Beiträge von Conne Witzer

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    Nein, sind sie nicht. Bzw. sind sie es nur theoretisch. Praktisch setzt das aktuell überwiegende Modell der Finanzierung von Sanierungen (und Neubauten) von Wohnungen nun einmal auf die Wohnung als Anlageobjekt vor allem von Besserverdienenden


    Wenn Du die Rendite vor Steuern betrachtest (was Du ja tust), dann ist diese logischerweise auch unabhängig von allen steuermindernden Faktoren, inklusive Abschreibung.

    Ansonsten bitte Rendite komplett nach Steuern! Da steht in Deinem Beispiel aber keine 3 mehr vor dem Komma, nicht mal mehr eine 2. Mit viel Glück ist die Farbe evtl. gerade noch schwarz!

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    Sorry, aber das Grundstück hat überhaupt keinen Verfall. Allein die Bausubstanz darauf. Schon dadurch stimmt der Wertverlust on 5.000€ jährlich vorne und hinten nicht.

    37k für Grunstücksanteil und Kaufnebenkosten sollten dicke ausreichen. Die 5k sind daher ziemlich korrekt.

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    Zudem darfst du, unabhängig von der Denkmal AFA über die Dauer von 40 Jahren jährlich 2,5% auf die Altbausubstanz abschreiben (Altbau AFA). Damit wird der Wertverlust (abhängig vom eigenen Steuersatz) stark gemindert.

    "Abschreiben" kann man nur, wenn man Einnahmen hat. Da die Mietrendite hier vor Steuern betrachtet wird, sind etwaige Abschreibungsmöglichkeiten irrelevent.

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    Zudem gehst du von gleichbleibenden Mietkosten über die gesamte Dauer aus, was ziemlich illusorisch ist.

    Wird kompensiert durch die Annahme konstanter Bewirtschaftungs- und Instanthaltungskosten über die gesamte Laufzeit. Nach 40 Jahren ist üblicherweise die Handwerkerstunde auch etwas teurer geworden...

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    11.200 Abschreibung jährlich

    Wird die Bude 12 Jahre lang nicht oder nur mit Verlust vermietet, dann negiert das Finanzamt die Gewinnerziehlungsabsicht - und das Milchmädchen geht leer aus!

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    Und wie gesagt, der Clou liegt ja eigentlich im Steuersparen aufgrund der Sonderabschreibungen und das ist sehr individuell.

    Bei Faktor 40+ rechnet sich das auch mit Denkmal-Afa und Spitzensteuersatz garantiert nicht.

    Der "Trick" besteht darin, dem Opfer zu suggerieren, die Wohnung liesse sich nach 10 Jahren (mit Gewinn...) weiterverkaufen. Die tatsächlich auf dem Zweitmarkt erzielbaren Preise liegen aber derzeit nur bei um die 30-40% des Preises beim Erstverkauf.

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    Ein Euro Miete mehr bedeutet also in diesem Beispiel einer 100 qm großen Wohnung mit 250.000 Euro Investitionskosten eine um 0,51 Prozent höhere Bruttomietrendite und 0.48 Prozent höhrere Nettomietrendite.


    Das ist zwar erst einmal richtig (in absoluten %-Zahlen).

    Nun is dies aber die über die Restnutzungsdauer des Objekts nachhaltig erzielbare Rendite, d.h. nach Ablauf der Restnutzungsdauer (also z.B. 40 Jahre) ist der Kaufpreis (rechnerisch) vollständig "verbraucht" - im Unterschied zum Guthaben auf der Bank. Sollte das Objekt nach Ablauf von 40Jahren noch marktüblich vermietet sein, dann hat zwischenzeitlich mindestens eine weitere Kernsanierung stattgefunden - diese lässt sich aber nicht aus €600/Jahr - noch abzüglich laufender Instandhaltungskosten - finanzieren.

    Bei €237k Kaufpreis sind das also so um die €5.000 Wertverlust jährlich.
    Den Substanzverbrauch musst Du noch vom Ertrag abziehen.
    Und jetzt geh' einmal von Deinen €6.80 um 30% (relativ) runter!

