Maritim Hotel Travemünde Nachhaltigkeit
Hallo, ich bin neu hier im Forum. Ich bin ein großer Fan von dem Maritim Hotel in Travemünde. Weil es einfach.... nunja sagen wir mal einzigartig ist. Auch wenn man es als hässlich ansehen könnte, finde ich hat dieses Hotel einfach nur Stil. Auch weil es größtenteils im Stil der 70er Jahre von innen auch beibehalten worden ist.
Dieses Hochhaus besteht von Etage 1-3 und 14-32 aus Eigentumswohnungen die auf dem Privatmarkt gehandelt werden, und von Etage 4-13 aus Hoteletagen.
Dennoch ist mir aufgefallen, (dass besonders in den Tiefgaragen auffällig) hin und wieder mal ein paar Zentimeter Armierung aus dem Beton schön rötlich-rostend rausschauen. Zwar äußerst selten, und nicht unbedingt an irgendwelchen Säulen, aber dafür gerne an der Decke der Tiefgaragen. Und wenn man auf die jüngste Vergangenheit schaut, wo ja das Aquatop erst abgerissen worden ist, weil dort die Säulen schon "gesprengt" worden sind vom Rost, mache ich mir ein paar Gedanken um das Gebäude.
Mir würde allerdings kein wirtschaftlicher Grund einfallen, das Gebäude herunterkommen zu lassen.
Immerhin boomt das Geschäft in diesem Turm nach wie vor, und verliert nicht an Beliebtheit. Im Gegenteil. eine 32m² Eigentumswohnung kostet im Schnitt auf dem privaten Markt um die 250´000€.
Auch der aktuelle Leiter des Maritim Hotels Travemünde (Oliver Gut) freut sich über diesen Turm. Er sagte auch zu mir einmal, dass er dieses Gebäude wegen seiner signifikanten Ausstrahlung mag.
Auch nimmt der Eigentümer durch ein nicht gerade geringes Wohngeld (nach m² gemessen) für die Eigentumswohnungen auch noch ordentlich Geld ein.
Nun meine Frage(n) Wie lange meint ihr, wird uns das Gebäude noch die "Skyline" der Ostsee prägen?
Und wenn es irgendwann zu einer Sanierung kommen sollte, wie umfangreich müssten solche Baumaßnahmen sein? Immerhin wenn ganze Säulen oder Geschossdecken getauscht/repariert werden, kann man ja nicht bei der Größe des Gebäudes "mal ebend" alle rauswerfen, damit dort ganz nach Vorschrift gearbeitet werden kann...
Das gesammte Gebäude steht auf "Stelzen" quasi ist bis auf den Bereich mit den Aufzugsschächten und Nottreppenhäusern keine Tragende Wand in diesem Turm. Es sind lediglich massive Betonsäulen von ganz unten bis ganz oben. Und jeweils kurz vorm Ende des Turmes ist dann jeweils noch eine Wand komplett quer durchgezogen. Sieht man aber auch von aussen sehr gut.
Auch an eine Energetische Sanierung wird so schnell niemand denken. Der Turm besteht an jeder Aussenwand nur aus Holzrahmen mit 2 fach Verglasung. Ausser an den kurzen Seiten. Dort ist Beton im Spiel. Die "Mieter/Eigentümer" bezahlen dort nicht nach Leistung sondern pauschal ihre Energiekosten. Also Heizungszähler, oder Warm/Kaltwasserzähler gibt es dort nicht. Das ist im Hausgeld inbegriffen. Zumal es glaube ich nicht mit allen Eigentümern so schnell auf einen Nenner zu bringen wäre, die Fenster zu tauschen. Und ein "teilrenoviertes" Gebäude mit kunterbunt gemischten Fenstern will ja schließlich auch keiner haben.
Ich finde das Thema Maritim Hotel Travemünde sehr empfindlich.
Immerhin wurden für das Hotel wunderschöne Häuser und Hotels abgerissen, und nun ist es halt da, und bis jetzt ist es immer noch äußerst beliebt. Die Hotelgäste die sind zwar nicht immer begeistert, weil die meisten kein 70er Jahre Ambiente im 4 Sterne Hotel erwarten, sondern eher irgendwelche rundgelutschten Glasswände mit Designermöbeln. Aber ich finde, genau das macht das Hotel ja auch zu dem was es ist. Es hat eine gewisse "Gemütlichkeit und "Geborgenheit". Ausserdem sind die meisten Nutzer immer noch die Gäste die in Ferienwohnungen wohnen, die von den Eigentümern vermietet werden. Und auch da ist ein Monsterumsatz.