Beiträge von libero

    Zitat von DiggerD21

    Man könnte es auch gerade umgekehrt sehen: Große Areale der Hafencity an einen einzigen Investor zu verkaufen ohne zu wissen, was der investor damit machen will, ist fahrlässig, weil dadurch das Projektziel verfehlt werden könnte.


    Sorry, aber wenn man 30 Hektar veräußert wird man drüber reden, was die da machen wollen. Wie bei einem Grundstück auch. :confused:

    Zitat von Hamburg2010

    Laut der Abendblatt wurden vor kurzem Investoren aus Dubai vetröstet die allein 30 Hektar ( gesamte Hafencity: 150 ha ) erwerben und bebauen wollten. Das Problem bestand darin das momentan kaum noch verfügbare Flächen in den erschlossen Gebieten vorhanden sind und vorallem eine kleinteilige Entwicklung mit vielen unterschiedlichen Investoren bevorzugt wird.


    Was ich trotzdem Schade finde: Investoren aus Dubai zu vertrösten / zu müssen finde ich etwas fahrlässig.

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    Das klappt doch eh nicht, will mich nur wichtig machen ;)


    Ne, ging mir um Konzept eines europäischen Treffpunktes/Zentrums für "Jugend-, Entertainment und Popkultur" (könnt man gleich zum Thema für ein Museumstrakt machen) - und da sind Fotos irgendwie effektiver in jedem Board. Und architektonisch um eine orginäre Benchmark. Ist halt ein Beispiel. Ein Gehry wäre dann doch irgendwie jedem Betrachter sofort bekannt vorgekommen. Ausserdem hatte ich den Kegel gerade zur Hand, weil im Berlin-Teil drüber diskutiert wird :)


    Berlin-Kegel im "Stimmann"
    Berlin-Kegel in "Gebäude die Berlin verdient hätte"

    Zitat von Julian

    Gut, wenn das Projekt in seiner jetzigen Form gestorben ist, dann laßt uns doch einfach mal total abspinnen! Hier mein Vorschlag fürs UEC:


    Das Gebäude würde in Form einer großen Glas-Pyramide erbaut werden. Frankfurt hätte unmittelbar ein neues Wahrzeichen und die Presse gäbe es praktisch umsonst.


    Mal mein bescheidener Beitrag zum Thema: Mainkegel mit dem Namen MainPlace (entworfen nach Berlinkegel/Bonnkegel by Rüdiger Schmitz) statt UEC und Tower 2.


    160m bis 180m hoch, Nutzung: Tiefgarage, kreisförmige Einkaufsmall über 2-3 Ebenen Groundfloor, darüber 12.000er Arena (Eiskockey, Basketball, evtl. Kongresse und Konzerte), dann Entertainment-Ebene (Kinos, Kleinkunsttheater, Theater, evtl. Kammerspiele), Aquapark-Ebene (Wellness, Kreisrunder Pool) und in die Spitze ein Jugend-Entertainment und BoardingCenter mit BackpackerHotel, Internetcafe/Lesesaal/Bücherei (AmazonLounge und Starbucks), ne RedBullBar, zwei Discotheken (Napster und Sony), Spielepark (Billiard, Bowlen, Überdimensionierte Gesellschaftsspiele wie Monopoly, Schach, etc.) und ne Chillout-Lounge (BacardiGarden) mit Aussichtsplattform. Ach ja: Essen müßte man da auch irgendwo: So vier verschiedene Angebote im oberen Bereich: vom weltweit höchsten MacDo über ein Frankfurter Spezialitäten-Hausmannskost-Schuppen bis hin zu ner Suppenküche.


    Konzeptionell würde das auf 16-35-jährige zielen. Im Rhein-Main-Gebiet gäbs ne Sonderkarte für Menschen aus dem Umland, die am WE nicht mehr besoffen nach Hause fahren sollen. Mit der deutschen Bahn würden Spezialpakete geschnürt - Bahnticket, Entertainment-Karte und Übernachtung im Paket.


    (Liebe Vivicos, wenn das Marketingkonzept gefällt, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an den Urheber , mein Thema ist Marketing, von Architektur hab ich keine Ahnung :) )



    Grundmaterial von (c) vivico, as & p und studio koslowski

    Berlinkegel (308 m, Standort Tempelhof, Diskussion 1999 statt Ausbau Berliner Olympiastadion mit 80.000er Fussballarena, EntertainmentCenter, Aquapark, Hotel, Aussichtsplattform, 1,5 Milliarden, Investor war vorhanden/DePfa Immobilien Management, scheiterte am Widerstand des Senats und dem politischen Willen, das Olympiastadion zu renovieren)


    Ganz abgefahrene drehbare Modellvisualisierung gibts hier. Weiteres Foto ebenfalls.


    Ähnliche Projekte vom Entwickler Rüdiger Schmitz:
    Cono di Roma (250m, 60.000er Stadion)
    Bonnkegel (105m, 8.000er Stadion)

    Bericht über die Einweihung/Eröffnung des umgestalteten Spielbudenplatzes aus dem Abendblatt:


    Im groben nix neues, lediglich Zusammenfassung der Umbauten: Verschiebbare Bühnen, Vattenfall 10 Jahre Sponsor, alle sind zufrieden und glücklich, dass "sie das noch erleben dürfen". Leider keine Bilder des fertigen Platzes.

