Beiträge von Wohnhaft:Berlin

    TwistedRoad

    Nein, eigentlich nicht. Die wenigen Stellen, wo die Panke kanalisiert ist, ist eine Renaturierung baulich nicht möglich. Das betrifft vor allem den Bereich Mündung bis Reinhardtstraße. Hinterm Boros-Bunker tritt sie zu Tage, fließt durch das Uni-Gelände und dann verschwindet sie bei der Hannoverschen Str. unter der Erde und taucht an der Rückseite des BND wieder auf. Insofern war dies der letzte Abschnitt. Man kann nun die Panke von der Mündung in die Spree bis zu ihrem Ursprung nähe Panketal entlangwandern/-radeln - mit ganz wenigen Umwegen. Ist übrigens ein sehr schöner und interessanter Weg. Kann ich nur empfehlen.

    Nun lasst doch der Weide ein paar Jahre Zeit. Wenn die groß ist, wird das auch gut aussehen.


    Ansonsten bin ich recht optimistisch, dass der Platz sich in Post-Corona-Zeiten rasch beleben wird mit Gruppen von Menschen, die Musikern zuhören u.ä. und das Steinerne gar nicht mehr so zum Vorschein kommt. Den Neptunbrunnen wünsche ich mir mittelfristig allerdings auch an seinen alten Platz zurück.

    ^Tut es das? Bei wem? Der einzige Wermutstropfen ist die Passage, die Daimler damals gegen den erklärten Willen von Stimmann durchsetzen konnte.


    Städtebaulich abschreckend ist doch eher das Sony Center. Das ist zwar vielleicht spektakulär, aber auch städtebaulich vollkommen autistisch. Sorry für OT...

    Also ich würde erstmal abwarten, ob das nicht alles etwas aufgebauscht wird. In meiner Familie und Freundeskreis gibt es mehrere Architekten. Mit einem habe ich gestern gesprochen und der meinte, für ihn klingt das angesichts der Größe und Komplexität des Projekts nach Problemen, die im Bereich des vollkommen Üblichen liegen. Es gibt kein Projekt dieser Größenordnung, bei dem nicht etwas umprogrammiert, nachjustiert, umgebaut und auch repariert werden muss. Insbesondere die Programmierung von Museumsklimaanlagen ist diffizil und wird meist auch nach den ersten Erfahrungen im richtigen Betrieb im dann laufenden Betrieb angepaßt. Nur wird darüber normalerweise nicht berichtet. Aber nun sind alle sensibilisiert und manche hoffen auf Schlagzeilen...

    Welche Verluste? Sie haben ein preiswertes (billiges) Haus gebaut, das afaik seit Jahren vollständig vermietet ist, und besitzen ein unbebautes Teilgrundstück, das sie für einen deutlich höheren Preis als zum ursprünglichen anteiligen Kaufpreis verhökern könnten. In diesem Fall hat sich Hines selbst ins Knie geschossen, indem sie ohne Not die Plazierung des Hochhauses geändert und sich so die Bauprobleme selbst geschaffen haben...

    Das ist doch einfach: Der Artikel bedeutet, dass sich Frau Lompscher in dieser Legislatur nicht mit irgendwelchen Veränderungen des Bestandes der Berliner Mitte befassen will. Das wird ihr auch gelingen.


    (...)


    Und das ist doch eigentlich erstmal eine gute Nachricht. Ich möchte nicht, daß Frau Lompscher dort irgendwelche Tatsachen schafft, die über Jahrzehnte nicht änderbar sind. Dann lieber noch eine Restlegislaturperiode Stillstand...

    Ich finde es richtig, daß der Bund die an Bedingungen geknüpfte Spende ablehnt. Die Spielregel lautet: Jeder kann spenden und sein Name wird dann hin und wieder ins Foyer des HF projiziert. Das galt für alle bisherigen Spender und sollte auch für alle zukünftigen Spender gelten. Es hat auch vorher schon Großspender gegeben (z.B. Eckrondell), denen ebenso keine Saalnamen zugesprochen wurden.


    Man hätte auch ein anderes Modell der Spendenaktion wählen können, bei der die Spender mehr ins Licht gerückt werden. Hat man aber nicht. Nun kann man nicht mitten im Spiel die Regeln ändern.


    Wenn den Unternehmern die Spende inhaltlich wirklich wichtig ist, werden sie sie auch so leisten. Da bin ich mir recht sicher. Ich bin mir nur nicht sicher, wie wichtig ihnen die Spende wirklich ist...

    ^ Von innen könnte es theoretisch wirklich gut aussehen. Hängt aber sehr von der Material- und Ausführungsqualität ab. Sichtbeton wird in Deutschland leider meist sehr schlampig ausgeführt. Der Grat zwischen "großartiger" und "fürchterlicher" Raumwirkung ist bei der Art der Gestaltung sehr schmal. Ich hoffe das Beste und befürchte aber eher das Schlimmste.