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    ^
    3 Euro sind 30% Rendite passt wie erwähnt nur bei 10 Euro pro qm. So viel Denkvermögen hatte ich eigentlich beim Conne-Witz(er) erwartet.

    3 Euro bei 8 Euro macht laut der sogenannten Mathematik dummerweise aber keine 30%.
    8 Euro macht 10 % => 0,80 Euro = 2,40 Euro sind dann bereits 30 %.
    usw.

    ...also gehen die von Dir unterstellten möglichen Renditen eher in Richtung 40+%? Dann ist Omas Sparbuch aber doch sicher schon längst aufgelöst, nicht? Kapitalismus lebt vom Mitmachen!

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    Und Schrottimmobilien, da gibts auch genug Leute, die keine Ahnung von Immobilien haben und sich schlecht informieren oder das Objekt vorher nie persönlich gesehen haben (z.B. Käufer die im Süden wohnen). Sowas kommt AUCH vor. Würden hier einige Unternehmen tausende WE verkaufen und am Ende ist die Rendite negativ, wären die Unternehmen garantiert mit so einem schlechten Ruf behaftet, dass da keiner mehr kauft oder die Staatsanwaltschaft den Laden irgendwann dicht macht. Solche Firmen gibt (gab) es durchaus, Namen nenne ich lieber keine, sonst gibt's nur noch ne Klage wegen übler Nachrede oder ähnlichem...

    Verschaff' Dir doch bitte einmal einen Überblick, was für sanierte Baudenkmäler im Erstverkauf so im Schnitt pro qm Kaufpreis aufgerufen wird!

    Faktor 45+
    Selbst mit Denkmal-Afa sind wir noch bei so um die 30-35.
    "Normal" ist weniger als die Hälfte davon, d.h. so etwa 7-8% Rohertrag, Faktor 12-15. Das sind dann auch die Preise auf dem Zweitmarkt, bei ebendiesen 7-8 Prozent Rohertrag (also vor Verwaltungskosten, Instandhaltungskosten, anderen nicht umlagefähigen Kosten, Mietausfallwagnis, ...)

    Die günstige Miete im Leipziger Stilaltbau wird also grösstenteils vom Zahnarzt aus Stuttgart subventioniert (der Rest vom Steuerzahler).

    Und das sind keine Einzelfälle, sondern das ist die Norm!

    "3€ günstiger" sind 30% Rendite! Wenn Du so sehr daran glaubst, dann wird es für Dich Zeit, Omas Spargroschen gewinnbringend anzulegen. Dazu bist Du moralisch ja geradezu verpflichtet (Oma gegenüber).

    Notfalls tuts auch der Dispo/weitere Überziehung mit max. so um die 17%. Da bleiben immer noch fette 13% für Dich übrig. Die erste Million ist bekanntlich die schwerste - und das schöne am Kapitalismus ist, dass jeder mitmachen kann!

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    Viele Investoren würden bei 1 Euro weniger Kaltmiete sicher immer noch schwarze Zahlen schreiben.

    Bei €11 Kaltmiete bedeutet 1€ runter: Rendite-10%. Die Renditen liegen aber regelmässig nur im einstelligen % Bereich.

    1€ runter bedeutet daher: negative Rendite. Auch wenn sich das bei manchen anders "anfühlt".

    Wer das Märchen von den Traumrenditen wirklich selber glaubt, der sollte schnellstens selbst ins Geschäft einsteigen! 10% Rendite bei 3% Kreditzinsen sind ein klarer Selbstläufer - ein finanzielles Perpetuum Mobile, sozusagen!

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    Irgendwie hab ich das Gefühl, hier schreiben Mitarbeiter von den großen Immobilienfirmen Leipzigs und heulen herum, dass es doch viel zu viele Gesetze gibt.

    Ad hominem bleibt auch dann ad hominem, wenn man es mit der Gießkanne verteilt.

