Beiträge von lomolo

    Bonn: T-Mobile II bezugsfertig

    Wo wir schomal dabei sind: Hier noch ein weniger gelungenes Bild vom Eingangsbauwerk der Erweiterung der T-Mobile Zentrale. Leider stand die Sonne zu tief und schien zu knallig auf die Breitseite. Die Form kann man aber vermutlich erahnen:

    Unten ist die Eingangshalle, obendrüber ein großer Veranstaltungssaal.

    Auf der Entwurfszeichung unten sieht man auch klein ein Modell, welches erahnen läßt, welche Ausmaße das riesige Bauprojekt hat. Insgesamt ist Büroraum für über 2000 Arbeitsplätze geschaffen worden (Auf der Seite des Stadtplanungsamtes steht sogar 2900). Hinzu kommt dieses Eingangsbauwerk mit Saal und 1600 Tiefgaragenplätze. Insgesamt mit dem benachbarten T-Mobile I (Spiegelt sich in der Fassade) arbeiten jetzt in der Zentrale ca. 5000 Menschen.

    Bonn: Büropark BonnVisio, Planung und Bau

    Nach vielen Jahren der Planung und noch mehr hin und her, ist nun die Bebauung des ehemaligen Zementwerkgeländes unter dem Label BonnVisio im Gangen.

    1986 wurde der Betrieb des ältesten Portland-Zementwerk Deutschlands (seit 1858) eingestellt und alles bis auf die denkmalgeschützten Gebäude, Alte Rohmühle, Wasserturm und Verwaltungsgebäude zurückgebaut.
    Das Gelände ist 11ha groß.

    So sah es noch im Frühsommer aus. Blick auf den südlichen Teil mit den alten Gebäuden und der neu angelegten Rheinpromenade auf der alten Kaimauer:

    Inzwischen stellt sich der Blick vom anderen Rheinufer gesehen so dar:


    Gut zu erkennen die alte Kaimauer an der früher die Lastschiffe be- und entladen wurden. Im Hintergrund die unsäglichen Mobilen Bürobauten, die als provisorische Unterbringung von T-Mobile-Mitarbeitern dienten. Diese sind inzwischen in die Erweiterung der T-Mobile-Zentrale (2000 Arbeitsplätze) gezogen, aber die Dinger bleiben noch stehen, weil die Konzernmutter Telekom eine Ausnahmegenehmigung zur Nutzung bekommen hat, bis die Erweiterung der Telekomzentrale bezogen werden kann.

    Am alten Verwaltungsgebäude rechts steht von der erste (kleinste Teil) der Büropavillions für eine Firma, die die Standardsoftware für Arztpraxen entwickelt und von Köln hierher zieht. Auf dem Bauschild unten erkennt man, daß dem Architekt Schommer die Einbeziehung der denkmalgeschützen Gebäude recht gut gelungen ist. Allerdings mogelt das Bauschild, denn zwischen den alten Gebäuden werden die Haupttrakte der 5-6geschossigen Glaspavillons zu sehen sein.

    Auf dem nördlichen Teil des Geländes (auf den Fotos nicht zu sehen) wird bereits die Baugrube für das zweite Projekt - ebenfalls Bürobau mit ein wenig Gastronomie - ausgehoben. Entwurf Architekturbüro Ingenhoven, Düsseldorf.


    Kommentar: So begrüßenswert die Restaurierung und Einbeziehung der Industriedenkmäler und so schick futuristisch der zweite Komplex auch ist: Hier wurde mal wieder massiv Platz verschwendet für die übliche Monokultur mit Großprojekten des Bürobaus. Vorschläge von Architekten hat es auch andere gegeben, mit Marina und einem kleinteiligerem Mix von Wohnen, Arbeiten und Freizeit (ein richtiges Stadtviertel eben. Leider gibt es für so etwas nie Investoren.

    Stadtgärtnerei

    Das "Wohnen im Glashaus" rückt näher

    Bonner Unternehmer Frank Asbeck will das Areal kaufen und 96 Studentenbuden in den Gewächshäusern bauen


    Der "Sonnenkönig" hat sich ein neues, spektakuläres Projekt ausgesucht. Der Bonner Unternehmer und Chef von Solar-World, Frank Asbeck, will die Stadtgärtnerei kaufen und dort "Wohnen im Glashaus" realisieren, wie es der Tübinger Architekt Dieter Schempp kürzlich der Stadt vorgeschlagen hat.

    Gläserne Haut: Im Gewächshaus der Stadtgärtnerei sollen Appartements aus Holzmodulen eingebaut werden. Solarmodule im Glasdach sollen für Strom sorgen und gleichzeitig Schatten spenden.

    Entstehen sollen 96 Studenten-Appartements, die ihre Energie über Solarstrom-Module im Glasdach beziehen; dazu will Asbeck nicht nur das vorhandene Gewächshaus nutzen, sondern auch ein weiteres Glashaus bauen (auf dem bisherigen Frühbeet-Grundstück).

    "Das ist ein Projekt, das mir richtig Freude macht", sagt Asbeck, der am Dienstag erneut mit der Stadtverwaltung sprach und diese als sehr kooperativ lobte. Der Solar-Unternehmer will nicht nur als Investor auftreten, sondern die aus Holzmodulen gefertigten Appartements (Wohn-/Schlafzimmer, Pantry-Küche, Bad) auch vermarkten und bewirtschaften. Der Mietpreis für die Appartements soll sich in ortsüblicher Höhe bewegen. "Mir kommt es nicht auf hohe Mieten, sondern auf volle Auslastung an", so Asbeck.