    Von außen ist die Gestaltung von der Art, von der ich hoffte, daß sie überwunden ist - wohl wissend, daß sie es nicht ist...

    Staab ist zwar meist sehr nüchtern, aber er gehört schon zu den Könnern und zu denen, die auf eine gute Bauausführung achten. Deswegen wirken seine Gebäude im gebauten Zustand besser und wertiger als viele Gebäude seiner Architektenkollegen.

    Hochtief hat als letztverbliebener Bieter bei der damaligen Ausschreibung ganz klar gesagt, daß der Flughafen für den von der Politik angesetzten Preis nicht zu haben ist. Die Politik hat den sehr deutlichen Hinweis auf die unrealistische Kalkulation in den Wind geschossen und den Bau in Einzellosen ausgeschrieben - mit bekanntem und erwartbaren Ergebnis. Schließlich kann die Flughafengesellschaft Tegel sehr gut organisieren und verwalten, aber sie hatte keinerlei Bauexpertise und wurde durch die Art der Vergabe in die Rolle des ausführenden Bauherren gedrängt und war damit maßlos überfordert. Als Krönung haben sich während der ganzen Bauphase durch politische Vorgaben (und Wünsche) die Anforderungen geändert - zum Teil grundlegend (massive Verkleinerung der Kapazität am Ende der Planung/beginn des Baus, dann mehrfache Kapazitätserweiterungen während (!) der Bauphase, abgesehen von einem nachträglichen A380-Gate, dessen Bau ziemlich tief in die schon in Beton gegossene Gebäudeorganisation eingriff oder der politischen Vorgabe, daß die Flughafengesellschaft mehr Geld aus dem Betrieb des Baus erlösen muß, was zur Vergrößerung des Shoppingbereichs führte, also eine weitere massive Umplanung in einem bestehenden Bau mit begonnenem Ausbau u.v.m.). Jeder, der schon einmal selbst ein Haus gebaut oder saniert hat, hat wohl eine Vorstellung von der schier unbewältigbaren Aufgabe, die diese Melange darstellt. Da kann man dann auch Großkonzerne ausnahmsweise mal in Schutz nehmen. Was man nicht entschuldigen muß, ist die unverfrorene Art, mit der manche Unternehmen die Situation nutzen, um finanziell daraus Kapital zu schlagen.


    Bei der Elbphilharmonie hat man Bauverträge abgeschlossen ohne abgeschlossenen Leistungskatalog. Das ist natürlich grundsätzlich ein Einfallstor für notorische Nachforderungen, insbesondere bei einem solch komplizerten Bau.


    Fazit: Man sollte gut und gründlich planen, damit Bauherr und Bauausführer genau wissen, worauf sie sich einlassen. Und ab Start des Baus sollte an der Planung nichts Grundlegendes mehr geändert werden. Eigentlich banal, passiert nur fast nie.

    Ich halte eine Fußgängerzone auf den UdL eher für unnötig. Man hätte die Verbreiterung des Bürgersteigs, wie schon am Pariser Platz und Forum Fridericianum begonnen, fortführen sollen. Die Straße ist dreispurig, eine Spur für den MIV, eine für Bus+Taxen, eine Spur für Räder (und keine Parkspur mehr). Damit wäre allen geholfen. Der MIV wäre etwas eingeschränkt, aber nicht vollkommen unterbunden, der ÖPNV hätte seine eigene Spur und Fahrräder hätten ebenso ausreichend Platz.


    Gerade durch den U-Bahnbau hättes es eigentlich die Gelegenheit dazu gegeben. Warum die neu angelegten Bürgersteige und gepflanzten Linden im alten Querschnitt gebaut wurden, ist mir vollkommen unverständlich.


    Wenn schon in Mitte eine Straße verkehrsberuhigt werden sollte, hätte sich mMn am ehesten die Friedrichstraße zwischen Kochstr. und Reichstagsufer angeboten. Hier gäbe es einen echten Mehrwert und genügend Bedarf für Fußgänger und Cafés.

    Wenn das Geld für diese Projekte wirklich freigegeben wird, wäre das sehr erfreulich. Ich hoffe nur, daß nicht die Versetzung des Neptunbrunnens zur Verhandlungsmasse durch den RRG-Senat wird, sprich: Wir gewähren Euch ein bisschen Reko (und entsorgen nebenbei mit der Rekonstruktion der Kolonnaden das bei den Linken ungeliebte Gedenken an die friedliche Revolution - praktischerweise damit auch den weithin ungeliebten Entwurf dafür, was die eigentliche Intention schön verschleiert) und dafür kommt ihr uns entgegen und belasst den Brunnen an der (bei den Linken geliebten) bekannten Stelle. So oder so ähnlich wird's wohl kommen, wetten? Wenn man Klarenbachs Einlassungen über Fußgängerzone UdL als Versöhnungsgeste an Reko-Befürworter liest (s. UdL-Thread), muß es eigentlich so kommen.