Beiträge von Berlinier

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    Diese "sterile Herdenimmunität" ist aber auch mit den altbekannten Impfungen gegen die jährlichen Influenza-Viren nicht erreichbar. Auch hier können sich gegen Influenza geimpfte trotzdem anstecken, wobei der Verlauf in vielen Fällen dann allerdings deutlich milder ist. Der Ansatz "Geimpft=Nie wieder ansteckbar" war eigtl. zu keinem Zeitpunkt jemals realistisch. Mittlerweile mehren sich die Fälle schwer verlaufender RSV-Infektionen bei Kindern. Das sind "einfache" Erkältungsviren, an denen Kinder normalerweise ihr Immunsystem trainieren und die später höchstens noch ne laufende Nase verursachen. Die vielen Abstands-Maßnahmen inklusive Schulschließungen haben wohl dazu geführt, dass da ein paar Trainingsrunden ausgefallen sind für die Kids.

    Wir haben die Kleinsten geschwächt um die Ältesten zu schützen. Sind die Ältesten jetzt hinreichend geschützt, braucht es nun jedes Jahr eine Boosterimpfung oder müssen die Kleinsten nun gar auf ewig hinten an stehen? Mir scheint dieser Punkt noch nicht ganz klar, aber ich möchte definitiv keine Gesellschaft, die sich dauerhaft in Gefährdungsklassen trennt und in der sich Alt und Jung nicht mehr sorgenfrei in den Arm nehmen können. Auf einen "100%-Impfstoff" zu warten wird nicht funktionieren. Am Ende werden wir damit leben müssen, dass ein (kleiner) Teil der Krankenhausbetten jährlich für Covid reserviert werden muss, so wie auch ein (kleiner) Teil der KK-Betten jährlich für Influenza reserviert werden muss. Deswegen braucht es neben Impfungen auch gute Medikamte, die eine akute Infektion bekämpfen können. Das haben wir mit Influenza ja auch (beides parallel). Und wenn wir das haben, eine Kombination aus bestmöglich wirksamen Impfungen mit bestmöglich wirksamer Medikation, -dann muss es aber auch mal gut sein mit dem Thema.

    https://www.rbb24.de/panorama/beitr…randenburg.html

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    Das stimmt, aber wo ist der zwingende Grund? Es gibt hunderte ähnlich abgeranzte Gebäude in Berlin. [...]Aber egal ob Mieter oder Eigentümer, das wird nicht einfach, dort optisch etwas zu verbessern. Die WBM als Landesunternehmen wird bestimmt nicht der Gentrifizierung Vorschub leisten. Und das ist auch gut so.

    Uff, aber doch nicht in der Lage und Exposition im Stadtbild. Whataboutism bringt uns hier nicht weiter. Und ausgerechnet die WBM als "Getrifizierungstreiber" zu bezeichnen, auch nicht. Dass bei einer "nur" Sanierung was tolles herauskommt, kann ich mir bei diesem Baukörper einfach nicht vorstellen. Man findet ein paar Visualisierungen wie sowas aussehen könnte, z.B. hier: Link . Bitte nicht.

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    Wenn das wahr ist, wären die Eigentümer doch rauskaufbar. Dann läge es trotzdem wieder bei der Stadt einen entsprechenden Bplan aufzustellen, um entweder mit den Eigentümergesellschaftern oder einem Konsortium aus Eigentümern+Investoren(z.B. der WBM) oder einem Generalinvestor, der alle Verträge aufgekauft hat Entwicklungsmöglichkeit auszuhandeln. Als Eigentümer hätten sie mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Interesse an entweder einer Aufwertung oder einem Verkauf. Das gilt allerdings auch in einem normalen Markt, der genügend Ausweichpotentiale bietet.

