Beiträge von Ameise

    Der erste Spatenstich wurde gemacht. Die HAZ berichtete unter anderem in diesem Video:
    https://youtu.be/qYHwsL0ow_M
    Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok kündigt in dem Beitrag an, dass 1800 Wohneinheiten für 3500 Menschen auf dem Wasserstadtgelände geschaffen werden sollen.

    Noch ist der alte Fabrik-Turm auf dem Wasserstadtgelände eingerüstet. Er soll frisch renoviert das Wahrzeichen der Wasserstadt werden.
    Und das Ende der Renovierungsarbeiten am Turm soll zugleich der Baubeginn für die neue Wasserstadtbebauung sein.
    Hier ein Bild vom eingerüsteten Turm:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die Regionalversammlung Hannover hat sich nun mit den Stimmen der rot-grünen Mehrheit für die oberirdische Führung der D-Linie zum Raschplatz ausgesprochen.

    Der barrierefreie oberirdische Ausbau ist mittlerweile recht weit vorangeschritten. Das Bild von Anfang Juni zeigt die neue Endhaltestelle Hauptbahnhof/Raschplatz. Die ersten Aufbauten, hier die Metallkonstruktion für die Bänke, werden gerade ausgeführt. Im Hintergrund ist die Hochstraße zu sehen, die zwischenzeitlich zur Disposition stand, weil sie einen Riegel bildet zwischen der Innenstadt und der List, den viele Stadtplaner gerne aus dem Weg geräumt hätten.

    Vor dem sogenannten Posttunnel sind die alten Gleise entfernt worden. Neu gebaut wird jetzt eine Kurve vor der Ernst-August-Galerie (links im Bild), die aus der Kurt-Schumacher-Straße in den sogenannten Posttunnel führt (Bildmitte). Rechts im Bild ist das Bahnhofsgebäude zu sehen.

    Es ist in einem hohen Maße ärgerlich, wenn Neubauten nicht von vornherein gut an den ÖPNV angeschlossen sind. So wie der Maschinenbau-Campus der Uni Hannover im Stadtteil Garbsen.
    Um hier Abhilfe zu schaffen wurde jetzt der Vorschlag ins Spiel gebracht, den Maschinenbaucampus mit einer Seilbahn anzubinden:
    "Kommen Studenten mit Seilbahn über die Autobahnbrücke?" NP vom 28.5.2017. http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine…Autobahnbruecke

    Damit bekommt die Idee einer Seilbahn-Anbindung der Wasserstadt Gesellschaft in Hannover. Und wer weiß vielleicht hat Hannover in ein paar Jahren gleich zwei Seilbahnen und damit ein eigentlich sehr altes öffentliches Transportmittel in einem ganz neuen Gewand als alltagtaugliches ÖPNV-Transportmittel des 21. Jahrhunderts!

    Hannovers neue Innenstadt-Hochbahsteige sind im Bau

    In Hannovers Innenstadt wird derzeit gleichzeitig an drei Hochbahnsteigen gearbeitet, die die Linien 10 und 17 barrierefrei machen werden.
    Bereits im September sollen sie fertig gestellt sein, was dann tatsächlich eine rekordverdächtige ungewöhnlich kurze Bauzeit bedeuten würde.

    Architektonisch werden die drei Hochbahnsteige ganz neue Akzente setzen, denn im Vergleich zu vielen anderen Hochbahnsteigen sind sie der Innenstadtlage angemessen sehr aufwendig gestaltet.

