Beiträge von Regent

    Wir sind hier nicht im persönlichen Verhör lieber Ohlsen, von dem her musst du schon akzeptieren wenn auch andere antworten. Im Großen und Ganzen wären die aufgezählten Punkte auch die gewesen die ich jetzt genannt hätte. Insbesondere das Gipskeuperthema und der Grundwasserspiegel waren am Anfang große Themen. Erst viel später kam dann auch das Thema Brandschutz auf die Agenda. Da könnte man sich übrigens ins eigene Fleisch schneiden, denn sollte der Brandschutz der Tunnel mangelhaft sein würde das für alle bahntunnel in Deutschland gelten!

    Das viele in Stuttgart oberirdische Trassen bevorzugen liegt meiner Meinung nach vor allem daran das man deren Nachteile nicht wirklich kommuniziert. Natürlich entstehen bei Tunnelstrecken höhere Kosten, aber diese haben dafür auch eine höhere Kapazität und Straßen müssen nicht mit Hochbahnsteigen verschandelt werden. Dazu kommt auch noch das Lärm-Thema, insbesondere in Kurven. Das angeblich große Überschwemmungsrisiko von Tunnelstationen ist auch nicht wirklich eins, denn bei extremen Starkregen muss die Stadtbahn ohnehin den Betrieb einstellen da auch Straßen überflutet werden. Von durch Äste und ähnliches blockierte Schienen bei Sturm oder Schneefall im Winter kann man bei der SSB sicherlich auch ein Lied singen!


    Das Thema Seilbahn wird in den nächsten Jahren auch noch spannend. Neben einigen Vorteilen haben diese auch Nachteile. Ich bin sehr gespannt wie die Vaihinger die Seilbahn beurteilen wenn mal alle paar hundert Meter die doch nicht ganz kleinen Pfeiler durch den Ort führen – unsichtbar wird die Seilbahn mit Sicherheit nicht sein! Die niedrige Kapazität und relativ langsame Geschwindigkeit kommt noch dazu. Und was auch gerne vergessen wird, mit der Seilbahn sind innerhalb Vaihingen 2 bis maximal 3 Stationen realisierbar, für eine großflächige Erschließung in Vaihingen selbst ist sie also unbrauchbar.

    Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass nun gerade in Stuttgart ein Tiefbahnhof gebaut wird, wo die VVS doch seit geraumer Zeit panische Ablehnung gegenüber U-Bahn Stationen zeigt und stattdessen einen hässlichen Krater neben dem nächsten buddelt.

    Das die SSB keine Tunnelstationen mehr plant ist aber auch so ein Stuttgarter Ding was meiner Meinung nach sehr kurzfristig gedacht ist. . Gerade in Vaihingen lässt sich eine erweiterungsfähig Stadtbahnnetzes eigentlich nur mit Tunnelstationen erreichen. Ich fände es tragisch das Potential hier ungenutzt zu lassen! Gerade die vom Landkreis Böblingen kürzlich untersuchte Trasse nach Sindelfingen und Böblingen ist für mich die spannendste Erweiterung des Netzes, zumal Sindelfingen und das Daimler-Werk fast schon sensationell schlecht an den ÖNV angeschlossen sind

    Um das Ganze mal wieder in etwas vermittlernde Bahnen zu lenken – S21 ist mit Sicherheit nicht bis zur Perfektion durchgeplant und spezielle Themen wie der extreme deutsche Brandschutz werden eventuell auch noch eine Rolle spielen. Den Planern allerdings eine gewissenhafte Planung, ja sogar eine wissentliche fehlplanung vorzuwerfen, das grenzt schon hart an Fake News! Ja, es mag nicht alles perfekt gelaufen sein, von den Horrorvisionen der S21-Gegner ist allerdings auch nichts eingetreten. Klar, Hochwassergefahr bei Tiefbahnhöfej besteht. Bauen wir deswegen ab heute ohne Keller in Deutschland? Wieso wohnt überhaupt noch jemand im Talkessel und nicht alle oben in degerloch. Brandschutz im Tunnel? Bei S21 angeblich nicht streng genug. Okay, Bitteschön. Die Konsequenz wäre das wir alle Bahntunnel und U-Bahnen in Deutschland sofort außer Betrieb nehmen müssten, denn die Regeln gelten überall. Was bleibt dann eurer Meinung nach am Ende für ein Gestaltungsspielraum übrig?

    ^Das große Ganze ist die einmalige Möglichkeit zur Stadtentwicklung die sich durch S21 bietet! Mit K21 würde es nichts davon geben, stattdessen weiterhin Europas größte innerstädtische Gleiswüste mitten in bester Lage!

    Ich habe mehrere Argumente geschrieben die meine Meinung begründen, aber du liest nur "linksgrünversifft" – was in meinem Beitrag nirgends steht! Was sind denn Politiker für die offen sagen das sie den Sozialismus zurück wollen anderes als DDR 2.0 für dich??

