„Totales Versager“ ist mal wieder natürlich absoluter Quatsch! Viele Teile des Schwabenzentrums funktionieren sehr gut und haben auch durchweg einen ansprechenden Mietermix, z. B. den „Meat Club (Edel-Metzger)“, „Old Bridge (Italienisches Eis)“, „Colvino (Italienische Feinkost)“, „Breitengrad 17“ (Hipper Asiate), einen Juwelier, einen Teeladen, mehrere teure Cafés usw. usw.. Dazu natürlich noch die Ämter die hier sind usw.. Das Schwabenzentrum ist eben ein Kind seiner Zeit mit einer aufwändig zu sanierenden Architektur die man zu einem gewissen Zeitpunkt sicherlich auch mal hinterfragen darf und mit einer etwas unglücklichen Lage mit den integrierten Zugängen zur U-Bahnhaltestelle „Rathaus“, wo leider ein Teil der Obdachlosen- und Trinkerszene ansässig ist, dazu viele Nightlife-Spots in der direkten Umgebung die teilweise für Vermüllung sorgen und die etwas schwierige Situation beim ansässigen Ausländeramt. Letztendlich vermute ich aber, dass der Neubau rein wirtschaftlichen und renditeorientierten Gesichtspunkten folgt, vermutlich war auch die Aufteilung der Flächen für Deloitte nicht attraktiv.
Beiträge von Regent
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Die meisten Gebäude müssen nach 40–50 Jahren mal grundlegend saniert werden. An diesem Punkt entscheidet sich dann oft, ob der Bestand noch zeitgemäß ist. Ich denke beim Schwabenzentrum ist dieser Punkt noch lange nicht erreicht, aber auf Grund der eher eklektischen Bauweise im postmodernen Stil scheint eine Sanierung und Revitalisierung für zumindest diesen Teilabschnitt des Schwabenzentrums wohl nicht rentabel. Ich weiß auch nicht wie oft du da vor Ort bist, aber gerade dieser Abschnitt hat durch seinen eher eigenwilligen Innenhof mit Zugang zur Haltestelle Rathaus viele tote Ecken in die gerne uriniert wird. Der Leerstand ist hier auch schon seit vielen Jahren hoch, da die Laufwege hier nicht sehr intuitiv angelegt sind. Insgesamt kann ich die Entscheidung hier zugunsten eines Neubaus nachvollziehen, wobei ich es mir auch anderst gewünscht hätte.
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Die Umnutzung von Büros – Stichwort Loft – ist ja nun kein neues paar Schuhe! Wenn dies nicht gemacht wird, dann hat das vielfältige Gründe. Rein technisch lässt sich vieles lösen, auch die Konzeption neuer Nassbereiche. Aber das Problem steckt heute eher vielmehr in unklaren Verhältnissen für die Zukunft, z. B. die Art der Heizung, oder generell in der Tatsache, dass Bauen teuer ist und zumindest kurzfristig kein Geld zu holen ist. Jeder wartet halt erstmal ab. Und Fakt ist auch, das insbesondere im städtischen Raum einfach wieder dichter und billiger gebaut werden muss! Warum ist z. B. das Rosensteinviertel mit nahezu lächerlicher Dichte und langfristig auch als Viertel für Besserverdiener geplant? Hier könnte deutlich mehr und auch günstigerer Wohnraum entstehen.
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Ich würde die Einschätzung etwas differenzierter einordnen. Homeoffice ist immer noch ein großes Thema, aber viele Firmen drängen in der Zwischenzeit wieder auf mehr Präsenz. Der Führungsebene von Mercedes-Benz wurde das Homeoffice jüngst sogar untersagt (https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.abschie…68fe70be53.html). Viele Unternehmen wollen und müssen aktuell sparen, da steht eben alles auf dem Prüfstand. Logisch das man da auch erstmal keine neuen Flächen anmietet oder baut. Das ist aber eher eine wirtschaftliche Entscheidung als ein Unternehmens-kulturelle. Wenn aktuell keine Flächen benötigt werden, dann kann man auch davon ausgehen das dies auch damit einhergeht, dass man auch keine Mitarbeiter am entsprechenden Standort aufbauen will.
Die Umwidmung von bestehenden Büroflächen ist leider nicht so einfach wie es oft suggeriert wird! Wenn man sich mal mit dem
Thema beschäftigt merkt man schnell, das dies gerade in Deutschland in der Regel teurer ist wie neu zu bauen, oder teilweise schlicht unmöglich. Alleine die Anordnung der Toiletten in Bürogebäuden macht einen Umbau in Wohnungen extrem aufwändig.
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Könnte aber auch sein, dass der Architekt auf seiner eigenen Website einfach mit dem aus seiner Sicht schöneren Entwurf werben will. Was (oder ob) später wirklich realisiert wird steht ja momentan in den Sternen, da folgen sicherlich noch mehrere Überarbeitungen.
