Beiträge von Databo

    50 Jahre Ruhr-Universität Bochum

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die Welt widmet sich zum 50. Geburtstag der Ruhruniversität heute dem Bau, wenn auch wenig schmeichelhaft;)

    Unter dem Titel "Eine Lernfabrik von überragender Scheußlichkeit" kommt der Bau abseits der inhaltlichen Ausgestaltung nicht wirklich gut weg.

    Zu diesem Artikel in der Welt sollte man sich auch die Leserkommentare ansehen, die mehrheitlich wesentlich positiver ausfallen. Ein ebenfalls deutlich ausgewogenerer Beitrag zum Thema findet sich in der WAZ. Hier kommen auch zwei der am Bau der Ruhr-Universität beteiligten Architekten zu Wort: Wulf Schmiedeknecht, der für das HZO verantwortlich war, und Hermann Henkel. Insbesondere im Hinblick auf die laufende Campussanierung bemerkenswert sind die folgenden Zitate aus dem Artikel:

    »Für ihn [Schmiedeknecht, Anm. Databo] wie für das Bauwerk insgesamt ist es ein Glück, dass sich die Baumeister streng an den ursprünglichen Sieger-Entwurf des Düsseldorfer Architekturbüros Hentrich, Petschnigg und Partner gehalten haben.«

    »Die Ruhr-Uni ist ein Denkmal“, sagt Wulf Schmiedeknecht, der bei dem Rundgang über den Campus ganz ironiefrei Begriffe findet wie „filigrane Fassaden“ – „Beton-Schnitzereien“ – „sakrale Monumentalität“. Tatsächlich erinnern manche Blicke durch die verschachtelten Ebenen des lichtdurchfluteten Foyers des von ihm gebauten Hörsaalzentrums an moderne Kirchenbauten. „Vergleichbares findet man in ganz Europa nicht“, meint auch Hermann Henkel. „Die Uni muss unter Denkmalschutz.“«

    Ich kann diesen Aussagen nur zustimmen, finde es aber schade, daß Christopher Onkelbach in seinem Artikel mit keinem Wort auf die später hinzugefügten Gebäude und die zum Teil bereits umgesetzten Pläne zur Campussanierung eingeht. Daß sich die Baumeister streng an den ursprünglichen Entwurf gehalten haben, halte ich auch für einen Glücksfall. Ihre Nachfolger haben sich aber nicht daran gehalten. Im Gegenteil, sie scheinen sogar aktiv und bewußt dagegen anzubauen und haben das Ensemble damit bereits jetzt nachhaltig geschädigt. Mich hätte sehr interessiert, was Schmiedeknecht und Henkel darüber denken. Auch die Pläne, das gelobte und auch in meinen Augen eindrucksvolle und absolut erhaltenswerte HZO im weiteren Verlauf der Campussanierung abzureißen, werden leider nicht erwähnt.

    Abriß der Gebäude IA und IB

    Entgegen der ursprünglichen Planung, die den Abbruch der Gebäude IA und IB ab Februar 2015 vorsah, wurde mit dem Abbruch bereits am 26.11.2014 begonnen. Abgerissen wird zunächst das nördliche Gebäudeende bis zum Gebäudekern Nord, wobei an IA und IB parallel gearbeitet wird.


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme

    Neubau Pflegeheim St.-Joseph-Stift am Imbuschplatz

    Der Neubau des Pflegeheims am Imbuschplatz ist inzwischen weit fortgeschritten. Einige Fotos sind angehängt. Mir gefällt das Gebäude überhaupt nicht. Als Bürogebäude in einem Gewerbegebiet wäre es vielleicht noch akzeptabel, aber diese sterile Schwarz-weiß-Flachdacharchitektur ist meiner Meinung nach für ein Pflegeheim in einem Wohngebiet unangemessen. Außerdem paßt sie überhaupt nicht in die Umgebung und wirkt wie ein großer Fremdkörper.

    Das kleine Türmchen der Klosterkirche zu erhalten finde ich ziemlich albern. Es steht jetzt ohne jeden Anschluß und Kontext in der Gegend herum. Die Kirche insgesamt war noch recht attraktiv, aber die rosa Farbe der Südfassade fand ich schon immer unpassend, und nun ist ausgerechnet sie das einzige, was von der Kirche übrigbleibt.

