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Diese "sterile Herdenimmunität" ist aber auch mit den altbekannten Impfungen gegen die jährlichen Influenza-Viren nicht erreichbar. Auch hier können sich gegen Influenza geimpfte trotzdem anstecken, wobei der Verlauf in vielen Fällen dann allerdings deutlich milder ist. Der Ansatz "Geimpft=Nie wieder ansteckbar" war eigtl. zu keinem Zeitpunkt jemals realistisch. Mittlerweile mehren sich die Fälle schwer verlaufender RSV-Infektionen bei Kindern. Das sind "einfache" Erkältungsviren, an denen Kinder normalerweise ihr Immunsystem trainieren und die später höchstens noch ne laufende Nase verursachen. Die vielen Abstands-Maßnahmen inklusive Schulschließungen haben wohl dazu geführt, dass da ein paar Trainingsrunden ausgefallen sind für die Kids.
Wir haben die Kleinsten geschwächt um die Ältesten zu schützen. Sind die Ältesten jetzt hinreichend geschützt, braucht es nun jedes Jahr eine Boosterimpfung oder müssen die Kleinsten nun gar auf ewig hinten an stehen? Mir scheint dieser Punkt noch nicht ganz klar, aber ich möchte definitiv keine Gesellschaft, die sich dauerhaft in Gefährdungsklassen trennt und in der sich Alt und Jung nicht mehr sorgenfrei in den Arm nehmen können. Auf einen "100%-Impfstoff" zu warten wird nicht funktionieren. Am Ende werden wir damit leben müssen, dass ein (kleiner) Teil der Krankenhausbetten jährlich für Covid reserviert werden muss, so wie auch ein (kleiner) Teil der KK-Betten jährlich für Influenza reserviert werden muss. Deswegen braucht es neben Impfungen auch gute Medikamte, die eine akute Infektion bekämpfen können. Das haben wir mit Influenza ja auch (beides parallel). Und wenn wir das haben, eine Kombination aus bestmöglich wirksamen Impfungen mit bestmöglich wirksamer Medikation, -dann muss es aber auch mal gut sein mit dem Thema.




