Beiträge von KaBa1

    Schräge Diskussion. Berlin ist wie es ist. Eben Berlin. Nicht Paris, nicht Tokio, nicht New York. Viele scheinen den Krieg und die danach erfolgte Teilung der Stadt vergessen zu haben.

    Und nach 1990 ist auch viel Gutes erstanden:

    * Der ganze Prezlauer Berg war heruntergekommen und ist jetzt wieder schick. Ebenso das Scheunenviertel.

    * Die Friedrichstadt inklusive der Friedrichstraße war ein Nichts und ist jetzt wieder urban.

    * Am Zoo entstanden architektonische Highlights.

    * Das Kanzleramt und das (ja ich weiß nicht ganz fertige) Band des Bundes können sich schon sehen lassen (und werden auch hier z.T. als zu "protzig" tituliert

    * Das neu konzeptionierte Bahnnetz inklusive Hauptbahnhof und Südkreuz kann sich sehen lassen.

    * In Lichtenberg, Marzahn und Hellersdorf wurden zig Plattenbauten saniert.

    * Das Humbold-Forum ist entstanden, ebenso viele Museen (Jüdisches, Technik...)

    * Dutzende staatliche Stellen kamen durch den Umzug nach Berlin, die z.T. auch in ganz ansehnlichen Gebäuden untergebracht wurden.

    Das alles war und ist ein riesiger Kraftakt und deshalb hat Berlin dieses Bashing nicht verdient.

    Ein bisschen kann ich Camondo schon verstehen. Das Gebäude wirkt auf mich, als ob der Zierrat nur da ist, um deutlich erhöhte Preise zu verlangen. 15.000 Euro pro qm sind schon eine Ansage. 2,5 Mio für eine 4-Zimmer-Wohnung auch. Mir scheint die Schminke etwas zu dick aufgetragen.

    Aber wer sich näher informieren will: Hier ist die Webseite dazu. Hier wird auch Abriss und Bau mit Bildern dokumentiert:

    Copyright: Primusimmobilien

    ... und hier noch ein paar Visualisierungen:

    celeste-berlin-facade-evening-charlottenburg.webp

    Gross-Detail-Fassade-klein-1.webp

    Group-1751.webp

    Copyright: Primusimmobilien

    Ich weiß nicht, ob dieses Projekt hier schon vorgestellt wurde, in der DAF-Karte ist es noch nicht eingetragen.

    BV Neue Jakobstraße

    In der Neuen Jakobstraße, also hier:

    Bildschirmfoto-2026-01-10-um-16-47-14.png

    wird neben Gebäude mit der Hausnummer 42 von der WBM auf dem Parkplatz ein 8-geschossiges Wohn und Geschäftshaus mit 38 Wohnungen in Holzmodulbauweise errichtet. Baubeginn soll im September sein. Zwei Jahre später soll alles fertig sein.

    Architekten sind roedig.schop architekten + partner. So soll das Gebäude aussehen:

    Rendering-Neue-Jacobstrasse-c-roedig-schop-Architekten-partnermb-B.png

    Copyright: WBM/Roedig Schop Architekten

    Eintrag DAF-Karte

    Ich bin eh kein so Barock-Fan, aber dieses Projekt lässt mich ratlos zurück. Ich finde das wirklich hässlich und unnötig. Es gibt doch deutschlandweit genug Relikte aus dem Barock. Warum sollte man so etwas künstlich nachbauen? Dadurch wird es auch nicht wieder 300 Jahre alt. Lasst uns doch die Reste alter Zeiten sorgfältig bewahren. An so vielen Stellen bröckelt alte Substanz und es ist kein Geld da. Und hier wird für "neues" Altes Geld gesammelt.

    Für mich ist das nichts. Aber - wie schon gesagt - meine ganz persönliche Meinung.

    Am Maybachufer 30, also hier:

    Bildschirmfoto-2025-12-22-um-14-10-24.png

    soll der bestehende Aldi abgerissen und durch einen Neubau mit 120 Mietwohnungen und integriertem neuen Aldi ersetzt werden. Das hat am 18. November Thomas Daily berichtet. Anscheinend wurde schon die Baugenehmigung erteilt. Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein. Entwickelt wird das Projekt von 15Degree, Generalübernehmer ist Goldbeck.

