Beiträge von Tobschi

    Sachen gibt's: Ein paar Hundert Meter weiter baut die Deutsche Wohnen ihren "Schützengarten" direkt an einer wirklich viel befahrenen Straße (Könneritzstraße), wo auch noch Straßenbahnen drüber rollen und direkt dahinter der Bahndamm verläuft.

    Die Devrientstraße mit ihren zuletzt gut 5.000kfz/Tag als "wichtige Verkehrsachse" hochzujazzen, ist ebenfalls Unfug.

    Neues Mitglied in der Dresdner Gestaltungskommission

    Das sind richtig gute Nachrichten: Professor Christoph Mäckler ist künftig Teil der Dresdner Gestaltungskommission. Das hat die Stadtverwaltung soeben per Pressemitteilung verkündet.

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    Er [Mäckler] nimmt seine Arbeit im Sommer auf. Gleichzeitig verlässt Prof. Jürg Sulzer die Gestaltungskommission. Christoph Mäckler arbeitet in Frankfurt und Berlin und lehrt als Professor an der Technischen Universität Dortmund am Lehrstuhl für Städtebau. Er ist Gründer und Direktor des dortigen Instituts für Stadtbaukunst. Bis zur Jahresmitte ist Prof. Mäckler noch in der Gestaltungskommission Münster tätig.

    Baubürgermeister Stephan Kühn: „Prof. Jürg Sulzer danke ich herzlich für sein langjähriges Engagement und seine Expertise. Als Vorsitzender der Gestaltungskommission trug er mit seiner moderierenden Art dazu bei, dass wir zahlreiche Bauvorhaben qualifizieren konnten und die Empfehlungen bei Bauherren und Planern in aller Regel auf Akzeptanz gestoßen sind. Ich freue mich, dass wir mit Prof. Christoph Mäckler eine weitere Persönlichkeit mit großer Erfahrung und Reputation als Architekt und Stadtplaner gewinnen konnten.“


    Neubauprojekt Seminarstraße

    In der Seminarstraße 16/18 plant das Hamburger Unternehmen Vila Immobilien drei Neubauten mit 46 Wohnungen.

    Bild: https://model2.de/light/12921/ausschnitt02k7x.jpg

    Ist-Zustand | Projekt-Website

    Leider gibt es keine straßenseitigen Visualisierungen, sondern nur welche aus Perspektive des Hinterhofs:

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    (c) Vila Immobilien

    Für das Nachbargrundstück (Flurstück 159) gibt es ebenfalls Neubaupläne. Dagegen machen nun Anwohner mit einer Unterschriftensammlung mobil - SZ berichtet (+)

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    Die Anwohner wünschen sich deshalb mehr Mitsprache. "Natürlich darf dort gebaut werden, aber mit Maß", so Susann Klenner. "Die Gestaltung der Friedrichstadt wird sonst den Investoren überlassen".

    Der Tunnel am Neustädter Markt ist eine einzige Nebelkerze der Autolobby-Parteien, um ihr Wählerklientel zu besänftigen, bloß keinen Quadratmeter Platz dem geliebten Auto wegzunehmen. Wo bitte soll der Mehrwehrt für die Innere Neustadt liegen, wenn der Platz untertunnelt wird? Dann gäbe es am Neustädter Markt zwar größeren Gestaltungsspielraum (wenn der Denkmalschutz mitmacht...). Dafür schafft man am Palais- und Carolaplatz neue städtebauliche Probleme durch die Tunnelrampen. Von den immensen Kosten eines Tunnels und der Hochwasser-Problematik mal ganz abgesehen.

    Die Lösung kann nur in einem Rückbau der Fahrspuren von 4 auf 2 liegen. Die täglichen Kfz-Zahlen auf der Großen Meißner/Köpckestraße (25.000 bis 30.000) waren zuletzt schon nur knapp über jenem Maße, bei dem eine Zweistreifigkeit nach Bauregularien genügt. Das sagte auch Axel Wittstock vom Dresdner Stadtplanungsamt bei der GHND-Veranstaltung. Es spricht so ziemlich alles dafür, dass die Zahlen perspektivisch weiter sinken werden:
    1.) die von Civitas Fortis bereits angesprochene Herabstufung von der Bundes- zu einer normalen Hauptstraße.
    2.) der hoffentlich baldige Ausbau der Stauffenbergallee-West von der Hansastraße zum Waldschlößchen.
    3.) die Sperrung der Augustusbrücke für den MIV.
    4.) der seit dem Jahr 1999 konstant sinkende Anteil des Autoverkehrs am Modal Split bei gleichzeitigem Zuwachs des Umweltverbunds aus ÖPNV und Radverkehr. Dieser Trend wird sich verstärken, wenn der ÖPNV weiter ausgebaut wird, das Radverkehrskonzept endlich konsequent umgesetzt wird und zugleich der Autoverkehr an Attraktivität einbüßt (z.B. durch Parkgebührenerhöhung, weitere Stadtteile mit Parkraumbewirtschaftung usw.)