    Was übrigens noch dazu kommt ist die naive Vorstellung, den Initiatoren des S21-Protests würde es um Verbesserungen gehen! Im Gegenteil, da ging es nie um Verbessrungen sondern schlicht um die Beibehaltung des Status Quo. Das man irgendwann angefangen hat Alternativ-Planungen zu präsentieren liegt nicht daran das man diese wirklich umsetzen wollte, sondern hatte eher taktische Gründe um die Planung der Bahn "schlecht dastehen" zu lassen. Hätten sich die Gegner durchgesetzt hätte es maximal eine Renovierung des Bahnhofs gegeben, eventuell sogar mit dem Risiko das die Neubaustrecke an Stuttgart vorbeigeführt wird und es weniger ICE Direktverbindungen ab Stuttgart gegeben hätte. Denn ohne die S21-Tunnel wäre die Zeitersparnis der Neubaustrecke Makulatur gewesen, die Neubaustrecke hätte keinen Sinn mehr ergeben. Mit Leuten wie Rockenbauch ist was den Ausbau betrifft sowieso nichts zu machen! Das Angebot wäre vermutlich sogar schlechter geworden, denn außer Enteignung und Subvention fällt Rockenbauch nicht viel ein! Sieht man übrigens auch aktuell schön im Bereich Wohnungsbau, wo sich Die FrAKTION und Die Linke jetzt sogar GEGEN Nachverdichtung und den Bebau von Brachflächen in der Stadt aussprechen! Wer solche Leute unterstützt bekommt dann eben DDR 2.0 – mit Fairtrade-Laden und Veganem-Imbiss und Rumpelzügen die nirgendwo hinfahren aber die Tickets dafür fast umsonst sind.

    Aja, die Planer der Bahn sind also alles Pfuscher und irgendwelche Hobby-Experten der S21-Gegner sollen den absoluten Durchblick haben? Meinst du ernsthaft die Ingenieure bei der Bahn und zahlreichen Ingenieurs- und Architekturbüros mit denen die Bahn zusammenarbeitet werden für Pfusch und fehlplanungen bezahlt? Die S21-Gegner konnten bis heute keine sinnvolle Anbindung des Stuttgarter Hauptbahnhofs an die Neubaustrecke nach Ulm präsentieren – der ICE wäre weiterhin durchs Neckartal getuckert. Ausbau der Kapazität – Fehlanzeige, da die zulaufstrecken so belassen würden wie sie sind. Aber der Hauptbahnhof bekommt ein neues Dach und es bleibt bei 16 Gleisen wo Züge dann Stundenlang rumstehen dürfen. Toll, so geht Zukunft! Viele S21-Gegner sind übrigens auch bei den Querdenkern mitgelaufen! Denn der Grundgedanke ist der Gleiche: „Die da oben bereichern sich auf unsere Kosten“ und „die Mächtigen lügen eh immer“. Danke für nichts!

    Alternativ könnte man auch den Bahnhof in Bad Cannstatt ausbauen und z. B. über die Gäubahn eine Umfahrung des Hauptbahnhofs realisieren. Letztlich geht es ja nur darum zusätzliche Kapazitäten bei Stöhrungen zu haben.

    Dann sag ich es mal anders. Nach diversen Umbauten sehen die Gebäude aus wie aus den 50ern oder 60ern. Das Problem ist das der ursprüngliche Zustand leider auch nicht wirklich viel hergibt und die Lage an einer Hauptstraße auch nicht unbedingt Altstadt-Flair aufkommen lässt. Der Neubau mag etwas uninspiriert daherkommen, aber wenigstens hilft er die extrem abgewrackte Ecke dort wieder etwas aufzuwerten. Das Problem der Altbauten wird auch eine marode Technik und Bausubstanz gewesen sein. Zusammen mit den vermutlich eher unattraktiv geschnittenen Flächen und eventuell niedrigen Decken dürfte es einfach schwierig gewesen sein hier Nutzer zu finden die bereit gewesen wären da Geld reinzustecken! Die Alternative dürfe dementsprechend einfach ein weiterer Verfall gewesen sein der die Gegend noch weiter runtergezogen hätte! Dann lieber so und an anderer Stelle Altbauten in den Originalzustand zurückversetzen wo es sich auch lohnt.

    Du tust grade so als wären das pittoreske Fachwerkhäuser gewesen, dabei waren das totale Bruchbuden, die noch nicht einmal alt waren. Ich tippe da eher auf nachkriegsgebäude, so schlicht wie diese ausgeführt waren.