    Da der Neubau nicht wie das alte Kloster den Imbuschplatz gerade nach Norden einrahmt und abschließt, ist nun außerdem die unattraktive Westfassade des Kinderheims vollständig sichtbar, die vorher weitgehend vom Kloster verdeckt war (siehe dieses Foto). Die anderen, zum Imbuschplatz und zum Nordring gewandten Fassaden des Kinderheims sind dagegen mit Ziegeln verblendet und deutlich ansehnlicher, wie auf dem letzten Foto unten zu erkennen ist.

    Der Imbuschplatz selber ist ein schäbiger Parkplatz, der im Westen und Süden von Häusern mit vergammelten Fassaden umgeben ist (Nur die beiden Häuser in der Mitte auf dem vorletzten Bild sind in akzeptablem Zustand. Daß der Platz so leer ist, liegt daran, daß das Foto von einem Sonntag stammt; an anderen Tagen ist er mit Autos vollgestellt.). Durch das neue Pflegeheim wird er in meinen Augen nicht attraktiver, im Gegenteil. Das Kloster mit der Kirche paßte weitaus besser an diesen Ort (siehe hier). Hier und hier gibt es alte Bilder des Platzes aus Zeiten, als er noch wirklich ein Platz war.

    07.09.2014:


    19.10.2014:


    Blick auf den Imbuschplatz aus Richtung der Baustelle:

    Ansicht vom Nordring, 08.11.2014:

    Alle Fotos eigene Aufnahmen

    Dekoratives Anführungszeichen

    Erschütternd, daß der Fehler des ID-Gebäudes jetzt auch mit GD wiederholt wird, diesmal das Gleiche quasi in schwarz.
    Ich verstehe nicht die Mutwilligkeit, mit welcher der klare und kraftvolle Grundentwurf der RUB aus den 60er-Jahren hier unterlaufen und letztlich zerstört wird. Was sprach hier gegen die Errichtung eines in Größe und Kubatur der restlichen G-Reihe entsprechenden Hochhauses, wie es ja auch im ursprünglichen Masterplan als potentielle Erweiterungsmöglichkeit ausdrücklich vorgesehen war?

    Dieser Entwurf ist erschreckend. Es wirkt so, als wollte man um jeden Preis jede einzelne Gebäudereihe mit einem unpassenden Klotz abschließen und zerstören. In der I-Reihe ist das mit ID schon passiert, und in der N-Reihe geschieht es gerade (in kleinerem Maßstab) mit ZEMOS. In der Nähe der G-Reihe gibt es nicht einmal ein Wohngebiet, so daß der bei ID vorgebrachte Entschuldigungsgrund, den Anwohnern kein so hohes Hochhaus vor die Nase setzen zu wollen, hier wegfällt. Dieses Argument schien mir allerdings ohnehin wenig stichhaltig, da ID in seiner gewaltigen Ausdehnung nun noch näher an die Siedlung herangerückt ist, als es bei einem schlanken Hochhaus der Fall gewesen wäre.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Angesichts dieser Entwicklungen fehlt mir fast der Glaube an das Versprechen, dass IA und IB in der originalen Kubatur wieder entstehen werden, hoffentlich erleben wir da nicht auch noch eine böse Überraschung.

    Die Planung für IA und IB läuft noch, deshalb wurde in der Informationsveranstaltung am 25.08.2014 nur die Visualisierung eines Vorentwurfs gezeigt, auf der beide Gebäude wie genaue Kopien von IC aussahen (wobei im übrigen noch einmal besonders deutlich wurde, wie unruhig und unpassend die Durchbrüche in der Balkonverkleidung wirken). Allerdings hatte es zuvor Gerüchte gegeben, daß beim Neubau von Gebäuden auf keinen Fall das alte Raster von 7,5 m x 7,5 m verwendet werden solle, weil es sich als zu unpraktisch und unflexibel erwiesen habe. Sollte man vom bekannten Raster abweichen, würde sich selbst bei gleichen Gebäudeabmessungen ein deutlich anderer Eindruck ergeben. Man wird die endgültigen Pläne abwarten müssen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Auch beim ansonsten als Einzelarchitektur durchaus akzeptablen SSC ist mir nicht nachvollziehbar, wieso das Gebäude so weit nach Norden aus dem Ensemble gezogen wurde, daß bei der Annäherung an die RUB von der Brücke aus der ganze östliche Flügel des Gesamtensembles, zumindest aber die I-Reihe verdeckt wird; auch hier wieder eine unnötige Beeinträchtigung des dem RUB-Campus zugrunde liegenden Entwurfs.