    Im Übrigen gibt es eine Reihe von Straßen, die auch 20.000+ Autos aufweisen und dennoch mit je einer Spur auskommen, etwa die Könneritzstraße, das Terrassenufer oder das Käthe-Kollwitz-Ufer. Selbst auf der Carolabrücke rollte zuletzt trotz baubedingter Spurstreichung der Verkehr auch auf zwei statt vier Spuren, ohne dass es zu täglichen Staus gekommen wäre.

    Tag24 und die SZ berichten ebenso.

    Bei Tag24 geht es unter anderem auch um die Große Meißner: "Der Bauexperte der Grünen im Stadtrat, Thomas Löser (49): "Es ist gut, das der Markt als Gesamtheit geschützt ist. Damit kann aber nicht gemeint sein, dass die Straßen in der aktuellen Breite erhalten bleiben müssen."

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    Vielen Dank!

    Eine kurze Nachfrage, falls es jmd. beantworten kann: sind damit auch die Straßenräume ("Straßenfläche von Köpckestraße und Großer Meißner Straße") - also Straßenbreite etc. - als solches geschützt und nun schwerer veränderbar?

    Ich vermute - oder hoffe - dass diese Festlegung nur sicherstellen soll, dass diese Flächen unbebaut bleiben. Damit man dieser großartigen DDR-Bebauung auch den nötigen "Freiraum" bietet *hust*

    Ansonsten kann ich mich den Vorrednern nur anschließen. Dass die Bebauung hier teilweise zur Disposition steht, ist doch nicht neu, sondern seit vielen Jahren in diversen Rahmenplänen verankert. Spätestens da hätte doch der Denkmalschutz aktiv werden müssen und das Gebiet überprüfen. Dann hätte man sich wenigstens diese aufwändige Bürgerbeteiligung sparen können. Aber ausgerechnet jetzt damit um die Ecke zu kommen, lässt das Ganze zur reinsten Farce verkommen.

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    Hier ist allerdings zu berücksichtigen, dass mit Fertigstellung des Lückenschlusses am Emerich-Ambros-Ufer in Cotta die B 170 über die Nürnberger Straße geführt werden wird.

    Das müsste entsprechend auch in der Debatte um den Neustädter Markt und einer Verschmälerung der Großen Meißner und Köpckestraße berücksichtigt werden - wird es aber nach meiner Wahrnehmung leider überhaupt nicht, weder in der Verwaltung noch unter Lokalpolitikern. Dabei spräche das perspektivisch für eine Reduktion der kfz-Zahlen und würde problemlos den Umbau von vier auf zwei Spuren erlauben.

    Quartier Hoym - Baufortschritt

    Aus der Luft ist bereits gut die künftige Dachlandschaft zu erahnen. Nur beim Palais Hoym und dem neuen Palaisch Riesch hinken die Arbeiten noch etwas hinterher.

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    Vonovia baut gegenüber der Dreikönigskirche

    Wie die DNN berichten, will die Vonovia die Baulücke An der Dreikönigskirche zwischen König- und Hauptstraße schließen. Der Entwurf kommt von Zander Architekten und wurde nun im Stadtbezirksrat Neustadt vorgestellt. Leider gibt es weder im Artikel, noch sonst irgendwo eine Visualisierung des Neubaus, in dem 21 Wohnungen entstehen sollen. Bei den Stadtbezirksräten wurde der Entwurf u.a. als "spannend" und "städtebauliche Aufwertung" bezeichnet. Ein Datum für den Baustart ist noch nicht in Sicht.

    Link zum DNN-Artikel

    ^ Absolute Zustimmung. Einmal mehr eine verpasste Chance. Und dass man es bei der abschnittsweise neu asphaltierten Pfotenhauer nicht mal schafft, Radwege/-schutzstreifen aufzupinseln trotz Priorität 1 im Radverkehrskonzept und offensichtlich vorhandenem Platz, passt da wunderbar ins Bild einer visions- und mutlosen Stadtplanung, die bloß keinem wehtun will und nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner abzielt. Heraus kommen dann solche halbgaren Kompromissvarianten. Gleiches sieht man gegenwärtig auch in der Debatte um die Umgestaltung der Kreuzstraße. Schade!

