Beiträge von Birte

    Ich bin gehbehindert und habe schon lange kein Auto mehr - weil ich es hier nicht brauche. Selbst wenn ich es nicht mehr zum Einkaufen schaffen würde, gibt es in der Stadt ja noch die Lieferdienste. Wer nicht ganz aufs Auto verzichten will, kann ja noch die Teilautostationen nutzen. Ein Umdenken ist immer schmerzhaft - aber meiner Erfahrung nach muss man es einem Autofahrer schon sehr unangenehm machen, damit über eine Abschaffung überhaupt nachgedacht wird. Auf Einsicht allein zu hoffen, reicht da definitiv nicht.

    Jemand kauft sich also ein Auto und erwartet, dass 15 - 25 m² öffentlicher Raum kostenlos zur Verfügung steht, um es dort abzustellen - und zwar überall, wo sie/er gerade hin will. Wenn man keinen Parkplatz findet, werden Straßenecken, Bürgersteige, Radwege und Grünanlagen zugeparkt. Autofahrer geben sich meist große Mühe, keine anderen Autofahrer zu behindern. Mit der Behinderung von Radfahrern und Fußgängern sowie der Beschädigung von Grün und Bordsteinen haben einige davon allerdings kein Problem.

    Derweil fehlen Fahrradabstellplätze und Radwege überall. Die eine oder andere Bank und Straßenbegleitgrün - sei es in Form von Bäumen, Kübelpflanzen oder Fassadenbegrünung ist ebenfalls dringend notwendig.

    Der Umbau der Shakespearestraße gefällt mir daher gut - es könnten aber ein paar mehr Fahrradbügel sein. Auch Besucher müssen ihre Fahrräder irgendwo anschließen können.

    Ich hoffe nur, dass das Kleinpflaster einen vernünftigen Untergrund hat, damit es sich nicht zur Buckelpiste entwickelt, die man mit einer auch nur halbvollen Blase nicht mehr befahren kann.

    ^^ Mir gefällt ebenfalls die Variante 2 - bei Variante 3 trägt der aufgelockerte Charakter nicht unbedingt zum Sicherheitsgefühl abends bei. Außerdem finde ich, dass die beiden Hochhäuser nicht unbedingt dorthin passen. Mit der Quartiersgarage spart man sich (hoffentlich) mehrere TG-Einfahrten - und falls sie irgendwann nicht mehr gebraucht wird, lässt sie sich in Wohnraum umwandeln. Der alte Fabrikgebäuderest scheint aber nur bei Variante 3 erhalten zu bleiben, was ein wenig schade ist.

    In der Herrmann-Liebmann-Straße 73 entsteht laut Presse ein Lager und Sozialräume für den Aldi-Markt am Rabet. Darüber werden 26 geförderte und eine frei finanzierte Wohnung gebaut. Die Blockränder werden damit geschlossen. Die Grundsteinlegung ist bereits erfolgt.

    Leipzig hatte den Vorteil, dass aufgrund von Geldmangel die verhunzenden 50er bis 70er Jahre übersprungen wurden und damit viele Häuser noch im Originalzustand waren. Es gab zu DDR-Zeiten noch einige Flächenabrisse mit Plattenbauten als Ersatz - den Bauten in Volkmarsdorf könnte man im Nachhinein auch hinterherweinen....

    Ich habe in Hannover im Altbau gewohnt und auch andere Leute besucht. Oft kein Vergleich mit den Bauten hier und viele Originalteile sind nicht mehr vorhanden. Die Ausgangslage ist einfach eine andere und es gab 45 Jahre mehr, in denen versucht wurde, Geld mit den Häusern zu verdienen. Es tut mir auch Leid, dass Hannover so wenig Wert darauf legt, die Stadtteile für die Gutbetuchten mal ausgenommen.

    Mag sein. Aber das Leipziger Haus scheint nicht das Einzige im Bestand des Eigentümers auf der Schließliste zu sein.

    Merkwürdig ist aber, dass das Haus in Dresden z. B. ebenfalls dem gleichen Eigentümer zu gehören scheint. Querelen um die Miete erscheinen mir da doch eher unwahrscheinlich.

    Mit dem Internet hat das meiner Ansicht nach nur bedingt zu tun. Als die Versandkataloge herauskamen, haben auch alle Kaufhäuser um ihren Umsatz gebangt. Ich denke, man hat es versäumt, mit der Zeit zu gehen und sich von vielen Traditionen zu verabschieden. Die riesige Parfüm- und Kosmetikabteilung z. B.. Auch für Bücher ist eine Kaufhaus sicher nicht die richtige Adresse. Man hätte sich von Fast Fashion verabschieden können und sich auf die Basics konzentrieren sollen. Wie auch immer, jetzt ist es für Leipzig und viele andere Städte vorbei damit.

    Ich dachte immer, das Haus gehöre Karstadt/Kaufhof - ist das nicht so?

    Dass die anderen Filialen im Osten offen bleiben können hat sicher mit dem Umsatz zu tun, vielleicht auch mit der Altersstruktur der Bevölkerung. So richtig voll habe ich Kaufhof eigentlich nie erlebt.

    Das stimmt. Zunächst muss sich aber in diesen Zeiten ein Käufer finden und das in einer Zeit, in der die Innenstädte ohnehin überall im Umbau sind. Bitte nicht noch ein Hotel....

    Um das Grundstück kleinteiliger nutzen zu können, kommt man wohl um einen Abriss nicht herum.

    ^ Auch die anderen Gebäude zur Fernwärmeleitung hin sind doch mit Fenstern versehen. Auch Balkone würden sich gut machen. Der Rest des Hinterhofs wird übrigens mit einer Anlage für betreutes Wohnen bebaut werden.

    Laut LVZ und L-IZ beginnen auf dem Markthallengrundstück Abbrucharbeiten (Teil des Kellers) sowie Fällungen von 28 Bäumen und Entfernung von Hecken. Für die Verlegung einer Fernwärmeleitung an die Grünewaldstraße sei dies notwendig. Es soll jedoch immer Grün auf dem Platz verbleiben. Nördlich des Citytunnelaufgangs sollen ab Oktober temporär Bäume und Sträucher angepflanzt werden.

    Gegen Ende des Jahres soll der Bau des Global Hub starten. Bis dahin sollten die Bauarbeiten am IfL bereits begonnen haben.