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Du meinst das Pandion-Projekt in Stuttgart Feuerbach. Dieses Projekt hier wäre in Stuttgart Mitte. Bei beiden Projekten gibt es aber meines Wissens nach nichts neues.
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Die Decke kann man nicht höher bauen weil man 1. die Gleise wegen der Steigung nicht tiefer legen konnte und 2. das „Dach“ des Bahnhofs dann eben aus der Erde herausragen würde und somit dann kein Platz an der Oberfläche entstehen, sonder wieder eine Gleishalle stehen würde. In echt wirkt die Halle schon sehr imposant, so niedrig ist die Deckenhöhe auch nicht.
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Im konkreten Fall hat das Eisenbahnbundesamt wohl schon festgelegt das Wohnungsbau ausdrücklich nicht als höheres Interesse gilt und die Pläne fürs Rosensteinviertel nicht umsetzbar sind. Ich frage mich was denn überhaupt als höheres Interesse geltbar gemacht werden kann.
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Mit dem Gesetz wollte man verhindern, dass die Bahn unrentable Strecken aufgibt und die Flächen veräußert. Vor allem im ländlichen Raum wurden in der Vergangenheit viele regionalverbindungen stillgelegt, die heute teilweise für viel Geld reaktiviert werden sollen, beispielsweise die Bottwartalbahn. Oft sind die alten trassen aber teilweise bebaut, was teure Umfahrung, Tunnel usw. notwendig macht. Das will man mit dem Gesetz in Zukunft besser regeln und vorhandene Bahnanlagen sozusagen für alle Zeiten reaktivierbar halten.
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Allerdings hatte ich kürzlich von einer Analyse der Deutschen Bank gelesen, wonach die Industrie (ähnlich wie bspw auch in Japan) inzwischen innovativere und hochwertigere Produkte mit höheren Margen produziert und sich so trotz Verlusten auf dem Massenmarkt inzwischen wieder der identische Handelsüberschuss wie vor den Krisen eingestellt hat.
Also bei den Süddeutschen Autoherstellern und den Zulieferern ist der Gewinn um 20% bis 30% und teilweise sogar mehr eingebrochen, das größte Chemiewerk der Welt in Ludwigshafen macht täglich (!) 4 Millionen Euro Verlust. Berlin kann froh sein das hier vor allem gut bezahlte Dienstleistungsjobs angesiedelt sind. Für das produzierende Gewerbe stehen die Zeichen aktuell sehr schlecht, vor allem wenn man mit den Leuten intern redet.
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^Tatsächlich schließt das beschlossene gesetzt genau dies aus! Auch für nicht mehr benötigte Gleise auf Industriebrachen würde bestandsschutz bestehen, das Frankfurter Europaviertel oder ehemalige Industrieanlagen im Ruhrgebiet wären so auf Ewigkeit zur Brache verdammt gewesen. Es ist einfach das nächste handwerklich total vermurkste Gesetzt dieser Regierung!
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Naja, bautechnisch passiert in Stuttgart aktuell ja eher wenig wo es sich lohnt darüber zu schreiben.
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Manchmal schau ich mir dieses kurze, erdrückende Video von 1991 zur Erdung an.
Dieses Video wäre super Lehrmaterial für all die Wohlstandskinder von heute, die den Sozialismus allen Ernstes als zukunftsfähige, gerechte und ökologische Wirtschafts- und Regierungsform verklären!
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Interessant ist auch immer der Blick nach Zürich, wo sich von Mitte der 80er Jahre bis kurz vor der Jahrtausendwende Europas größte offene Drogenszene befand. Die Toleranz der Szene hat letztlich zu unannehmbaren Zuständen geführt, mit bis zu 3000 schwerst Suchtkranken täglich, die sich im sogenannten “Needle-Park”, dem Platzspitz direkt am Hauptbahnhof versammelt haben. Erst mit stärkerer repression gepaart mit Prävention haben sich die Zustände geändert. Heute ist der Platzspitz ein gemütlicher Park der zum verweilen einlädt, der Zürcher Hauptbahnhof nebenan gilt als einer der besten der Welt. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Platzspitz
Die Frankfurter Sicht, dass es komplett ohne Repression (= rechtsstaatliche Maßnahmen) zu spürbaren Verbesserungen kommen wird, ist leider illusorisch. Das ist das ganze Drama.
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Du erzählst hier mal wieder Stuss! Der Plan von Haussmann sah zwar auch breite Boulevards vor, aber vor allem wurde die eher kleinteilige Bebauung damals zugunsten weitaus größerer Gebäude geopfert! Du kannst ja gerne mal in die noch erhaltenen Quartiere in Paris wie das Marais gehen und den Verkehr dort mit dem auf den Boulevards vergleichen!