    Für Asbeck ist "Wohnen im Glashaus" ein deutschlandweites Pilotprojekt, dessen erster Teil schon im Juni 2004 realisiert sein könnte - pünktlich zur Petersberg-Konferenz über erneuerbare Energien. Den Bonner Solar-Unternehmer und den Solar-Architekten aus Tübingen hatte übrigens ein Bekannter an einen Tisch gebracht: Hermann Scheer, SPD-Bundestagsabgeordneter und Präsident von Eurosolar mit Sitz in Bonn, knüpfte den Kontakt.

    Für Asbeck, der selbst Träger des europäischen Solarpreises ist, eine glückliche Fügung auch in anderer Hinsicht. "Denn der Architekt ist positiv verrückt. Und ich mag solche Leute."

    Der Stadt liegt bereits ein Angebot des Unternehmers vor, über den Kaufpreis wollte Asbeck keine Details nennen. "Das Angebot ist der Kompliziertheit des Projekts angemessen", sagte er. Außerdem: Die Stadt spare dadurch jene 300_000 bis 600_000 Euro, die ein Rückbau der tief in den Boden reichenden Gärtnerei-Anlagen kosten würde.

    Nach Asbeckes Vorstellungen kann nicht nur die biologische Station auf dem Gelände erhalten werden, sondern auch das Projekt "Aus Hecken werden Häuser". Ideen gibt es auch für die weiteren freien Flächen, denn dort könnte eine biologische Landwirtschaft entstehen.

    Für den Bonner Unternehmer beschränkt sich das Projekt deshalb nicht aufs "Wohnen im Glashaus". Weil das Drumherum es anbietet, läuft die Stadtgärtnerei bei ihm unter dem Arbeitstitel "Wohnen im Biotop".

    (General-Anzeiger 12.11.2003)

    ICE-Tunnel zum Flughafen Köln/Bonn

    Wanderung durch den Tunnel

    BONN. Acht Monate vor der Inbetriebnahme der Flughafenanbindung lädt die Deutsche Bahn am 12. Oktober Bürger aus Köln, Bonn und Umgebung zu einem besonderen Wochenendausflug ein: eine Tunnelwanderung zum Flughafen Köln / Bonn. Eine einmalige und wohl nicht alltägliche Gelegenheit, denn mit Inbetriebnahme der Flughafenanbindung ist dieser Ort dann ausschließlich ICE- und Regional-Express-Zügen sowie den S-Bahnen überlassen und das Betreten lebensgefährlich und strengstens verboten.

    Die insgesamt cirka drei Kilometer lange Wanderung kann am Sonntag, 12. Oktober, zwischen 11 und 16 Uhr begonnen werden. Start der Wanderung ist am Parkhaus 3 des Flughafens Köln / Bonn; im ersten Abschnitt verläuft sie durch die Wahner Heide. Über ein Nottreppenhaus führt der Weg in den Flughafentunnel, zum Flughafenbahnhof und endet im Terminal 2 des Flughafens. Dort können die Besucher eine Fotodokumentation des Troisdorfers Willi Steiner über den Bau der Schienenanbindung besichtigen, außerdem stehen dem Flughafen-Interessierten alle Service-Einrichtungen der Terminals zur Verfügung.

    Aus Sicherheitsgründen ist die Tunnelwanderung auf 6000 Teilnehmer begrenzt. Wer den Tunnel vor dem ersten Zug zu Fuß erkunden will, kann am Mittwoch, 8. Oktober, von 14 bis 20 Uhr an folgenden Stellen kostenlose Teilnehmerkarten erhalten: Flughafen Köln / Bonn, Terminal 2, Check-in-Schalter D 24, im Kölner Hauptbahnhof am Servicepoint und im Reisezentrum im Hauptbahnhof Bonn.

    Für die Wanderung ist festes Schuhwerk erforderlich; das Mitführen von Hunden ist nicht gestattet. Für Kinderwagen, Rollstühle usw. ist die Wanderstrecke nicht geeignet. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Die Anreise ist mit dem Flughafenbus von Bonn oder mit dem Pkw möglich. Am Flughafen stehen kostenpflichtige Parkmöglichkeiten im Parkhaus 2 zur Verfügung, von dort ist der Startpunkt der Wanderung am Parkhaus 3 über einen Fußweg zu erreichen. (EB)
    Bonner Rundschau, 7.10.03

    Hier noch ein Bericht aus NRW (General-Anzeiger vom 7.8.03)

    In Bonn stehen 250_000 Quadratmeter Büros leer

    Mieten für Büro- und Einzelhandelsflächen in NRW geben zum Teil deutlich nach - Kleinere Kommunen sind stärker betroffen als große Städte

    Von Frank Rintelmann

    Düsseldorf. Die Mieten für Büros und Ladenfläche in Nordrhein-Westfalen geben auf breiter Front nach - in kleineren Städten stärker als in größeren. Und: Immer mehr Büroflächen stehen leer. Das geht aus einer Erhebung des Rings Deutscher Makler (RDM) hervor, die am Mittwoch in Düsseldorf vorgestellt wurde.