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    Auch bei aufwendigeren (Asbest ect.) Grundsanierungen werden u.U. mehrere Jahre erreicht. Je nach Planung (Material/Fertigbauteile/modulare Wiedereinzüge ect.) kann man hier einiges beschleunigen, wenn der Wille vorhanden wäre. Ich sehe darin kein unlösbares (soziales) Problem, aber es ist sicherlich eine Herausforderung. Das Problem ist doch auch nicht, dass die Bewohner größtenteils arm wären (glaube ich z.B. gar nicht) oder gebrechlich, sondern der angespannte Gesamtmarkt. In einem "normalen" Markt hätten die Bewohner des Memi mannigfaltige, preiswerte Ausweichmöglichkeiten um ihren Wohnbedarf decken zu können. Einen besonderen Grund hier einen Partikularschutz auszusprechen, gäbe es dann nicht. Es gelten die Regeln des BGB und die allgemeinen Mietschutzgesetze nach denen unverschuldet nur bei besonderem Grund (dazu zählt Sanierung&bauliche Aufwertung, sowie Eigenbedarf) gekündigt oder in das Mietverhältnis eingegriffen werden kann. Die Mieter sind -im Prinzip*- bereits "geschützt". Dass ein Mietvertrag per Definition kein "Lebensvertrag" ist, sondern gewisse Risiken beinhält, sollte klar sein. Die bauliche Substanz bei Mietvertragsunterzeichnung ist dabei durchaus wichtig. Ziehe ich in ein erkennbar heruntergerocktes Haus ein, muss ich als Neumieter kalkulieren, dass evtl. in einigen Jahren mit größeren Arbeiten/Einschränkungen zu rechnen ist. Da da Memi nun erkennbar seit Jahrzehnten in diese Kategorie fällt, kann der Anteil an "alteingesessenen" Mietern, die das Gebäude noch im Normalzustand bezogen haben auch nicht besonders hoch sein und für Einzelfälle/Härtefälle finden sich ohnehin Lösungen.

    *aufgrund mangelnder Ausweichmöglichkeiten wegen des angespannten Marktes sehe ich die Notwendigkeit die Mieter hier über das normale Niveau hinaus schützen zu müssen aber durchaus. Deswegen auch der Vorschlag mit der Quersubventionierung der Altmieter durch Neumieter, der ja im Grunde eine unfaire "Partikularinteressenzulage" für die Memi Altbewohner darstellen würde, die unter normalen Bedingungen nicht zu rechtfertigen wäre (weil diese Marge eigtl. der Investor abgreift).

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    Wenn es wegkommt, bin ich nicht unglücklich, aber ich sehe, dass hier günstiger innerstädtischer Wohnraum zur Verfügung gestellt wird

    Diese Diskrepanz haben wir nun in unzähligen Beiträgen festgehalten (kein Vorwurf im speziellen). Ich frage mich nur wie soll denn eine im Stadtzentrum (ohnehin ständig vollbelegte) gelegene Wohnimmobilie eigtl. jemals "wegkommen" können, wenn die faktische Bewohntheit gegen jede tiefgehende bauliche Veränderung angeführt wird und der Verweis auf die Preiswertigkeit desselben, verursacht durch den mangelhaften baulichen Zustand, als Totschlagsargument kontra der Stadtreperatur angeführt wird. Worauf soll man hier warten? Dass das Memi soweit heruntersifft, bis auch für kleines Geld dort niemand mehr wohnen will und die Bewohner freiwillig ausziehen? Dass sich der Rest der Immobilien am Alex wieder abwertet, damit das Memi besser da steht? An irgendeinem Punkt werden wir entscheiden müssen welches Interesse hier überwiegt und inwieweit die Interessen miteinander in Einklang zu bringen sind.

    Es ist nicht unüblich Bewohnern bei größeren Gebäudesanierungen temporär Ausweichwohnungen zu stellen und diese nach Abschluss wieder einziehen zu lassen. Weil hierbei idr ein deutliches Upgrade ihrer Wohnungen ansteht, sind diese auch eher geneigt solche Strapazen auf sich zu nehmen. Natürlich doof wenn die Wohnung hinterher das doppelte kostet, aber weder muss das bei einem öffentlichen Träger ein Automatismus sein, noch ist es kalkulatorisch unlösbar, sofern die Bestandswohnungen durch z.B. einer Erweiterung der vermietbaren Fläche (z.B. durch ein bis zwei neue HH, z.B. in günstiger und dennoch passabler Bauweise von z.B. Nöfer, der bereits für die WBM gebaut hat) soweit quersubventioniert werden können, dass die Preissteigerung für die Altbewohner aufgefangen wird. Ich kann die Altbewohner "schützen" und dennoch einen Neubau dort planen, wenn ich hinterher entsprechend höhere Volumina anbieten kann.

