Beiträge von KaBa1

    Nur um ein bisschen Öl ins Wasser zu gießen:

    Flugverkehr - auch in Berlin - sollte eigentlich gar nicht mehr zunehmen. Das Credo vom Wachstum, von immer mehr Fluggastzahlen, von neuen Strecken und neuen Rekorden kann ich nicht mehr hören.

    Insofern sind es für mich auch keine schlechten Nachrichten, wenn beispielsweise das völlig unsoziale Unternehmen Ryanair sich aus Berlin zurückzieht.

    Die Treibhaus-Emissionen durch Tourismus haben sich in einem Jahrzehnt verdoppelt. Die größte CO₂-Herausforderung im Tourismus ist dabei der Flugverkehr. Wissenschaftler empfehlen daher eine Reduzierung von Langstreckenflügen. Dazu ist heute im Tagesspiegel ein längerer Artikel zu lesen.

    ^^ Also ich würde mich ja als Restroskeptiker outen. Das heißt aber nicht, dass ich Schinkels Geist irgendwo herausreißen möchte, schon gar nicht aus seinem Grab.

    Natürlich bin ich nicht grundsätzlich gegen Rekonstruktionen. Im Falle der "Flèche" auf der Notre-Dame bin ich völlig d´accord mit der 1:1 Rekonstruktion. Das ist dann auch kein "Disneyland".

    Wo ich so meine Bauchschmerzen habe, ist - wenn Gebäude, die schon längere Zeit verschwunden sind, originalgetreu wieder aufgebaut werden sollen. Das ist für mich wie "schummeln". Man tut so, als wäre es ein historisches Gebäude, aber eigentlich ist es das nicht.

    Beim Schloss hat man das mit der modernen Fassade und der modernen Innenausstattung geschafft. Mehr brauche ich dort aber nicht: Keinen "historisierenden" Brunnen, keinen Kuppelausbau oder weitere "königliche" Treppenhäuser...

    Ich weiß, es gibt bei der Bauakademie viele Argumente für eine Rekonstruktion. Und die Argumente sind hier auch schon ausgetauscht worden. Aber es sollte dennoch die Chance gegeben werden, ein Gebäude zu entwerfen, dem anzusehen ist, dass es aus dem 21. Jahrhundert und nicht original aus dem 19. Jahrhundert ist.

    Die beiden Bauprojekte in der Urbanstraße habe ich hier noch nicht gesehen. Eines davon ist schon fast fertig, das andere angefangen und wieder eingestellt:

    BV Urbanstraße 2

    Hier plante die Ziegert Group in einer Baulücke ein Mehrfamilienhaus mit 12 Eigentumswohnungen und einer Gewerbeeinheit. Das besondere: eine Holzfassade und die Fassadenbegrünung. Der Bau wurde begonnen, aber nach dem fertigen Erdgeschoss wurde der Bau eingestellt und der Kran abgebaut. Warum? Keine Ahnung. Es war eigentlich ein recht ansehnlicher Entwurf und gute Stadtreparatur.

    Das ist die Lage:

    Bildschirmfoto-2024-12-09-um-17-43-12.png

    Und so sollte es aussehen:

    URBAN2-Visualisierung-Aussenansicht-Vorder-und-Rueckseite-ZIEGERT-Gmb-H.jpg

    Stra-enperspektive.avif

    Hofperspektive.avif

    Copyright: Incept/Ziegert Group

    Eintrag DAF-Karte

    BV Urban Quarter

    Direkt daneben, Hausnummer 5/5A

    Bildschirmfoto-2024-12-09-um-17-59-21.png

    ist das Vorderhaus renoviert und das Hinterhaus neu von der CAVI Real Estate gebaut worden. Im Altbau gibt es 16 Wohnungen, im Neubau 5.