    Es gibt nur eine Visualisierung:

    69270e0c96a118fe1a7611aa-25049-203-Canal-Final-Draft-(1).jpg

    Copyright: 15Degree

    Eintrag DAF-Karte


    Nachtrag:

    Auf der Seite des Architekturbüros Stingvanbeek ist das Projekt auch aufgeführt. Die Visualisierungen sehen etwas anders aus. Dort sind auch noch weitere Informationen sowie Grundrisse zu sehen.

    Bildschirmfoto-2025-12-22-um-14-30-10.png

    Bildschirmfoto-2025-12-22-um-14-30-23.png

    Bildschirmfoto-2025-12-22-um-14-35-11.png

    Copyright: Stingvanbeek

    Beiträge zusammengefügt.

    ^ Vielleicht sollten wir den Ball etwas flacher halten! Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, auch über den, der vermeintlichen Mehrheit. Vor allem, wer ist diese Mehrheit? Die, die am Beteiligungsprojekt mitgewirkt haben? Die Bewohner(innen) von Mitte, die das Projekt ignoriert haben, oder die von Berlin, oder von Deutschland?

    Die Aufenthaltsqualität wird sich hier, wenn alle Gebäude fertig und bezogen sind, auch deutlich verbessern. Man kann sich doch an dieser Ecke kein kuscheliges Altbauquartier vorgestellt haben, oder etwa doch???

    Dekoratives Anführungszeichen

    Jan Petersen Carré

    Siehe auch hier

    Zu diesem Bauprojekt gibt es ein paar Neuigkeiten. Inzwischen ist der Investor bekannt. Es ist die DLE Land Development GmbH. Es gibt auch eine Webseite zu dem Projekt und einen Film auf VIMEO. Es sollen auf einem 10.133 m2 großen Grundstück auf 6 Etagen 26.055 m2 Bruttogeschossfläche mit einer Nutzung 84 % Wohnen und 16 % Gewerbe entstehen.

    Eintrag DAF-Karte

    Dieses Projekt wurde anscheinend verkauft. IM Immobilienmanager berichtet, dass Greystar und Tenbrinke das 8.000 qm große Grundstück erworben haben und bis Ende 2028 insgesamt 444 freifinanzierte Mietwohnungen sowie ergänzende Einzelhandelsflächen errichten wollen. Geplant sind ein elfgeschossiges Hochhaus und ein sechsgeschossiges Gebäude. Baustart soll im Sommer 2026 sein.

    Das ist die einzige Visualisierung bislang:

    Copyright: Tenbrinke

    Backstein Das und das hier kann dann gelöscht werden

    Der Tagesspiegel berichtet heute "exklusiv" etwas ungenau von einem geplanten Wohnhochhaus mit 1.000 Zimmern oder 1.000 Wohnungen (was ja ein großer Unterschied ist). Es soll 167 Meter hoch werden. Der städtebauliche Entwurf stammt vom das dänische Architekturbüro Henning Larsen. Es sollen auch 30 Prozent Sozialwohnungen entstehen

    RDS-Axonometrie-Henning-Larsen.jpg

    Copyright: meinberlin/Henning Larsen

    Das von den Grünen geführte Friedrichshain-Kreuzberg ist strikt dagegen, doch der Senat hat dem Bezirk das Recht für die Planungen entzogen und will das Projekt offenbar auch gegen starke Proteste durchsetzen. Die Initiative Kiez ohne Klotz ist dagegen.

    Informationen zum Bebauungsplanverfahren finden sich hier.

    BV Bisamstraße

    Auf dieser 10 ha großen Brache nördlich des S-Bahnhofs Birkenstein in Berlin-Mahlsdorf tut sich einiges (was leider auf den Luftbildern nicht zu sehen ist):