    Zitat von Winfried Kölsch

    Letztens war ja eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Domplatz. Mittlerweile bin ich auch dafür, den Platz lieber noch weitere 50 Jahre liegen zu lassen, als diese Lackierhalle dort zu errichten.


    Jo, und genau das ist der tenor im Augenblick: Wenns Geld nicht reicht (und deswegen so ein Mist entwickelt wird), lieber sein lassen. Weise Einstellung, hätte ich Hamburger politikern gar nicht zugetraut. Hoffe die Einsicht kommt analog bei der EP, damit die Einschusslöcher in der Fassade verschwinden.

    Neues ausgegraben zur Elbufergestaltung, Erich zu Putlitz, 1937/1938



    (c) Quelle: Bestand zu Putlitz M 022/5


    Und vom gleichen Autor eine alternative Gauhausplanung und zwar direkt an den Landungsbrücken (statt in Altona am Rathaus). Das Hochhaus steht auf dem Gelände des Hafenkrankenhauses am Eingang der Reeperbahn. Im Vordergrund der Kuppelbau ist die Zufahrt zum alten Elbtunnel. Der Platz erstreckt sich über das Heiligengeistfeld, dahinter das (neu bebaute) Karolinenviertel. Im Hintergrund ist der Wasserturm im Schanzenviertelpark zu erkennen. Daneben eine Zeichnung.




    (c) Quelle: Bestand zu Putlitz M 022/3 und M 022 (von P 06/17)

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    Danke für die Blumen. Die Elbschwebebahn wurde abgelehnt, man entschied sich 1901 für den Bau des heutigen alten Elbunnel, der 1911 eröffnet wurde. (By the way, wo hast denn das foto ausgegraben, hatte mit die Hände danach wundgegoogelt (evtl. per PM, damits hier übersichtlich bleibt ;) ).

    Nie verwirklichte (Gross-)Projekte

    Da ich weder in der Hamburg Projektübersicht unter "nie verwirklichte Projekte" noch unter Suchfunktion/per Hand-Suche einen Thread gefunden habe, wollte ich mal diesen Teil hier nachholen und zu Ergänzungen anregen:


    1. Gauhochhaus (Altona, 1937)


    Das Projekt sah einen schlichten, 250 Meter hohen Turm in Altona und weitreichender Mantelbebauung vor, das vor allen den Bereich Palmaille und einer geplanten Nord-Süd-Achse über Platz der Republik (heisst heute wirklich so), Bahnhof bis zu den Gleisanlagen des heutigen Projektes Altona 2015 umfasste (Das Projekt wäre heute noch ohne grosse Eingriffe in den Bestand stadtplanerisch theoretisch möglich). Geplant war auch eine riesige Hängebrücke über die Elbe an der Stelle, wo später die Elbtunnelröhren gebaut wurden. Das Brückenprojekt war so gigantisch angelegt, das die heutigen größten Kreuzfahrtschiffe angeblich immer noch locker drunter herfahren könnten (was ca. 70-80m Durchfahrtshöhe entspricht, entsprechend drüften die Pylone so ca. 160m geplant gewesen sein, kommt von den Proportionen auch ungefähr hin, da der Turm ca. 30-40m höher gestanden hätte als die Pylone). Adolf Hitler schickte jede Menge Architekten und Entwürfe (u.a. Speer und Höger). Der Krieg verhinderte das Projekt.





    (C) Bilder: Hamburger Architektenkammer


    Oben Speer (sind zwei verschiedene Architekten, werd das Bald aktualisieren), unten Höger (Architekt des Chilehauses), der mit Backstein plante. Wäre heute sicherlich weltweit das Wahrzeichen für Hamburg. Finde den Entwurf fantastisch (im wahrsten Sinne des Wortes) und eigentlich auch noch immer heftig interssant für ein neues Hochhaus in Hamburg (Ob diese Anmerkung politisch korrekt ist, mögen andere entscheiden. Er hat mit dem Nationalsozialismus wohl sympathisiert, aber auch 1946 in Itzehoe ein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus entworfen).



    (C) Foto Buchtitelaufnahme Eigen "Schriftenreihe des Hamburger Architekturarchivs, Bestellmöglichkeit


    Infos Höger: http://www.abendblatt.de/daten/2006/03/09/541381.html


    2. Alsterzentrum (Konwiartz für Neue Heimat, St. Georg, 1967)


    Der Plan der Neuen Heimat hätte die fast komplette Neubebauung des Hamburger Stadtteils St. Georg zur Folge gehabt. Das damals zwei Milliarden Mark teure Alsterzentrum sollte mit fünf bis zu 155 (200, hier gibts verschiedene Angaben) Meter hohen Türmen Wohnen, Bildung, Arbeit und Freizeit an einem Ort konzentrieren. Kritiker bemängelten, daß die gewerkschaftseigene Neue Heimat sich nur ein "reklameträchtiges Statussymbol" schaffen wolle. Der Senat stoppte das Projekt wegen massiven Widerständen.



