Beiträge von darwin

    Ich lasse meine Antwort erst mal hier in der Hanse-Lounge.
    Die Aufgaben mit Balkon, Müllschacht und Fahrstühlen sind doch alle schon gelöst worden, also nix wirklich anspruchsvolles. Ein erstes höheres Hochhaus in Hamburg würde ich aber nicht für Wohnungen planen. Damit vereinfacht sich die Balkonfrage schon mal.
    Trotzdem gibt es auch nette Entwürfe die das 20 Etagen Stummelhochhausniveau deutlich überragen und auch die gewünschten Balkone liefern.

    Das My80 in Melbourne ist dem Marco Polo Tower recht ähnlich und eben nicht so mickrig.

    https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_t…10_May_2014.png

    Nun CRBauer, da gehe ich mit dir weitestgehend konform. Ich finde nicht, dass die Kirchen eine architektonisch tragendere Rolle erhalten sollten als ihnen heute gesellschaftlich zusteht. Man mag das historische Stadtbild gerne wahren, wenn man über die Binnenalster Richtung Rathaus blickt. Mich stört aber, dass das an den Kirchtürmen festgemacht wird.

    Zurück zu den Hochhäusern. Viele Hamburger sind diesbezüglich sehr, sehr negativ voreingenommen. Und die Diskussion wird dominiert von Menschen die eine verschrobene und verquere Ideologie mitbringen. Um dieser negativen Einstellung zu begegnen und sie zu ändern bräuchte es ein wirklich überzeugendes Hochhaus, welches das Eis bricht. Dieses Hochhaus müsste anmutig und ausgesprochen schön sein. Es sollte ganz ausdrücklich kein hochgezogener Kasten sein wie fast alle anderen Hamburger Klötzchen oder das langweilige Uptown in München. Sondern eher geschwungene, organische Strukturen mitbringen. Es sollte auch durch seine intelligente Nutzung und ein ökologisch ausgewogenes Energiekonzept überzeugen. Was Anmut und Schönheit betrifft war in meinen Augen Hadis Lighthouse schon sehr nah dran. Bezüglich der Höhe sollte man sich erst mal im 200-250 Meter Bereich bewegen. Damit überragt man den Rest ohne gleich die halbe Stadt zu erschlagen.

    Ich selber habe einige Jahre in einer Hochhausstadt gelebt und hatte keine Probleme mit Wolkenkratzern in Innenstädten. Im Gegenteil dort erwartet man sie eigentlich auch. Solche Türme aber locker und weit verteilt um die Innenstadt herum, hier und da mal zu stellen halte ich für wenig ansehnlich. London ist so ein schlechtes Beispiel. Genauso halte ich La Defense für eine schlechte Lösung. Ein solch abgelegener Cluster signalisiert das vermeintliche Stadtzentrum, was es aber nicht ist wie jeder Pariser und Besucher irgendwann weiß. Damit erzeugt man einen Wiederspruch oder zumindest eine städtebauliche Dissonanz. Solch eine Dissonanz kennt jeder Hamburger auch von der Mundsburg, die wohl einiges zur weit verbreiteten Hamburger Hochhausphobie beigetragen hat.

    In meinen Augen wäre die nahe City Süd ein ausgesprochen gut geeignetes Hochhausquartier und ließe sich mit dem Baakenhafen gut kombinieren. Nur schade, dass es in der City Süd nur noch wenige freie Flächen gibt.

    Freie Flächen sind mein letztes Stichwort. Nun hat Hamburg ja schon einige Hochhäuser. Naja Hochhäuserchen, weil richtig hoch sind sie ja nicht. Aber wenn dann doch gelegentlich mal eines wieder abgerissen wird, dann sollten die freiwerdenden Grundstücke auf jeden Fall bevorzugt wieder für Hochhäuser vorgesehen werden. Das erspart viele lästige Diskussionen und Auseinandersetzungen. Aus diesem Grund kann ich die jetzigen Pläne zur Neubebauung des Euler Hermes Hochhauses überhaupt nicht befürworten. Bedenkt man die Proteste welche den Gewerbebau auf dem Zeiseparkplatz begleitet haben, dann verstehe ich schon zweimal nicht warum die Gewerbefläche des Euler Hermes Hauses direkt an der S-Bahn nun für einfache 5-stöckige 08/15 Wohnhäuser verschleudert wird. Gewerbeflächen werden immer rarer und irgendwo wollen die vielen neuen Bewohner ja arbeiten.

