Kann ich irgendwie nicht nachvollziehen. Friedhöfe an sich sind schon recht bedeutungslos, und jeder von den vermutlich Millionen Friedhöfen auf der Welt ist auch weltweit einmalig. Sollen die alle Welterbe werden?
Habe in den Eintrag der Tentative List hineingelesen (einer von 1648 Einträgen). Klar lassen sich viele Einzelheiten darüber schreiben. Aber muss jede Kulturstätte, über die sich ein Buch schreiben lässt, Welterbe werden? Im 16. Jhd. sind 98 Juden nach Hamburg gekommen, später waren es über 1000, und sie haben eine Friedhof gegründet. Im Laufe der Menschheitsgeschichte gab es überall auf der Welt Volksgruppen, die sich irgendwo in der Fremde angesiedelt haben und dort sicher manchmal auch Friedhöfe gegründet haben. Wo ist die Einzigartigkeit?
Der Grashalm vor meiner Haustür ist auch weltweit einmalig, weil keine zwei Grashalme gleich aussehen. Soll er deshalb Welterbe werden?
Die Reiseführer von zehntausenden Städten und Regionen auf dieser Welt enthalten jeweils zig oder hunderte Sehenswürdigkeiten. Sollen die alle Welterbe werden?
Ich will diesen jüdischen Friedhof nicht kleinreden. Sicher verdient er mehr Aufmerksamkeit.