    Hier ein Link zur Internetseite der Stadt Hannover mit Bildern und weiteren Links zur Gestaltung der neuen Innenstadthochbahnsteige:
    https://www.hannover.de/Leben-in-der-R…tungswettbewerb

    Auenland liegt nicht in Mittelerde

    Auenland liegt nicht in Mittelerde, sondern direkt an der Ihme in Höhe der Benno-Ohnesorg-Brücke. Auf der Flussseite der Calenberger Neustadt entsteht ein "Inklusives Mehrgenerationenhaus im Wohnquartier OHE-HÖFE Hannover" in direkter Nachbarschaft zum Berufsschul-Campus.
    Das Wohnkonzept beinhaltet inklusives Wohnen, so dass Menschen mit Behinderung und mit ohne Behinderung zusammenleben können, was bisweilen an den fehlenden baulichen Voraussetzungen scheitert.
    Weitere Informationen:
    http://wohnprojekt-auenland.de/category/wohnquartier/

    Die HAZ berichtete über eine weitere Idee zur Anbidung der Wasserstadt: Eine städtische Seilbahn, die primär als ÖPNV-Transportmittel und nicht als Touristenattraktion dient:
    http://wasserstadt.haz.de/eine-seilbahn-…ie-wasserstadt/
    Pläne für Stadtseilbahnen werden in Deutschland u. a. in Marburg, Bonn, Konstanz und Wuppertal verfolgt. In Berlin wurde kürzlich eine Stadtseilbahn in Betrieb genommen, die über das IGA-Gelände hinwegführt. In Koblenz ist Deutschlands erste Dreiseilumlaufbahn. Sie hat mit einer Förderkapazität von 7600 Personen pro Stunde die weltweit größte Leistungsfähigkeit. (Quelle Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Seilbahn_Koblenz )

    Die Hannoversche Allgemeine Zeitung veröffentlichte am 1.6.2017 ein Interview mit einem Sprecher der Immobilienfirma, die 85% der Gewerbeflächen erwarb, um sie zu sanieren:
    HAZ-Interview mit Intown über das Ihme-Zentrum:
    "Sind Sie eine Heuschrecke, Herr Hettrich?"
    http://www.haz.de/Hannover/Aus-d…um-Ihme-Zentrum

    Laut HAZ soll 2022 das Ihme-Zentrum in neuem Glanz erstrahlen:
    "Erstmals äußert sich der Großeigentümer Intown in einem Interview über seine Pläne zum Ihme-Zentrum. Deutschland-Chef Sascha Hettrich verspricht langfristiges Interesse am Gebäude, will den ruinösen Zustand der Gewerbeareale bis 2022 saniert haben und denkt über neue Formen des Bürgerdialogs nach." (Quelle: s. o.)

    Hannover: Bebauung des Waterlooplatzes

    Der Waterlooplatz ist eine am Rande der Calenberger Neustadt gelegene große Wiese mit der Waterloosäule am südwestlichen Ende des Platzes.
    Er wurde bis in die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg als Exerzierplatz genutzt. Auch britische Besatzungstruppen nutzten in der unmitelbaren Nachkriegszeit diesen Platz noch zu seinem ursprünglich angelegten Zweck.
    Der Platz wurde ebenso wie die Säule im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts angelegt, um den gegen Frankreich in der Schlacht von Waterloo (1815) gewonnen Krieg zu glorifizieren, an dem auch Truppen des damaligen Königreiches Hannover beteiligt waren.
    Zurzeit stehen zwei temporäre Bauwerke auf dem Platz:
    Direkt im Schatten der Waterloosäule am südwestlichen Ende wurde im letzten Jahr eine provisorische Flüchtlingsunterkunft errichtet.
    Im selben Zeitraum wurde am nordöstlichen Ende des Platzes eine Kita gebaut, um den gravierenden Kindertagesstätten-Platzmangel wenigstens etwas zu lindern.
    Beide Gebäude sind aus Containern zuammengesetzt.
    Die derzeit von der Bundesregierung und anderen europäischen Ländern betriebene Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen wird möglicherweise dazu beitragen, dass die Container der Flüchtlingsunterkunft bald abgebaut werden.
    Der jahrelang von Stadt und Land sträflich vernachlässigte Kita-Ausbau jedoch lässt erahnen, dass die Kita noch viele Jahre Bestand haben wird.
    Nichtsdestotrotz stellten kürzlich zwei Planer einen Bebauungsplan für den Waterlooplatz vor, den ich ausdrücklich gutheiße, und auf den ich mit diesem Beitrag aufmerksam machen möchte.
    Der Plan sieht eine Wohnbebauung entlang der langen südöstlichen Seite des Waterlooplatzes vor, bei der etwa ein Viertel bis ein Drittel des Platzes der Länge nach bebaut würde. Gleichzeitig soll auf der gegenüberliegenden langen Platzseite die sechsspurig ausgebaute völlig überdimensionierte Stadtautobahn zurückgebaut werden. Drei der Fahrspuren und etwa die Hälfte des überbreiten Mittelstreifens könnten dann dem Waterlooplatz zugeschlagen werden, so dass von der Größe der Grünfläche durch die Bebauung nichts oder kaum etwas verloren geht.
    Tiefgaragen wünschen die Planer ausdrücklich nicht, da das einerseits die Baukosten exorbitant in die Höhe treibt und andererseits mit der U-Bahnhaltestelle Waterloo (die zuerst gebaute von Hannover) ein guter ÖPNV-Anschluss gegeben ist. Ebenso können die kurzen Wege in die City bequem autofrei mit dem Fahrrad bewältigt werden.
    Hier noch ein Link zu einem Artikel der HAZ, die über eine Veranstaltung des Bürgerbüros Stadtentwicklung berichtete, in der bei einer Diskussionsrunde die Pläne am vergangenen Montag, 29.5.2017, vorgestellt wurden:
    http://www.haz.de/Hannover/Aus-d…d-Wohnhaeuser#+
    Über eine angeregte Diskussion zu diesem Thema würde ich mich sehr freuen!

