Beiträge von Whywolf_Larry

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    Wieso? Eine bessere restriktive Landesplanung, Personell und finanziell ausgestattete Kommunen und Rechtliche handhaben könnte auch Attraktoren gleichmäßiger verteilen. Durch das verhindern von ineffizenten Marktbehäbigkeiten mit ihren sinnlosen Schwerpunktbildungen ließen sich all die Leerstehenden Städte, auch große Befüllen und man müßte gar keine Neubauten realisieren usw. usf. Immer diese geheuchelte Alternativlosigkeit. :nono: (zumal gerade in Berlin, die Leerstandslage und die Notwendigkeiten von Neubauten ja eh ad absurdum ist)

    Dekoratives Anführungszeichen

    Den Archtitekten kann man natürlich Phantasielosigkeit vorwerfen (sollte man auch), das liegt halt im Architekturduktus, dass man einem Haus, das eine Einheit sein soll, nicht künstlich Kleinteiligkeit hineinmogeln will. Gilt als schlechter Stil


    Nee, das liegt alleine beim Bauherren, welche Grundstücksgrösse er kauft und welche Typologie er haben will. Kaum ein Bauherr hat viel Geld für Fassaden übrig. Bereits kleinste Details im Fugenbild oder in der Materialität verursachen Riesige Kostensteigerungen. Die Haustechnik und die darauf spezialisierten Gewerke kosten den Löwenanteil eines Gebäudes. Ingenieure verdienen nicht umsonst weit mehr als Architekten. Und das Gebäude nur noch 3D-Raster sind liegt einfach an der Effizienz der Ausnutzung, der Kostensenkung durch sich wiederholende Bauprozesse. Mal im ernst niemand kann es sich leisten unterschiedliche Standards in einem Bürogebäude anzubieten, Mieter A hat vier Meter Decken und Mieter B nur drei Meter, Blödsinn. Man möchte FlexibilItät zu einem bestimmten Quafratmeterpreis. Also kann man Propotionalität in der Fassade oder sonstige kniffe die über Rasteritis hinausgeht vergessen. Deswegen gibts ja nur diese kleinlichen Schiessscharten und Kuboritis-Spielchen in der Architektur. Architekten wollen ihre Familie ernähren also müssen sie das Marktspielchen mitmachen. Das die Gebäude sowieso sinnlos sind und bloss ältere Gebäude leer machen ist dann das nächste. Es geht halt um Geld in Beton zu ver-werten. Daher ist das aufgerege über ein solches Investment-Gebiet recht sinnlos. Da gibts nichts besonderes zu erwarten. Das hat nichts mit den beauftragten Ausführenden zu tun, diese stehen in der Nahrungskette da ganz weit unten.

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    Die “energieeffiziente“ Heizung etc.pp. kann man auch in einen Altbau stecken. Hat man sich die Graue Energie gespart. Neubauten werden ja auch meist mit Umweltschädlicheren Baustoffen gebaut insbesondere Plastik-Dämmung und Beton. Und da die meisten Systeme durch den Herstellungswert als auch durch Nutzerverhalten und erhöhten Unterhaltungsbedarf (der einen Investor nicht interressiert) ineffizient sind sollte man sich das ganze sparen zumal gerade in Deutschland einfach alle Gebäude im Überfluss da sind. Da diese nicht immer an den beliebtesten Stellen zur genüge vorhanden sind ist auch kein Argument da wir das dichteste Eisenbahnnetzwerk der Welt haben. Blabla usw. gibt genug zu dem Thema, belese dich selber.
    Ansonsten ist der neue Modernistische Solitär keine bereicherung. Die Bauform ist öde, die Materialität wird wohl zweitklassig und das für hochpreisigen Wohnen.Halte eine Mehrfache Verschwendung.

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    Traurig das Gebäude hatte mal sowas Hongkong-artiges, hätte mit ein wenig liebe den Berliner Cyberpunk bereichert. Stattdessen neue mittelmaß-Tristeße zu der bereits vorhanden. Von der Umweltverschwendung mal ganz zu schweigen. Überhaupt fände ich das Gebiet für eine "Urbanes Gebiet"-Neu-be-B-Planung ganz interressant. Die großstrukturen durch Fassadenrenovierungen auflockern und ala Werkbundsiedlung ergänzen. Wohnen und Arbeiten mischen statt dem üblichen Investoren-Ghetto.