    Das Problem ist hier einerseits die WBM, denn die hat wohl tatsächlich kein Interesse daran Stadtreperatur zu betreiben oder gar kalkulatorische Innovationen einzuführen, sondern verwaltet ihr Portfolio lieber mit dem schwäbischen Sparstrumpf. Das "Machtwort" mitsamt städtebaulicher Zugeständnisse an die Neubauten inkl. mehr vermietbarer Fläche muss vom Bausenator kommen. Das war in den letzten Jahren nun mal Frau Lompscher, der ich an dieser Stelle nicht unterstellen will aufgrund ihres Wirkens in der Bauakademie der DDR bezgl. des Memi voreingenommen zu sein. Dafür hat sie insgesamt einen zu guten Job gemacht.*

    Seit letztem Jahr ist es Scheel, den ich weder gut einschätzen kann, noch weiß ob er überhaupt noch gehandelt wird in der neuen Koalition. Meinem (nicht tagesaktuellen) Kenntnisstand nach beansprucht die SPD nun diesen Posten. Wer sich ein Bild von ihm machen will, findet hier einige Statements von ihm zur Wohnungspolitik. Die Architektin in dem Artikel ist unerträglich, aber bei ihm lese ich zwischen den Zeilen heraus, dass er im Vergleich zu Lompscher relativ pragmatisch erscheint.

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/streit-…l/27155778.html

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    Update vom 24.10.2021, fotografiert von mir

    np_2pqjmi.jpg

    Bis auf den Fernsehturm finde ich alles furchtbar auf diesem Bild. Der mit vertikalen Alustreben vollgeklatschte und optisch zu einem Vogelkäfig degradierte, eigtl. schöne Glaskörper des Vorbaus; die leblose, durch Abwesenheit jeder Gastro/Retail/Sonstwie Zugänglichkeit und Offenheit geprägte Gasse; das Memi, welches aus der Perspektive aussieht, wie eine kleinere Version des New Yorker Flat Iron Buildings aus einem postapokalyptischen Paralleluniversum; und die Rückseite des HdV, die bei der kürzlichen Sanierung offenbar gänzlich ausgespart wurde.

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    Die Art-Deco-Türme waren eine Vision, die Kollhoff zur Illustration in Ansichten und Modelle aufgenommen hat – so könnte es mal aussehen. [..]Es war eine Planung ins Blaue hinein: Anders als am Potsdamer Platz gab es keine konkreten Bauvorhaben, denen der Masterplan eine Form geben sollte – es wurde ein Masterplan präsentiert, in der Hoffnung, er werde sich schnell mit Inhalt füllen.

    Dass ein Masterplan nur ein "Leitbild" darstellt, ist mir bewusst. Er stellt die Beziehung von Politik-Investoren aber auch auf eine transparente und rechtlich streitbare Verhandlungsbasis. Dass man 1993 oder auch 2000 gehofft hat, er würde sich "schnell" mit Inhalt füllen, ist allerdings übertrieben. Ich meine, 1993 war die Stadt, vor allem um den Alex herum ja nun wirklich noch eine Ruine im Vergleich zum heutigen Bebauungswert. Es war schon klar, dass dies ein äußerst ambitionierter Plan für kommende Jahrzehnte sein würde, der sich nur erfüllen kann, wenn Berlin sich wirtschaftlich weiter vereinigt und gemeinsam wächst. Stimmann schien dann Anfang der 2000er aber tatsächlich ungeduldig zu werden. Einmal hat er gar gefordert, die Höhe auf 100m zu reduzieren, damit es für Investoren leichter würde. Vielleicht konnte er den Umstand nicht verkraften, dass dort in seiner Amtszeit nichts passiert. Vielleicht war er aber auch hochhauskritischer, als ich ihn in Erinnerung habe. Immerhin fällt der Potsdamer Platz auch in seine Zuständigkeit und dort wollte man 150m bauen und wurde letztlich politisch auf 100m kleingemacht, was die damaligen Architekten um Helmut Jahn, Hans Kollhoff, Renzo Piano und co. sehr verärgert hat, wie ihnen dort von Seiten des Senats hereingepfuscht wurde.

