Beiträge von Mark KA

    Interview mit Daniel Fluhrer

    In der Wochenendausgabe der BNN v. 09.02.2019 gibt es ein halbseitiges Interview mit dem neuen Baubürgermeister Daniel Fluhrer.

    Als größte Aufgabe der Stadt Karlsruhe sieht er das stetige Bevölkerungswachstum mit all seinen Herausforderungen. Er rechne mit 350.000 Einwohnern (!) in den kommenden 25 Jahren. Hierzu benötige man die passenden Immobilien. Er positioniert sich explizit für den Bau neuer Hochhäuser (auch >60 Meter) um nicht noch mehr Grünfläche innerhalb des knappen Stadtraums zu versiegeln.


    Hochhäuser sollen keine Monostruktur, sondern stets eine Mischnutzung erhalten und müssen der Bevölkerung offen erscheinen. Wohnen, Arbeiten, Hotellerie, Gastronomie werden exemplarisch genannt. Er ist mit den Hochhäusern, die sich derzeit hinter dem Hauptbahnhof im Bau befinden, überhaupt nicht glücklich, weil sie nicht öffentlich zugänglich sind. Bei den anderen beiden Hochhäusern, die (wahrscheinlich) noch kommen werden, möchte er das besser machen.

    Konkret wird er bei der Nennung seines ersten großen Projektes. Er möchte neben dem Neubau des Landratsamts am Ettlinger Tor ein weiteres Hochhaus errichten. Die Stadtverwaltung sieht er wohl als "Ankermieter". Dadurch soll das Rathaus am Marktplatz der Bevölkerung öffentlich zugänglich gemacht werden. Seinen Vorstellungen nach, solle man Teile entkernen und daraus eine Markthalle machen.

    Einen Zeitrahmen, wann und ob dieses Projekt umgesetzt wird, hat er nicht genannt. Ansonsten "sorgt" er sich ein wenig um die Zeit nach der Inbetriebnahme der U-Bahn. Hier müsse man genau aufpassen, dass die Kaiserstraße nicht sehr leblos erscheint. Zum Schluss möchte er neue Sichtachsen in der Stadt errichten. Der Zoo bzw. der Stadtgarten soll einsehbarer werden und von weniger Mauern umgeben sein (Glas statt Steine).

    Neubau Weisenburger-Zentrale

    Quelle: BNN v. 17.12.16, Ausgabe Bretten, S. 35

    Das Geheimnis ist gelüftet. Das Rastatter Bauunternehmen Weisenburger verlegt seinen Hauptsitz an die Ludwig-Erhard-Allee und beauftragt den japanischen Stararchitekt Tadao Ando. Die Firma Weisenburger möchte erst Anfang 2017 dazu Stellung beziehen. Der Baubürgermeister M. Obert spricht von einem "sehr qualitätsvollen Gebäude". Es sind bereits Pläne vorgelegt worden.

    Tadao Ando vertritt einen Ökokurs, der den Mensch und seine Werke in Einklang mit der Natur bringen möchte. Als Markenzeichen gilt der Minimalismus. :daumen:

    Quelle BNN v. 14.03.16, Ausgabe Bretten, S. 32

    Der Bau des östlichen Bürobandes am Erhardboulevard nimmt jetzt Fahrt auf. Baubürgermeister M. Obert rechnet damit, dass die Baugrube für das erste von drei (!) Projekten bereits in den nächsten Wochen ausgehoben wird. Vom alten jüdischen Friedhof bis zum großen Kreisel entstehen drei neue Bürokokomplexe, ein Bürohaus hat an der Ecke der Hennebergstr. ein 37,5 Meter hohes "Hochhaus" (vergleichbar. mit der Höhe des "Parktowers"). Hier tippe ich, dass dies der Neubau der KVBW ist.

    Offen bleiben wohl 300 Meter bis zum Kreisel. Dieses Grundstück gehört der Stadt und wird als Lagerplatz für den Autotunnel der Kombilösung benötigt. Nach 2020 ist diese Lücke dann aber auch zu.

    Westlich des alten jüdischen Friedhofs sind die kleinen Gebäude auch bis 2020 Geschichte. Damit wäre das Büroband wohl komplett.

    @ Fehlplaner

    Seit wann existiert die Bauvorleistung unter dem Hbf. und wie sieht das genau aus?

    Der Tunnelstumpf am Durlacher Tor soll ggfls. die Straßenbahnen aus Richtung Hauptfriedhof mit einer zusätzlichen Rampe aufnehmen oder soll der Tunnel da tatsächlich verlängert werden (mit neuen Haltestellen etc.)?

    @ Jenny

    Das leuchtet mir hier in KA auch absolut nicht ein. 1985 hatte die Stadt noch rund 275.000 Einwohner, heute haben wir rund 305.000, irgendwann sind es prognostizierte 320.000. Wo sollen die Menschen leben und arbeiten, wenn Nachverdichtung und Gebäude jenseits der 10 Stockwerke von großen Teilen der Einwohner abgelehnt werden?