Ich bin gehbehindert und habe schon lange kein Auto mehr - weil ich es hier nicht brauche. Selbst wenn ich es nicht mehr zum Einkaufen schaffen würde, gibt es in der Stadt ja noch die Lieferdienste. Wer nicht ganz aufs Auto verzichten will, kann ja noch die Teilautostationen nutzen. Ein Umdenken ist immer schmerzhaft - aber meiner Erfahrung nach muss man es einem Autofahrer schon sehr unangenehm machen, damit über eine Abschaffung überhaupt nachgedacht wird. Auf Einsicht allein zu hoffen, reicht da definitiv nicht.
Jemand kauft sich also ein Auto und erwartet, dass 15 - 25 m² öffentlicher Raum kostenlos zur Verfügung steht, um es dort abzustellen - und zwar überall, wo sie/er gerade hin will. Wenn man keinen Parkplatz findet, werden Straßenecken, Bürgersteige, Radwege und Grünanlagen zugeparkt. Autofahrer geben sich meist große Mühe, keine anderen Autofahrer zu behindern. Mit der Behinderung von Radfahrern und Fußgängern sowie der Beschädigung von Grün und Bordsteinen haben einige davon allerdings kein Problem.
Derweil fehlen Fahrradabstellplätze und Radwege überall. Die eine oder andere Bank und Straßenbegleitgrün - sei es in Form von Bäumen, Kübelpflanzen oder Fassadenbegrünung ist ebenfalls dringend notwendig.
Der Umbau der Shakespearestraße gefällt mir daher gut - es könnten aber ein paar mehr Fahrradbügel sein. Auch Besucher müssen ihre Fahrräder irgendwo anschließen können.
Ich hoffe nur, dass das Kleinpflaster einen vernünftigen Untergrund hat, damit es sich nicht zur Buckelpiste entwickelt, die man mit einer auch nur halbvollen Blase nicht mehr befahren kann.