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    Ja aber es ist immer noch eine moderne Form welche eine Volk-Loristische Shopping-Mall in Oktoberfesteresker Bierzelt-Optik anbietet. Sorry, dann währe mir eine Eklektizistischer Bau aus dem Historismus lieber gewesen, der ist dann mehr Alt-Traditionell denn Zeitgenössisch-Traditionell in all seiner Eventisierungs-Logik und vorgegaukelter Pseudo-Spontanietät. Klar müssen Ingo und Mandy auch abgeholt werden, da hast du recht, dass dann aber auf den kleinsten und stumpfen Nennen zu bringen und Kunst total aufzulösen in eine Ikea-Schlacke für jedermann finde ich nicht so toll, da bin ich dann doch sehr altbacken, von mir aus auch Revisionistisch. Nicht jede Malkurs-Omi ist ein Künstler. Unsere Gesellschaft löst sich immer mehr in ihrer Mikro-Molekulare Bestandteile auf um den perfekten vorhersehbaren Konsumenten zu produzieren. Ein Entwurf der aufgibt und diese Tatsache auch noch unterstreicht ist mir zuwieder. Dann hätte lieber der (wenn auch in meinen Augen schwache) Sanaa-Entwurf gewinnen soll welcher den gemeinsamen Grundnenner auch mit Mandy und Ingo, durch ei schönes Stuck Greenes Erdhäufle, bildet. Halt die unintelektualisierte Low-Tech Platz Variante eines undecorated-Park-Sheds.

    Volk-Loristisch hat ja auch nichts mit Rekos zu tun, die sind eher ein Egalitäres-Projekt für wenige, keine Town&Country-Roller-Katalog, Style-Einrichtung/Architektur die noch mit einem Plastik-Buddhakopf und einem schlecht gedruckten Afrika-Savannen-Bild, Balkon-Schilfmattren und Spass-Fussmaten zu einem unverwechselbaren Stück Einheitsbrei zerflossen wird. Letztendlich hat die Jury eine Bankrott-Erklärung getätigt.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Es ist nicht überzeugend und auch nicht angebracht Andersdenkenden immer sofort die Denkfähigkeit abzusprechen.


    Kannst du mal bitte erläutern inwiefern mein Satz diese Aussage provoziert? :confused:
    Und ja die drei Bilder welche damals auf der Webseite zu sehen waren haben wirklich nur bedingt die Eigenschaften des Entwurfs erahnen lassen.

    Nachdem ich mich eingehender mit dem Entuwrf von O.M.A beschäftigt habe, muss ich feststellen das Berlin hier wieder einmal ein große Chance, wie bereits mit denselben Architekten am Gleisdreieck vertan hat.:nono:
    Hier nochmal die bereits von Bato verlinkte Seite.:
    http://oma.eu/projects/das-museum-des-20-jahrhunderts
    Dieser Entwurf ist die echte Eierlegende Wollmilchsau. Vier Sektoren welche die Zeitgenössischen Funktionen eines Museums als Bildungsstätte übertreffen, es kommt dem Originären Bild es Forums am nähesten, zelebriert wird ein Ort der Aufklärung mit all seinen Notwendigkeiten. Es ist nicht die Konsumorientierte Shopping-Mall eines HdM als herüberhieven der lapidarisierung von Kunst gegen Ende des 20. Jahrhunderts in einem Decorated Shed sondern die Archaik der Bildungstempel welche als ein öffentlicher Raum, eine Art städtischer Wohnraum funktioniert, das 21.Jahrhundert einläutet. Man könnte fast sagen das Ideal eines Platzes des 19.Jahrhunderts wird umgekehrt, die umgebende Architektur wird nach Innen gestülpt und Bildet den Inhalt des Platzes welcher über sie fließt. Dabei wird sehr kontextuell auf dem Platz eingegangen welcher Sharouns Stadtlandschaft, insbesondere die Pläne des Terrassierten Gästehauses, aufgreift und es dabei schafft keine Echte Dominante auszubilden. Rem Koolhaas alte Liebe zum ersten Kollhoff-Plan des Tiergarten welcher in den Potsdamer fließt scheint hier wieder durch. Den die Pyramidale Form zerfließt in die bezugnehmenden Solitäre wird nicht richtig Architektur und nicht richtig Landschaft. Nachteil ist natürlich die allübliche Schwäche von O.M.A keine Fassade anzubieten, die erst bei Projektübernahme aus Kontextuellen, intellektualisierten überlegungen und nach Rücknahmen, der in den vordergrund gestellten Inhaltlichen Parameter meist mit wenig Budget auskommen muss und eher Mau aussieht.
    Es bedient auch die durchaus legitime Cyberpunk-Ästhetik Berlins ohne es billig zu implementieren wie das schreckliche Sony-Centers.