    "Die steigende Zahl an Firmeninsolvenzen sowie die schlechte wirtschaftliche Lage sorgen dafür, dass die Nachfrage nach Büroflächen in den vergangenen eineinhalb Jahren zurückgegangen ist", sagte der Vorsitzende des RDM-Landesverbandes, Peter Braschoß. Die Geschäftsmieten sind den Angaben zufolge allenfalls in den Spitzenlagen der Großstädte stabil. In den Nebenlagen sinken die Mietpreise zum Teil deutlich.

    Die höchsten Mieten (Angaben sind Schwerpunktwerte, also Mieten die am häufigsten genannt wurden) werden landesweit in Düsseldorf (13,80 Euro Netto-Kaltmiete je Quadratmeter), Bonn (13 Euro) und Köln (10,80 Euro) erzielt. Kleinere Kommunen, wie Bad Honnef (6,50 Euro), Sankt Augustin (6,20 Euro), Rheinbach, Meckenheim, Siegburg und Eitorf (sechs Euro) sowie Euskirchen und Troisdorf (5,50 Euro) rangieren im Mittelfeld.

    Während die Büromieten in Köln in mittleren Lagen um sechs Prozent von 11,50 auf 10,80 Euro sanken, gaben die Preise in Bonn um zwei Prozent von 13,29 auf 13 Euro nach. Dramatische Einbrüche von rund 16 Prozent müssen Vermieter von Büroflächen in Meckenheim und Rheinbach hinnehmen. Als Grund für die stärkeren Rückgänge in kleineren und mittelgroßen Städten nannte Braschoß die zunehmende Abwanderung von Firmen in benachbarte größere Kommunen, da die Preise dort infolge der Rückgänge immer interessanter würden.

    Als Problem gilt aus Sicht des Maklerverbandes auch die wachsende Zahl leerstehender Büros. So stehen laut RDM derzeit in Düsseldorf rund elf Prozent und in Köln 6,8 Prozent der Büros leer. Auch Bonn kann sich der Abwärtsspirale nicht entziehen. Hier machte die Organisation eine Leerstandsquote von sieben Prozent oder zirka 250_000 Quadratmeter aus. Laut Braschoß gelten drei bis vier Prozent als gesund...

    Nun muß ich aber doch mal für Köln eine Lanze brechen, was man mir als Bonner - bitte schön - hoch anrechnen muß.
    Nicht nur, daß Kölle 4. größte Stadt (und dann kommt erst mal lange nix) Stadt in Deutschland ist und in ihrer Bedeutung mit Sicherheit zu den Top 5 gehört, wenn man Kriterien wie Wirtschaftskraft, Kulturangebot, Bekanntheitsgrad im In- und Ausland, Medienpräsenz, Verkehrsknotenpunkt, Messestandort, u.v.m. anlegt, Köln hat auch ein ganz eigenes Lebensgefühl und diese kölsche Lebensart ist in Deutschland eigentlich sehr beliebt.
    Es liegt nicht nur an der Präsenz großer Fernsehsender und Rundfunksender und Filmstudios, daß wir mit Filmen, Serien, Comedy-Shows (fast alle) aus Köln überschwemmt werden.
    Die Präsenz der Medienschaffenden und Künstler spürt man überall in Kölle.
    Das mischt sich dann z.b. in den typischen Brauhäusern mit der größten Schwulenszene Deutschlands, den Karnevalsjecken, den Studenten der 3. größten Uni-Stadt, den Besuchern der Pop-Komm (überhaupt der riesigen Musikerszene), der Photokina etc.
    Ungemein quirlige Stadt mit leichter Lebensart.

    Aber leider, leider, trotz Dom und alledem, eine häßliche Stadt, die es an Großzügigkeit in ihrer Stadtgestalt vermissen läßt. Alles hat so einen billigen, teil provinziellen Flair, egal ob Domplatte, Hohe Straße/Schildergasse, Rheinufer und die viel zu wenigen größeren Plätze und Alleen.
    Ging es nur um die Menschen, das Lebensgefühl und das Kultur- und Freizeitangebot, gehörte Köln zu meinen Favoriten, aber das Stadtbild führt zur Abwertung, daher keine Stimme von mir.

    @Chewbacca

    So stehen die Zahlen im Hardenberg und sie haben sich in den folgenden Jahresbänden (die ich allerdings nicht zu Hand habe) kaum geändert.

    Vielleicht ist es ein Ausrutscher, vielleicht sind Kriterien gewählt, unter die viele Theater (gruppen) in Frankfurt nicht fallen.
    Auf der von die genannten Seite finde ich unter Bühnen zunächst nur einen Artikel, der vom 4 Sparten Theater der Stadt Frankfurt spricht und vier weiteren privaten Theatern. Darüber hinaus gäbe es zahlreiche freie (professionelle!) Theatergruppen. Frage ist: Haben die auch ein eigenes Haus oder bespielen die sozusagen als Gastensemble Bühnen und Veranstaltungsorte, die sie nicht selber verwalten?