    Das stimmt allerdings. Daß das Gebäude den Blick auf den gesamten Osten des Campus, insbesondere die N-Reihe, verdecken würde, war mir auch bei Beginn der Bauarbeiten negativ aufgefallen, so daß ich noch die letzte Gelegenheit genutzt habe, diesen Blick zu fotografieren (siehe unten).

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ich sehe durch diese Reihe von Entwicklungen den Campus der RUB als landesweit bedeutendes Denkmal fordistischen Städtebaus der 60er Jahre in seiner Qualität zunehmend gefährdet, und ich frage mich, ob ausgerechnet der BLB NRW für so ein komplexes und denkmalpflegerisch sensibles Sanierungsvorhaben wirklich der richtige Bauherr ist.

    Ich habe nicht den Eindruck, daß Denkmalpflege für die Universitätsleitung oder den BLB irgendeine Rolle spielt. Bei keiner Planung der jüngeren Vergangenheit sind Anzeichen für einen sensiblen Umgang mit der Architektur zu erkennen, und dies setzt sich bei sämtlichen aktuellen Planungen für die Zukunft fort. So ist mir z. B. unerklärlich, warum man ein so prägendes Gebäude wie das Musische Zentrum abreißen und durch einen weiteren Kastenbau ersetzen will. Ich fand es schon äußerst unsensibel, das neue RUB-Logo einfach an eine Ecke des Gebäudes zu hängen und damit den symmetrischen Eindruck zu beeinträchtigen (siehe z. B. auf dem letzten Foto hier). Offensichtlich macht sich niemand über so etwas Gedanken. Ebenso unerklärlich ist für mich der ebenfalls geplante Abriß des HZO. Für mich ist es ein hochfunktionales, insbesondere im Innern ungeheuer beeindruckendes Gebäude, das ich für absolut erhaltenswert halte. Inwiefern all diese Planungen zur Umgestaltung der Zentralachse tatsächlich umgesetzt werden, wird man abwarten müssen. Viel Hoffnung auf Besserung habe ich allerdings nicht.


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ich muss sagen das neue Studierenden Service Center gefällt mir. Ein schöner Kontrast zu den kühlen Betonbauten der Umgebung. Man bleibt bei der Fassadengestaltung auf dem eingeschlagenen Weg und setz die gleiche Architektursprache wie schon beim IC, ID und dem Gebäude der Sportwissenschaften um. Ich hoffe nur, dass dieses helle Material nach ein paar Jahren nicht verwittert.


    Ich finde es auch gelungen. Anders als in die Reihen der Institutshochhäuser paßt an diesen Ort ein solch ungewöhnliches Gebäude. Es ist außerdem nicht so unförmig und unproportioniert wie ID und hat keine sinnlos gegen die Gebäudestruktur durchbrochene Verkleidung wie IC. Durch die langgestreckte Form, die Vorsprünge und die Fensteranordnung wirkt es aus allen Blickrichtungen interessant.

    Neubau SSC

    Das Gebäude SSC ist nun fertiggestellt und bereits bezogen.


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme

    Abriß der Gebäude IA und IB

    Der Abriß der beiden bereits seit Ende letzten Jahres freigezogenen Gebäude IA und IB steht nun bevor. Am 25. August 2014 fand zu diesem Thema eine Informationsveranstaltung im Hörsaal HZO 20 statt. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb als Eigentümer und die Universität als Mieter haben offenbar aus den Fehlern und Problemen der bisherigen Sanierungen und Neubauten gelernt und informieren nun frühzeitig und umfassend. Die Informationsveranstaltung wurde von einem professionellen Moderator geleitet. Er ging mit den teils äußerst aggressiv vorgetragenen Fragen und Vorwürfen einiger Anwohner aus der Lennershofsiedlung souverän um und konnte die Diskussion durch seine im besten Wortsinne moderierende Tätigkeit überwiegend in einem vernünftigen Rahmen halten.

    Die Präsentationen der Informationsveranstaltungen, Gutachten zum Bauvorhaben und Antworten auf bisher eingegangene Fragen können auf der eigens eingerichteten Internetseite (http://www.rub.de/iaib) abgerufen werden. Außerdem findet man dort eine E-Mail-Adresse, an die man Fragen und Anregungen senden kann, und ab Beginn der Bauarbeiten eine Telefonnummer, die bei dringenden Anliegen genutzt werden kann.

