Beiträge von micro

    Dekoratives Anführungszeichen

    Lange nicht beim Therapeuten gewesen, was? ;)


    Also bitte. Wer auf einen einfachen Satz auf diese Weise reagiert, benötigt wohl selbst einen Therapeuten. Bitte hier im Forum mal einigermaßen respektvoll und sachlich bleiben. :nono:

    Ich habe nicht geschrieben, dass der Hintergrund auf mich aggressionsfördernd wirkt. Noch nie was von Farbpsychologie gehört? Farbgestaltung in Gebäuden hat eine signifikante Wirkung auf die Psyche der Besucher, und ich kann jedem Architekturinteressierten nur dringend empfehlen, sich mal damit zu beschäftigen. Für Architekten ist es eh Pflichtthema.

    Es ist relativ klar, dass eine solche Farb- und Motivwahl nicht unbedingt beruhigend auf Personen wirkt, die in aggressiver Stimmung sind. Da wohl auch jeder weiß, wie häufig es gerade in letzter Zeit in städtischen unterirdischen Bahnhöfen zu Konflikten und Gewalttaten kommt, ist es auch relativ naheliegend, dass die abgebildete Wanddekoration denkbar ungeeignet für einen Bahnhof ist, erst recht in einem sozialen Brennpunkt wie Altona. Aber man kann das natürlich alles veralbern, besonders, wenn man von nichts eine Ahnung hat.

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    ... Platzampel... Das Projekt scheint mir technisch sehr aufwändig zu sein. Es muss erfasst werden, wieviele Fahrgäste ein- und aussteigen. Wahrscheinlich werden die Sitzplätze mit Sensoren ausgestattet, damit die Software auch erkennt, wieviele Sitzplätze belegt oder frei sind.


    Ich ging davon aus, dass man zur Zählung die vorhandenen Zähleinrichtungen über den Türen einiger Züge auf alle Züge ausweitet, das wäre dann nicht sehr aufwendig. Laut HVV-Statement im Abendblatt scheint die zu verwendende Technik aber noch offen zu sein. Eigentlich ein guter Ansatz: erst die Anforderungen mit den Kunden abstimmen und danach über die Art der Umsetzung nachdenken.

    Der Nutzen ist allerdings fragwürdig. Die Platzampel ist zwar eine gute Idee, kommt aber eigentlich Jahrzehnte zu spät. Überall auf der Welt sind Metrozüge heutzutage durchgängig, wie auch der DT5 in Hamburg. Platzampeln hauptsächlich Sinn bei nicht durchgängigen Zügen und werden daher in absehbarer Zeit nicht mehr benötigt.

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    Bild: gmp-Architekten, Render von Gaertner & Christ Architekturdarstellung


    Ich frage mich gerade, ob das wirklich gut aussieht. Sowohl die Elbbrücken als auch der kombinierte U- und S-Bahnhof sind für sich genommen architektonisch sehr charaktervoll. Dass so nah beieinander stehen, war mir bisher nicht klar, und ich finde nun, dass sie zu stark miteinander konkurrueren.

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    Nein. Die obere Ebene war 1916 mal fuer eine Hochbahn gedacht, aber die Bruecke ist nun 99 Jahre alt und auch Stahlbruecken haben eine begrenzte oekonomische Lebensdauer.


    Es sei denn man würde sie instandhalten.

    Am Mac nutze ich die automatische Perspektivkorrektur von Lightroom.

    Bin auf der Suche nach einer App fürs iPhone. Die Lightroom-App bietet die Funktion der Mutter-Software nicht, ansonsten sind mir trotz intensiver Suche nur Apps wie SKRWT begegnet, die eine manuelle Korrektur bieten, aber keine automatische.

    Neun Jahre nach Shift-N hätte ich eigentlich erwartet, dass sich auf diesem Gebiet wesentlich mehr getan hätte. Mir schwebt eine Kamera-App vor, die die Perspektivkorrektur in Echtzeit durchführt, so dass man schon vor der Aufnahme korrigiert im Display sieht, was man aufnimmt.