    Für Bonn stimmt die Zahl, wenn ich strikt nur die regelmäßig bespielten Theaterräume/Bühnen des "städtischen Theaters", sowie Privattheater und feste freie Profi-Ensembles mit eigenen Bühnen zusammenzähle. Darüberhinaus gibt es natürlich noch jede Menge freier Theatergruppen, mit mit ihrem Programm mal hier mal dort auftreten oder auch mal mit einem Stück längere Zeit an einem Veranstaltungsort zu Gast sind. Solche sind wohl bei Hardenberg nicht mitgezählt, obwohl sie für die Kulturszene einer Stadt natürlich sehr wichtig sind.

    Wie auch immer. Ich wollte an dem Beispiel nur zeigen, daß Frankfurt auch zu den Kulturhochburgen zählt, dabei aber keineswegs herausragt wie Berlin, Hamburg und München.

    Unterhalb der Hochhausblick-Ebene:

    Bühnen (Theater, Kleinkunst, Oper, Ballet mit eigenem Spielplan/Ensemble)

    München 61
    Berlin 51
    Hamburg 43
    Köln 32
    Stuttgart 30
    Dresden 18
    Nürnberg 14
    Bonn 12
    Düsseldorf 12
    Hannover 10
    Frankfurt 8
    Augsburg 7
    Dann kommen ganz viele Städte mit 5 bis 6 Bühnen.

    Museen (Wozu auch so etwas wie das Goethe-Haus zählt)

    Berlin 208
    Hamburg 49
    München 46
    Frankfurt 35
    Stuttgart 33
    Bonn 29
    Köln 28
    Nürnberg 26
    Dresden 25
    Münster 19
    Leipzig 18
    Düsseldorf, Karlsruhe 15
    Wuppertal, Bielefeld, Braunschweig 12-14
    alle anderen unter 10

    Angaben nach Harenberg Jahrbuch 2000

    @ Chewbacca
    Deine Frankfurt-Gefühle nach einer Rückkehr aus München und aus Berlin kann ich ja noch gut nachvollziehen. Daß dir aber Frankfurt größer vorkommt als Düsseldorf überhaupt nicht. Mir geht es beim Vergleich der beiden Städte genau umgekehrt.
    Das mag vielleicht daran liegen, daß ich bei Stadtrundgängen nicht so sehr gen Wolken schaue, sondern meinen Blick eher auf Blickhöhe unterhalb Hochhausgröße halte. Und bei einer Gebäudehöhe von 5 bis 7 Geschossen hat Düsseldorf deutlich größere und geschlossenere Gebiete als Frankfurt. Düsseldorf ist eher eine Stadt zum Verlaufen (gut, daß man immer weiß, wo der Rhein liegt) als Frankfurt (dort hatte ich nie die Sorge). Der Gesamteindruck großstädtischer.
    Vermutlich liegt das auch daran, daß Düsseldorf tatsächlich mal 700.000 Einwohner hatte und das zu einer Zeit, in der man eben verdichteter/urbaner baute als in den vergangenen Jahrzehnten. Soweit ich informiert bin, ist Düsseldorf die Stadt mit dem höchsten Einwohnerverlust durch den jahrzehntelangen Trend zur Flucht ins Eigenheim im Grünen, verursacht durch fehlende Baureserveflächen und entsprechend astronomisch hohe Grundstückspreise.

    Ansonsten sind sich Frankfurt und Düsseldorf durchaus ähnlich und konkurrieren auf verwandten Gebieten. Düsseldorf hat sich mit seinen Entwicklungszielen gleich zwei Konkurrenten aufgehalst: Köln und Frankfurt. Das kann natürlich nichts wirklich einständiges bei rauskommen außer Möchtegern und neureiches Flair - aber halt, das ist ja in Frankfurt ähnlich.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Bremen tut mir leid, 21 Leute haben ihre Stimmen abgegeben und niemand z‰hlt die Stadt zu seinen Lieblingsst‰dten.

    Stimmt, das hat Bremen nicht verdient. Neben Hamburg und München, die IMHO als einzige unter den ganz Großen die drei Attribute Schön, lebenswert und interessant aufweisen, habe ich mich bei den kleineren, knuffigeren Städten nach lange Überlegung für Bremen statt für Nürnberg entschieden. Nürnberg hat zwar noch mehr von seinem ursprünglichen historischen Flair erhalten, dafür ist Bremen aber ein spannenderer Ort zu leben.

    zak

    Am Kontrast habe ich nicht gedreht. Es herrschte knallige Sonne und der 24 Din-Film bekommt Schwierigkeiten mit den Reflektionen von den weißen Fassaden, die eben in diesem Viertel nicht verschmutzt sind. Hier beteiligen sich die Hausbesitzer eifrig am Fassadenwettbewerb, der seit über 20 Jahren jährlich durch geführt wird. Für das ganze Gebiet gilt auch eine Denkmal- und Gestaltungssatzung.

    Allerdings habe ich in Photoshop einmal den Schärfefilter drüberlaufen lassen. Das hätte ich mir sparen können. Die auf Bildschirmauflösung runtergerechneten Bilder sahen im Vergleich zur Vollauflösung zunächst etwas matschig aus. Jetzt im Browser wirken sie aber zu sehr geschärft.