    Das Bild, erstellt auf Kartengrundlage von openstreetmap.de , zeigt die Größe des Platzes vor dem zweiten Weltkrieg (grünes Rechteck) im Vergleich zu heute.

    Ein altes und im Vergleich dazu ein neueres Foto vom Waterlooplatz findet man auf der Internetseite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
    Waterlooplatz nach dem Krieg. Im Vordergrund das stark in Mitleidenschaft gezogene Leineschloss.
    http://www.haz.de/Hannover/Fotos…er.-Aber-wo#p91
    Das Vergleichsbild aus der Zeit nach dem Bau der Stadtautobahn zeigt, dass ein großer Teil des Platzes abgeschnitten wurde, um für eine aus heutiger Sicht völlig überdimensionierte Autoverkehrs-Anlage Platz zu schaffen.
    http://www.haz.de/Hannover/Fotos…er.-Aber-wo#p92

    Radweg durchs durchs Ihmezentrum - Erneuerung dringend geboten

    Drei Fotos zur aktuellen Situation der Radweg und Fußwegverbindung zwischen der Calenberger Neustadt über die Ida-Ahrenholz-Brücke durchs Ihmezentrum zur Gartenallee. In der Plus-1-Ebene befindet sich die Ladenpassage. Links oben im Bild sind der Fußboden und die Decke eines ehemaligen Restaurants stehen geblieben. Ob die wohl zurückgebaut werden?

    So sieht die Einfahrt in den Radweg-Tunnel durchs Ihmezentrum aus, wenn man von der Ida-Ahrenholz-Brücke aus hineinfährt:

    Das ist ein Bild aus dem Tunnel, der hier rechtwinklig abknickt, was immer wieder zu brenzligen Situationen führt, wenn von der anderen Seite auch jemand gefahren kommt. Es empfiehlt sich dringend, an dieser Ecke rechtzeitig zu klingeln!

    Das ist die Einfahrt in den Radweg und Fußwegtunnel durchs Ihmezentrum, wenn man von der Gartenallee aus hineinfährt. Die Einfahrt befindet sich bei dem rot-weißen Poller, der hinter der Fußgängerampel zu sehen ist.

    Und am Anfang war das Rad!

