Beiträge von arnold

    Wenn es Berlin an etwas nicht mangelt, dann wohl an Freiflächen oder ungepflegten Grünräumen. Das Hochhaus neben dem Alexa macht schon Sinn und sollte auch kommen. Die Gestaltung wäre dann eine andere Sache, wobei ich den schlanken Turm vom Kaufhof aus, doch gelungen finde.

    Danke für die ausführliche Erläuterung, Elli :daumen:
    Werde bei Gelegenheit (gerade wenig Zeit ;) ) noch mal darauf eingehen...



    Noch eine spezifische Frage: Hat jemand eine Ahnung, wo ich einen AutoCad-Plan (gern auch ein anderes Vektoren-Programm) der Stadt Dresden (vor allem Altstadt/ Innere Neustadt/ Pirnaische Vorstadt) her bekomme? Dankeschön :lach:

    Wieder mal vielen Dank für die zahlreichen tollen Bilder! Wirklich super, dwt :daumen:


    Zu den Plattenbauten an der Fürsten-/ Tschaikowskistraße: Gerade an dieser Stelle fände ich einen vollkommenen Abriss der Platten super. Vor ein paar Jahren gab es mal Pläne hier im Forum zu einem Baumhain auf dem Grundstück. Umgeben von (zukünftig) sanierten Gründerzeitlern wäre ein schöner, grüner Stadtplatz entstanden.
    Der aktuelle Blick von der Zietenstraße auf die Balkone der Plattenbauzeile ist schon unheimlich trist. Und wenn man die anderen Plattenbausanierungen am Sonnenberg sieht, weiß man schon, auf was es letztlich hinaus läuft: Geschmacklos-bunte Billigsanierungen. Schade. Hier wäre ein Abriss wirklich mal sinnvoll gewesen.....

    Mir persönlich gefallen die Planungen Stimmans im Großen und Ganzen recht gut. Gerade seine eher dichten, großstädtischen Pläne passen gut zu Berlin und sind meiner Meinung nach auch wichtig für ein Zusammenwachsen der Stadt. Besonders die Friedrichstraße war so ein Bereich. Dennoch finde ich gerade diese wichtige Straße an vielen Stellen unheimlich tröge und langweilig (http://www4.pictures.zimbio.co…hstrasse+A85x_J1UDn9l.jpg). Hier hätte man deutlich moderner, gern auch höher bauen sollen. Durch die teilweise 4 mal zurückspringenden Staffelgeschosse entsteht ein Durcheinander, viele Fassaden machen zudem einen billigen Eindruck.


    Demgegenüber finde ich persönlich die bisherigen Gebäude an der Westseite des Hauptbahnhofes wirklich gelungen. Sowohl von der einheitlichen Kubatur (ohne nervige Staffelgeschosse - die kann ich nämlich schon wirklich nicht mehr sehen) als auch von den wirklich hervorragend ausgeführten, äußerst hochwertigen Fassaden überzeugt mich dieses Viertel sehr. Gerade hier sollte man aber dem ganzen Gebiet noch Zeit geben, bis es fertig bebaut ist und seine Wirkung vollständig entfalten kann. Auf die weiter vorn vorgestellten Neubauten nördlich des Hafenbeckens freue mich auch! Vom Neubau an der Ostseite des Beckens bin ich aber auch ziemlich enttäuscht....

    Auch von mir vielen Dank für den tollen Beitrag. Wirklich sehr spannend! :daumen:


    Generell stellen sich mir dennoch einige Fragen:
    Warum glaubst du, ist ein Neubau zwischen Hotel Bellevue und Japanischem Palais nicht mehr möglich? Auf deinem Plan ist er zumindest durch ein rotes Kreuz markiert. Gerade an dieser Stelle wäre zur optischen Verschmälerung der Meißner Straße ein straßenbegleitender Neubau äußerst wichtig.


    Was sind eigentlich die Entwicklungshemmnisse im Bereich Köpkestraße (naja, von der lauten Schneise mal abgesehen) - dort könnte doch ohne große Probleme, sowohl südlich als auch nördlich der Straße schon längt ein Hochbau stattgefunden haben. Gerade die in deinem Plan veränderte 8 mit der neu entstehenden Sarrasanistraße finde ich wirklich gut gelöst. Dazu müsste an der Breite der Straße kaum etwas geändert werden. Sehe ich das richtig?


    Warum zweifelst du an den Plänen zwischen den Plattenbauzeilen Hauptstraße und Albertstraße? Gerade hier fände ich die im Modell gezeigte Bebauung äußerst ansprechend. Auf lange Sicht könnte ein kleinteiliges - sehr gern aber modernes Stadtviertel - entstehen und die Plattenbauten an beiden Rändern zur Disposition stellen.


    Zum Blockhaus: Hier fände ich langfristig gesehen eine Wiederherstellung des Ursprungszustandes wichtig. Das heutige Blockhaus habe ich immer etwas trostlos und wenig attraktiv empfunden. Von deinen verlinkten Bildern war ich wirklich positiv überrascht. Ich gehe davon aus, dass es dazu keine Pläne gibt - aber gerade als Museumsbau würde sich das Blockhaus doch perfekt anbieten. Warum man stattdessen auf Biegen und Brechen versucht das Baufeld gegenüber (Narrenhäusl) für kulturelle Nutzung freizuhalten, erschließt sich mir nicht.