    Toller Fund Midas. Dann tut sich hoffentlich etwas in dieser unwürdigen Ecke. Jetzt fehlt nur noch der Abriss des Bunkers, ca. 100 Meter westlich, der am Wochenende gebrannt hat.

    Blättert man auf der Seite von LH Architekten weiter, findet man einen anderen Entwurf für das grün gezeichnete Areal zwischen Von-Sauer-Straße und Bahrenfelder Chaussee: Siehe hier.
    Das Eckhaus ist jetzt wesentlich Kastiger und der Überbau des Gehwegs gefällt mir nicht so gut.

    Toller Fund Midas. Dann tut sich hoffentlich etwas in dieser unwürdigen Ecke. Jetzt fehlt nur noch der Abriss des Bunkers, ca. 100 Meter westlich, der am Wochenende gebrannt hat.

    Blättert man auf der Seite von LH Architekten weiter, findet man einen anderen Entwurf für das grün gezeichnete Areal zwischen Von-Sauer-Straße und Bahrenfelder Chaussee: Siehe hier.
    Das Eckhaus ist jetzt wesentlich Kastiger und der Überbau des Gehwegs gefällt mir nicht so gut.

    Richtig Donjon05. Ich dachte genau dasselbe. So viele Mitarbeiter benötigen auch entsprechend viel Platz. Es muß aber nicht zwingend ein Hochhaus werden. Die Pressemitteilung bezieht sich übrigens nur auf die Wohnbebauung des ehemaligen Hochhausgeländes. Der Büroneubau soll auf der anderen Bahnseite entstehen. Darüber lässt sich Quantum interessanterweise nicht aus. Auch die Quantum Website gibt diesbezüglich nichts her. Das ist verwunderlich zumal der Baustart ja viel früher stattfindet.
    Gucken wir noch mal auf die Illustration von Midas:

    Wir sprechen über den blau eingefärbten Streifen. Auf dem östlichen Teilstück (rechts) ist bereits einiges im Gange. Dort könnte auch ein entsprechend langer Büroriegel entstehen, der als perfekter Bahnlärmreflektor den ganzen Schall nach Süden wirft. Wie ich schon sagte es muss nicht zwingend ein Hochhaus werden.

    Genau hinter dem Euler-Hermes Hochhaus steht übrigens schon ein recht neues Bürohaus in der Mitte des blauen Streifen. Wenn ich mich nicht irre gehört dieses Haus zu Euler Hermes. Es fällt mir schwer die darin angesiedelte Anzahl von Arbeitsplätzen zu schätzen. Aber wenn man diese Arbeitsplätze von 1200 abzieht, dann ist der Neubaubedarf gar nicht mehr so groß.

    Das mit der vertanen Chance sehe ich genauso. Das Euler Hermes Hochhaus war eine Landmarke für den Stadteil Bahrenfeld und wird fehlen. Da hat man ein Grundstück auf dem man ohne großen Aufstand etwas mutiger und höher bauen könnte und verschwendet es für diesen Einheitsbrei der überall in der Stadt entsteht. Diese Mittelmäßigkeit ist bedauernswert.
    Da es sich um einen Wettbewerb handelte, wäre es interessant gewesen auch die anderen Entwürfe zu sehen.

    Im Bericht von Altona Info steht:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Der Abriss des 1981 erbauten 23-stöckigen Hermes-Hochhauses sei für 2019 geplant. Bereits im kommenden Jahr soll der Bau des neuen deutschen Hauptsitzes von Euler Hermes in unmittelbarer Nachbarschaft an der Gasstraße beginnen, der 2018 fertiggestellt sein werde.

    Hat jemand den Entwurf des neuen Euler Hermes Neubaus schon gesehen?

