Beiträge von Luzerner

    Ich gebs zu. Ich bin ein bekennender Reko-Fan. Dennoch bin ich von vielen Entwürfen positiv beeindruckt. Gerade in Los 2 finde ich es interessant, dass die Waben der FH wiederverwendet werden. Es ist - ob man's gerne hat oder nicht -auch ein Teil der Geschichte der Stadt. Von da her finde ich es legitim oder sogar notwendig, dass solche Architekturteile mit eingeplant werden. Den Abriss der FH befürworte ich aber aus stadtplanerischen Gründen jedoch voll und ganz.
    Einige Entwürfe schienen mir als langweilig. Die haben absolut keinen Bezug zum Ort und zur Situation. Ich bin gespannt, wie das dann real aussehen wird. Wenn ich ganz alleine bestimmen könnte, würde ich noch mehr Rekos einplanen.

    Traurig, traurig ! Jahrelang bzw. jahrzehntelang hat man die Gebäude verkommen lassen um letztendlich behaupten zu können, dass sie nur noch abgerissen werden könnnen. Sicherlich haben viele Bauten der Nachkriegsära keine Ausstrahlung. Das Ensemble am Rudolfplatz war aber aus meiner Sicht speziell und hätte - bei entsprechender Pflege bzw. Renovation im Sinne der Wiederherstellung des Ursprungszustandes ein Beispiel gegeben für die Aera der 50er Jahre. Das musste jetzt alles weg, vermutlich um des lieben Geldes wegen. Schade drum. Köln hat nicht sehr viel Sehenswertes für den Auswärtigen zu bieten. Das hätte durchaus ein Anzugspunkt werden können.......

    Schade, dass es in der historischen Mitte nicht weiter geht. Es wäre mehr als ein Gewinn für die Stadt, wenn hier endlich mit der Wiederherstellung der Stadtmitte weitergefahren würde. Die Ausgangslage war ja nicht schlecht und der Beginn mit Schloss, Barberini und Co. war ja fulminant und vielversprechend.. Jetzt sind schon lange Festungsgräben ausgehoben und Gegner und Befürworter beschiessen sich mit üblen Nachreden. Konstruktiv ist schon länger nichts gelaufen. Nicht nur im übertragenen Sinne !

    Ich bin begeistert ! Ich denke, dass viele Städte Frankfurt um die neue Altstadt beneiden werden ! Ich bin zwar ein wehementer Befürworter für Rekonstruktionen, doch finde ich diverse neu gestaltete Bauten in Frankfurt dennoch bemerkenswert. Anlässlich einer Stipvisite in Frankfurt (eigens der neuen Altstadt wegen) habe ich mich über die Ergebnisse vor Ort informiert. ZBl das Rote Gebäude an der Braubachstrasse , das am wenigsten traditionell ist, fand ich total faszinierend. Gut gelungen ! Nichts desto trotz haben mich die Rekonstruktionen natürlich sehr beeindruckt und gefallen mir ungemein. Jetzt hoffe ich, dass es noch weiter so geht. Es gibt ja noch einige, nicht gelungene Nachkriegsquartiere in nächster Umgebung, die man in den nächsten Jahren "überarbeiten" könnte und Rekos und interessante Neugestaltungen platzieren könnte..... Weiter so, Frankfurt ! Das wird Spitze !

    Gratulation den Frankfurtern zu diesem schönen, neuen Stadtteil. Nicht alles gefällt mir, was neu gebaut wurde. Selbst wenn man mehr Rekos hätte machen wollen, es hätte ja einen Aufschrei gegeben in der Architektenwelt, man hätte Disneyland noch lauter geschrieen als es jetzt schon getan wird. Alles in allem ist aber ein echtes Ensemble entstanden, das Identifikation stiften wird mit der Stadt. Bauten, die sich nicht bewähren, werden dann in 20 Jahren umgebaut. Da werden hoffentlich Verbesserungen erzielt.
    Ich selber würde gerne an einem solchen Ort wohnen. Hier gibt es Atmosphäre und ich kann mir vorstellen, dass hier eine gute Nachbarschaft entstehen wird. Leider wird viel zu wenig in dieser Art gebaut. Hier stelle ich mir vor, dass man sich zu Hause fühlen kann. Freue mich, das Ganze mal im Original ansehen zu können !