    Im folgenden eine Zusammenfassung des geplanten Ablaufs:

    Im Oktober 2014 wird die Baustelle eingerichtet, im November beginnt die Schadstoffbeseitigung, zunächst in der Nordhälfte beider Gebäude. Während dieser Phase bleibt die Fassade erhalten, die Sanierungsbereiche werden abgeschottet und die Arbeiten unter Unterdruck ausgeführt. Schadstoffhaltige Materialien werden ausgebaut und PCB-haltige Anstriche sowie 2 mm der Oberfläche von Wänden, Stützen und Decken abgetragen. Die Maßnahme wird durchgehend visuell und meßtechnisch überwacht; ein Mitarbeiter des zuständigen Ingenieurbüros ist ständig anwesend.

    Sind die Schadstoffe in der Nordhälfte beseitigt, werden die Sanierungsmaßnahmen in der Südhälfte weitergeführt. Gleichzeitig wird bereits mit dem Abriß der nördlichen Gebäudeteile begonnen, wobei die Fassaden und Balkone abgebaut und die Deckenplatten mit Longfrontbaggern (90 bis 140 t) abgebrochen werden. Der Schutt wird in einer Brechanlage im Innenhof zwischen IA und IB weiter zerkleinert, auf Schadstoffe analysiert und anschließend abtransportiert. Insgesamt sollen etwa 25000 cbm Bauschutt mit einem Gewicht von ca. 67000 t anfallen. Die LKWs werden über die Schattbachstraße, Lennershofstraße, Oststraße und I-Nordstraße zur Baustelle geleitet und je nach Größe entweder über die Hauptausfahrt zur Universitätsstraße oder über die I-Südstraße zurück zur Lennershofstraße wieder hinausgeführt. Der Abbruch beider Gebäude einschließlich der Fundamente soll von Februar bis August 2015 dauern. Gearbeitet wird werktags (Mo.-Sa.) von 7 bis 20 Uhr.

    Während der gesamten Maßnahme werden in der Umgebung der Baustelle Schall, Schwingungen und Schadstoffe gemessen, um bei zu hohen Belastungen Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Mitarbeiter der Universität und Anwohner können außergewöhnliche Belästigungen über die noch bekanntzugebende Telefonnummer melden.

    Neubau SSC

    Die Arbeiten am SSC liegen im Zeitplan; mit dem Innenausbau wurde begonnen. Das Gebäude soll im Juli 2014 bezugsfertig sein und zu Beginn des Wintersemesters 2014/2015 offiziell eröffnet werden.

    Quelle: Pressemitteilung RUB. Dort sind auch einige Fotos vom Innenausbau zu sehen.

    Am südlichen Gebäudeteil sind die West- und die Südfassade bereits fertiggestellt, das Gerüst wird abgebaut:


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme

    An der nördlichen Gebäudehälfte fehlt die Verkleidung noch:


    Foto: eigene Aufnahme

    Das neue Gebäude faßt den Eingangsbereich der Ruhr-Universität nach Osten ein:


    Foto: eigene Aufnahme

    Neubau SSC

    Aus Anlaß des morgigen Richtfestes hier einige Fotos vom Bau des SSCs (alles eigene Aufnahmen).

    08.07.2013, von Westen

    25.07.2013, von Westen

    05.09.2013, von Westen

    08.07.2013, von Südwesten

    17.10.2013, von Südwesten

    25.07.2013, von Südosten

    05.09.2013, von Südosten

    17.10.2013, von Südosten

    09.07.2013, von Osten

    05.09.2013, von Osten

    05.09.2013, von Nordwesten

    17.10.2013, von Nordwesten

    17.10.2013, von Nordwesten. Hier erkennt man links im Bild das nördliche Ende des Gebäudes. Heute (24.10.) fehlt am nördlichen Gebäudeteil nur noch das obere Geschoß.

    05.09.2013, von Südosten

    Dekoratives Anführungszeichen

    Wie bitte, ist das wirklich der Fall?
    Ich habe mich schon die ganze Zeit gewundert, daß abends auf dem Campus nichts los sei; zumindest in den 90er Jahren war durch die angesprochenen Fachschaftspartys, aber auch durch Veranstaltungen im Musischen Zentrum, im Kulturcafe (gibt es das denn noch?) und vor allem 2-3 mal die Woche durch den SKF im HZO 20 sehr wohl auch abends Leben auf dem Campus.