    Da habe ich mal eine ganz dumme Frage. Im oberen Bild gut zu sehen sieht es so aus als wäre die westlich Elbbrücke für eine Nutzung auf zwei Ebenen vorgesehen. Wobei die obere Ebene noch nicht ausgebaut ist. Wäre das nicht eine köstengünstige Möglichkeit die U4 weiter über die Elbe in den Süden zu verlängern, vorausgesetzt die Konstruktion kann die zusätzliche Last tragen?

    Ich finde es schade, dass unterschiedliche Geschmäcker hier so scharf kritisiert werden. Unterschiedliche Ansichten sollten doch als Bereicherung gesehen werden und nicht als Grund für Anfeindungen. Wenn nicht hier in einem Diskussionsforum, wo denn sonst sollten ästhetische Aspekte einfließen?

    Im Übrigen bin ich auf einer Linie mit TowerMaranhão und Urberliner. Danke für das Baumassen-Stakkato ein wunderschöner Begriff, der die Hafencity in vielen Bereichen treffend beschreibt. Und richtig ist auch, dass die exponierte Lage etwas Ansehnlicheres als die bisherigen Entwürfe verdient hat.

    So ganz nebenbei ist hier ein netter TED Beitrag zum Thema Architektur. Er hilft vielleicht dem einen oder anderen sich mit der ästhetischen Verantwortung auseinanderzusetzen und diese auch in der Gegenwart mit neuen Technologien zu verknüpfen.

    Ich dachte eher an die Autoreisezüge die heute noch von Altona abfahren und vor der Beladung die angrenzenden Straßen verstopfen. Und ich dachte an Fernbusse die attraktiver werden, wenn ich aus SH kommend meinen Wagen für kleines Geld loswerden könnte. Ich dachte an Carsharing Konzepte wie Flinkster die auch Parkplätze benötigen. Mit reinen P+R Plätzen hast du wahrscheinlich recht. Die werden weiter draußen benötigt.

    Wenn man einen Knotenpunkt mit vielen Umsteigemöglichkeiten vor Augen hat, sollte man auch die Autofahrer mit ins Boot nehmen. Von der anderen Seite betrachtet könnte man auch sagen: Je mehr Gelegenheiten man bietet das Auto abzustellen, um so leichter fällt der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel. Natürlich wird niemand aus Ribe sein Auto am Diebsteich parken um in die Stadt zu fahren. Aber warum eigentlich nicht? Genauso mache ich es auch wenn ich beruflich mit dem Lieferwagen ein paar Tage in Wien, Lyon oder Göteborg bin.

    Mal sehen was heute aus diesem Treffen herauskommt.
    OT: Ich träume ja gerne wenn sich neue Chancen auftun. Der neue "Westbahnhof" würde einen Großteil Schleswig-Holsteins und Westdänemarks anbinden. Er läge nahe an der Autobahn und den Bundesstraßen B4, B5 und B431. Das schreit nach einem anständigen Busbahnhof gleich daneben und vielen P+R Parkplätzen. Und es bietet sich an, die U5 darunter hindurchzuführen, sofern sie wirklich kommt. Dann hätten die Eimsbüttler und Luruper auch gleich einen vernünftigen Zugang.
    Mit moderatem Aufwand könnte man einen richtig guten Verkehrsknotenpunkt realisieren. Und in diesem Zug sollte man bitte den Holstenkamp auch vierspurig bis zur Luruper Chaussee verlängern. Der jetzige Entwurf ist ein schlechter Witz.

    Nur den Bahnhof zu verlegen ohne Verkehrskonzept und richtiger Anbindung wäre rausgeschmissenes Geld. Und dafür reicht dann auch so eine einfache "Betonkiste".

    Sprotte da hast du etwas richtig zur Sprache gebracht. Ich glaube auch, daß das Konzept eines Science Centers wesentlich bedeutender ist als die zwanghafte Verwertung des Grundstücks mit einem Baukörper vergleichbaren Volumens.
    Hamburg ist wirklich reif für ein wissenschaftlich-technisches Museum, das auch noch einen Erlebnischarakter hat. Es ist eigentlich ein Armutszeugnis, dass es soetwas noch nicht in Hamburg gibt.

