Was auch immer sie mit dem Gebäude machen, hoffentlich bekommt es mal eine neue Fassade
Beiträge von CRBauer
-
-
Pinneberg und Wedel sind ja auch angebunden und es fahren Busse nach Schenefeld. Ich kann mir daher nicht vorstellen, dass "lokalpatriotische Gründe" dagegensprechen.
-
Ich möchte übrigens einfach mal sagen, dass eine Kultur nicht überlebt, wenn man sich lediglich mit den großen Bauten und Kunstwerken der Vergangenheit identifiziert, weint über jeden abgerissenen Altbau und sich in Nostalgie noch Plattenspieler und Polaroid-Kameras kauft; die Gegenwart aber nur im Verwalten eines vergangenen Erbes besteht und nurmehr preiswerte Sozialwohnungen, Kindergärten und Mehrzweckhallen gebaut werden. Auch das 21. Jahrhundert muss seinerseits Kultur stiften und weiterentwickeln, sonst wird aus ganz Europa mal das, was aus Griechenland wurde. Ein Volk von Fremdenführern in den Ruinen einer Hochkultur.
-
Ich kann dieses Gerede über Eliten nicht mehr hören. Ob man klassische Musik unterschiedlicher Epochen schätzt, hat weder mit Geld noch mit Intelligenz zu tun sondern einzig mit Interesse, d.h. Gefallen daran und draus folgender Beschäftigung damit. Selbiges gilt für Malerei, Architektur aber auch für Fußball, europäische Königshäuser, Hip-Hop, Autos und Pokemons. Und zum Thema Grabreden: Gleiches Thema. Entweder man hat einen Bezug zu seinen Politikern und interessiert sich für die Reden oder nicht. Die stundenlangen Spieler-Interviews und Befragungen von Experten sind auch nicht unbedingt in der Form unterhaltsam sondern nur, wenn man sich für die Materie sowieso interessiert. Seien wir auch da mal ehrlich: Viele Menschen hören niemandes Rede freiwillig länger als zwei Minuten zu.
Ich persönlich kann übrigens mit Wolfgang Rihm auch nicht so viel anfangen, aber es gibt genug andere Formen der Kultur, in denen ich mich auskenne und andere sagen: Was ist das denn für ein moderner Schwachsinn (siehe Architektur, Theater, Malerei...). Dieses Eröffnungskonzert war bewusst durch alle Epochen gemischt. In Zukunft wird jeder die Möglichkeit haben, Konzerte zu besuchen, deren Programm nicht geheim ist und in denen kein Wolfgang Rihm vorkommt. -
Es gibt übrigens auch viel zu wenige Hubschrauber-Landeplätze und zu wenige Boxen für Reit- und Kutschpferde.
-
Kein neues Thema, aber ich bin auch für den Erhalt. Das Einzige, was mich dort massiv stört, ist der Parkplatz um die Journalistenschule herum. Der gehört unter die Erde oder sonstwo hin und diese Fläche muss unbedingt bebaut werden, und zwar mit Wohnungen.
-
Warum die oberen 10.000?
-
Ich warte nur auf die ersten Aufkleber, die auf die Glaspunkte geklebt werden ^^
Mir gefällt es, soweit ich es beim ersten Eindruck und so vielen Menschen wahrnehmen konnte.
-
Ich schätze, du müsstest dich einfach mal mit dem Thema beschäftigen, wenn dich das so umtreibt. Es gibt auch Tausende von Schlössern auf der Welt, könnte man jetzt sagen, Millionen von Gemälden, jedes einzigartig... Nach der Logik ist dann nichts mehr bemerkenswert.
-
Ich bin verwirrt. Sind von diesen Visus schon welche endgültig oder sind das bisher alles Vorschläge? Denn die sind ja komplett unterschiedlich.
-
Dämliche Idee. Dafür dann erstmal die Gebäude haben. Und wenn man die nicht alle auf einmal hinstellt, heißt das, Pioniere sollen anfangen und gehen dann pleite und schließen wieder. Dafür müsste man wenigstens die Gehwege großzügig umgestalten (inklusive Allee mit Bäumen, die den Namen nicht erst in 50 Jahren verdienen) und die Straße verschmälern. Und der Verkehr? Dann werden sich wohl einige Pendler mal umgewöhnen müssen.
-
Ich stell mir irgendwie grad eine schwäbische Hausfrau auf Schlossführung durch Versailles vor, deren Reaktion ist: So viele Zimmer! Die arme Sissi wird ja aus dem Putzen nicht mehr rausgekommen sein! - Sorry, off topic