    Die Diskussion hier zeigt, es scheint alles blockiert und man verschanzt sich in den Gräben der eigenen Meinung. Es scheint schon lange nicht mehr darum zu gehen, eine lebenswerte Stadt zu gestalten, was ja eine sensationelle Möglichkeit wäre. Stattdessen verbeisst man sich in die Erhaltung von Gebäuden, die weder sinnvoll nutzbar sind (für den Ort) noch einen lebenswerten Raum zu schaffen vermögen.
    Ich finde, dass Frankfurt am Main da den besseren Weg eingeschlagen hat als Potsdam, so wie es mir scheint. Da wird ein echtes Ensemble geschaffen mit kreativen Neubauten, die eine Ortsbezug schaffen und einen lebenswerten Stadtraum gestalten,der sich vom Neubaueinerlei der letzen Jahre deutlich abhebt. Ich bin überzeugt, dass die Frankfurter ihre neue Altstadt annehmen und lieben werden. In Potsdam denke ich, dass die 4 Rekonstrukionen deutlich zu wenige sind, um ein Ensemble zu schaffen, das dem Genius Loci gerecht wird. Ich befürchte sehr, dass es aussehen wird, wie irgend ein neuer Stadtteil in Wanne Eickel oder Saarbrücken auch. Die Rekonstruktionen sehe ich mittlerweile bloss noch als Feigenblätter. Schade. Zusehends wird die tolle Möglichkeit der Stadtgestaltung für einen lebenwerten Stadtraum vergeigt.

    Ich bin glücklich und froh über das Altstadtprojekt in Frankfurt. Es ist für mich ein positives Projekt, das einen lebenswerten Stadtteil entstehen lässt. Ncch dem Krieg wurde - möglicherweise aus finanzeillen Gründen eine zwar funktionale Stadt gebaut, aber für das Gemüt war halt nichts dabei. Die neue Altstadt ist aber genau das. Fürs Gemüt. Ich bin überzeugt, dass sich die Menschen darin wohl fühlen werden und sie werden Stolz sein, auf ihre Stadt. Er ruft förmlich nach mehr. Ich denke, dass viele Menschen in einer solchen Umgebung wohnen möchten und auch der Tourismus wird davon profitieren. Als Nicht-Frankfurter werde ich es mir nicht nehmen lassen, das Original anzuschauen und ein paar Tage in der Stadt zu verbringen. Ich freue mich für alle Frankfurter.

    Ich gehe wohl mit vielen einig, wenn ich sage, dass ich mit dem gefundenen Kompromiss nicht vollständig glücklich bin. Allerdings ist mir der noch lieber, als die im Wettbewerb bevorzugte sogenannt zeitgenössische Lösung. Die könnte meiner Ansicht nach ebensogut in der - mittlerweile völlig gesichtslosen- Region der Pragerstrasse stehen. Ich verstehe sowieso nicht, dass dem Verkehr in diesem Bereich eine dermassen grosse Rolle beigemessen wird. Hier geht es um die Gestaltung der Umwelt der Dresdner ! Meiner Meinung nach wären eher Kompromisse beim Verkehr als bei der Gestaltung des Quartiers gemacht werden sollen. Eher hätte ich dem Kulturpalast eine Ecke abgeknabbert und dafür die neutne Achse des Chiapponischen Hauses rekonstruiert. Aber der wertvolle und unersetzliche Kulturpalast hatte offenbar mehr gewicht bzw. die Zu und anlieferung mit grösstmöglichen Lastwagen.