    Ich glaube der O.M.A-Entwurf ist genau die Ikone welche das Kulturforum in das 21.Jahrhundert gebracht hätte, ein Archetypus einer öffentlicher Bildungseinrichtung, ohne den Bestand zu verraten. Es übertrifft die neuesten Museumsbauten insbesondere die Tate-Modern-Erweiterung bei weiten.
    Berlin hat total verschlafen was sich ja im Gezerre um das M20 schon angedeutet hatte, das dann aber sich solch ein ich erlaube mir, Genialer Entwurf im Wettbewerb enthält und das (die eher Traditionalistische) Jury nicht erkennt (und einen geradezu Volk-loristischen Bau wählt) ist der ... mir kommt es nur wiederwillig über die Lippen ... der SUPER-GAU!!! (was nicht heißt das ich die herleitungen vom Beton-Baumarkt-Papst Braunfels gutheiße)

    Odysseus
    Naja mit dem geringen Mehrwert einer Kirche gegenüber einem Funktionstüchtigen Gebäude das man für das gleiche Geld aus dem Status der Jahrzehntelang vorenthaltenen Sanierung heraushieven könnte, ist das doch irgendwie verständlich. Andersherum hätte man natürlich auf seiten der Künstler ehrlicher sein können oder realistischer, das man dauerhafter dort beheimatet sein möchte und von Anfang an klare Flagge bekennen können.

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    Ein Architekt muss sich verkaufen als auch wirtschaftlich sein. Wenn man jedesmal die Welt neu erfindet kann letzteres Problematisch werden. Daher ist es nur natürlich etwas was man einmal beim Bauamt durchbekommen hat als wiederholende Grundlage zu verwenden. Also verkauft man dann das bereits durchsetzbare als eine Weiterentwicklungslinie. Je Merk-Würdiger es ist, also der Investoren Logik der Wiederkennbarkeit als "Brand" entgegenkommt umso besser. Der andere Punkt ist die Frage was sich der Bauherr leisten möchte und was das BGB, BVO und die DIN so alles hergeben. Für technische Ausstattung geht heute das Geld ab was man früher für Gestaltung hatte. Die Vorschriften welche durch Sicherheits-, Gesundheits- und Technophilieüberlegungen der Moderne geprägt sind tun ihr übriges und sind natürlich Lobbyistisch perfektioniert. Man nehme z.b. die Flecht-Säulen aus dem Film, alleine diese Element ist nur bezahlbar durch die Massenfertigung und selbst dann muss da Chipperfield dem Bauherrn wortwörtlich unterm Tisch gekrochen sein, das der Hersteller da auch kaum Gewinn gemacht hat durch eine knebel-kalkulation tut wohl sein übriges. Also wie löst man Architektur wenn Variation (ausgefallenen Volumen nehmen wir jetzt mal raus) unbezahlbar ist in korrelation zur Haustechnik?
    Dann wirds halt langweiliger. Das oft angeführte Propotionsgehusche im übrigen ist in einer DIN-Welt nicht erhältlich, erwünscht und wenn man mal ehrlich ist war es auch nur eine Ausrede um Individuelle Stellung zu unterstreichen. Siehe die Belle-Etage.
    Deine Kritik fundiert halt auf dem Unwissen welchen Bedingungen Architekten ausgesetzt sind und welche Spielrahmen sie besitzen. Allerdings darf man auch nicht vergessen das die angeführten Bedingungen schon immer so ähnlich geherrscht haben (außer die Haustechnik-Sache, die war halt sehr lange relativ statisch in ihrer fortentwicklung). Immerhin hat Schinkel z.b. auch so gesehen immer wieder das gleiche gemacht. Der Unterschied waren halt nur die Typologien.

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    Hätte ruhig ein bisschen Edler sein können und nicht so 08/15. Besonders das Parkett sieht fast schon ein wenig billig aus, die Heizungen sind etwas zu Modern. Die Farbtöne, Zierleisten und Deckenaufbauten sind gut. Ein paar Steinsachen oder Marmor hätte wirklich nicht geschadet. Das Cafe ist auch ein wenig verirrt, die Thekenregale gehen gar nicht und man hätte eher DAW-Eames Chairs nehmen sollen statt die Bügel Eames-Chairs. Die Schwarzen Tische sehen sehr IKEA aus.:nono:
    Wie immer keine 100% gegeben, das Potential nicht ausgespielt. Aber immer noch viel besser als das Sparkassen-Interieur des Schlosses nebenan.

