Beiträge von ostpol

    Dekoratives Anführungszeichen

    Hat man sich denn mal bei den Bewohnern der Nachbargebäude erkundigt, ob das Grundwasser dort ebenfalls so extrem gedrückt hat? Die Wetterverhältnisse waren ja in der Tat ziemlich extrem. Ohne Drainage hatte man da bei gefährdeter Lage eigentlich kaum eine Chance. Unsere Nachbarn mit Eigenheimen aus Zonenzeiten sind auch reihum abgesoffen.

    Eines der beiden Nachbargebäude steht leer, das andere ist bewohnt und war wohl auch voll. auf dessen Parkplatz sammelte sich das Regenwasser knöcheltief und floss dann zu uns aufs Gelände. Wie stark das Wasser dort eindringen konnte, kann ich leider nicht sagen. Wir haben uns dann Spitzhacken geschnappt und einen Graben ums Haus gezogen, Sandsäcke haben wir später noch bekommen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Das Bestreben wirtschaftlich zu bauen ist allen Investoren gemein und kein Freibrief anerkannte Regeln der Baukunst möglicherweise zu ignorieren.
    Die Information allerdings, dass Wasser durch die Kellerwände floss und nicht nur sickerte wirft die Frage nach dem Vorhandensein einer Horizontal- und Vertikalabdichtung des Gebäudes auf. Wenn eine Drainage von Anfang an aber nicht vorgesehen war und Wasserschäden bis ins 1. OG reichen, könnte sich die Frage unter Umständen erübrigen.
    Natürlich sind das alles Spekulationen da niemand die baulichen Hintergründe des Gebäudes kennt, die Tatsache allerdings das Mieter mit Ihrem Wohnraum derart unglücklich sind sollte nicht derart abgetan werden. Der Erhalt und die Sanierung historischer Gebäude, auch in problematischen Lagen, ist kein reiner Selbstzweck sondern dient in erster Linie der Nutzung durch (möglichst) zufriedene Menschen.

    Und dem ist nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass ich ja selbst betonte, dass ich mit der Wohnung als solcher doch zufrieden bin. Einzig die Art und Weise, sowohl baulich als auch im Hintergrund in den Büros, ist sehr schade. Natürlich steht es mir jederzeit frei eine andere Wohnung zu beziehen, doch sollte das nicht eher Not- als Patentlösung (für beide Parteien) sein? Wenn dieses vorgehen als »wirtschaftlich« betitelt wird, gehe ich außerdem davon aus, dass es normal ist. Das bringt mich wiederum zu meiner Kernaussage, weshalb ich den Text tippte: Es ist einfach schade um die Bausubstanz und einige Eigentümer sollten ihre Sicht dahingehend vielleicht doch etwas überdenken.

    Übrigens: Mittlerweile wurde ein älterer Herr als Hausmeister eingestellt, der so gut er kann die Häuser in Chemnitz in Schuss hält. Bei der Menge an Häusern tut mit der Mann allerdings wirklich leid.

    Hallo liebes Forum!

    vor einiger Zeit schrieb ich folgendes:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Am Dienstag bekomme ich den Schlüssel für meine Wohnung im Objekt auf der Reichsstraße 44 (siehe Post #53). Die Wohnungen sind wirklich sehr schön geworden und ich freue mich ziemlich, bald einziehen können. Wenn Interesse besteht, kann ich sicher einige Fotos vom Innenleben zur Verfügung stellen.

    Der siebente Monat in der Wohnung ist angebrochen und ich bin euch wohl einen kleinen Erfahrungsbericht schuldig.

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    Im oben zitierten Post war ich von den schönen Wohnungen begeistert. Auch die Freude auf den Einzug war groß. Die Wohnungen sind auf den ersten Blick auch heute noch schön und ich freue mich immer noch nach Hause zu kommen.