    Zur Fächerform des Platzes: Generell gefällt mir die reine Platzform recht gut. Eine Verkleinerung durch die beiden Flügel rechts und links des Goldenen Reiters halte ich nicht für zwingend notwendig. Meiner Meinung nach kann eine derartige Erweiterung vorgenommen werden, wenn man sich über den endgültigen Verbleib oder Abriss der Plattenbauten im Klaren ist. Die DDR-Brunnen sollten aber (gern an anderer Stelle) erhalten bleiben....


    Ende und aus :D

    Damit drehen wir uns wohl etwas im Kreis: Soweit ich weiß, entsprechen die Rekos am Neumarkt auch den neuesten Wohn-Standards. Damit kommen wir hier also nicht weiter. Davon abgesehen sind die von dir gezeigten Beispiele für eine moderne Architektur immer noch Solitäre und keine Blockrand-Strukturen. Ein Sammelsurium von Solitären am Neumarkt wäre sinnlos und würde nichts bringen. Zudem verfügen die wenigsten Städte weltweit über mehrere moderne Solitäre. Meiner Meinung nach würde sich die Fläche am ehemaligen Narrenhäusl für einen spektakulären Neubau anbieten. Gern auch am Käthe-Kollwitz-Ufer. Aber der Rest? Da wird schon aufgrund wirtschaftlicher Zwänge der Investoren nichts bahnbrechendes entstehen... Leider.

    Naja, es muss ja nicht immer alles Trollerei sein.... Wir sollten aufpassen, dass wir nicht wie im APH-Forum alle wild-hysterisch durcheinanderkreischen, sobald mal jemand eine andere Meinung hat. Schließlich lebt ein Forum von der Diskussion und kritischen Auseinandersetzung (bitte nicht wie im APH Forum, wo kritische Stimmen sehr stark angefeindet werden :Nieder: ). Ich würde nur gern die Meinung von efhdd besser verstehen können. Vielleicht kannst du uns aufklären, lieber efdd :)

    Hehehehe, so ganz verstehe ich deinen Geschmack noch nicht, ehfdd ;)
    In den anderen Strängen argumentierst du doch vor allem gegen Rekonstruktionen, allerdings für authentische Zeugnisse seiner Zeit sowie "moderne" (was auch immer damit genau gemeint ist) Bauten - am besten als stadtraumprägende Solitäre. Zumindest hier beim Hochhaus müsste doch alles super passen für dich: Ein Hochhaus der klassischen Moderne, noch original erhalten mit tollen modischen Seitengebäuden. Eigentlich doch perfekt.
    Was gibt es hier auszusetzen?


    So langsam glaube ich, deine Beiträge sind vielmehr eine trotzig-versteckte (Gesellschafts-)Kritik gegenüber den Dresdnern ;)

    Natürlich ist das alles reine Geschmackssache: Ich bevorzuge beispielsweise Holzfenster gegenüber Plastikfenstern. Und die Heizkörper in meiner Wohnung stören mich jetzt auch nicht wirklich....


    Ich glaube Elli hat das ganz gut auf den Punkt gebracht: "Modern" wird gerade in der Architektur inflationär als leere Worthülle für die oftmals billigste/ wirtschaftlichste/ einfachste Lösung genutzt. Kritiker lassen sich dann recht easy als altmodisch oder rückwärtsgewandt abspeisen. Man sei ja schließlich modern.


    Von den tatsächlich modernen Beispielen im Beitrag von efhdd im Neumarkt-Strang ist man in DD doch leider sehr weit entfernt.. Mir fallen da spontan nur der UFA-Kristall, der Keil im militärhistorischen Museum und die SLUB ein. Ein großer Rest der "modernen" Dresdener Bebauung ist dann doch nur Durchschnitt oder Investoren-Schick.

    Die Gärtner werden schon etwas anderes finden... In Chemnitz mangelt es sicher nicht an Schrebergärten ;) . An sich mag ich diese Art von Gärten in Chemnitz auch - vor allem die am Sonnenberg - aber gerade in diesem Bereich macht es Sinn, wieder stärker zu verdichten.

    Sicher gibt es seitens der Stadt sowie der städtischen Wohnungsgesellschaften einige (grobe) Fehler in den letzten Jahren zu beklagen. Fakt ist nun aber leider einmal, dass durch einen planlosen Rückenbau in den letzten 10 Jahren weite Brachflächen in ansonsten urbane Gebieten geschlagen wurden. Damit umzugehen wird eine Mamutaufgabe und die Stadt noch viele Jahrzehnte beschäftigen. Ich persönlich halte gerade auch das Konzept der Townhouses für einen sinnvollen Umgang mit Brachen, gerade in etwas abseitigen innerstädtischen Gebieten, die eh kaum noch Urbanität besitzen. Es gibt zahlreiche dichte Viertel auf dem Sonnen-, dem Kaßberg oder dem Lutherviertel, die sich heute auch durch ein geringes städtisches Leben auszeichnen. Hier sollte man eher eine Steigerung der Urbanität fordern. An der Hauboldstr. wird sich da auch bei einer Blockrandschließung kaum städtisches Leben entwickeln.


    Dennoch: Die Architektur, die derzeit in der Ecke entsteht ist dennoch unter aller Sau. Meiner Meinung nach müssten die EFH deutlich dichter stehen. Auch die Garagen sollten in den eigentlichen Hauptbau integriert werden, dieser dann eine Etage höher ausfallen. Die Townhouses am Friedrichswerder in Berlin könnten hier als Vorbild dienen.