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    Max Dudler ist mir zu sehr Europa-City Rasteritis mit einem in seinem Tektonischen Bezug 80er Jahre mäßigen Selbstbezug auf seinen eigenen Frankfurter Hochhaus. Die Idee ist ja auch ein Recycling aus seinen IBA-Tagen im Ungers-Büro. Die Volumen-Verteilung der Kubatur-Maßen ist mir zu ungelenk. Weil er versucht hat auf gedeih und verderb die alte HH-Idee dort reinzuquetschen. Der Ansatz müsste noch ein paar überarbeitungsrunden mitmachen damit er gut wirkt. Ich schätze mal das haben Werksstudenten nebenbei gemacht.

    Falsch Segregation wird inzwischen auch als Rein Baulicher Term verwendet. Wie gesagt kommt ja ursprünglich aus einer anderen Ecke.

    Das INSEK Dresden 2050 (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) ist dafür da, Hochtrabende Erklärbärmodelle für mögliche Förderkulissen wie dem EFRE (Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung) zu bilden. INSEKs sind Grundvoraussetzungen für die Verfügbarkeit von Fördertöpfen die dann auch eine gewisse Festschreibungspflicht haben. Wenn die EFRE bspw. eine bestimmtes Dichte will dann muss diese eingehalten werden, egal wieviel Sinn diese macht oder auch nicht (Fördertöpfe gehen immer von den Gesetzen und Vorstellungen ihres Erstellungsdatums aus). Das erklärt evtl. einige komische Vorgänge um die Lingnerstadt, weil INSEKs immer auf Förderkulissen zugeschnitten sind und von überzogenen Basiswerten z.b der Statistik ausgehen.
    Einmal googeln hätte dir das aber auch eklärt, zumal es als Grundlage in der Ratsinfo erwähnt wird. Wenn ich mal Zeit haben sollte tue ich mir das INSEK mal an um die unvermeindlichkeit des schwächelnden Entwurfs evtl. zu erfahren.

    Und ja es gibt seit 2016 (glaube ich), keine Stellplatzpflicht mehr bei Naubauvorhaben, aber wie gesagt EFRE und alte Verordnungen seiner Erstellung.

    Wenn ich zeit habe beschreibe ich das nochmal mit Straßennamen.

    Nachdem ich mir jetzt die anderen Entwürfe angeschaut habe, stelle ich einfach ein konzeptionelles Mißverhalten der Jury fest. Der HDM-Entwurf diskrediert sich damit für mich. Ausschlaggebend ist der Christ & Gantenbein Entwurf. Erst war ich ob der Trashigkeit geschockt, weil die beiden eigentlich für einen Edlen und feinen Kontextualismus bekannt sind. Der zweite Blick hat zeigt dann die Qualität, das Bauen von einer art Cyberpunk-Trashigkeit die man Berlin nominell nachsagt. Im Grunde ist es ein Berlinerische City-Marketing in Architektur ausgedrückt. Dabei wird Funktionell das HdM Parklhaus in Miami zitiert und von der Form eine Industriestyle-Übersetzung des Guggenheims in NY. Selbst Zaha Hadid Architects haben eine Edel-Variante des Raw-Parkhaus-Industriell Looks von HdM gemacht. Somit sind Gantenbein und O.M.A. die einzigen die eine ergänzende Geometrische Form mit Details vorschlagen. So versuchen beide die Großformen zu komplettieren. Einen Zylinder bei Gantenbein und eine Pyramide (mit Terrassenbezug zum nicht gebauten Gästehaus von Sharoun) bei O.M.A., welche ja auch schonmal bei dem großen Wiener Wettbewerb vorgeschlagen wurde. HdM TM kann man ja auch so deuten. Die Volkstümlichkeit des HdM Entwurf hatte ich ja bereits kritsiert, bei den angebotenen Alternativen stößt er mir jetzt auf, das ist unter diesem Umständen das falsche Ende von Gefälligkeit.

    Manhattismus ist keine Idee von Delirious New-York. Und nein es sind a)tens die Worte Kulkas und b)tens sie beziehen sich auf einen bestimmten Bürgerlichen Stil im NY des letzten Jahrzehnts (welchen Kulka als Billigvariante hier abliefern will). Backstein-Townhouses welche die Fabrik- und Loftarchitektur zitieren. Waren jetzt recht lang in Mode und haben einen gewissen qualitativen und hochpreisigen Impetus entwickelt. Sowas passt nach Hamburg aber eben nicht nach Dresden.

    Setbacks bezeichnen zurückspringende Geschosse. Wurde von Hugh Ferris in der 1916 Zoning-Resolution eingeführt, wird aber inzwischen für jeder Kubaturgrösse verwendet.

    Und eine Städtebauliche Torsituation ist eigentlich selbsterklärend.