    Die Fotos auf der Projektwebseite sind leider etwas nichtssagend:

    Urbanquarter-banner-scaled.jpg

    Urbanquarter-banner-long-scaled.jpg

    Copyright: Urban Quarter/Cavi Real Estatte

    Eintrag DAF Karte

    Mein Beitrag zu St. Hedwig und Notre Dame wurde ja leider verschoben. Man kann die beiden Projekte überhaupt nicht vergleichen. Notre Dame ist eine nationale Ikone Frankreichs. Die Hedwigskathedrale eine über die Zeit ziemlich verhundste "Provinzkirche", die jetzt erstrahlt, als wäre sie wiedergeboren. Und hier ähnelt sie Notre Dame sogar ein wenig, die auch erstrahlt, wie seit Jahrhunderten nicht mehr.

    Dieses ist beileibe kein "kleines" Projekt. Da ich es hier noch nicht gefunden habe und bevor es möglicherweise einen eigenen Thread bekommt, stelle ich es hier vor.

    RE:O

    In den nächsten zwei Jahren wird auf dem Gelände des ehemaligen Hauptsitzes der Deutschen Rentenversicherung am Ostkreuz einer der größten Office-Campus Berlins mit 76.000 qm Mietfläche entstehen.

    Kintyre entwickelt das re:o Berlin im Auftrag von IREIT Global, einem Immobilien-Investmentfonds mit Sitz in Singapur, gesponsert von Tikehau Capital und City Developments Limited.

    Als erstes Projekt wurde jetzt die Vermietung von einer Fläche in der Schreiberhauer Str. 2-22 für ein Premier Inn Hotel mit 270 Zimmer bekannt gegeben. Der Umbau soll im Frühjahr 2025 beginnen. Das Hotel soll in der ersten Jahreshälfte 2027 fertiggestellt sein. Geplant wird das Hotel von

    PSP Weltner Louvieaux Architekten.

    Ein Artikel darüber ist auch im Deal Magazin zu lesen. Auf VIMEO ist ein Promotion-Video mit diversen Animationen und Luftaufnahmen zu sehen.

    Das ist die Ansicht heute:

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    ... und so soll das Hotel aussehen:

    Aussen-Kopie-600x400.jpg

    Ansicht-Kopie-e1707906523902.jpg

    Innen2-Kopie.jpg

    Copyright: re:o/PSP Weltner Louvieaux Architekten

    Eintrag DAF-Karte

    BV Neues Ufer

    Das Bezirksamt Mitte hat den Bebauungsplan 1.118 aufgestellt, der Teilflächen des Geländes zwischen Huttenstraße,

    Wiebestraße, Kaiserin-Augusta-Allee und Charlottenburger Verbindungskanal sowie für Abschnitte der Straße Neues Ufer und der Klarenbachstraße umfasst.


    Dort soll die Bauwert-Tochter "Bauwert Neues Ufer" ein ehemaliges Industriegebiet in ein lebendiges Stadtquartier mit einer Mischung aus Wohnen, Handwerk, Kindertagesstätte, kreativen und digitalen Arbeitsplätzen transformieren.


    Den städtebaulichen Wettbewerb dazu hatte am 16. September Grüntuch Ernst. Die

    Planung sieht eine zurückgesetzte Blockrandbebauung, zwei markante Wohnhochhäuser sowie ein Gewerbegebäude vor. Insgesamt sollen so ungefähr 500 Wohneinheiten entstehen. Der zentrale Grünraum öffnet sich zum Ufer hin. Von den 500 neuen Wohnungen sollen 30 % gefördert sein.

    Berichte dazu im Deal-Magazine und der Berliner Morgenpost(Bezahlschranke). Und die "offizielle" Pressemeldung von BAUWERT

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    Copyright: Grüntuch Ernst

    Eintrag DAF-Karte

    Laut Tagesspiegel hat sich eine Gruppe von "Verkehrsexperten" getroffen und Vorschläge zum Ausbau des U-Bahn- und Regionalverkehrsnetzes unter dem Motto

    Berlin 2064

    vorgestellt.

