Beiträge von DerBe

    Welcher der sogenannten Stararchitekten hat sich denn selbst zu einem gemacht? Und was ist an Städten in Asien, mal abgesehen von den Retortenstädten in China, so schlimm? Und was spricht eigentlich gegen eine skulptural ausgeformte Architektur, wenn sie nicht flächendeckend gebaut wird? - Nichts, ausser der piefige Blockrand/Traufkantenfetischismus der Toskanfraktion.

    Soll das ein Witz sein? Skater, Straßenmusiker, Leute auf Bänken. Ich könnte jetzt auch noch Bilder meiner Tochter vom Rumspielen in den Wasserkaskaden posten - davon wird wird weder das Rathausforum und erst recht nicht das MEF zu einem 'tollen Ort'. Absurd.



    Gerade durch die nichtkommerzilelle Nutzung der Menschen wird das RF zu einem tollen Ort. Das sehe ich ganz genau so. Und ja, das darf durchaus auch so bleiben. Ich könnte auch das xte-Shoppingcenter oder den x-ten Subway oder Starbucksladen posten, dass spräche aber nicht für eine Bebauung des Rfs, um mal in ihrem Duktus zu bleiben..

    Für mich ist das wahrer Architekturschund. Ähnlich den Fellini-Residenzen. Völlig unpropotioniert, ohne Bezug zu seiner Nachbarschaft. Es geht einzig und allein darum, den Geschmack der Geschmacklosen zu bedienen. Deshalb mag man sich auch überhaupt nicht einen Patschke am Humboldthafen vorstellen.

    ^ Sagt Saxonia und damit aus. Nee, ich sehe da kein Problem mit dem Standort und deswegen ist es durchaus vernünftig, über eine Sanierung mit anschließendem Facelifting nachzudenken. Auch wenn die gezeigten Entwürfe noch nicht der Weißheit letzter Schluss sind.

    Ich würde noch weiter gehen: Auch das Viertel zwischen Karl-Marx-Allee und Holzmarktstrasse bis zur Straße der Pariser Kommune ist eine Zumutung.
    Daher Umsiedelung des dort ansässigen Prekariats an den Stadtrand, Flächenabriss mit Ausnahme der drei historischen Gebäude in der Magazinstrasse und Herstellung des Vorkriegszustands auf Kosten der Alliierten und Kommunisten, die jenen zerstört haben.
    Oder ist das zu weit gegriffen?


    Erkenne ich jetzt hier Ironie? Das kann nicht Ernst gemeint sein.

    Und zum Thema Bauerhalt, das ist einfach nicht wahr. Es ist allgemein bekannt dass Stahlbeton eine grundsätzlich begrenzte Lebensdauer hat die sich selbst mit allerallergrößtem Aufwand irgendwann nicht weiter verlängern lässt. Wenn die Stahlbewehrung mal durchkorrodiert ist, lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Das chemische Milieu des Betonsteins verändert sich mit den Jahren auch immer mehr zu Ungunsten der Bewehrung. Unter Garantie wird kein Gebäude unserer Zeit ähnlich lange stehen bleiben können, sofern es nicht ausnahmsweise in Massivziegelbauweise errichtet wird, wie das Gebäude aus dem Mittelalter bis heute tun


    Wenn also dann dereinst das in Stahlbeton wiederaufgebaute Schloss verrottet ist, könnte man ja wieder den Palast der Republik aufbauen....:lach:

    Vielleicht findet man diese Riegel in 30, 40 Jahren aber auch äusserst interessant und möchte auch weiterhin dort wohnen. Wer will das denn vorhersagen? Und vorallem mit dieser Bestimmtheit.


    Vielleicht empfindet man das Schloß in ein paar Jahrzehnten als den einzig, wahren Trash?

    Das sind Alibi-Argumente. Die 50er und 60er waren eine kurze und auch zum Teil verständliche Phase des modernen Rauschs. Wir leben nun in einer völlig technisierten Welt. Das war damals noch etwas Neues. Die Stuckfassaden wurden ja auch früher schön gefunden, sonst wären sie nicht gebaut worden.


    Niemand wird je die Bauten am Alex schön finden. Höchstens eben identitätsstiftend wie das Haus des Lehrers. Schönheit ist also keineswegs etwas Relatives, aber die Bauten am Alex sind noch nicht einmal im modernistischen Sinne schön. Ich habe schon das Beispiel der Stalinbauten genannt. Wer sich das vor Augen führt, der weiß, daß eben doch letztlich die Schönheit entscheidet bzw. ein wichtiger Faktor ist.


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    Entstuckungen fanden selbstverständlich auch schon in den 20er Jahren statt. Insofern trifft ihre Interpretation nicht zwingend zu. Und bitte sprechen Sie doch nicht für alle. Ich persönlich finde das HDL, die Kongresshalle, das HDR schön. Und mit mir sicherlich einige mehr.

    Schade, dass das Scheibenhochhaus des Berliner Verlags in den 90ern so überformt wurde. Die ursprüngliche Fassade war viel plastischer, differenzierter gestaltet, als diese belanglose Blechpanelverkleidung. Hier würde mir eine Herstellung des Originalzustands durchaus gefallen. Im Zusammenhang mit dem Pressecafe wäre das ein Hingucker.