    Das Kulturcafé gibt es noch, im Sommer auch mit Außenplätzen. Dadurch wird der Eingang zum Campus abends in der Tat etwas belebt. Auch die Filmvorführungen im HZO 20 gibt es noch.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Und sogar eine vom AkaFö betriebene Kneipe gab es auf dem Campus, die legendäre Bierklause unter der ehemaligen kleinen Mensa, welche vor allem durch ihre schwer auffindbare Lage, aufgewärmtes Mensaessen vom Mittag, frische Pommes, billiges Bier und einen äußerst gewagten Designstilmix aus rustikal und 70er-Jahre-Pop auffiel.:D

    Die Bierklause ist ja, wie auch die kleine Mensa, 2006 der Sanierung zum Opfer gefallen. Jetzt befindet sich dort das Veranstaltungszentrum. Dafür kann man sich seit der Sanierung im Mensafoyer aufhalten.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Weshalb werden denn auf dem Campus keine Partys mehr genehmigt?
    Und vor allem: Warum lassen sich die Studies das bieten?

    Partys in den Hörsaalfoyers werden seit dem Loveparade-Unglück wegen verschärfter oder strenger ausgelegter Sicherheitsvorschriften nicht mehr genehmigt. Details dazu kenne ich nicht und kann das deshalb auch schwer bewerten. Allerdings erschließt sich mir nicht ganz, wo der Unterschied zu vollbesetzten Hörsälen liegt, die im Unglücksfall über die Foyers geräumt werden müßten (als Beispiel: die drei Hörsäle im HNC fassen etwa 800 Leute; ich bezweifle, daß zu den Partys im HNC-Foyer mehr gekommen sind). Und offizielle Veranstaltungen in den Hörsälen mit Bewirtung im Foyer finden auch regelmäßig statt. Die Studenten haben im übrigen generell kaum Einfluß und müssen sich noch ganz andere Dinge bieten lassen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Das eigentliche Problem dürfte wohl der angesprochene hohe Anteil der z.T. noch bei den Eltern lebenden Pendlern sein. Mir ist damals aufgefallen, daß es sehr schwer war zu diesen Leuten Kontakt zu bekommen, da sie meistens nach der letzten Veranstaltung nach Hause fuhren und dann einfach weg waren, eben keine Zeit hatten im SKF abends einen Film zu gucken, vielleicht Unisport oder einen bosKop-Kurs zu machen oder mal in eine Heimbar zu gehen oder einfach nur gemeinsam abzuhängen, sie waren außerhalb der eigentlichen Veranstaltungen beim sozialen studentischen Leben einfach abwesend, und häufig waren sie auch noch in erster Linie auf ihre alten Freundeskreise aus der Schule fokussiert und gar nicht sonderlich an neuen Kontakten interessiert.
    Und das war noch vor Bologna, mit dem heutigen straffen Pensum dürfte sich diese Situation wohl noch deutlich verschärft haben.
    Kein Wunder, daß dabei keine allzu emotionale Bindung an die Alma Mater aufkommt.

    Dem stimme ich vollkommen zu. Genau das meinte ich auch in meinem Beitrag. Ich gehörte zu diesen pendelnden Studenten, und aus den angesprochenen Gründen bereue ich das im nachhinein etwas; es hat Kontakte in der Tat behindert. Ich war zwar auf keinen alten Freundeskreis fixiert, bin aber wegen schlechter ÖPNV-Verbindungen nach 20 Uhr eher selten länger in der Stadt geblieben. Bei mir hat das die emotionale Bindung an die Uni zwar nicht verhindert, aber in vielen Fällen ist das sicher anders.

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    Was mich am meisten an diesem "Wildwuchs" stört ist dass er nicht mit einer Funktionserweiterung einhergeht. Neue Funktionen würden m.E. ein "aus der Reihe tanzen" der strengen Gliederung mitunter rechtfertigen.

    Dem stimme ich völlig zu. Die strenge Gliederung gilt ja ohnehin nur für die Institutsgebäude, während für die Gebäude mit anderer Funktion auf der Zentralachse von Beginn an eine eigenständige, besondere Architektur vorgesehen war und auch realisiert wurde. Dieses Prinzip – Gleichförmigkeit bei den Forschungsbauten und Abwechslungsreichtum bei den übrigen Gebäuden – erscheint mir auch heute noch sinnvoll. Man hätte es ohne weiteres so weiterführen können.