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    PPS: Und ja, der Markt ist durchaus ziemlich frei, sonst dürfte in Leipzig auch keiner 12 Euro kalt verlangen, wenn man sich gesetzlich am Durchschnitt orientieren müsste (liegt unter 6 Euro kalt!) und nur 10 oder 20% abweichen dürfte. Wir haben mittlerweile Abweichungen vom Durchschnitt von über 100%.

    Frechheit, für einen Porsche €100.000 zu verlangen! Ein Neuwagen kostet bekanntlich im Durchschnitt €10 pro Kilo!

    Kleiner Tipp: Die 20% beziehen sich nicht auf den "Durchschnitt" sondern auf die sogenannte "ortsübliche Vergleichsmiete". Und selbstverständlich ist Mietwucher eine Straftat. Ich empfehle die Lektüre von

    • § 5 Abs. 1, 2 WiStG
    • § 291 StGB

    Sowie Wikipedia "Mietspiegel", "ortsübliche Vergleichsmiete".

    Derart intellektuell aufgerüstet sollte es dann möglich sein, an der Diskussion auch mit sogenannten "Argumenten" teilzunehmen.

    Was für eine Allerweltsformel: "Ein freier Markt - im Rahmen von bestimmten Regeln und Gesetzen" - Nach *der* Definition gibt es den auch in Nordkorea!

    Ganz tolle Erkenntnis: Wir haben keine freie Marktwirtschaft!

    Und da dem so ist, ist es Unfug, dieses Land betreffend, von einem "freien Markt" zu schreiben. Dass der Mietwohnungsmarkt zudem stärker reguliert ist als beispielsweise der für 28-Meter-Yachten, das wirst aber selbst Du nicht ernsthaft bestreiten wollen?

    Daher ist mir nicht ganz klar, was Du mit mit Deinem Beitrag eigentlich ausdrücken wolltest.

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    Natürlich gibt es bei MIETwohnungen in DEUTSCHLAND einen freien Markt.

    Ein "freier Markt" beinhaltet z.B. auch die Freiheit bei der Vertragsgestaltung.

    Das wünscht sich natürlich kaum jemand ernsthaft, denn der Kernbereich der privaten Lebenssphäre ist wohl unstrittig schützenswert - die Meinungen sind wohl eher geteilt darüber, wie weit dieser Schutz gehen sollte.

    Jedoch kann man dann eben nicht einmal mehr ansatzweise von einem "freien Markt" sprechen.

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    Ich hatte im Beitrag 13 ein paar kleine Fragen dazu gestellt, die leider noch nicht beantwortet wurden.

    So ein Quark, mit Verlaub gesagt! Du erhebst - im Prinzip - den Ansspruch, das *Marktgeschehen* vorhersagen zu können!

    Ich habe lediglich angeführt, woran Deine Milchmädchenrechnung krankt, *ohne* prediktiven Anspruch meinerseits!

    Wer das Marktgeschehen vorhersagen kann, der verbringt seine Zeit besser damit, in kürzester Zeit stinkreich zu werden, als in Internetforen zu posten!

    Man muss also nicht unbedingt Ökonom der Neoklassischen Schule sein, um in der Abwesenheit von *Equilibrium* in's prediktive Schleudern zu geraten.

    In's Deutsche: Eine Hochrechnung a'la "jährlicher Zuzug von:" sollte schon die Abhängigkeit von "jährlicher Zuzug von:" von "jährlicher Zuzug von:" mit berücksichtigen.

    Mit anderen Worten: x = f(x, ...). Das ist für Ökonomen i.d.R. viel zu kompliziert.

    Wir sind uns wohl einig, dass Prognosen immer dann kompliziert sind, wenn sie die *Zukunft* betreffen.

    Dass ich die von mir aufgeführten kompensatorischen Effekte nicht quantifizieren kann, invalidiert mein Argument in keiner Weise.

    Wer eine These aufstellt, unter Vernachlässigung unstrittig relevanter Einflussgrössen, trägt die Beweislast.