Beiträge von Tobschi

    Neubau am Sachsenplatz/Käthe-Kollwitz-Ufer

    Trotz Baugenehmigung für das prominent gelegene Grundstück an der Elbe sind der Öffentlichkeit Visualisierungen bisher vorenthalten worden. Aus gutem Grund, wie es scheint. Zufällig bin ich auf eine Ansicht des Unternehmens MMZ Real Estate gestoßen, das auch das Frieseneck am Neumarkt errichtet hat und offenbar für die Stuttgarter Wohnungsgenossenschaft baut . Nun ja, seht selbst:


    (c) MMZ Real Estate

    Offensichtlich haben sich die Planer hierbei an den kolossalen Plattenbauten der Florian-Geyer-Straße orientiert. In der Ausschreibung des Grundstücks war, wenn ich mich recht erinnere, auch eindeutig festgelegt, dass ein Mansard-/Satteldach zu bauen ist. Stattdessen gibt's ein Staffelgeschoss. Gestaltungswille? Nicht erkennbar.

    Infos dazu: klick

    Hoffnung macht hier einzig und allein ein Bericht der SZ vor wenigen Wochen, wonach dieser Entwurf wohl bei der Gestaltungskommission durchfiel. Dort hieß es, dass es eine Sandsteinfassade und ein beigen Farbton geben soll. Außerdem wurde die Dachform umgeplant. Man darf also gespannt (und vorsichtig optimistisch) sein.

    Hm, ob die Eibe unter Naturschutz steht, weiß ich nicht. Ich bin mir aber sicher, dass die gesamte Grünanlage dort unter Denkmalschutz steht, sodass es sehr wohl um das Erscheinungsbild und den Denkmalschutz der gesamten Fläche geht. Das hatte BauBM Schmidt-Lamontain neulich auch bei einer Veranstaltung im Verkehrsmuseum gesagt, bei der ich vor Ort war.

    ^ Was sicher daran liegen dürfte, dass viele banalere Gebäude dort entstehen, wo Hopfen und Malz eh verloren sind, Beispiel Straßburger Platz. Im Fall Bautzner Straße haben wir es mit einem der größten zusammenhängenden Gründerzeitquartiere Deutschlands zu tun. Da sollte man ein gewisses Maß an Einfühlungsvermögen erwarten, dass die wenigen vorhandenen Lücken maßvoll und passend geschlossen werden. Die Nachbarschaft zeigt doch, wie es gehen kann - siehe Headquarter-Neubau an der Ecke Holzhofgasse oder die Studi-Appartments an der Ecke Weintraubenstraße. Ich verstehe da auch die Stadtverwaltung nicht mehr, wenn einerseits ein solch' unpassender Neubau genehmigt wird, man aber andererseits z.B. über Wochen und Monate über einen Eibenbusch diskutiert (Straßenbau Bautzner Straße zwischen Alberplatz und Hoyerswerdaer Str.). Da sind Denkmalschutz und Erscheinungsbild so wichtig - und 500 Meter weiter nicht mehr...

    Neubau Käthe-Kollwitz-Ufer

    Keine Visu aber neue Informationen heute in der SZ zum Neubauprojekt der Flüwo nahe dem Sachsenplatz. Demnach hat es hier Verzögerungen gegeben, weil die Gestaltungskommission auf Änderungen bei der Fassade drängte. Der Neubau soll nun eine Sandsteinfassade und ein bestimmtes Beige bekommen, dazu Erker hin zur Elbseite. Man darf gespannt sein!

    Nochmal der Standort.

    ^^^Wenn etwa auf 2 Einwohner 1 Pkw kommen, dann sollte eigentlich logisch sein, dass diese vielen Pkws schlichtweg keinen Platz haben. Gerade in der dicht besiedelten Neustadt ist das zu sehen, wo es bedingt durch die vielen Altbauten eben auch so gut wie keine Tiefgaragen unter den Häusern gibt. Wo also sollen alle Autos hin? Und da können wir hier in der Neustadt von Glück reden, dass eine Mehrheit der Haushalte kein Kfz besitzt. Trotzdem ist der öffentliche Raum massiv ungleich verteilt, zugunsten des Autos. Auf viele Dutzend Stellplätze kommen je Straße eine Hand voll Fahrradbügel - wenn überhaupt. Und als jemand, der bewusst sein Auto abgeschafft hat, nun vor allem mit dem Rad fährt und ja, trotzdem auch gern mal ein Auto mietet, kann ich dieses Gestöhne von Autofahrern echt nicht mehr hören, wenn mal wieder irgendwo paar Parkplätze wegfallen. Ihr seid in dieser Stadt, z.B. gegenüber Radfahrern, so unfassbar privilegiert, was Abstellmöglichkeiten, Fahrspuren, Ampelschaltungen usw. angeht - und ihr merkt's noch nicht einmal.

    Und um zu diesem Themenstrang und dem angesprochenen Krankenhaus Friedrichstadt zurückzukommen: Vom Parkhaus Mitte zum Krankenhaus sinds keine zehn Minuten Fußweg. Wer also partout "aufs Auto angewiesen" ist, kann sich dort einen Stellplatz mieten und das Stück zu Fuß laufen.

    ^^ Danke Antonstädter, dem ist kaum etwas hinzuzufügen.