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    Warum sind in neuesten Visus weder das Park Inn noch die die im Bau befindlichen Covivio-HH zu sehen? Die neben Galeria gezeigten HH können doch so nie gebaut werden, oder irre ich mich?

    Die sind perspektivisch hinter dem Kaufhofturm versteckt. Hier nochmal ein paar Stills aus dem RBB-Beitrag, wo man die Silouette der HH erkennt. Leider in schlechter Qualität, aber der neue Charakter des Platzes wird denke ich recht deutlich. Mich erinnert diese Uniformität der Baukörper, diese kantigen und zueinander undifferenzierten Baumassen irgendwie an (den schlechteren Teil von) Tokio. Wäre Ulbricht noch am leben, ich glaube, er würde dem Ensemble seinen Segen geben. Das ist ja auch schon ne Aussage im Jahr 2021.

    Es verbleibt noch die Hoffnung, dass einer der TLG-Türme oder der linke Turm neben dem ParkInn etwas mehr Skulpturalität oder gestalterische Finesse aufweisen. Ich persönlich glaube nicht mehr daran. Wenn der Gehry auch noch zugunsten von z.B. Kleihues fällt, dann ist der Alex städtebaulich endgültig in den 60/70ern angekommen.

    [x] Langfristig (nach Vollbebauung mit HH) kann ich mir aber vorstellen, dass das ParkInn den Eigentümern zu "klein" und grundrissmäßig zu uneffizient wird. Sofern wir in keinen Weltkrieg im Pazifik hineingezogen werden und die Weltkonjunktur nicht die Biege macht, dürfte der Bauwert am Alex in den nächsten Jahrzehnten eigtl. nur den Weg nach oben kennen. Ein 180m+ Turm an Stelle des ParkInn in ~15 Jahren kann dem Ensemble schon einiges geben, bzw. die Uniformität nehmen.

    https://model2.de/light/13040/alexneu2021vwk8p.jpg

    [mod]Bild geurlt. Bitte DAF Richtlinien für das Einbinden von fremden Bilder beachten.[/mod]

    Hier nochmal der Verlauf für alle, die das nicht (mehr) präsent haben (ohne Garantie)

    Masterplan 1993: +14 neue HH im amerikanischen Stil (art deco bis internationale) und verjüngenden Abschlüssen in ~150m (Richtlinie, keine Norm).

    1. Änderung (RR): -1 HH, (später als Motel One bebaut)
    2. Änderung (RS): -2 HH, Erhalt H.d.Verlags
    3. Änderung (RS): -1 HH, Erhalt H.d.Reisens
    4. Änderung (RRG): -1 HH, Erhalt des Park Inn/Verzicht auf Neubau i.v.m. Investor
    5. Änderung (RRG): -20m der Richthöhe beschnitten/Abkehr der Gestaltung vom Leitmotiv des kl. US-HH-Baus mit Verjüngungen.
    6. Änderung (RRG): -1 HH, Erhalt H.d.Statistik
    7. Ausstehend (RRG): +1HH hinter HdR [unklar/schwebend]
    8. Übrig: +7 neue HH /-50% (mit Option auf 8. )

    Ursprünglicher Plan nach Hans Kollhoff:

    alexanderplatz-kollho6ikg5.jpg

    Bild: öffentliche Auslegung, Senat Berlin/Kollhoff Architekten.

    GIF-Animation: Änderung der Jahre 2015-aktuell:

    alexneualtzykal.gif

    Bild: öffentliche Auslegung, Senat Berlin/Kollhoff Architekten.

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    In der Berliner Zeitung gibt es Informationen über den Inhalt des Sonderierungspapiers von RGR. Darin wird u.a. erwähnt, dass die SPD das von den Linken geführte Bauressort übernehmen wird.