    Bonn Südstadt

    Ich habe einen neuen Arbeitsplatz in der Bonner Südstadt und habe heute mal meinen Fotoapparat mit in die Mittagspause genommen. Die Bonner Südstadt hat ihren Namen um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert erhalten. Damals war sie die südliche Stadterweiterung vor der Stadtmauer, heute gehört sie eigentlich fast zum Zentrum und heißt daher offiziell auch Innere Südstadt. Sie ist eines der größten geschlossenen Gründerzeit-Ensembles in Deutschland. Vor dem 1. Weltkrieg haben sich hier über 100 Millionäre niedergelassen. Nach heutigen Maßstäben vermutlich Superreiche.
    Heute ist das Viertel zum einen durch Studenten geprägt zum anderen durch wohlhabenere Bürger, die das städtische Leben dem Wohnen im Grünen vorziehen. Alles in allem sehr Bohemien. Allerdings auch etwas Schicki Micki.

    Vor lauter großen alten Bäumen sieht man im Sommer in den meisten Straßen leider nicht viel von den Fassaden, aber hier und da bekommt man schon mal freie Hauszeilen vor die Kamera.

    Beginnen wir den Spaziergang in der Weberstraße, die nicht ganz typisch ist, weil schon Mitte des 19. Jahrhunderts im freien Feld angelegt und zu großen Teilen bebaut:

    Typische Häuserzeilen, auch wenn diese hier nur 2-3 Geschossig sind. Regel sind 3 bis max. 5 Geschosse (inkl Dachgeschoß).

    So jetzt noch irgendwo einen Milchcafe nehmen. Straßencafes gibt es hier reichlich.
    Das gefällt mir noch nicht:

    Aber hier mache ich Pause:

    Manche müssen hier aber anscheinend auch getröstet werden. Vermutlich Rauswurf aus dem Unterricht wegen unangemessener Kleidung:D

    Ich danke der niedersächsischen Schuldirektorin, die mich erst auf den Gedanken gebracht hat, so etwas zu fotografieren:D

    Zweitbeste Skyline Deutschlands?

    Kommt auf den Standpunkt des Betrachters an.
    An klaren Tagen kann man von den Höhenlagen rund um Bonn über die Ebene bis Köln schauen. Und da Köln was Masse/Höhe der Hochhäuser angeht sicherlich die Nummer 2 nach Frankfurt ist, ergibt sich aus der Entfernung auch ein entsprechendes Bild.
    Wie auf einer Perlenkette reihen sich die Silouetten der Hochhäuser, des Fernsehturmes und des Doms am Horizont auf. Na gut, sehr klein natürlich, sind ja auch 25-30 Kilometer entfernt - trotzdem eindrucksvoll.

    Die Planungen im Umfeld des Hauptbahnhofes sind ein Lehrstück moderner Stadtplanung.

    Zunächst einmal wird Ende 60er/Anfang siebziger ein ganzes Karree von ca. 900m Länge für den Bau einer U-Bahn niedergewalzt. Weg mit den stillosen, häßlichen und an dunkle vor-bundesrepublikanische Zeiten erinnerenden Gründerzeithäusern, hieß es und so empfanden die Menschen damals auch. Weg frei für die Moderne.

    Ein Architekt verspricht die schöne neue Welt mit einem modernen, sauberen (pflegeleichten) Hotel (s. Bild oben) und einem "kommunikativen" Vorplatz, dessen zentrale Absenkung an ein klassisches Amphitheater erinnert sollte (lol) - heute nur das Bonner Loch genannt.

    Das ganze bleibt bis heute zu meisten Teilen eine riesengroße, brache Wunde mitten in der Stadt. Ende der siebziger tönten dann Politiker und Verwaltung: "Es muß etwas passieren". Angestrebt wurde - na? - die ganz große Lösung.

    Investoren, Architekten, Stadtplaner reichten sich mit großartigen Plänen die Klinke in die Hand. Der Höhepunkt folgte dann Mitte der 80er Jahre, als Prof. Ungers die Überbauung des Bonner Loches, welches sich bereits zum zentralen Drogenumschlagplatz des Rheinlandes entwickelt hatte, mit einem seiner typischen Würfel vorschlug. War ansich gut gedacht: das verhasste Beton-Loch als erweiterte überdachte Bahnhofshalle ausgebaut, oben Geschäfte und Büros. Die Bürger muckten auf, waren plötzlich in ihrem Geschmack ins andere Extrem verfallen: klein mußte alles sein, am besten nicht mehr als 2-3 Stockwerke.
    Der Ungersche Würfel wurde in seinen Dimensionen mit einem Gerüst dargestellt und der ganze Plan versank im Proteststurm.

    Dann passierte erstmal 10 oder mehr Jahre nix. Einigkeit bei Bürgerschaft, Politik und Verwaltung bestand nur darin, daß etwas mit dem Bonner Loch passieren müßte und der ungeliebte Hotelklotz (Südüberbauung) niedergemacht gehört. Aber wie?

    Ende der 90er trat nochmal eine Investorengruppe auf. Das (schlichte) Vorhaben wurde genehmigt, aber es passierte nix. Dann kauften Spanier die Investorengruppe und die liessen das Projekt fallen. Puh, Glück gehabt.

    Nun zur Gegenwart. Inzwischen hatte sich der Deutsche Herold das nördlichste Grundstück am alten Friedhof zu eigen gemacht und dort einen recht ansehnlichen und interessanten Rundbau aus Glas (damals noch nicht so gewöhnlich) hingebaut. Teuer, teuer, aber zugegeben ein ganz attraktives Eingangstor zur City.