    Schöni, das ist die typische Argumentation, wenn man die Autoproblematik anspricht: Dann müssen als Argument die Pendler herhalten, die keinen Anschluss an den ÖPNV haben. Die Muttis, die ihre Kinder zur Kita bringen. Fehlt nur noch der Einkäufer, der sich in der City 'nen Kühlschrank kaufen will und den ja nicht mit der Sackkarre transportieren kann. Die Realität ist, dass selbst kürzeste Strecken in der Stadt immer noch per Pkw zurückgelegt werden. Wenn es die Autofetischisten wenigstens schaffen würden, auf Strecken unter 2km ihr Fahrzeug stehenzulassen, bräuchten wir im Übrigen auch über Dieselverbote etc. wohl nicht diskutieren. In DD sind deutlich über 200 000 Kfz zugelassen haben und das sind schlichtweg zu viel.

    Aber du hast recht, die Diskussion ist in einem anderen Forum vielleicht besser aufgehoben.

    Verantwortungslos ist wohl eher das Anspruchsdenken von Autobesitzern, den in einer Großstadt nun mal arg knappen öffentlichen Raum einzig zum Abstellen ihrer Blechschüsseln zu benutzen. Und das wird von der Verwaltung auch noch, z.B. durch lächerlich geringe Bewohnerparkausweise (50€ für 2 Jahre!) gefördert. Es ist daher nur zu begrüßen, dass Straßen auch in Dresden inzwischen nicht mehr nur nach der Maßgabe geplant werden, möglichst viele Kfz unterzubringen, sondern endlich versucht wird, dank breiter Gehwege, traditioneller Beleuchtung etc. den öffentlichen Raum aufzuwerten. Siehe Seminarstraße oder auch Martin-Luther-Platz samt angrenzender Straßen. Die Sanierung und damit verbunden der deutliche Wegfall von Stellplätzen ist für das Flair dort ein Riesengewinn.

    Wettbewerb "Micktener Tor"

    Für das Areal Ecke Sternstraße/An der Flutrinne hat es im Frühjahr einen Wettbewerb gegeben. Wurde meines Wissens nach noch nicht gepostet. Beteiligt war unter anderem das (vom Neumarkt bestens bekannte ;) ) Büro Stellwerk Architekten.


    (c) Stellwerk Architekten


    (c) Stellwerk Architekten

    Weitere Infos/Visus: klick


    Zum benachbarten Mika-Quartier gibts inzwischen eine eigene Website mit einem hübsch gemachten animierten Video: http://www.mika-dresden.de/

    Mir geht es wie Saxonia. Ich bin aber vor allem auf die anderen Entwürfe gespannt, um auch mal vergleichen zu können. Vielleicht schafft es jemand nächste Woche ins WTC und kann die Entwürfe für die Forengemeinde dokumentieren? Bei mir dürfte es erst Ende nächster Woche werden.

    ^ Der Neustädter Ortsbeirat hatte sich meines Wissens sogar für Pflaster statt Asphalt ausgesprochen. Wurde leider vom SPA abgelehnt, u.a. aus Lärmschutzgründen. Dabei gilt dort Tempo30. Kann mir nicht vorstellen, dass die Lautstärke sich mit Pflaster nennenswert erhöht hätte.

    Danke für den schönen Rundgang. Neuigkeiten gibts nun auch vom Baywobau-Quartier: Die Fassadenentwürfe zur Rosmaringasse sollen am 3. Mai präsentiert werden. Das ist in einer Beilage zur Kulti-Eröffnung zu lesen, die heute in der SZ drinsteckte. Die Büros Knerer&Lang sowie Wörner, Traxler, Richter kommen demnach zum Zug. Es findet sich auch ein Bild:

    Trotz der bescheidenen Qualität des Fotos: Der Entwurf wirkt zunächst einmal stimmig. Vom Grundsatz, dass die Architektur einen Übergang zum Kulturpalast bilden soll, hat man sich offenbar verabschiedet. Stattdessen mutet der Entwurf stark historisierend an, vielleicht sogar etwas zu sehr? Wenn auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist, was hier Reko, was neuer Entwurf ist, hat das durchaus etwas Problematisches, wie ich finde. Aber warten wir vielleicht erst mal den 3. Mai ab.

    Der Neubau in Kombination mit der Flurstückskarte ist in der Tat rätselhaft. Offensichtlich ist zumindest, dass das Stück zum Eckhaus Robert-Blum-Straße schlichtweg nicht in deren Besitz ist. Was die Brandwand zur Marienbrücke angeht, so kann man nur hoffen, dass die Stadt sich hier an ihren Rahmenplan hält. Dann müsste sich hier eine Bebauung anschließen, was dann ja auch die Brandwand erklärt. Nur: Was ist das eigentlich für ein kleiner Knubbel da im Erdgeschoss?

    Hier nochmal der Rahmenplan zur Erinnerung:

    (c) Stadtverwaltung Dresden

    Neubau am Bischofsplatz

    Für das Grundstück des ehemaligen "hechtgrüns", Bischofsplatz 8-10, gibt es nun Visualisierungen.


    (c) Meiag AG


    (c) Meiag AG

    Schade, ich hätte mir hier einen repräsentativeren Entwurf und mehr Zusammenspiel mit den umgebenden Gründerzeitlern gewünscht. Der Flügel zur Hechtstraße wirkt mit seinen schmalen Fensterbändern wie eine Hommage an ein 70er-Jahre-Bürohaus. Dazu diese springenden Etagen im Flügel zur Rudolf-Leonhard-Straße, eher willkürlich angeordnete grüne Rahmen, fürs Hecht untypische Verklinkerung... naja. Wirkt alles wenig stimmig und sehr unruhig.

    Im Juni soll's losgehen, Baugenehmigung ist erteilt, schreibt die Meiag Unternehmensgruppe.