    Bildschirmfoto-2025-12-11-um-20-41-33.png

    Zum einen wurde an der Landsberger Straße 178 in Marzahn-Hellersdorf (also auf dem Foto links) eine neue Schule gebaut, die diesen Luftbildern auch nicht zu sehen ist, aber inzwischen schon eröffnet wurde. Es ist eine Gemeinschaftsschule mit 625 Schulplätzen von der 1. bis zur 10. Klasse. Langfristig ist auch die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe geplant. Sie wurde in beschleunigter Holzbauweise errichtet und sieht so aus:

    gemeinschaftsschule-mahlsdorf-seite.jpg

    Copyright: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf

    Zum anderen baut die DEGEWO an der Bisamstraße Richtung Stralsunder Straße 35 Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 248 Wohneinheiten in einem Mix aus 2- bis 5-Zimmer-Wohnungen, wovon 136 gefördert und 108 barrierefrei sind. Die Gebäude werden in Holzhybridbauweise erstellt und sollen so aussehen:

    csm-degewo-Neubau-BIS-Strasse-Perspektive-neu-Credits-Brueninghoff-Gmb-H-und-Co-KG-web-c07ce4fe4f.jpg

    Copyright DEGEWO

    Der Baubeginn ist anscheinend schon erfolgt. Bezugsfertig sollen die Gebäude 2027 sein. Neben den Mehrfamilienhäusern sollen auch Grundstücke für 51 Einfamilienhäuser in Erbpacht an private Nutzer vergeben werden.

    Eintrag DAF-Karte

    BV Johann-Georg-Straße 9-10

    Auf dem Gelände hinter dem Gebäude Johann-Georg-Straße 9-10 also hier:

    Bildschirmfoto-2025-12-10-um-15-37-49.png

    plant die GESOBAU einen Neubau mit 25 Wohnungen in modularer Holzbauweise, der bis Frühjahr 2027 fertiggestellt werden soll.

    Im Innenhof entstehen 100 m² Spielfläche mit Spielgeräten und Sandkasten. Außerdem wird es dort Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten mit klimaresistenter Bepflanzung geben. Insgesamt sind 106 Fahrradstellplätze (ein Teil überdacht/im Gebäude) geplant. Momentan scheint dort ein flacher Schuppen zu sein.

    Der Entwurf ist von Anne Lampen. Die Wohnungen sind frei finanziert und barrierefrei. Das Besondere:

    Alle Wohnungen sind so geplant, dass die künftigen Mieter uns Mieterinnen ihre Raumaufteilung in Eigenleistung flexibel gestalten können (1-4 Zimmer). Die Wohnungen werden nur geweißt, mit versiegelten Estrichfußböden und Holzdecken übergeben. Lediglich Küchenanschlüsse und Bäder sind schon fest eingebaut.

    So soll das fertige Gebäude 2027 aussehen:

    csm-00205-0-ARC-FOT-Perspektive-Render-250709-8978a8e810.jpg

    Copyright: GESOBAU

    Backstein DAF-Karte?

    Ich würde erst einmal keine Prognosen für irgendwelchen Fortschritt beim SEZ mehr abgeben wollen.

    Wie der Tagesspiegel (Paywall) berichtet, plädierte die SPD beim "Runden Tisch Liegenschaften" am Dienstag jetzt doch für einen Teilerhalt des SEZ und will diesen prüfen (lassen). Gleichzeitig wird kritisiert, dass die WBM den Strom und damit die Pumpen abgestellt hat und jetzt der Keller mit Wasser vollläuft.

    Im Auftrag der WBM wird aktuell eine Machbarkeitsstudie für den Abriss und eine anschließende Wohnungsbebauung durchgeführt. Dies wird von der SPD kritisiert, weil so kein möglicher Teilerhalt mituntersucht wird.

    Auch die ehemalige Präsidentin der Architektenkammer, Theresa Keilhacker, meldete sich zu Wort und behauptet, "das Land lässt vorsätzlich Liegenschaften verrotten durch unterlassene Instandhaltung." Sie habe das Gebäude noch in gutem Zustand gesehen...

    Heute gab es einen Artikel im Tagesspiegel (Bezahlschranke) in dem ausführlich über das Konzept und Ideen für die Expo 2035 berichtet wurde. Zwei Architekturbüros (Lava und GRAFT) haben dazu Entwürfe gemacht. Es wurde gestern auch eine neue Broschüre vorgestellt.

    Ausstellungsflächen könnten in Marzahn, Flughafen Tempelhof, Flughafen Tegel und auf der Spree sein. Außerdem soll es sogenannte "Kiezlabore" geben, um dezentral die Bevölkerung einzubeziehen.

    Copyright: EXPO 2035 Berlin GmbH