    Mit dem Rest - Nun aber wirklich! - sollte jetzt endlich was passieren. Phantasiereich, wie Politik und Verwaltung nun mal sind: die ganz große Lösung. Ein Investorenwettbewerb wurde gestartet. Die Vorgaben:
    Die Südüberbauung sollte weg (vielleicht, wenn's eventuell geht, wäre nett...) und das Steckenpferd von CDU/FDP massig neuer Parkraum sollte erfüllt werden (Ob Parkhaus oder Tiefgarage, egal), damit die Leute auch alle mit dem Auto in die Stadt kommen und es direkt über der U-Bahnstation, neben dem zentralen Busbahnhof und dem Hauptbahnhof abstellen können. Sehr sinnig. Dafür darf dann auch der Busbahnhof beschnitten, zerschnitten, verhackstückt und verlegt werden. Die Leute können ja dann bequem mit dem Auto die Stadt verpesten.

    Es gaben tatsächlich drei Investorengruppen Angebote ab und Politik/Verwaltung zeigten sich sehr aufgeschlossen. Die Zeit drängt, inzwischen zählt die gemeinsame Anlaufstelle von Polizei und Ordnungsamt (GABI) rund 1500 Personen zur "Szene" rund ums Bonner Lock. Und: Es muß Geld in die Kassen der Stadt.

    Über die gar zu grausigen unterlegenen Entwürfe (z.B. Einkaufs-Mall im provinziellen US-Stil) schweigt des Sängers Höflichkeit. Der Siegerentwurf bietet immerhin die zweitbeste der möglichen Lösungen: Statt 1 bis 2 große Klötze, sollen es nun 5 werden, die unabhängig voneinander im zeitlichen Abstand gebaut werden können. Das bietet immerhin die Möglichkeit während des Gesamtprozeß zu lernen. Das (völlig überflüssige, aber nun auch dem Ankermieter sehr wichtige) Parkhaus rückt an den Rand, wo am wenigsten auffällt und als ein Architekt ist Herr Schommer dabei, der sich mit seinen Bauten in Bonn einen guten Ruf geschaffen hat und in der Lage scheint dem üblicherweise auftretenden Spardruck auf Kosten der Qualität im Laufe der Bauarbeiten zu widerstehen und den 5 Gebäuden jeweils eine individuelle Note zu geben.

    Noch ist längst nicht alles in trockenen Tüchern. Es gibt viele Bedenken: Was passiert mit der "Szene", die die Ordnungskräft dort prima unter Beobachtung und Kontrolle haben?, Wie werden die Probleme der Verkehrsführung (z.b. Radwege) gelöst?, usw.

    Vor allem aber: Wohin mit dem Busbahnhof? Verwaltung und Investor haben eine Lösung gefunden: zerteilt und verkleinert. Dummerweise braucht es dazu Grund von der Bahn AG und die will auch Geld machen - hinterm Bahnhof. Entstehen soll der übliche Mix aus Büroraum, Geschäften und einem Hotel. Das ganze in kaum zu überbietender schlichter Klotzigkeit. Der altbekannte "Riegel" eben. Die Stadt will/muß aus oben genannten Gründen genehmigen und dummerweise gibt es auch noch die Zustimmung der benachbarten Bürger, denn die wollen nur das alles überschaubarer durch eine möglichst glatte, überschaubare Fassade wird, damit sich nicht länger dunkle Gestalten mit Spritzen in dunklen Ecken verkriechen können. Bißchen naiv gedacht und sie werden sich noch umgucken, damit sie nicht täglich auf das heulende Elend von einfallsloser Architektur schauen müssen.

    Soweit ganz grob der Hintergrund zu den Planungen hinter und vor dem Bahnhof.

    Bleibe ich noch die Antwort auf die Frage schuldig, was denn die beste Lösung gewesen wäre:
    Wenn sich Politik und Verwaltung schon während des U-Bahn Baus einen Masterplan entwickelt hätten, der das ganze Gebiet in viele kleine Grundstücke geteilt hätte (Hier standen jede Menge Häuser mit Geschäften), die Interessenten nach Bedarf hätte zusammenkaufen und -legen können. Und dann hätte man nur abwarten müssen. Ich bin sicher, heute hätten wir ein bunt gemischtes, lebendiges City-Viertel dort. Abwechslungsreicher jedenfalls, als das was nun bekommen werden, nachdem wir 25-30 Jahre mit der offenen Wunde haben leben müssen.

    T'schuldigung, aber das ist schon Kurzform des Romans, den man über die Geschichte von Kaputtsanierung des Bahnhofsumfeld schreiben könnte.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ich finde die Idee ganz gut, die gesamte UNO nach Bonn zu bringen...Vollversammlung, Sicherheitsrat etc.

    In New York werden die Abgeordneten eh nur von den Amis bespitzelt, in Bonn wäre dies sicherlich nicht so einfach. Auch könnte dieser Umzug der UNO gut tun. Während der Zeit der Bonner Republik wuchs Deutschland und erholte sich äußerst schnell von den Schäden des 2. WK. Vielleicht würde es der UNO in Bonn gleich ergehen.

    Schöne Vorstellung, aber völlig unrealistisch.

    Selbst wenn die überwältigende Mehrheit der UN-Mitgliedsstaaten dauerhaft der europäischen Rolle (und der deutschen Rolle) in der UN mehr Gewicht verleihen wollte, würden sie nie soweit gehen, an eine Verlegung des UN-Hauptsitzes aus den USA auch nur einen Gedanken zu verschwenden.