    Damals kamen hier schnell Fragen auf, wie sich wohl der Straßenlärm auf das Wohnen hier auswirkt und ich muss sagen: viel weniger, als ich erwartet hätte. Wir sind in Chemnitz, also fährt hier ab 20 Uhr eh kein Auto mehr. Der Schlaf kann also ungestört über die Bühne gebracht werden und da das Schlafzimmer zum Hinterhof zeigt war meine Angst dahingehend etwas geringer. Das Wohnzimmer sowie das Arbeitszimmer zeigen zur Reichsstraße aber auch hier ist der Lärm bei geschlossenen Fenstern kaum hörbar und bei angekippten Fenstern noch so erträglich, dass er nicht stört. Einzig die dreckigeren Fenster fallen auf. ;)

    Was gibt es zur Wohnung zu sagen? Wie sehen die Wohnungen auf den zweiten Blick aus? Wie schön wurde der Altbau wirklich saniert? Tja. Hier kommt der Pferdefuß. Vor unserem Einzug waren wir recht zuversichtlich, da Herr Ravo seit langem »im großen Stil« Altbauten kauft und renoviert. Was soll bei so viel Erfahrung schon viel gehen?

    Das Außengelände muss, nach dem was auf Google Maps zu sehen ist, ziemlich verwildert gewesen sein. Das hat man einigermaßen in den Griff bekommen. Der Hinterhof ist nun zur Hälfte Rasenfläche mit einem Grillplatz, einer Müllecke und einer Wäschestange und zur anderen Hälfte Parkplatz mit 8 Stellplätzen. Bezugsfertig sollte das Objekt im Januar 2013 sein. Zu unserem Einzug im Mai 2013 trugen wir die Möbel durch das unfertige Außengelände durch das gerade in Fertigstellung befindliche Treppenhaus. Relativ kurz nach unserem Einzug wurde aber durch die angestellten polnischen Arbeiter für die Fertigstellung des Außengeländes gesorgt. Hier muss sehr wohlwollend erwähnt werden, dass es aus Eimern regnete und die Arbeiter unbeirrt weiter pflasterten. Nach der lang erwarteten Fertigstellung des Parkplatzes wurden Rasensamen auf den künftigen Rasen geworfen. Das war es dann aber auch. Die Samen trieben nicht aus und es war an uns Mietern für eine vernünftige Rasenfläche zu sorgen. Die versprochenen Balkone waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Sichtweite. Es dauerte noch bis Juli/August, bis wir unsere Balkone hatten.

    Im Mai, vielleicht auch Juni hatten wir dann mit dem Hochwasser 2013 zu kämpfen, welches durch die Wände in den Keller floss (nicht sickerte!). Seit dem sind die Wände des Treppenhauses bis ins erste OG mit Nassen flecken bedeckt. Außerdem gibt es in den wenigstens Kellerabteilen Licht, Nachfragen sind hier aussichtslos, da »der Keller nicht zur Mietsache gehört«. Über eine Trocknung des Kellers wird ebenfalls nicht ansatzweise nachgedacht. Das Haus wird kurz nach seiner Sanierung also erneut dem Verfall preisgegeben. :nono: Wenigstens um eine Drainage, die meiner Meinung nach mehr nach Provisorium aussieht, wurde sich dann gekümmert — diese fehlte nämlich ganz.

