann hat sich die ganze Hochhausgeschichte für München erstmal wieder erledigt...

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    Sorry fürs weiter offtopic bleiben, aber weil immer wieder Tokio genannt wird... Tokio ist meiner Meinung nach in äußerst wenigen Aspekten ein Vorbild. Engstens zugebaut, wenige (große, aber sehr weit verstreute) Grünflächen, so gut wie keine Fahrradwege und generell wenig Platz zum Atmen. Einzig der hervorragende ÖPNV und die Anzahl der kleinen Kioske (gut, da hat Berlin wenig Mangel) sind wirklich nachahmenswert.


    Zu den zwei bisher bekannten Entwürfen:


    Henning Larsen wirkt sehr freundlich und offen bis sogar "gemütlich" mit den (mehr als 3 Meter breiten) Gewölben. Vor allem die große Freitreppe mit den Läden unten wirkt einladend und fast mittelalterlich, verschachtelt. Wäre schön wenn das bleiben würde. Die Hochhäuser wirken wertig, der kleine Turm erinnert mich auf positive! Weise an italienische 60er Jahre Hotels. Der größere dürfte weniger streng rüberkommen, 45 Grad Winkel oder Verjüngungen, Auskragungen, oder auch nur irgendeine Art von Abweichung vom Rechteck wären schön gewesen...


    Mäckler wirkt, bis auf den runden Innenhof sehr übel... erschreckend klotzig und unelegant, kann ich kaum glauben, dass das aus der selben Hand wie ein Opernturm oder Zoofenster kommt.

    ^ so unterschiedlich sind die Geschmäcker.


    Auf mich als Laien wirkt die "verspielte" Fassade des Taurus zum Beispiel viel passender als, vergleichsweise eine sich unterordnende Putzfassade wie die des Gebäudes rechts vom Taurus. Man hat etwas gewagt und dem Gebäude eine Persönlichkeit gegeben. Vielleicht wäre was postmodernes auch noch interessant gewesen, aber das seit Jahren übliche, beige, glatte Einerlei hätte mich an der Stelle nicht überzeugt.


    Aber danke für diese respektvolle und nachvollziehbare Meinungsäußerung. Tut diesem Forum sehr gut. :)

    Ich muss sagen, dass mich der neue Entwurf vielleicht nicht begeistert, aber ich ihn doch sehr schick finde.


    Die dunkle Fassade, die abgerundeten Ecken und die, durch die Photovoltaikanlagen, strukturierte Fassade sieht sehr elegant und edel aus.


    Auf jeden Fall zeitloser als die (dennoch spannenden) Würfel die vorher geplant waren.


    Es erinnert mich ein wenig an das ehemalige Swisshôtel in Berlin.


    Ergänzung: "Understatement" in der Architektur ist wirklich ein zweischneidiges Schwert, im schlechtesten Falle bekommt man damit die BVK Türme und im besten Fall "nur" ein elegantes, zurückhaltendes Gebäude. Spannende Architektur entsteht so aber garantiert nicht.

    ^ Die Eleganz geht dem A380 ab, aber ich bin in noch keinem Flugzeug so entspannt Economy geflogen wie in einem A380 von British Airways. Oberdeck, Fensterplatz und die Strecke nach Hongkong ging rum wie im Flug. Hö Hö :D


    Ich bin "froh" dass die Lufthansa das Modell wieder hervorgekramt hat.


    Fliegt eigentlich noch ne 747 von München aus?

    Dass durch die Aufwertung des Gebiets kleines Gewerbe und Startups vertrieben werden, kann und muss man kritisieren. Es braucht Orte abseits der Gewerbehöfe für diese Betriebe keine Frage.


    Auch dass Gebäude, die keine 30 Jahre alt sind, komplett abgerissen werden und nicht aufgestockt oder anderweitig integriert werden ist ein Unding.


    Aber in diesem vmtl. eh kontaminierten Gewerbe- und Industriegebiet den Umweltschutz als Argument gegen Entwicklung vorzuschieben?


    Klar ist es schade, dass ein paar größere Bäume (mehr sehe ich zumindest auf den Bildern am Anfang des Threads nicht) abgeholzt wurden, aber hier ist keine zusammenhängende Grünfläche oder gar ein Park verlorengegangen. 100 Meter nördlich ist dagegen sogar eine Art Biotop entstanden.


    Grundsätzlich finde ich, dass vor allem seit dem die CSU das Thema Umwelt in München entdeckt hat, es wohl eher um Verhinderung geht, als wirklich um den Umweltschutz.


    Und bei der Macherei hab ich jetzt auch keine großen Bedenken. Dass ein armer Irrer nach 2 Jahren Pandemie und keinen Kontakt zur Außenwelt auf die Idee gekommen ist, die Sowjetunion wieder auferstehen zu lassen und dadurch die Wirtschaft durcheinander zu bringen, hat wohl kein Investor kommen sehen können. Der Komplex ist schick und sobald sich die Wirtschaft erholt vermietet sich der wie geschnitten Brot.

    Dass es nicht die Pläne von Scholz und der SPD sind, das Kanzleramt zu erweitern ist ein grober Fehler, das stimmt, aber wo du in dieser Fragestellung eine Süffisanz rausliest, ist mir ein Rätsel.


    Wie würdest du die Frage denn formulieren?


    Ich bin mir sicher, dass derzeit selbst bei einer sehr wohlwollenden Formulierung eine große Mehrheit der Abstimmenden gegen eine derart hohe und in Augen vieler, unnötige Investition stimmen würden.


    Wäre die Erweiterung eine architektonische Bereicherung für Berlin? Klar, aber weder scheint sie unbedingt nötig zu sein, noch ist sie in der aktuellen Lage, in der weite Teile der Bevölkerung angstverschwitzt auf die nächsten Nebenkostenabrechnung warten angebracht.


    Unsere Bundeswehr schießt nicht, fliegt nicht und fährt nicht, während 1000 Kilometer Bomben niederregnen, unsere Schulen verfallen, den Krankenhäusern geht das Geld aus und der Digitalisierung faxen wir ein: Sie erreichen uns telefonisch von Mo-Fr 9-15 Uhr.


    Klar sind da 800mio vmtl. nur Peanuts, aber erklären kann man das eigentlich keinem. Man denke allein an das atemberaubende wie dekadente Helipad...