    Darin wird u.a. folgende U-Bahnverlängerungen vorgeschlagen:

    * U1 von der Warschauer Straße zum Ostkreuz

    * U3 zum Antonplatz

    * U3 zur Potsdamer Chausee

    * U5 zur Jungfernheide

    * U2 und U9 nach Pankow

    * U 9 nach Lichterfelde Ost

    * U72 ins Falkenhagener Feld

    Dazu neue Regio-Linien:

    * Vom Karower Kreuz oder Lichtenberg über das Ostkreuz und einen Halt am Südkreuz und den südlichen Ring nach Zehlendorf.

    * Von Spandau über den Südring nach Grünau

    * Vom Westkreuz über den Südring, das Ostkreuz und Lichtenberg nach Mahlsdorf

    Jan Petersen Carré

    Siehe auch hier

    Zu diesem Bauprojekt gibt es ein paar Neuigkeiten. Inzwischen ist der Investor bekannt. Es ist die DLE Land Development GmbH. Es gibt auch eine Webseite zu dem Projekt und einen Film auf VIMEO. Es sollen auf einem 10.133 m2 großen Grundstück auf 6 Etagen 26.055 m2 Bruttogeschossfläche mit einer Nutzung 84 % Wohnen und 16 % Gewerbe entstehen.

    Hier ein paar Impressionen:

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    Copyright: DLE-Group

    Eintrag DAF-Karte

    Im Inforadio ist ein interessantes Interview mit dem "Projektleiter" des Umbaus der Hedwigs-Kathedrale Dompropst Tobias Przytarski zu hören: Über den Umbau, die Auseinandersetzungen, die Verzögerung und das Ergebnis. Auch wird der Umbau des Bernhard-Lichtenberg-Hauses erwähnt.

    Es ist doch immer die Frage, für wen die Kirche wie aussehen soll. Für die Gemeinde und die Gläubigen oder für die Touristen und Architekturbegeisterten.

    Der Vorzustand mit dem Loch zur Unterkirche war sicherlich spannend anzusehen, aus liturgischer Sicht jedoch mehr als suboptimal. Als Gemeinde war man zu weit auseinander, der Pfarrer zu sehr "erhöht".

    Für die Gemeindegottesdienste ist der neue Kirchenraum sicherlich besser.

    Und es ist ja auch ein schöner - typisch Berliner Kontrast - die evangelische Stadtkirche (Dom) hat barocken Flair und die katholische Stadtkirche (Kathedrale) hat nüchtern protestantischen Flair.

    Ein endgültiges Bild werde ich mir auf meinem nächsten Berlin-Besuch bei einem Gottesdienst in der Hedwigskathedrale machen.

    Neue Straßenbahn M41 vom Potsdamer Platz zum Bahnhof Schöneweide

    Die Verkehrsverwaltung stellte auf einer Infoveranstaltung am Mittwochabend im Nachbarschaftshaus Urbanstraße in Kreuzberg die geplante zweigleisige und circa 14 Kilometer lange Straßenbahnstrecke vor. Der genaue Verlauf der Trasse war seit Anfang des Jahres Gegenstand einer Grundlagenuntersuchung, innerhalb derer mögliche Trassenverläufe geprüft und bewertet wurden. Geplant ist eine Umsetzung bis 2035.

    Artikel dazu im Tagesspiegel.

    Pläne und Beteiligungsmöglichkeiten unter https://mein.berlin.de/projekte/strassenbahn-m41/

    Im Spiegel steht ein frei lesbarer Artikel:

    Bauunternehmer Christoph Gröner stellt Insolvenzantrag

    Die Insolvenz betrifft demnach vor allem die Gruppe als Managementgesellschaft. Das operative Geschäft der Gröner Unternehmensgruppe werde weiter fortgeführt. Eine Mitverantwortung an der Situation gab die Gröner Group den Medien. Laut Manager Magazin hat die Gröner Group noch 4 Projekte in Berlin. Welche das genau sind, konnte ich jetzt auf die Schnelle nicht herausfinden. Eines scheint StadtLandHavel zu sein. Etliche Projekte (ÜBerlin, Staytion) hatten ja schon früher den Besitzer gewechselt