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    Einzelhandel, Studi-Kneipe, Wohnen (wenn auch unter gegeben Umständen schwer vorstellbar) dürften als Gegenpol zur strengen Kubatur gerne das Ensemble auflockern. --> Nur das hätte m.E. das Aufbrechen des Enseblacharakters im Einzelfall gerechtfertigt. Das Klötzchenhusten für Bildungsbauten, wie es aktuell veranstaltet wird jedoch nicht. Allein man hat sich 2009 explizit gegen eine Nutzungserweiterung ausgesprochen und so bleibt dir RUB was sie ist. Ein reiner Campus-Bildungs-Bunker.

    Die vorgesehene Neuordnung der Zentralachse hätte die Gelegenheit geboten, solche neuen Funktionen zu integrieren. Mit der Ablehnung der Nutzungserweiterung wird hier in der Tat eine Chance vertan. Einzelhandel und Kneipen könnte ich mir auf dem Campus und insbesondere auf der Zentralachse gut vorstellen. Diese könnte damit zu einem echten, belebten Zentrum werden, auf dem man sich auch aufhält und nicht nur durchhetzt. Beim Wohnen bin ich ebenfalls skeptisch. Bei der vorhandenen dichten Bebauung dürfte es schwierig werden, geeigneten, attraktiven Platz für eine Wohnnutzung zu finden. An den Rändern könnte man eventuell mit Wohngebäuden noch näher an den Campus heranrücken, wobei einer der geeignetsten Plätze dafür leider mit der Lennershofsiedlung belegt ist, die so überhaupt nicht zum universitären Leben paßt.

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    Nach 18 Uhr fällt der Vorhang. Und leben, lieben, feiern, wohnen findet wo anders statt und es wird weiter gependelt, was das Zeug hällt. Wo soll da emotionale Bindung zur Uni (-Architektur) herkommen.

    Wohnen auf dem Campus sehe ich nicht unbedingt als Voraussetzung für eine emotionale Bindung zur Uni an, die anderen Punkte aber durchaus. Wichtig ist es m. E., eine gute Aufenthaltsqualität zu erreichen. Tagsüber und bei schönem Wetter in der warmen Jahreszeit finde ich sie schon jetzt nicht so schlecht (botanischer Garten, Querachsen, begrünte Dachflächen), wobei man bei der Gestaltung und Verknüpfung der Grün- und Freiflächen natürlich noch einiges verbessern könnte. Problematisch sieht es in der Tat bei Regen, Kälte und abends aus. Insbesondere abends könnte ein attraktives Gastronomieangebot das vielleicht verbessern. Feiern ist im übrigen momentan auf dem Campus so gut wie unmöglich; die früher durchaus gut besuchten Studentenpartys in den Hörsaalfoyers werden inzwischen nicht mehr genehmigt, so daß die Fachschaften auf Örtlichkeiten außerhalb des Campus ausweichen müssen.

    Ob es wirklich erstrebenswert ist, sein gesamtes tägliches Leben auf dem Uni-Gelände zu verbringen, also auch dort zu wohnen, weiß ich nicht. Ich finde, am Ende eines Arbeitstages schadet es nicht, auch mal in eine andere Umgebung zu wechseln und ein bißchen Abstand zu gewinnen. Solange sich diese Wohnumgebung noch in näherem Umkreis befindet, würde ich das auch nicht als Pendeln bezeichnen. Das echte, dem studentischen Leben wenig zuträgliche Pendeln über größere Entfernungen dürfte viel mit den besonderen räumlichen und sozialen Gegebenheiten des Ruhrgebiets zu tun haben. Ich glaube nicht, daß sich daran viel ändern würde, wenn es Wohngelegenheiten auf dem Campus gäbe. Ich zum Beispiel bin zu meinen Studentenzeiten auch 40 km gependelt. Im nachhinein bereue ich das ein wenig, aber in der damaligen Situation war es für mich die einzig sinnvolle Entscheidung – und sie war völlig unabhängig von den verfügbaren Wohngelegenheiten am Campus oder in Bochum allgemein.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Das die Uni sich nun in die Stadt hinein erweitert sehe ich als eine Folge vom bislang gesagtem. Man versucht die Menschen da abzuholen und für sich zu werben, wo sie sind. Nämlich in der Innenstadt. (Auch ich zog das Ehrenfeld der Hustadt vor)

    Ich ziehe auch die Innenstadt vor, allerdings den nördlichen Teil. Wenn man dort wohnt, muß man sich morgens nicht um einen Platz in der U35 prügeln. Aber ich sehe es wie gesagt auch nicht als Nachteil, ein paar Minuten Fahrzeit von der Universität entfernt zu wohnen, und denke nicht, daß man die Studenten unbedingt in der Stadt abholen muß. Wenn man die Universität für die übrige Bevölkerung durch einen innerstädtischen Standort sichtbarer macht, kann das natürlich nicht schaden.