    Es gibt doch keine linke Ratsmehrheit (mehr). Damit war es spätestens vorbei, als Frau Graul vom Bündnis Freie Bürger zur CDU überlief - trotz eines eher linksprogessiven Programms ihres Bündnisses. Rot-Rot-Grün kommt auf 33 Sitze, zählt man die zwei Stadträte von "Die Partei" und Piraten dazu sind es 35. Der rechts-konservativ-liberale Block aus CDU, AfD, FDP und Freien Wählern hat auch 35. Dazu hat aber noch FDP-Hilbert als OB eine Stimme.

    Die Folge dieser wechselnden Mehrheiten haben wir in den vergangenen Monaten gesehen in allen Verkehrsbelangen: Albertstraße, Zellescher Weg, Parkgebühren, Parken am Blauen Wunder und an der St. Petersburger, Radwege auf der Wernerstraße, Promenandenring. Der rechte Block torpediert alles, wo Autos irgendwo Platz weggenommen werden soll - aktuell wieder zu sehen am Blauen Wunder oder dem Radstreifen am Terrassenufer. Selbst bei der Umgestaltung der Kreuzstraße wurde von rechts um jeden einzelnen Parkplatz gefeilscht. Dabei sind Parkplätze und Tiefgaragen in unmittelbarer Nähe nun wirklich zahlreich vorhanden.

    An der Albertstraße (oder auch an der Winterbergstraße) sieht man zum Beispiel, dass die eine Autospur völlig ausreicht. Trotzdem wurde dies konsequent von rechts zu verhindern versucht. Und so wird es der rechte Block auch künftig tun, wenn irgendwo Autospuren oder Parkplätze zugunsten des Radverkehrs weichen müssen - weil Autofahrer ein Hauptklientel von ihnen sind. Da kann auch ein grüner Baubürgermeister nichts machen, wenn es eben keine Stadtratsmehrheit für seine Pläne gibt. Zwar schreibt der rechte Block die Förderung des Radverkehrs stets wohlfeil in sein Wahlprogramm, in der Praxis sieht es aber anders aus.

    Man muss Rot-Rot-Grün auch zugute halten, dass sie 2014, als sie die Mehrheit holten, quasi bei Null anfingen. Es gab zwar einen Beschluss zu einem Radverkehrskonzept aus dem Jahr 2005. Doch es dauerte bis 2017 (!), eh das beschlossen wurde... Außerdem fehlten Planer nur für Radwege, die erst unter Rot-Rot-Grün eingestellt wurden. Insgesamt hast du aber völlig recht: Es tut sich leider wenig bis gar nichts. Das Radverkehrskonzept ist zu großen Teilen nicht umgesetzt. Vielfach bleibt es bei rein kosmetischen Verbesserungen. Mal ein paar Radbügel hier und eine rote Aufmalung da. Man muss aber auch konstatieren, dass Dresden diese Stadtratskonstellation nun mal gewählt hat. Es gibt hier (derzeit) eben keine Mehrheit für eine Verkehrswende. Traurig, aber wahr.

    Völlig richtig, und dieses Drama betrifft etliche Plätze der Pirnaischen Vorstadt: Georgs-, Rathenau-, Pirnaischer Platz... Das sind keine Plätze mehr, sondern gigantische Kreuzungen. Es ist leider kein Willen erkennbar bzw. keine politische Mehrheit vorhanden, diese Missstände perspektivisch zu korrigieren. Das sieht man ja bei der Diskussion um die Große Meißner Straße und den Neustädter Markt. Dem Auto Platz wegzunehmen, ist in Dresden unpopulär. Aus jeder wegfallenden Spur und jedem wegfallenden Parkplatz wird ein Politikum gemacht, z.B. zuletzt beim Terrassenufer, bei der Werner- oder der Albertstraße.

    Hallo? Dann würden ja die Parkplätze verschwinden!!1!

    Aber ernsthaft: Der Neubau soll Ersatz für die Mitarbeiter und Parlamentarier des Landtags sein, wenn dieser saniert und umgebaut wird. Und der Landtag liegt ja quasi direkt nebenan. Dürfte also diesen ganz pragmatischen Grund haben.

    Unabhängig davon würde mich aber auch interessieren, ob bzw. was der Freistaat mit dem Grundstück in der Inneren Neustadt vorhat.