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Leider gibt es tatsächlich noch einige Gebäude die auch in der Umgebung vom Hasselbachplatz auf ihre Sanierung warten. Einen Hochkarärter sehe ich auch in der "Otto-von-Guericke-Str. 59" (Volksstimme Artikel mit Bild: http://www.volksstimme.de/nachrichten/ma…Notabrisse.html). Am liebsten würde ich es selbst kaufen und sanieren.
Das Gebäude Hasselbachplatz 1 ist ohne wenn und aber gut geworden, auch wenn ich zunächst etwas von der "starken" Farbe überrascht war. Sah für mich auf der Planungsskizze nicht so aus. Dennoch einfach top!
Zu den Neubauten im Domviertel:
Der MWG Entwurf gefällt mir auch deutlich besser. Zumindest in der Skizze sieht er kleinteilg aus. Dennoch ist auch hier kein historischer Bezug (abgesehen von der Raumgliederung, die ja durch die Stadt vorgegeben wurde) zu erkennen. Für das Domviertel würde ich mir schon einen Bezug auf die historischen Häuser wünschen. Ein 1 zu 1 Aufbau fände ich übertrieben, vielleicht würden ein paar historische Fassaden von gut dokumentierten Häusern zwischen neuen (architektonisch passenden!) Gebäuden sogar ausreichen. Auch die Idee der zwei Hochhäuser mit Portalwirkung finde ich gut. Eine "Zerstörung der Sichtachse vom Hasselbachplatz zum Dom" (wie es in einigen Kommentaren bei der Volksstimme gelesen habe) sehe ich hier nicht als Problem.
Ich hoffe, dass das besagte Haus noch gerettet werden kann. Es ist eine wirkliche Perle. ![]()
Ein Wiederaufbau der damaligen Häuser macht auch in meinen Augen an dieser Stelle (!) keinen Sinn, da dort sehr einfache und schlichte Gründerzeitarchitektur stand, die man heute wohl als belanglos bezeichnen würde. Es war der schlichteste Abschnitt des Breiten Weges, wahrscheinlich aufgrund der direkten Nähe zum Dom. Auch deshalb existieren kaum historische Fotos von dem Abschnitt.
Aber deswegen könnte man trotzdem mehr Qualität bei der Neubebauung erwarten, auch ohne Rekonstruktion. Gerade der Wobau-Entwurf ist so eine Architektur, bei der man sich spätestens in 10 Jahren fragt, wie man so einen banalen Bau an diese prominente Stelle hinpflanzen konnte (Marietta-Quartier lässt grüßen...). Erst Recht, wenn der Trend zum traditionellen Bauen sich weiter verstärken wird.
Insofern nochmal die Entwürfe gründlich überarbeiten und in die großen Städte (z.B. Berlin) schauen, wie zukünftig gebaut werden wird.
Mal als Beispiel: http://www.noefer.de/projekte/
Das wäre in meinen Augen eine Architektur, die zu dem Standort passen würde. Edel und aufmerksamkeiterregend aber gleichzeitig vor der historischen Kulisse zurücknehmend. Über diese Architektur würde man sich auch in 50 Jahren noch freuen, über den Wobau-Entwurf keinen Tag. ![]()