    Am gestrigen Montag, 14.10.2013 wurde diese Außenstelle der Universität in der Innenstadt übrigens eröffnet: »Rektor Prof. Elmar Weiler und Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz tauften das Gebäude an der Bongardstraße, Ecke Grabenstraße auf den Namen „Blue Square“. „Die Farbe Blau steht für die Stadt Bochum, für den VfL, aber auch für die Ruhr-Universität“, sagte Rektor Weiler bei der Einweihung. Der englische Begriff „Square“ meint sowohl Platz als auch Quadrat – und das blaue Quadrat als Logo-Label ist das Markenzeichen der RUB.« (Pressemitteilung RUB).

    Zu dem absurden Namen und dessen genauso absurder Begründung fällt mir gar nichts mehr ein. Na ja, wenn man sich unbedingt lächerlich machen will... (Ganz abgesehen davon, daß ein Wort nichts meint.)

    Dekoratives Anführungszeichen

    P.S. Das Wörtchen "Bunker" bitte nicht auf die Goldwage legen; ich mag den Bau ja auch! V.a. habe ich es sehr genossen mich fußläufig durch 3 Fakultäten studieren zu dürfen.

    Nein, das Wort ist ja auch nicht ganz unpassend.

    Sanierung und Neubauten I-Reihe

    Eine kleine Ergänzung zum von nikolas erwähnten, geplanten Abriß der Gebäude IA und IB: In diesen Gebäuden ist das PCB so tief in den Beton eingedrungen, daß wesentlich mehr abgetragen werden müßte, als es in IC praktiziert wurde. Dadurch würde die Sanierung teurer als der Abriß.

    Daß die Gebäude an gleicher Stelle und in gleicher Form wieder aufgebaut werden, ist natürlich zu begrüßen und die einzig vernünftige Lösung. Man könnte sich fragen, warum man nicht schon bei ID an die „denkmalwürdige Silhouette“ gedacht hat. Und man sollte sich fragen, warum man das beim Neubau des ZGH, der noch in der Planung ist, wieder nicht tut. In der von Kostik bereits zitierten =22,1841"]Mitteilung schreiben die Architekten gar: „[...] steht das neue Forschungszentrum als Solitär. [...] Das viergeschossige polygone Gebäude stellt sich baulich prägnant und eigenständig dar.“ Was soll das? Hier ist man auf diese dem Konzept der Ruhr-Universität völlig widersprechende Eigenschaft offensichtlich noch stolz und preist sie an. Die erste Studie hatte dagegen noch Hoffnungen geweckt, daß man endlich zur Vernunft kommt; das Gebäude hätte sich als neuer Flachbereich perfekt in die Gebäudereihe eingepaßt. Es ist mir ein Rätsel, warum man jetzt wieder davon abweicht, falls dies wirklich der endgültige Entwurf sein sollte.

    Das von nikolas angesprochene fehlende schlüssige Gesamtkonzept bei Ausbau und Sanierung der Ruhr-Universität ist schon lange zu beobachten, so z. B. bei den Gebäuden FNO und ZKF. Beim ZKF (nördlich der M-Reihe) zeigt sich außerdem die mangelhafte langfristige Planung: Erst stehen zwei der drei M-Gebäude lange leer, dann werden beide einer außeruniversitären Nutzung zugeführt, und am Ende merkt man plötzlich, daß die Medizin doch mehr Platz braucht, und stellt einen unpassenden Neubau neben die M-Reihe.

    Nikolas' Erklärung für die mangelnde öffentliche Diskussion über die Campussanierung scheint mir durchaus plausibel. Die Ruhr-Universität dürfte in der Tat für viele Studenten und Dozenten ein ungeliebter Bau sein; den meisten anderen ist sie wohl gleichgültig. Mich dagegen hat schon vor 16 Jahren zu Beginn meines Studiums die klare Struktur des Campus fasziniert, und ich fand ihn vom ersten Moment an auf seine besondere Art schön. Mit dieser Sicht fühlt man sich aber eher in der Minderheit und muß sich meist dafür rechtfertigen. Der Wildwuchs der letzten Jahrzehnte unterhöhlt allerdings langsam die klare Campusstruktur. Wenn man nun noch anfängt, Teile der Universität in die Innenstadt zu verlegen, gibt man diese Struktur endgültig auf und verliert einen der größten Vorteile der Ruhr-Universität, nämlich die Konzentration aller Fachbereiche auf einem kompakten Campus, wie man sie selten findet.