    Haha, eine realistische Sicht auf die Welt ist wohl nicht erwünscht. Aber klar, ich hätte vor meinem Post bedenken müssen, dass wir ja jetzt im postfaktischen Zeitalter leben, in dem Gefühle mehr zählen als Informationen ;)

    Ich werde versuchen mich zu bessern und mich künftig ganz der Freude zu widmen. :)

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    Hamburg hat unter deutschen Metropolen die konservativste, autozentrierteste Verkehrspolitik. Das siehst du an der Stadtplanung, die sehr in die Fläche geht und wenig Dichte hat (die Bevölkerungsdichte ist noch viel geringer, als im bereits als "weitläufig" geltenden Berlin!), das siehst du am ÖPNV. Es dominiert der Omnibusverkehr, eine Straßenbahn gibt es gar nicht mehr, die U-Bahn ist auf kleine, schmale Fahrzeuge ausgelegt und in der Tat auch nicht auf möglichst kurze Fahrtzeiten. Eben eher die Ausrichtung auf ÖPNV als Basisangebot für Arme, Alte, Auszubildende (die drei A des ÖPNV, auch "captive rider" genannt). Das ist in München, aufgrund der Größe eher mit Hamburg zu vergleichen als Berlin, schon ziemlich anders.


    So ist es. Das sieht man z.B. sehr gut auf der VCD-Karte, wie dünnmaschig das Bahn- und Busnetz in Hamburg ist, im Vergleich aber nicht nur zu München oder Berlin, sondern im Vergleich auch zu Frankfurt, Stuttgart, Hannover und zu fast jeder anderen Großstadt in Deutschland. Es gibt in Hamburg einfach viel weniger Haltestellen pro Flächeneinheit, das liegt an der dünnen Besiedelung Hamburgs, die andererseits auch eine gewisse Lebensqualität bietet.

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    Dementsprechend hat die U-Bahn München bei grob gleicher Netzgröße wie die U-Bahn Hamburg (auch wenn sich Midas jetzt gleich wieder furchtbar aggressiv aufregen wird) auch fast doppelt soviele Fahrgäste.


    Das sind Fakten. Wer sich über deren Nennung aufregt, ist unsachlich.

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    Und dann mutet man den Fahrgästen, die es im dunklen Tunneln ja eh nicht wirklich sehen können, solche massiven Schlenker zu, anstatt die Trasse einigermaßen gerade von A nach B zu legen. Im Liniennetzplan wird diese mit ziemlicher Sicherheit trotzdem schematisch als durchgezogene Linie dargestellt werden, der normale Fahrgast wird sich darüber keine großen Gedanken machen und dann einfach die längeren Reisezeiten erdulden.


    Der "normale Fahrgast" ist ja nicht blöd. Er wird die Reisezeiten mit denen seines eigenen Autos, Carsharing-Angeboten und seines Fahrrades vergleichen, Fahrpreise und Bequemlichkeit einbeziehen und sich dann für eines der Verkehrsmittel entscheiden. Und wenn die Fahrtzeit dieser Schlenker-U-Bahn nicht konkurrenzfähig ist, nimmt der "normale Fahrgast" halt Auto oder Fahrrad.

    Fast alle Linien sind in Hamburg verschlungen, verglichen mit anderen Städten der Welt. Eine geradlinige Linie in Hamburg wäre also außerordentlich beliebt und würde schnell an die Kapazitätsgrenze kommen. Also plant man wohl auch die U5 extra verschlungen, damit sie nicht zu viele Fahrgäste anzieht.

    Vielleicht sollte man eine U5 mal nicht im Hamburg-üblichen Kleinprofil bauen. Eine nach heutigem internationalem Standard gebaute Strecke mit breiten, langen, automatischen Zügen und Bahnsteigtüren hätte mindestens die vierfache Kapazität einer heutigen Hamburger U-Bahn-Strecke. Automatische Züge können häufiger und bedarfsgerechter fahren. So hätte die U5 dann auch eine ausreichende Kapazität, und wenn sie dann noch geradlinig wäre, hätte Hamburg endlich mal ein vernünftiges öffentliches Verkehrsmittel, für das auch Otto Normalverbraucher sein Auto stehenlässt.

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    Zudem mausert sich Hamburg langsam zum deutschen Silikon Valley:

    Xing, Facebook, Google, Dropbox, Twitter und nun ist Yelp ins Kaufmannshaus gezogen


    Vielleicht solltest du mal nachlesen, was das Silicon Valley ist. Eine Handvoll internationaler Softwarefirmen, von denen die meisten kaum mehr als ihre Anzeigenakquise in Hamburg machen, ist alles andere als ein Silicon Valley. Das deutsche Silicon Valley mit zahlreichen Softwareschmieden ist wohl eher das Schwabenländle.