    Erstaunen

    Als Nicht-Potsdamer und Nicht-Deutscher erstaunt mich die Debatte in Deutschen Städten immer wieder, wenn es um die Umgestaltung der Innenstädte geht.
    Viele werden mir zustimmen, dass die Aufbauleistung in der Nachkriegszeit in Bezug auf Aufenthaltsqualität keine Heldentaten vollbracht hat. Nun bietes sich den Städten und Potsdam im Besonderen die Chance, ganz tolle Innenstädte zu kreieren. Was geschieht aber ? Grabenkämpfe wohin man schaut, das Ziel- eine lebenswerte (Innen-)Stadt zu bauen weit ausser Sicht.
    Am Beispiel des Hotels Mercure frage ich mich, weshalb das Ding in privater Hand ist. War das nicht einmal in staatlicher Hand ?
    Aus meiner persönlichen Sicht steht das Gebäude am falschen Ort. Es stört. Ein Ersatzbau zB. am Bahnhof würde meiner Meinung nach Sinn machen.
    Ich selber habe einmal im Mercure übernachtet. Allerdings war das Zimmer für 2 Personen derart klein, dass ich da nicht mehr hingehen werde, wenn ich etwas anderes finde. Rein schon von der Qualität des Zimmers her geschaut wäre ein Ersatz ein Gewinn. Ersatz muss her. Man muss in Potsdam im Zentrum übernachten könnnen. Wenn das Ding morgen gesprengt würde (Applaus) müssen die Touristen untergebracht werden können, ebenso wie die Angestelltenn des Hotels einen Arbeitsplatz benötigen. Also ran, liebe Potsdamer ! Lösungen suchen !

    Ob jetzt das Hotel Mercure auf dem ehemaligen Exerzierplatz steht oder nicht, scheint mir doch recht zweitrangig.
    Die Frage ist doch, ob das Ding an diesem Platz sinnvoll ist, ob es die Stadt bereichert oder die Stadtstruktur stört.
    Ich bin der Meinung, dass Letzteres zutrifft.
    Es ist wohl klar, dass dieses Hotel nicht so schnell aus dem Stadtbild verschwindet, es ist ja immer mal wieder investiert worden und das investierte Geld will auch wieder herausgewirtschaftet sein.
    Allerdings schien mir das Gebäude auch nicht wirklich zweckmässig, als ich ein Zimmer darin bewohnt habe. Die Zimmer sind so klein, dass sie eigentlich für 2 Personen mit Gepäck nur bedingt geeignet sind. Von da her wird sich von den Ansprüchen her die Investition irgendwann mal nicht mehr lohnen und die Frage über Erhalt erledigt sich von selbst.
    Die Zimmer sind für Potsdam jedoch aus touristischer Sicht bedeutsam und es muss schon rechtzeitig für Ersatz gesorgt werden.

    Ich freue mich immer über die Bilder zum Baufortschritt in Potsdam. Das ist der Beweggrund, weshalb ich - als Tourist sozusagen - diese Seite von Zeit zu Zeit frequentiere.
    Mit Erstaunen stelle ich fest, dass zum Thema der Innenstadtgestaltung sehr viel politisiert wird, aber der Thematik, dass eine lebenswerte, lebendige Stadt oder ein Stadtquartier gestaltet werden soll kaum Platz eingeräumt wird. Dabei ist doch die Innenstadt beispielhaft ein Ort, an dem sich viele Leute aufhalten, das ist die Umgebung in der sie sich tagtäglich aufhalten (müssen). Weshalb soll das nicht schön gestaltet sein, sondern nach irgendwelchen Weltanschauungen gestaltet ?
    Meiner Meinung nach ist es in den letzten 70 Jahren recht selten gelungen, Orte mit einer guten Aufenthaltsqualität neu zu bauen. Weshalb - zB. in Potsdam- nicht ein Rückgriff auf einen Stadtgrundriss, der bis zu seiner Zerstörung in seiner Qualität in in Frage gestellt wurde ?
    Bietet die FH wirklich eine Aufenthaltsqualität an, vor dem Hintergrund der sie Umgebenden bauten ? Bietet das der Staudenhof an ? Meine persönliche Meinung dazu ist, dass sie es beide nicht können. Ich möchte da nicht wohnen und ich möchte da nicht täglich daran vorbeigehen müssen. Ich würde mir andere Wege aussuchen - wenn sie denn da wären. Es sind für mich ausgesuchte Kandidaten, wo eine Stadtreparatur nötig ist. Grundsätzlich wäre der Grundriss, auf dem das neue entstehen soll egal. Das bis zur Zerstörung gewachsene Stadtgebilde hatte aber auf jeden Fall seine Qualitäten und kommt daher als Option sicher in Frage. Die autogerechte Stadtkonstruktion aus der Nachkriegszeit scheint mir unwirtlich und alles andere als erhaltenswert. Die Einzelbauten darin - um die in diesem Forum so heftig gestritten werden - ebensowenig.