    Und am Anfang war das Rad, könnte es vielleicht irgendwann mal heißen, wenn dann auf eine erfolgreiche Revitalisierung des Ihmezentrums zurückgeblickt wird. Die HAZ berichtete am 3.3.17 unter dem Titel: "Bund gibt Millionen für Ihme-Zentrum" über die Aufwertung der Radwegeverbindung von der Gartenallee durchs Ihmezentrum zur Ida-Ahrenholzbrücke, die trotz der derzeit sehr düsteren und abschreckenden Ausgestaltung von vielen Radfahrern benutzt wird. Und das werden noch deutlich mehr werden, wenn es gelingt, den "Geisterbahn"-Charakter dieser wichtigen Radwegeverbindung zu entschärfen.
    "Bundesbauministerin Barabara Hendricks hat am Freitag mitgeteilt, dass insgesamt 24 Vorhaben als "Nationale Projekte des Städtebaus" gefördert werden. Das Ihme-Zentrum wird als "monumentale Hinterlassenschaft des Städtebaus der Sechziger- und Siebzigerjahre" bezeichnet. Das Geld soll für die bessere Durchwegung des Erdgeschosses aus dem Stadtteil Linden zum Fluss investiert werden. In der Mitteilung heißt es, der Jury sei wichtig gewesen, "wie sich Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Projekte einbringen". In Hannover bemüht sich insbesondere die Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum, aber auch die Kommunalpolitik seit Jahren intensiv um die Verbesserung der Situation am Ihme-Zentrum.

    Der Bund gibt 2 Millionen Euro, die Stadt eine weitere Million. Sie hatte den Antrag gestellt - und Erfolg gehabt." http://www.haz.de/Hannover/Aus-d…n-Euro-bekommen

    Auch auf der Internetseite der Zukunftswerkstatt Ihme-Zenntrum wird darüber berichtet: https://experimentihmezentrum.wordpress.com/2017/03/03/mae…-1/#comment-171

    Leider geht aus der Berichterstattung nicht hervor, welche Maßnahmen denn nun konkret ergriffen werden sollen. Auch sind keine Pläne veröffentlicht worden.

    Staustadt Hannover

    Die Staustadt Hannover titelt heute die Neue Presse.
    http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine…ustadt-Hannover
    Ist Hannover also doch reif für die Seilbahn?

    Mal schauen was die nächsten Tage darüber so geschrieben wird?
    Staustadt Hannover? Und das wird der Stadt attestiert, die für das "Wunder von Hannover bekannt wurde"?

    "Heute ist Hannover die einzige Stadt der Bundesrepublik mit einem System von Stadtautobahnen. Und Hillebrecht ist der wohl einzige Bürger Hannovers mit einem internationalen Ruf.
    Um die Außenbezirke der Niedersachsenstadt schließt sich ein Ring von autobahnähnlichen, kreuzungsfreien Schnellstraßen, über die der Fern- und Durchgangsverkehr ohne Geschwindigkeitsbegrenzung surrt. Die City umfaßt ein zweiter, engerer Ring aus gleichfalls doppelbahnigen Schnellstraßen von 50 Metern Gesamtbreite, an deren Gelenken mächtige Verkehrskreisel wie Turbinenräder die Automobile in jede gewünschte Richtung wegschaufeln. Und im Westen und Süden der Stadt sind Baukolonnen mit Planierraupen und Betonierungsmaschinen schon an der Arbeit, die ersten aufgeständerten Hochstraßen Deutschlands zu errichten und mithin den Verkehr erstmals in die "zweite Ebene" zu verlegen."

    Stand da eben "Heute ist ... am Anfang des Zitats?
    Ach ja, der Spiegel-Artikel ist von 1956:
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42625552.html

    Hannover: Seilbahn Wasserstadt - Königsworther Platz?