    Gerade in einer Zeit wie der heutigen, in der die USA der UN so wenig Gewicht beimessen, wird man alles tun, um die Amerikaner bei der Stange zu halten und einzubinden. Eine UN ohne die USA - da hat Bush leider recht - würde dem Sturz in die Bedeutungslosigkeit gleichkommen.

    Da ist der Weg, einzelne Schwerpunkte internationaler Politik und Aufgabenfelder der UN in Bonn anzusiedeln schon realistischer. Und darauf läuft es ja zur Zeit hinaus: Umwelt, Gesundheit, Berufsbildung.

    Und dann gäbe es noch etwas, über das man rumspinnen könnte:

    Sollte die UN irgendwann mal dazu übergehen eine feste Friedenstruppe einzurichten, statt bei jedem Blauhelmeinsatz hektisch Armeekräfte aus den Mitgliedstaaten zusammenzukratzen, wäre dafür natürlich auch eine eigene Administration nötig. Dann könnte die Bundesrepublik hierfür das Verteidigungsministerium auf der Hardthöhe anbieten. Es ist perfekt ausgestattet und die Lage ist ideal: Das Nato-Hauptquartier in Brüssel ist nicht weit, der alte Regierungsbunker an der Ahr könnte reaktiviert werden, es gibt den militärischen Teil des Flughafen Köln-Bonn und eine Notlandebahn auf der BAB 61 und sicher etliches von dem Normalsterbliche nichts wissen. Es kommt wahrscheinlich nicht von ungefähr, daß ausgerechnet das Verteidigungsministerium als einziges der zentralen, klassischen und auch größten Ministerien nicht nach Berlin verlegt wurde. Da war vermutlich auch eine Kostenfrage.

    Aber so richtig froh würde mich die Vorstellung von Bonn als Welthauptstadt der Militärköpfe auch nicht machen.

    UN-Campus

    aus General-Anzeiger vom 27.5.2003:


    Bund stellt UN den Langen Eugen zur Verfügung

    Kabinett will am Mittwoch den Campus beschließen - Beitrag zur Stärkung des UN-Standorts Bonn

    Von Bernd Leyendecker

    Bonn. Das Bundeskabinett will am Mittwoch per Beschluss den Vereinten Nationen den Langen Eugen und das ehemalige Bundeshaus zur "dauerhaften Nutzung" übertragen. "Diese Liegenschaften werden zum UN-Campus hergerichtet, um eine konzentrierte Unterbringung aller bisher in Bonn angesiedelten UN-Einrichtungen sowie derjenigen, für die der Bund ein Angebot zur Ansiedlung abgegeben hat, zu ermöglichen", heißt es in der Kabinettsvorlage, die dem GA vorliegt.

    Noch in dieser Woche werden Trittin und sein Kollege vom Auswärtigen Amt, Joschka Fischer, den Vereinten Nationen das Angebot unterbreiten. Ein eher protokollarischer Akt, denn die UN haben nie einen Hehl daraus gemacht, dass der Lange Eugen ihr "Bonner Wunschhaus" ist.

    Vom Bauministerium (BMBau) erwartet das Kabinett, dass es die Sanierung des ehemaligen Abgeordnetenhochhauses "schnellmöglichst" durchführt. Voraussichtlich wird es im Frühjahr 2005 so weit sein.

    Die Entscheidung des Bundeskabinetts, den Vereinten Nationen in Bonn den Langen Eugen und das Bundeshaus zur Verfügung zur stellen, steht im engen Zusammenhang mit der am 27. Februar 2002 in Anwesenheit von UN-Generalsekretär Kofi Annan und Bundespräsident Johannes Rau zwischen Bund, Land NRW und Stadt Bonn geschlossenen "Vereinbarung über die Ansiedlung internationaler Organisationen in der Bundesstadt Bonn und das 'Internationale Kongress- und Veranstaltungszentrum Bundeshaus Bonn (IKBB)'".

    Zu dem IKBB gehören neben dem ehemaligen Plenarsaal und dem Wasserwerk ein von der Stadt noch zu bauender großer Konferenzsaal, der in erster Linie den UN zur Verfügung gestellt werden soll.

    Aufgrund der Schwierigkeiten, im Rahmen eines Wettbewerbs Investoren und Betreiber zu finden, will sich die Stadt nun selbst auf die Suche begeben. Mit einer Fertigstellung des IKBB ist vor 2006 nicht zu rechnen.

    Gleichwohl: "Mit dem UN-Campus erhalten die Vereinten Nationen die erforderlichen hervorragenden Arbeitsbedingungen in Bonn", heißt es in der Vorlage von BMU und BMBau für das Kabinett. "Der UN-Campus und das IKBB sind sichtbarer Ausdruck des Willens aller Beteiligter zur Stärkung des UN-Standorts Bonn. Zugleich unterstreicht die Bundesregierung durch die Schaffung des UN-Campus ihre in den letzten Jahren gewachsene Verantwortung in der internationalen Zusammenarbeit."

    Bereits vor drei Jahren hatte Bundesumweltminister Jürgen Trittin den Langen Eugen als Herzstück des Campus vorgeschlagen - nicht zuletzt deshalb, weil sich schon damals abzeichnete, dass das Haus Carstanjen als UN-Domizil bald nicht mehr ausreichen werde.

