Ziegel, ich verstehe Dein Argument, dass man mitten auf dem Neustädter Markt stehend aktuell nicht ins Barockviertel rein sehen kann, weil die Bäume im Weg sind und die Gebäudetiefe das vom Winkel her nicht zulässt. Es steht auch außer Frage, dass die damalige und jetzt denkmalgeschützte Stadtplanung nichts auf einen Einblick gab, eher im Gegenteil.
Ich hätte mir immer gewünscht, dass perspektivisch die Platten am Markt abgerissen und die ursprüngliche Situation wieder hergestellt wird (die Klengelsche Planung ist mir ungleich wichtiger, als die aus den frühen 70ern).
Doch ich bin da pragmatisch. Ich bin zuerst einmal überzeugt, dass ein Durchbruch möglich ist, ohne damit den Schutzstatus zu gefährden. Die städtebauliche Struktur des Fächers darf nur nicht unterbrochen werden.
Diesen Durchbruch stelle ich mir 2-geschossig in der Achse der Rähnitzgasse vor. Er hätte dann ca. 6m lichte Höhe. Wichtig wäre auch, dass wirklich exakt die Straßenausrichtung aufgenommen wird und nicht wie bisher orthogonal zur Bebauung am Markt ausgerichtet wird.
Diesen Durchbruch wird man dann sicher auch wahrnehmen, vielleicht nicht unmittelbar am Blockhaus, aber sicher spätestens am Goldenen Reiter. Da würde zusätzlich auch eine entsprechende Beleuchtung helfen.
(Hingegen durch den schon sanierten Block am Standort des einstigen Rathauses zu gehen und dann in dessen Hinterhof zu landen, wäre Quatsch.)