    Eines der größeren aktuellen Architekturprojekte in Hannover ist die Wasserstadt auf dem ehemaligen Conti-Werksgelände in Limmer. Derzeit wird in Hannover ein innovatives ÖPNV-Projekt diskutiert, dass eine äußerst attraktive und zugleich praktikable Anbindung der Wasserstadt ermöglichen soll.
    Ca. 3000 bis 4000 Menschen sollen sich in den nächsten zehn Jahren in der Wasserstadt ansiedeln.
    Da die Wasserstadt von zwei Kanälen (Leineabstiegskanal und Stichkanal Lindener Hafen) begrenzt ist, ergibt sich dafür beinahe eine Insellage.
    Kurioserweise wird das Zusammentreffen der beiden Kanäle in einem spitzen Winkel von den Hannoveranern gerne als "Deutsches Eck" bezeichnet.
    Kurios deshalb, weil ausgerechnet ein aus Koblenz am Deutschen Eck bekanntes, bislang eher nicht oder kaum als ÖPNV-Transportmittel wahrgenommenes "Gefährt" die "Wasserstädter" an den Rand der City zum Königsworther Platz befördern soll.
    Es geht um den Bau einer Seilbahn, die an sich aufgrund der zu bauenden Endstationen und einer Zwischenstation bereits architektonisch hochinteressant ist. Ebenso sind Tragmasten zu errichten. Das ganze in einer landschaftlich reizvollen Flusslandschaft.
    Darüberhinausgehend stellt sich natürlich die Frage, ob es mit einer Seilbahn von der Wasserstadt zum Königsworther Platz gelingt, ein neues ÖPNV-Produkt auf dem Markt zu etablieren.
    Die Reaktionen in Hannover sind bislang eher verhalten. Aber das ist typisch für Hannover, das ohnehin hinsichtlich Neuerungen sehr zurückhaltend bis abwehrend reagiert.
    Die Idee ist auf dem Tisch und nicht zuletzt deshalb, weil ich in Koblenz die Seilbahn vom Deutschen Eck zur Feste Ehrenbreitstein persönlich in Augenschein genommen habe, bin ich sehr gespannt darauf, wie diese Idee bei den Diskussionsteilnehmern des Architektur-Forums ankommt.
    Die Koblenzer Seilbahn wird sozusagen als Referenzobjekt für das Seilbahnprojekt von der Wasserstadt zum Königsworther Platz genannt.
    Einige Links:
    "Schweben einmal Gondeln zur Wasserstadt?", HAZ, 16.8.16
    http://www.haz.de/Hannover/Aus-d…Hannover-Limmer
    "Eine Seilbahn für Hannover?", Neue Presse, 15.8.16
    http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine…n-fuer-Hannover
    Seilbahn Koblenz, Internetseite der Seilbahn Koblenz
    http://www.seilbahn-koblenz.de/

    Auf dieser Seite ist die Einladung zur Ausstellung Echo-Räume zu finden:
    https://www.aknds.de/3784.html?tx_t…5cd996099e654ec
    Die auf der Seite abgebildete Zeichnung zeigt, dass zwei Verkehrsträger offensichtlich den Mittelpunkt der Vorstellungswelt Anfang der 70er-Jahre bildeten. Das Auto und die U-Bahn. Wobei aus der Zeichnung klar hervorgeht, dass nicht nur die U-Bahn, sondern auch die Autos unterirdisch fahren sollten.
    Übrigens wurde auch das Ihme-Zentrum einst damit beworben, dass es einmal einen U-Bahn-Anschluss erhalten würde. Bis heute wabern Geschichten durch Hannover, die gar von einer fix und fertig eingerichteten U-Bahn-Station unterm Ihmezentrum handeln. Nur der Gleisanschluss fehle angeblich noch.
    Und das Ihmezentrum verfügt über eine sehr ausgedehnte Tiefgarage. Auch der Lieferverkehr erfolgte einst unterirdisch. Heute dient dieser Tunnel als Fahrrad-Durchfahrt durchs Ihme-Zentrum mit leichtem Grusel-Charakter.
    Was das Ihme-Zentrum braucht, ist ein Aufbrechen des Burg-Charakters. Eine Zugänglichkeit für den Rad- und Fußverkehr auf Erdgeschoss-Höhe.