    Kommen wir zur Wohnung. Zur Übergabe war die anwesende Mitarbeiterin entsetzt, wie schlecht die Putzfrau die Endreinigung vornahm. Alle Räume waren mit einer ziemlich dicken Dreckschicht aus allen Erdenklichen Baumaterialien verschmiert. Hier wurde wohl zu nass gewischt. Dies haben wir allerdings hingenommen und - so gut es ging - selbst beseitigt. Wir wollen ja nicht zu pingelig sein. Ein Fehler, wie sich herausstellte, denn wir haben bis heute mit Baudreck auf den Fliesenflächen zu kämpfen, den wir auch mit Bauchemikalien wie Betonschleierentferner nicht selbst entfernt bekommen. Als ich die Vermietung um Hilfe bat, wurde mir der Auszug mit Verzicht auf die Kündigungsfrist angeboten. Es gäbe eh schon Interessanten für diese Wohnung. Auch wenn Herr Ravo hier rechtlich auf der sicheren Seite sein mag, ist es doch sehr schade, auf welch zwischenmenschliche Ebene er sich damit begibt. Auch an den Fenstern finden sich kleinere Putzbrocken, die man nicht abbekommt. Das Laminat wurde ähnlich stümperhaft (anders kann man das nicht formulieren) verlegt, wie tapeziert wurde. Man hat mit rissigen Tapeten und unschönen Spaltmaßen im Laminat zu kämpfen. Von hoher Qualität ist das verlegte Material sicher auch nicht, da schon der Sturz einer Gabel aus Tischhöhe reicht, um es zu beschädigen. Auch der Fliesenleger, der nach Aussage der übergebenden Mitarbeiterin auch Pflastert und Tapeziert, hat keine Glanzleistung abgeliefert. Es wurden beschädigte Fliesen verlegt, es wurde ungleichmäßig verlegt, Fugen reißen heute oder bröckeln aus. Als die beschädigten Fliesen ersetzt wurden, wurden diese mit Silikon und nicht mit Fugenmörtel oder ähnlichem Material verlegt. Klar wohne ich in einem Altbau und Wände können schief sein, doch wenigstens beim Trockenbau hätte man sich um gerade Wände und 90° Winkel bemühen können.

    Warum beschreibe ich die Probleme so ausführlich? Sie ziehen sich so, oder so ähnlich, durch das gesamte Haus und auch aus anderen Häusern von Ravo Immobilien hört man von ähnlichen Problemen. Ich bin ein großer Freund von Altbauten und finde es schade, dass so leichtfertig mit der alten Bausubstanz umgegangen wird. Wer in diesen Mengen Häuser kauft, sollte sich seiner Verantwortung bewusst sein und die teilweise doch sehr schönen und alten Häuser mit entsprechender Sorgfalt behandeln, denn nur so bleibt uns in Chemnitz wenigstens der Anblick schöner Altbauten aus vergangen Zeiten. Trotzdem muss noch einmal gesagt werden, dass ich gern hier wohne. Wir haben uns wunderbar eingerichtet und werden dem Stil eines Altbaus zumindest etwas gerecht.

    Falls Herr Ravo sich nun gegen diesen Text wehren möchte, darf er sich gern an Herrn Lehnert aus dem 2. OG wenden. Es soll noch einmal erwähnt werden, dass ich mit keinem Wort übertrieben habe.

    Sollten derartige Posts hier nicht erwünscht sein, würde ich mir wünschen, dass mir der löschende Moderator vorher eine Kopie des Posts per Nachricht zukommen lässt. Danke.

    Derzeit wohne ich in einem dieser Häuser auf der Rosenbergstraße:

    http://www.schwassmann-hausverwaltung.de/hvgraf/referenzobjekte/rose2.jpg

    Modhinweis Cowboy: Bild ge_urlt, da unerlaubtes Hotlinking. Zum Einstellen der Bilder bitte künftig die DAF-Richtlinien beachten.

    Laut den Herren der Schimmelbeseitigung gibt es hier wohl einiges zu tun und wir würden den Schimmel nie los werden. Ein Umzug ist also nach nur 6 Monaten quasi unumgänglich. Schade.

    Gestern Vormittag hat man bei geschlossenen Fenstern auf der Reichsstraße keinen störenden Lärm wahrnehmen können. Ich werde das in den kommenden Tagen natürlich weiter beobachten.

    Die Befürchtung, dass es recht laut werden kann hatte (habe) ich auch. Auch einige in meinem Umfeld warnten davor. Zur Zeit wohne ich aber in einer Schimmelhöhle am Anfang der Rosenbergstraße. Studenten (ich bin selbst erst 20 und was da teilweise abgeht stört mich doch ernsthaft) und die Reichenhainerstraße sind wohl kaum ruhiger als die Reichsstraße. Ich werde berichten!