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Naja, mit diesen "demokratischen Prozessen" ist das halt so eine Sache. Da kommen zwar alle Möglichen Interessensgemeinschaften zu Wort, aber die wichtigste Gruppe bleibt außen vor – nämlich die potentiellen Bewohner die nicht zu Wort kommen können weil sie ja noch nicht vor Ort sind und vermutlich auch nie sein werden. Die Politik und die Stadt sollte sich schon einmal Fragen was sie wirklich aktiv gegen die Wohnungsnot unternehmen wollen! Zudem ist das Argument das man hier angeblich ohne Bebauungsplan bauen wollte ja vollkommener Blödsinn! Natürlich wäre hier im weiteren Verlauf ein Bebauungsplan aufgestellt worden. Die Stadt hat dem kompletten Vorhaben aber eben eine Absage erteilt und möchte lieber wieder vollkommen unrealistische Vorgaben und Wünsche einfordern die dann aber widerum andere Bezahlen sollen. Das wird in Zeiten gestiegener Baukosten und hoher Zinsen aber kein Wohnungsbau Unternehmen auf sich nehmen! Davon abgesehen gehen aktuell reihenweise Wohnungsbau Unternehmen Pleite. Am Ende wird hier also lange Zeit erst einmal nichts passieren! Menschen werden weiterhin keine Wohnung finden oder unter den hohen Preisen leiden, Unternehmen keine neuen Mitarbeiter finden und sich zweimal überlegen ob sie in den Standort Deutschland investieren werden. Vielen ist das nicht bewusst weil sie ja noch einen gut bezahlten Job haben. Man darf aber nicht vergessen das vielen Unternehmen jetzt schon einige schlechte Jahre hinter sich haben, das dicke Ende steht hier also noch bevor. Und so dreht sich die Preisspierale aus hohen Kosten für alle Seiten munter weiter bis es einmal knallt.
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Gut, ich kenne mich jetzt nicht so gut mit der Situation in Frankfurt aus, aber zumindest in Stuttgart verhindert die Linke und in der Regel auch die Grünen aktiv jeden Neubau. Die Kalkulation dahinter ist klar. Aktive Verschärfung der ohnehin schon dramatischen Situation um Feindbilder zu schaffen und hinter der eigenen Ideologie zu vereinen. Kann man drauf reinfallen, muss man aber nicht!
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Erstaunlicherweise hört man von denen, die am meisten von der Wohnungsnot betroffen sind, in solchen Momenten immer sehr wenig.
Kommt drauf an. Parteie, wie allen voran die Linke, aber auch Teile der Grünen und der SPD wollen das Problem ja mit Enteignung und Mietobergrenzen lösen. Zumindest in Teilen der Linken möchte man auch Bewohner aus „Luxusimmobilien“ vertreiben und diesen Wohnraum dann „Bedürftigen“ zur Verfügung stellen. Leider ist so ein Humbug im Deutschland bis in Gesellschaftsschichten akzeptiert, die bei so einer Politik die leidtragenden wären.
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In München wird ja aktuell ein neuer Bahnhof gebaut und mit der zweiten stammstrecke hat man da sogar ein ähnlich aufwendiges Bauprojekt am laufen. Das man in München nicht den ganzen Bahnhof nach unten gelegt hat liegt auch daran das viele Zugverbindungen in München enden und man hier eigentlich keinen Durchgangsbahnhof benötigt. Und bei Frankfurt sollte man nicht vergessen, dass mit dem Flughafen-Bahnhof ein Durchgangsbahnhof für den Fernverkehr bereits existiert und einige Verbindungen gar nicht über den Frankfurter Hauptbahnhof laufen sondern eben über jenen Flughafen-Bahnhof. Das problem in Stuttgart waren ja auch die völlig überlasteten zulaufstrecken, vor allem über das neckartal. Da ist der ICE über weite Strecken mit 60-80 km/h getuckert. Das problem war ja, dass man diese zulaufstrecken unter Beibehaltung der bisherigen zulaufrichtung nicht vernünftig ausbauen konnte. Daher kommt ja die Grundidee den Bahnhof um
90 grad zu drehen was wiederum nur geht wenn man ihn unter die Erde legt. Das wird in der Diskussion heute gerne vergessen!
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Gehts jetzt eigentlich noch um die Sternbrücke oder möchtest du hier ein Statement für den Sozialismus abgeben, der nur mal nebenbei weder für volle Regale, noch für Klimaschutz stand! Vielleicht sollte man in Deutschland mal langsam versuchen wieder auf sachliche Diskussionen zurück zu kommen und nicht immer ideologische Fässer aufmachen! Auch ich bin durchaus für den Erhalt der Altbauten, aber das hat nichts mit Kapitalismus oder Sozialismus zu tun. Ansonsten können wir gerne über den Erhalt von Altbauten im Sozialismus reden, z. B. in der DDR.