..., und die Bürger sind die Dummen.
Naja, in der Tat wird die Fläche kaum vor 2025 zur Verfügung stehen wenn S21 tatsächlich 2023 den Betrieb aufnimmt und nicht noch wesentlich länger dauert.
Ob es da so sinnig wäre jetzt schon mit Vollgas zu planen, zumal bei dem ganzen Umwelt- und Verbrennerverbotgedöns auch nicht in Stein gemeiselt ist, ob S21 den Kapazitäts-Bedarf in 8 Jahren wirklich noch abdecken kann oder zumindest dann schon so auf Kante genäht ist, dass doch ein paar oberirdische Gleise bleiben müssen?
Das kann kein Mensch vorhersagen, ob bis dahin nicht noch viele vom Auto auf die Bahn umsteigen? Lassen wir den Leitzins bis dahin mal wieder auf 6% sein, wo er vor gar nicht sooooo langer Zeit ja schon war, dann stürzen die Wohnimmobilienpreise ins bodenlose und kein Investor wird mehr neue Wohnungen bauen. Oder der Einzelhandel ist bis dahin kaum noch existent, (die Zuwachsraten im Online-Handel sind ja nicht gerade vernachlässigbar), das Milaneo zum Flüchtlingsheim umgebaut und das Rosenstein damit eher Randlage als Zentrum?
Wenn man aus dem Rosenstein nicht nur ein architektonisch ansprechendes Viertel, sondern einen stadtplanerisch wirklich sinnvollen und bedarfsgerechten neuen Stadtteil machen will, kann man den nicht 8 Jahre bevor die Flächen überhaupt frei werden durchplanen, mit Bürgerbeteiligung schon zweimal nicht, weil bis dahin doch jeder was ganz anderes will als heute! Und wenn wirklich Gleise bleiben müssen um den ÖPNV auch 2030 noch stemmen zu können, kann man die zwar eintunneln, wirft aber wieder alles über den Haufen.
Nicht dass ich davon ausgehen würde, dass unsere Kommunalpolitiker es aus diesem Grund verschieben, so weit denken die vermutlich gar nicht, verdummt aber wenigstens kein Steuergeld mit Planungsspielchen, die in 5 Jahren eh keinen Bestand mehr haben.
...und dass "Bürgerbeteiligung" bei soetwas generell nur eine leere Worthülse ist, sollte auch jedem klar sein! Die einen wollen ne Parkerweiterung, die anderen 2.000 Sozialwohnungen, die dritten wollen einen Hochhäusle-Wald mit Luxus-Appartements, die nächsten ein "Ausgehviertel". Wieder andere stellen fest, dass Stuttgart unbedingt und notwendig eine "Neckarphilharmonie" braucht und die nächsten fordern Büroflächen um mehr Arbeitsplätze ins Zentrum zu bekommen. Welcher dieser Bürger soll nun beteiligt werden, denn kompromissbereit ist heutzutage ja auch keiner mehr?