    (C) Quelle: Bestand Neue Heimat FH 9.02.1


    Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Alsterzentrum


    3. MediaCityPort (Kaispeicher A, bis 2004)


    Der Kaispeicher A (heute das Prestigeprojekt Elbphilharmonie) hatte einige visionäre und planerische Vorläufer: Voscherau wollte den Speicher als Sitz des zukünftigen norddeutschen Ministerpräsidenten (Hamburg. Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern) mit Hubschrauberlandeplatz. Konkret geplant bis zum Fall der New Economy war der MediaCityPort. Daraus wurde bekanntlich nix. Zum Glück, wie ich finde.


    http://img92.imageshack.us/img92/8499/mediacityport7pj.jpg
    (Direkte Einbindung wird wieder bei Bestätigung der Urheber erfolgen)


    Es gab wohl auch im DAF einen alten Thread, der die ganzen Entwürfe zeigte. Jedenfalls spuckt google massenhaft Fotos aus, die aber leider nicht mehr verfügbar sind.


    4. Lighthouse (Baakenhafen, Teherani, 2002)


    Teherani brachte die Investoren gleich mit: zunächst 366m, dann 288m, 67 Stockwerke hoch, 300 Millionen Euro teuer und am Baakenhafen als "architektonische Krone" der HafenCity angedacht. Der Turm sollte auf einem Grundstück stehen, das nach der Einweihung teilweise geflutet werden sollte. Das hätte dem Turm eine Insellage gegeben. Schnell stand der Entwurf in der Kritik. Er sei überdimensioniert, zu fremd für Hamburg und auch nicht finanzierbar. Auch Spott ("Dildo") machte sich breit. Die Erfahrung, die mit diesem an der öffentlichen Meinung gescheiterten Versuch gemacht wurden, begründen heute im übrigen die öffentlichkeitsorientierte (und erfolgsversprechende) Vorgehensweise von Herrn Freytag, der mit ständigen Aktionen (Wettbewerb Chicagoplatz, Architekturolympiade) die Schmerzgrenze der öffentliche Meinung zu drücken sucht.



    (c) Joerg Hempel


    Infos:
    http://www.welt.de/data/2003/02/08/40033.html
    http://archiv.mopo.de/scripts/…ma/11464.html&drucken=yes


    5. Olympiagelände (Hafencity, Grasbrook, 2002/2007)


    In Anbetracht der möglichen neuerlichen Olympiabwerbung Hamburgs wär ein Olympiageländethread vielleicht weiterhin interessant. Bis dahin hier noch mal einige Links von der ersten und Infos zu der neuerlichen Bewerbung, die als östlichen Teil der Hafencity, mit Sprung über die Elbe und Olympiastadion gegenüber der Hafencity integraler Bestandteil der Stadtentwicklung war/werden soll.


    Infos:
    http://www.stern.de/sport-moto…rbung-Hamburg/542707.html
    http://www.stern.de/sport-moto…lt/506080.html?eid=506125


    Ich hoffe nicht, das Chicagoplatz und LivingBridge irgendwann dazukommen.

    Ich meinte das gar nicht abwertend, im Gegenteil ich würde viel weiter gehen - habe aber für die kritischen Geister dieses Boards nen Smiley gesetzt, damit ich nicht ellenlang die Sicht meiner Dinge argumentativ gegen den Vorwurf der Realitätsfremdheit ausbreiten muss. Ich bin absolut Deiner Meinung, habe aber einen anderen Geschmack ;) . Aber alles bleibt bei Wünschen, mit dieser Regierung - sei es Stadt oder Bund - kannste das vergessen. UCE war doch schon ein Hammerprojekt, das jetzt verreckt wg. Kleingeistigkeit.


    Die metropolregionen Berlin, Hamburg, Frankfurt/Rhein-Main, Rheinruhr oder Köln müssen hin zu einem markenorientierten ganzheitlichen Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsförderungsmodell. Auf dem besten Weg ist Hamburg (Hafencity, Sprung über die Elbe, Metropolregion), Frankfurt ist eigentlich am weitesten und hat in die besten Voraussetzungen - es fehlt aber am visionären, kompetitiven Leitbild und an der konsequenten Umsetzung (Hamburg hat das Leitbild und setzt konsequent um, obwohl sie sich auch dort manchmal selbst im Weg stehen, sei es wg. HH-Standorten oder Ablehnungen von stehenden Investments; Teherani hatte für sein 366m-Lighthouse die Investoren mitgebracht, nun muss ich lesen, dass Hamburg Investoren aus Dubai über 30 Hektar "vetrösten"). Fundamentale Grundlage für ein Quantensprung in Frankfurt ist imho eine Eingemeindung.


    Ich find auch, dass diese Diskussion zu wertvoll ist, als dass dafür nicht ein eigener Thread aufgemacht wird. Werde, wenn ich mal bisschen Zeit finde und ich das mit anderen Threads abgeglichen hab, einen mit meiner Sicht der Dinge eröffnen.