    Der Westen lieferte gestern einen Artikel über die Sanierung der I-Reihe, unter dem Kommentare pro und contra Wiederaufbau in gleicher Form verlinkt sind. Dem Pro-Kommentar kann ich mich anschließen, während der Contra-Kommentar kein vernünftiges Argument liefert. Bezeichnend ist schon dessen Überschrift: „Nur Betonköpfe würden die Gebäude wieder so bauen.“

    Zum Abschluß noch ein Foto der bisher sanierten bzw. neu gebauten Gebäude der I-Reihe. Man erkennt gut die – wie Urbanist schön formuliert hat – „städtebauliche und gestalterische Verirrtheit“ des ID-Gebäudes, über die ich mich jeden Tag beim Blick aus dem Fenster ärgern muß.


    Foto: eigene Aufnahme

    Gebäude IC und weitere Sanierung der I-Reihe

    Während die alte, betongraue Farblosigkeit an der Ruhr-Universität mit dem Anstrich des Gebäudes ND nun immer mehr der Vergangenheit angehört, breitet sich die neue, weiß-graue Farblosigkeit am nordöstlichen Ende des Campus weiter aus: Die Sanierung des Gebäudes IC ist nahezu abgeschlossen. Ende August 2013 soll es bezugsfertig sein. Zum Wintersemester 2013 sollen die beiden derzeit in den Gebäuden IA und IB beheimateten Fakultäten in das sanierte IC-Gebäude umgezogen sein. Was dann mit IA und IB geschieht, steht noch nicht fest. Die Beseitigung des PCBs wird in diesen Gebäuden offenbar so kompliziert, daß der BLB anstelle der Kernsanierung einen Komplettabriß und anschließenden Neubau erwägt (Quelle: Infobrief 24 des Rektors, S. 6).

    Im Anschluß einige Fotos des sanierten IC-Gebäudes. Die unregelmäßig angeordneten Unterbrechungen in der Verkleidung der Balkone sind vermutlich Geschmackssache. Auf mich wirken sie, als wäre zwischendurch das Material ausgegangen. Ich hätte eine weniger flächige, aber dafür durchgehende, gleichmäßige Verkleidung favorisiert, die die langgestreckte Gebäudestruktur unterstreicht, anstatt sie bewußt aufzubrechen. Immerhin gibt es – anders als beim Neubau ID – überhaupt eine Fassadengestaltung, die über ein paar graue Linien auf weißen Flächen hinausgeht. In meinen Augen ist ID ohnehin ein großes Ärgernis, weil es wie ein riesiger, völlig unproportionierter Fremdkörper wirkt, sich in keiner Weise in das Gebäudeensemble einfügt und dieses so wohl für immer zerstört hat. Der Respekt vor dem architektonischen Wert der Ruhr-Universität hätte es meiner Meinung nach geboten, den Neubau in Größe und Proportionen den anderen drei Gebäuden der I-Reihe anzupassen und den Gebäudeabstand in dieser Reihe genau einzuhalten.

    Warum man sich vom Farbleitsystem verabschiedet und wieder nur noch farblos baut, ist mir nicht bekannt. Eine öffentliche Diskussion zu diesem Thema habe ich an der Universität zumindest nicht mitbekommen.

    Ansicht von Süden am Nachmittag; in den Fenstern spiegelt sich das frisch gestrichene ND-Gebäude:

    Foto: eigene Aufnahme

    Ansicht von Süden am Vormittag:

    Foto: eigene Aufnahme

    Ansicht von Norden:

    Foto: eigene Aufnahme

    Direkter Vergleich mit dem unsanierten IB:
    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme

    Neubau Pflegeheim am Imbuschplatz

    Das Gelände für den Bau des Pflegeheims am Imbuschplatz am Standort des ehemaligen Redemptoristenklosters ist inzwischen eingeebnet; eine erste Baugrube wurde ausgehoben.

    Zunächst einige verspätete Fotos vom Abriß des Klosters und der Kirche im August 2012:


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme

    Und hier das Gelände am 30.06.2013:


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme


    Foto: eigene Aufnahme