-
Ist doch alles eine Gewohnheitsfrage. In Wien hast du im Einkaufsbezirk auch über weite Strecken Fußgängerzonen und es funktioniert bestens
-
Welcher Dom? Meinst du die Petrikirche?
-
In vielen Städten sind die zentralen Einkaufsstädten komplette Fußgängerzonen. Die Mönckebergstraße liegt zwischen Hauptbahnhof und den Bahnhöfen Jungfernstieg/Rathaus und hat mittig noch den eigenen Bahnhof Mönckebergstraße. An sich reicht das. Ich wäre auch dafür, das Passagenviertel um Neuen Wall und Große Bleichen komplett zu beruhigen. Busse fahren eben an Erschließungsstraßen daneben. Da steigt man aus und ist effektiv ja nur ein paar Meter weiter weg.
-
Steht das Fest, dass Lessing wieder in die Mitte kommt? Btw, wenn du seine Blickrichtung schon anhand ehemaliger Gebäude benennst, dann blickt er wohl eher auf das ehemalige Nationaltheater als aufs Ufa-Kino

-
Deshalb sollten die Tunnelmünder wirklich Richtung Millerntor und Deichtor geschoben werden und der Tunnen nicht erst mitten in der City beginnen. Also: Wenn, dann auch die Ludwig-Erhard-Straße!
-
Ja, die langen Gebäuderiegel würde man in zwanzig Jahren wieder genau so bedauern und sie würden den Deckel zu einer langen Schneise machen anstatt ihn vergessen zu lassen.
Ich finde allerdings hop oder top, dann bitte den westlichen Tunnelmund näher zum Millerntor und die Neustadt auch wieder heilen, anstatt die Rödingsmarktkreuzung mittendrin zum gähnenden Loch zu machen -
Oh mien Gott, bei den Bildern aus Wien blutet mir ja das Herz

Der Stölken-Entwurf ist nun sicher keiner, der mich ganz persönlich jubilieren lässt, aber auch keiner, der abgrundtiefes Entsetzen rechtfertigt. Und gelber Klinker wird in den letzten Jahren häufiger wieder verbaut - die gelben Nachkriegsbauten finde ich in der Tat mehrheitlich furchtbar; zumal diese Farbe nach wenigen Jahren extrem schmuddelig wirkt, man bedenke die Ost-West-Straße daneben.
Und ja, auch in den Teilen er Nikolai-Kirche, die nicht unter schwarzem Ruß liegen, sind gelbe Steine sichtbar.
Mich stört vielmehr die Form. Neben den zwei historisierenden runden Gebäuden zur Rechten, beide in rot, nun so einen scharfkantigen Quader in gelb zu setzen, ist einfach unheimlich unharmonisch. Da hätte man einen sanfteren Übergang schaffen können, um mal wieder den Eindruck eines Quartiers entstehen zu lassen statt lauter architektonischer Einzelstücke. Oft sehen solche Gebäud aber wenigstens real etwas langweiliger aus als im Rendering mit übertriebenen Farben. -
Tja, wer dafür keinen Sinn und kein Interesse hat, der weiß auch nicht, was eine Philharmonie ist und was eine Oper ist. Darum ärgert mich auch das ganze Gerede á la "Unsereins kommt da eh nie rein" von Leuten, die aber Geld für Fußballspiele, Musicals oder Pop-Konzerte haben. Es ist eine Frage des Interesses und der Bildung und nicht des Geldes, ob man dort rein geht. Wer Geld für "König der Löwen" oder das Hamburg-Lokal-Derby hat, der hat auch Geld für Tschaikowski, aber vielleicht eben kein Interesse daran. Und sein eigenes Desinteresse und seine eigene Unkenntnis mit seinem Einkommen zu begründen, ist ein merkwürdiger umgekehrter Snobismus.