    Doch der Lange Eugen war längst von anderen Bundeseinrichtungen "besetzt" worden; daher mussten zunächst für diese Einrichtungen neue Büros gesucht werden. In den vergangenen Monaten wurden diese gefunden.

    So sollen die drei Bildungseinrichtungen, darunter das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIB), die bislang im Langen Eugen untergebracht waren und derzeit an der B_9 (ehemaliges Fleischhauer-Gelände) "geparkt" wurden, im ehemaligen Postministerium unterkommen. In Duisdorf konzentrieren sich künftig das Bundesgesundheits- und das Bundeswirtschaftsministerium, und für das Bundesversicherungsamt wird noch ein neues Gebäude gesucht.

    Die Vereinten Nationen in Bonn

    In Bonn befinden sich zur Zeit elf UN-Organisationen, die in vier verschiedenen Gebäuden in der Bundesstadt untergebracht sind:

    UNFCCC: Sekretariat der Klimarahmenkonvention

    UNV: UN-Freiwilligenprogramm

    UNCCD: Sekretariat der Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung

    UNEP/CMS: Sekretariat des Übereinkommens zum Schutz wandernder wild lebender Tierarten (Bonner Konvention des Umweltprogramms der UN)

    ASCOBANS: Abkommen für die Erhaltung der Wale und Delphine in der Nord- und Ostsee

    EUROBATS: Abkommen für die Erhaltung der europäischen Fledermäuse

    AEWA: Abkommen für die Erhaltung der wandernden Wasservögel im afrikanisch-eurasischen Raum

    WHO-ECEH: Europäisches Zentrum für Umwelt und Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation

    UNEVOC: Internationales Zentrum für Berufsbildung der UNESCO

    UNIC: UN-Informationszentrum

    ILO: Internationale Arbeitsorganisation

    Die UN-Universität nimmt in Kürze mit einem Forschungsbereich ihre Tätigkeit in Bonn auf.

    Um diese drei UN-Sekretariate - Sitz: Bonn - hat sich der Bund beworben:

    PIC: Konvention zum Schutz von Mensch und Umwelt in Entwicklungsländern vor gefährlichen Chemikalien

    POP: Konvention über dauerhafte organische Schadstoffe

    ISDR-IATF: Frühwarnsekretariat [zw12,13](Katastrophenvorsorge) der UN

    In den elf Bonner UN-Organisationen sind mehr als 600 Mitarbeiter beschäftigt. Tendenz: steigend. So ist bei der bevorstehenden Ratifizierung des Kioto-Protokolls für die nächsten Jahre mit einem personellen Zuwachs alleine schon für UNFCC von bis zu zehn Prozent pro Jahr zu rechnen.

    Bewacher
    Film 3 auf der Königswinterer Website zeigt, daß es genau umgekehrt ist, wie Puntagorda vermutete. Hier haben die Königswinterer den Bonnern einfach mal Bad Godesberg weggenommen (zumindest den südlichen Teil) und wenigstens optisch eingemeindet. :)
    Nette Filmchen, übrigens, vielen Dank für den Hinweis. Interessant, wie viele Teile (vor allem die Gründerzeitviertel) von Godesberg garnicht zu sehen sind, weil sie unter großen alten Allebäumen verschwinden.

    Dekoratives Anführungszeichen

    ..und auch noch Aachen, Remagen, Linz, Andernach...

    Der Haken: Alle diese Städte liegen bereits jenseits der Bonner Stadtgrenze...

    Ersetze das weit entfernte Aachen durch: Ahrweiler, Stadt Blankenberg, Bad Münstereifel - und auch Siegburg hat mittelalterliche Züge. Alles 10-20km von Bonn-City entfernt.

    Dekoratives Anführungszeichen

    ...und mein "Geheimtipp": Mit der Stadtbahn 66 ("Telekom-Express") von Bonn nach Königswinter fahren und "plötzlich" auf der Promenade direkt am Rhein landen... überwältigend...

    sag ich doch: http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthre…15&pagenumber=2

    Lieblingscafe? Das, wo an Wochenenden sich die dicken Motorräder aus dem Ruhrpott in Rudeln sammeln?

    Puntagorda

    Dekoratives Anführungszeichen

    Und wenn in den 50er und 60er Jahren eine Stadt zugeklotzt wurde, dann ja wohl Bonn!!


    Aber nur auf den großen unbebauten Flächen zwischen den Stadtteilen. Mit wenigen Ausnahmen (Godesberg Innenstadt/Altstadt, Stadthaus, Bahnhofsvorplatz) sind die vor dem Krieg besiedelten Gebiete weitgehend erhalten geblieben. Zwischen Bundeshaus und Godesberg-Plittersdorf standen vor dem Krieg nur wenige, schnell gezählte und weit verstreute Häuser - und die stehen teilweise heute noch. In der neuen Bauwelt mit Schwerpunkt Strukturwandel Bonn, nennt Sigurd Trommer (Stadtplanungsdezernet) das ganze Gebiet "Neustadt" und den Rheinauenpark "Central Park", um, wie er sagt "das Verständnis für die städtbauliche Entwicklung didaktisch zu unterstützen". Damit liegt er (ausnahmsweise) mal nicht daneben.