nairobi
Deswegen hatte ich ja auch geschrieben, dass der Wohnungsbau an diesem Luxusstandort am Gänsemarkt nicht unbedingt sein müsste, obwohl ja auch hier sogar einige der geplanten 22 Wohnungen Sozialwohnungen hätten werden sollen, laut dem Abendblatt-Artikel. Vermutlich wegen des Hamburger Drittelmixes, nehme ich an. Wenn sich nun aber für diesen Bau keine Mieter für die geplanten Büro- und Gastroflächen finden, für die Wohnungen aber schon, dann ist doch hier ganz offensichtlich im Vorwege falsch geplant worden.
Midas
Ich habe es gerade in einer Firma mit 80 Angestellten und recht großzügigen und modernen Büroräumen erlebt, dass seit der Pandemie große Teile der Räumlichkeiten einfach leer standen, weil ein Großteil der Angestellten im Homeoffice war und immer noch ist. Inzwischen wurde deshalb ein Teil der Bürofläche an eine andere befreundete Firma untervermietet.
Ist es denn tatsächlich so, dass die Büroleerstände sich nur auf schrabbelige Altbauten beziehen? Man hört doch immer wieder, dass auch Firmen mit gut ausgestatteten Büroflächen einfach nicht mehr so viel Fläche wie früher benötigen, eben weil recht viele Mitarbeiter einige Tage pro Woche oder sogar dauerhaft im Homeoffice arbeiten. Ich glaube auch nicht, dass sich dieser Trend wieder vollkommen umkehren wird.
Man kann jetzt natürlich trotzdem immer mehr Bürogebäude neu bauen, weil die dann besser und attraktiver sind, aber irgendwann sollte auch das Luxussegment ja mal gesättigt sein. Und nicht jede Firma kann und will in diese besonders teuren Neubauten einziehen. Das könnte also auch ein Grund sein, warum man am Gänsemarkt für dieses Projekt keine Büromieter gefunden hat.