    Evtl. war das Berliner Ampel-Geblinke dann so eine Art Scharade von Giffey, mit dem Ziel die Verhandlungsmasse zu erhöhen, um den Linken das Bauressort aus den Fingern reißen zu können. Wir wissen ja, dass sie Freunde bei Signa und vermutlich noch anderen Immobilienentwicklern hat. Für Berlin wäre das tatsächlich die wohl beste Nachricht in der ganzen Mieseria. Man muss auch mal hoffen dürfen. :daumen:

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    Ich wünschte, bei der FDP würden auch wieder andere Stimmen laut. Das halte ich aber unter Leuten wie Lindner und Czaja für ausgeschlossen.

    Die FDP soll sich "entkernen" und "roter" werden? Das wird nicht passieren. Wozu denn auch, dann würde sie ja als Korrektiv der RG-Politik nichts mehr taugen und der demokratische Auftrag, den sie vom Wähler bekommen haben und der unter dem Slogan "Wir stoppen alles, was zu Links ist"*Lindner zusammengefasst wurde, geradezu vice versa geführt.

    Giffey als Wissenschaftssenatorin löst allerdings auch bei mir Skepsis aus. Welcher Dekan oder bessere Forscher soll sie denn ernst nehmen? In der Wissenschaftswelt ist sie nun wirklich ein Blatt am seidenen Faden. Trotzdem hätte Müller seinen Mund halten können. Seine Arbeitsbilanz ist mieserabel. Das einzige was er konnte war sich mit ernster Miene als Bundes-Covid-Warner aufzuspielen, bevor Lauterbach ihm den Pokal geklaut hat. Lächerlich.

    Schaut man sich die Modellfotos an z.B. das hier:

    neu0802.jpg

    dann wirkt die Baumasse auf mich wie zwei Schornstein-Ausdampfungskondensatoren eines Atomkraftwerks. Die Aufzugs-Streben nehmen den Gebäuden deutlich mehr weg, als sie ihnen geben. Alles nur um sich mit einem "M" dem Münchner Wutbürger anzubiedern? Gottseidank fängt die Stadt nicht mit "N" an wie Nürnberg oder "B" wie Berlin. Nicht auszudenken was Herzog&deMeuren abgeliefert hätten.

    Leider soll hier scheinbar gesparfuchst werden. Der ursprüngliche (von Lüscher als "rauer/wilder" geforderte) Sockel war noch in Sichtbeton mit vertikalen Gravuren/Rillen ausgeführt, wie George Henri hier im Vergleich aufzeigt. Das hat man später schwarz gefärbt, um den Kontrast zum Hochbau zu erhöhen, da gehe ich auch noch mit, aber wenn man https://www.zwp.de/fileadmin/imag…South_final.jpg vergrößert, dann sieht es immer noch nach Stein/Beton aus, teils auch mit Gravur/Rillen. Die Musterfassade zeigt nun aber billiges, eloxiertes Blech, dem man einen "washed-out" look verpasst hat. Link

    Was wohl Frau Lüscher dazu sagt. Ist sie überhaupt noch da? :headscratch:

    Leider sehen die Gebäude aus, als hätte man sie aus Holzlatten zusammengenagelt wie einen Gartenschuppen. Der Begriff "Bretterbude" drängt sich mir auf. Man kann wunderbar ästhetisch und mondän mit Holz bauen. Davon finde ich hier eher wenig. Könnte je nach verwendetem Holz aber trotzdem ganz nett werden. Bin gespannt wie es in der Realität wirken wird.

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    Die Nachverdichtung ist schon richtig (und wichtig), aber die hat dann doch bitte so zu erfolgen, dass der Blockrand zumindest wieder angedeutet wird. Scheinbar will die Stadt das auch. So weit so gut. Mir gehen die geplanten Punkt-HH aber nicht weit bzw. hoch genug. Hier wird viel Baumasse verschwendet. Weil man den Bewohnern nicht auf die Füße treten will, dürfen sich die "Punkthochhäuser" nun kaum mehr über die Plattenriegel erheben, was den Begriff "Hochhaus" ad absurdum führt (Ich weiß, dass technisch alles ü22m ein HH ist).