    Ich würde an dieser Stelle gerne ein Forumstreffen vorschlagen um die angesprochenen Plätze an einem Samstag Abend mit einen kühlen Bierchen gemeinsam abzulaufen und gegebenenfalls Lösungsansätze zu entwickeln und hier zu diskutieren. Ich fände es schön das Forum hier etwas mehr Richtung Realität zu rücken 😉

    Der Müll ist ja nicht das Hauptproblem, sondern der Lärm. Was in Stuttgart fehlt ist ein echtes Ausgehviertel wo sich Anwohner dann eben auch nicht gestört fühlen dürfen wenn sie da bewusst hinziehen. Vor ein paar Jahren war das noch die Theo-Heuss, aber da ging es in den letzten Jahren ziemlich bergab, auch vor Corona schon. Vielleicht sollte die Stadt sich überlegen dort und im Bohnenviertel sowie rund um den Hans im Glück Brunnen das Nachtleben zu forcieren – was ja teilweise auch schon so ist. Die Theo-Heuss könnte man versuchsweise Freitags und Samstag nachts für Autos sperren und hier Open-Air Gastronomie erlauben. Ich spreche hier nur vom Teilstück vom Palast der Republik bis zum Rotebühlplatz, ähnlich wie man es auch zur WM gemacht hast.

    Diese Horden bestehen zum Großteil aus stunk-suchenden Migranten.

    Das mag für den Großteil der Teilnehmer der Krawalle gelten, aber nicht für den Großteil der Leute am Marienplatz oder dem Feuersee. Da sucht in der Regel auch keiner “Stunk” sondern man will halt feiern und vergisst dabei die Rücksicht auf andere. Da war ich in meiner Jugend aber auch nicht anderst.

    Ich sehe das schon ähnlich wie du, ich glaube das Hauptproblem der Stadt ist das man es in den letzten Jahren nicht geschafft hat die wachsende Partyszene auf öffentlichen Plätzen auch nur irgendwie ernstzunehmen, geschweigedenn anzusprechen oder einzubinden. Bis zu den Krawallen letztes Jahr war es der Stadt offensichtlich überhaupt nicht bewusst das es eine solche Szene in der Stadt gibt. Woher auch, die Politiker verziehen sich nach Dienstschluss in ihre Vorortsiedlungen. Mir fehlt hier auch der Pragmatismus mit Streetworkern oder Anti-Konflikt-Teams wirklich verstärkt in die #Menge zu gehen und das Gespräch zu suchen, gleichzeitig Angebote zu machen – z. B. Dixi-Klos – und die Zivilgesellschaft dazu zu animieren sich hier ebenfalls konstruktiv einzubringen. So schwankt die Stadt Stuttgart hier offensichtlich zwischen Wegschauen und Verbieten. Das Problem was in Stuttgart dazukommt ist das Plätze wie der Marienplatz oder der Feuersee mitten in Wohngebieten liegen, während z. B. die von dir erwähnte Düsseldorfer Altstadt oder die Rheinpromenaden schon immer sehr belebt waren und da schon immer Halligalli war. Was man in Stuttgart allerdings auch sieht, durch den (künstlich erzeugten) Druck auf den Wohnungsmarkt sind Wohnungssuchende gezwungen auch Wohnungen anzunehmen die Mitten in solchen Party-Hotspots sind. Früher hätten in solchen Lagen vielleicht Studenten gewohnt, heute wohnt da der Daimler Ingenieur oder Manager der morgens um 6 aufsteht um vor dem Business-Meeting noch eine Yoga-Session einzulegen.

    Das problem ist das die Stadt überhaupt keine Freilichtdeko oder Ähnliches genehmigen könnte da das infektiosschutzgesetz solche Veranstaltungen verbietet! Vor Gericht würde die Planung sofort einkassiert, die Stadt Stuttgart wäre voll in der Haftung. Die Lärm und Müllproblematik am Marienplatz und auch am feuersee gab es übrigens schon vor Corona. Ein Großteil des Publikums dort geht eher nicht in Clubs und Diskos sondern trifft sich in größeren Gruppen und kauft Getränke beim Rewe – was eben auch billiger ist. Das einzige was die Stadt machen könnte ist stärker Präsenz zu zeigen, Toiletten aufzustellen und am nächsten morgen schnell einen Putztrupp hinzuschicken. Das Problem der Anwohner bleibt allerdings.

    Sorry, aber da hat Achilles1993 recht! Warum sollte die Ca Immo bitte auf einen Beitrag in einem Architekturforum reagieren? Und wie sollte die Ca Immo denn überhaupt reagieren. Sollen sich da etwa Projektleiter zum Vorstand schleichen und reumütig eingestehen das das Projekt "eine Nummer zu groß" für sie ist? Das Hauptinteresse der Ca Immo dürfte außerdem eher in einer soliden und wirtschaftlichen Planung liegen und nicht darin Architekturfreunde zu beglücken.