    Vielleicht hilft ja der Besuch des Fraktionsvorsitzenden der Bundes-Grünen, Anton Hofreiter? Er lobte die Initiative "Küchengärten": "Hofreiter besuchte auf dem Rundgang auch die neuen „Küchengärten“ im Ihmezentrum. „Der mobile Garten aus Paletten auf dem Sonnendeck macht deutlich, welches Potenzial hier steckt.“ Der promovierte Botaniker Hofreiter probierte den erntefrischen Salat und zeigte sich begeistert von dem Projekt: „Die Hochbete sorgen für eine tolle Begrünung der grauen Gebäudesubstanz, ermöglichen Selbstversorgung im Quartier und das Beste ist: jeder kann hier mitmachen.“"
    Quelle: Anton Hofreiter besucht das Ihmezentrum, Lindenspiegel, Juli 2016, Seite 3
    http://www.lindenspiegel.co.uk/archiv/lindenspiegel.pdf

    anna Leine

    Auf ein kleines aber feines Projekt möchte ich hier aufmerksam machen:
    Das Kaffeehaus anna Leine
    "Direkt am Hohen Ufer, im Herzen der hannoverschen Altstadt, liegt das anna leine. Im stilvollen Neubau der VHS an der Leinepromenade ist ein Kaffeehaus mit einzigartigem Konzept entstanden. Denn im komplett barrierefreien anna leine arbeiten freundliche, gut ausgebildete Menschen mit und ohne Behinderungen erfolgreich als Team zusammen."
    Der ganze Text ist barrierefrei zugänglich, das heißt man kann ihn sich auch vorlesen lassen! Text aus der Internetseite der Hannoverschen Werkstätten (WfbM=Werkstätte für behinderte Menschen) http://www.hw-hannover.de/privatkunden/cafe-anna-leine/
    Und hier geht's zur Internetseite des Kaffeehaus' anna Leine:
    http://www.annaleine-hannover.de/
    Bilder vom VHS-Neubau gibt's unter anderem in diesem NP-Artikel:
    Hannover: VHS-Gebäude ist endlich fertig
    http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine…-endlich-fertig

    Das Ihmezentrum, das Bodero-Hochhaus und das Kröpcke-Center wurden gebaut, aber viele ähnliche Projekte wurden nie verwirklicht. Einen Überblick bietet die Ausstellung: "Echo-Räume. Nicht gebaute Architekturprojekte in Hannover. In Kooperation mit Stadtarchiv Hannover".
    Ort: Laveshaus | Friedrichswall 5, Ausstellungsdauer: 26. Juni – 26. September
    Öffnungszeiten: montags bis donnerstags 10 – 16 Uhr, freitags 10 – 12 Uhr

    Ich besuchte die Ausstellung in der langen Nacht der Museen in Hannover. Und es war sehr beeindruckend, die teils gigantischen Bau-Projekte in einem Stadtmodell zu sehen, das Hannover darstellt, wenn alle Projekte verwirklicht worden wären. Das Ihmezentrum wäre dann nur eines von vielen gewesen.

    Ich denke nicht, dass es ein Wandel der Mode ist, der weitere Projekte in der Größenordnung des Ihmezentrums verhindert hat, sondern dass vielmehr die Ende der 60er-Jahre eintretende drastische Bevölkerungs-Stagnation die Ursache ist.

    Die Wasserstadt Limmer soll mit einer starken Radverkehrsinfrastruktur an die Stadt und die Region angebunden werden. Einige Voraussetzungen dafür sind bereits gegeben, andere sind noch zu schaffen: "Die Pläne für den Bau eines Radschnellweges zwischen Wasserstadt und City sind ebenfalls noch nicht fertig. Derzeit würden noch Varianten geprüft, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage Zierkes mit. Bis zur politischen Sommerpause könnte es neue Details geben." aus: HAZ, "Das Conti-Gelände ist bereit für die Wasserstadt".
    http://www.haz.de/Hannover/Aus-d…die-Wasserstadt
    Eine starke Radverkehrsinfrastruktur ist m. E. eine hervorragende Möglichkeit ein dicht besiedeltes Wohngebiet mit attraktiven Nahversorgungseinrichtungen auszustatten. Gleichzeitig ist aber auch die Autoverkehrsinfrastruktur so zu gestalten, dass deutlich wird, dass neben dem Fußverkehr das Fahrrad das bevorzugte Mobilitätssystem darstellt.