    Die Anwohner sind aber auch für diesen "Minimal-Kompromiss" nicht zu begeistern und ihre Forderungen sind: "Überhaupt keine Nachverdichtung". :lol5:

    https://www.berliner-woche.de/friedrichshain…e-ruhen_a119274

    Wenn New York City die "Stadt der Tausend Möglichkeiten" genannt wird, müsste man Berlin eigtl. "Stadt der Unmöglichkeit" nennen. Hier wird der Schattenwurf auf einzelnen Balkonen über das Interesse tausender Menschen nach einer (Neubau)wohnung gestellt. Aufgabe der Politik/Demokratie kann es nicht sein, die Gesellschaft mit dem Mikroskop in Interessengruppen zu unterteilen und jene davon, die aus diversen Gründen als weniger resilient eingeschätzt werden, unter "Artenschutz" zu stellen, sondern unter Berücksichtigung aller Interessen den bestmöglichen Kompromiss zu finden und diesen effizient auszuplanen und zu entwickeln, damit "das Wohl aller" gefördert wird. Ich lege Hoffnung darin, dass Berlin unter Giffey zu diesem Grundsatz zurück findet.

    wbm_krautstronu7q.jpg

    Bild ©Anne Lampen Architekten und GNEISE Planungs- und Beratungsgesellschaft mbH

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    Naja, ein "Steinwurf" ist das nicht. Vom Haupteingang des Schlossgebäudes sind es ca. 1,2km. Selbst vom nördlichsten Punkt im Park über dem Karpfenteich nahe den Bahngleisen sind es noch ca. 400m. Ich weiß nicht ob der Park hier wirklich eine Rolle spielt, man kann eigtl. nicht wirklich viel Stadt ausmachen, wenn man sich darin befindet. Die Baumreihen, welche die äußeren Parkgrenzen flankieren, nehmen viel von der Sicht nach "draußen".

    Ich denke, die 60m sind einfach der "HH-Standart" bei Bauten mit maximal zwei Treppenhäusern und man hat keinen Grund gesehen hier nach oben abzuweichen. Ich sehe eigtl. auch keinen. Mir gefällt die Art, wie der Baukörper eingebunden wird bzw. etwas verloren neben den Bahngleisen abgestellt wird auch nicht so recht. Das sieht irgendwie plump aus, was aber auch an dem Platzhalter liegt. Man muss die Entwürfe abwarten.

    Die Berliner CDU kann einem schon leid tun. Ohnehin traditionell von der Bundesführung vernachlässigt, musste sie diesmal zusätzlich den Malus des "Zwergenkanzlers" erdulden und in Anbetracht der Umstände ist das Ergebnis sogar noch recht ordentlich. Ich hoffe Giffey bekommt den Spagat hin und setzt eine Baupolitik durch, die sich am Bedarf Berlins orientiert und die Stadt nicht mehr mit der Handbremse entwickelt. Ich traue ihr grundsätzlich sogar deutlich mehr zu als Müller, der auf mich immer entweder überfordert oder überambitioniert gewirkt hat.

    Kann jemand die grüne Jarasch einschätzen? Ich hab sie bisher nur auf wenigen TV Bildern gesehen. Sie sieht sympathisch aus, aber das heißt ja nichts. Ist sie eher dem pragmatischen- (Kretschmann, Palmer, Habeck) oder ideologischen Lager (Baerbock, Neubauer ect.) der Grünen zuzurechnen?

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    Frau Giffey wird sich also in Bescheidenheit üben müssen, und ich habe Zweifel, ob ihr das gelingt. Somit prognostiziere ich eine konfliktreiche Regierungsarbeit. All das finde ich überhaupt nicht erfreulich, aber bei der jetzigen Konstellation fehlt mir ein bisschen die positive Fantasie. Aber vielleicht erfindet sich Frau Giffey auch neu, und wir werden angenehm überrascht werden.

    Das Problem ist nicht Giffey, sondern verschiedene Ansichten, vermutlich vor allem in Sachen Verkehr und Baupolitik. Selbst der zahme Müller hat sich mit den Bauideologien im Senat in die Haare bekommen. Ich vermute Giffey wird deutlich selbstbewusster auftreten. Letztlich wird die Chemie zwischen Giffey und Jarasch wohl einiges ausmachen. Deswegen meine Frage zu ihr, wer kann Frau Jarasch einschätzen (im vgl. zu Giffey)?