    Anfänglich gab es mal eine Visualisierung, die hatte etwas von einer aufgeschnittenen Druse. Außen sah es wie ein gerundeter Stein aus, innen lagen kantige, kristallische Strukturen. Das war ein unglaublich schöner Entwurf. Leider ist der bald durch den Klötzchendonut ersetzt worden. Naja, "form follows function" hat wohl hier eine Rolle gespielt und wäre auch in Ordnung gewesen.
    Wenn jetzt aber nur noch die geometrischen Vorgaben (Höhe, Volumen...) übrig bleiben, ohne ursprünglichem Entwurf und/oder Nutzung... hä? Das muss ich nicht verstehen. Das ergibt gar keinen Sinn.

    Nun wird das Grundstück verramscht und eine große Gelegenheit vertan. Ich hätte es wesentlich besser gefunden, wenn man auf das Science Center an diesem Standort bestanden hätte, auch mit größeren architektonischen Zugeständnissen.

    OT: Das erinnert mich an die orangefarbenen Containerwohnhäuser für Flüchtlinge. Die sind nur deshalb so schreiend Orange weil sie ursprünglich mit einer einfachen Entwurfssoftware so mal eben in einer Default-Farbe gekritzelt wurden und danach kein Architekt oder Planer oder sonstwer es hinterfragt hat.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die menschliche Nase ist sehr grob und erkennt nur extrem penetrante Gerüchte im Vergleich zum Geruchssinn von Tieren. Und Schadstoffe sind schlicht geruchlos.

    Na das kann ich so nicht stehen lassen.

    1. Der menschliche Geruchssinn ist etwas wunderbares und kann mit ein wenig Training sehr niedrige Konzentrationen wahrnehmen. Dies ist aber von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Auch wenn manche Tiere einen weit besseren Geruchssinn haben, ist der des Menschen nicht zu verachten. Ich verlasse mich gerne auf meinen "eingebauten Gaschromatographen".

    2. "Schadstoffe" ist ein Unwort. Weil die Dosis das Gift macht kann man nicht pauschal sagen, dass ein Stoff schadet oder eben nicht. Und wem schadet er, und wie ist der Wirkmechanismus? Der Begriff Schadstoff verallgemeinert das alles unnötig.

    3. Schließlich ist die geruchliche Wahrnehmung von "Schadstoffen" aus Verbrennungsemissionnen sehr verschieden: Schwefelwasserstoff stinkt regelrecht und ist leicht in niedrigen Konzentrationen wahrnehmbar. Ähnlich verhält es sich mit Benzolen, diese werden aber oft als angenehm empfunden. Kohlenmonoxid hingegen bleibt gänzlich unbemerkt und kann in geschlossenen Räumen tödlich sein, wie wir vor kurzem wieder erfahren durften.

    Es macht also wenig Sinn auf diesem Niveau zu diskutieren. Wenn Emissionen durch den Schiffsbetrieb im Hafen entstehen, sollte man sie unter die Lupe nehmen und entsprechend begrenzen. Das passiert aber bereits. Und wenn das bei manchen chemischen Verbindungen, beim Ruß oder beim Lärm oder sonstwas nicht ausreicht, dann wird man sicherlich nachbessern.

    Ja, das liebe Abendblatt habe ich heute auch gelesen. Und wieder einmal schreiben sie von einem Wolkenkratzer. Langsam ist es peinlich ein Türmchen mit 18 Stockwerken einen Wolkenkratzer zu nennen.
    Ein Blick auf Wikipedia kann da helfen:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Als Wolkenkratzer bezeichnet man besonders hohe Hochhäuser. Üblicherweise wird die Bezeichnung ab 200 Metern Höhe verwendet, wobei diese Höhenmarke je nach Zusammenhang und Region abweichen kann.

    Hahaha. Das exzessive Grünfärben der Dächer ist mir auch sofort ins Auge gesprungen. Das soll wohl eine verkaufsfördernde Maßnahme sein. Muss man zu so banalen Tricks greifen?
    Genauso verhält es sich mit den üblichen bauwerkbegleitenden Baumpflanzungen, die man "plopp, plopp, plopp" rasch per Mausklick immer schön an den Straßen und Gebäuderiegeln entlang verteilt. Erinnert mich schwer an Simcity aus den 90ern.