Beiträge von tunnelklick

    Weißfrauenstraße 1-3 (Sanierung, Umnutzung)

    Seit längerem schon stand an der Ecke Weißfrauenstraße/Seckbächer Gasse ein Ladengeschäft leer. Nun wird bekannt, dass der Magistrat für diese städtische, denkmalgeschützte Liegenschaft zu Gunsten der Crespo-Stiftung für die Dauer von 23 Jahren ein Erbbaurecht bestellen will. Das Erbbaurecht wird für kulturelle und gewerbliche Zwecke sowie zu einem untergeordneten Teil für Wohnzwecke genutzt.




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    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 05.2021, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation


    Es geht um dieses Gebäude:





    Bilder von mir

    Wilhelm-Leuschner-Straße 43-45 (Hotel Intercontinental)

    Für die Grundstücke des Interconti-Hotels sollen die Stadtverordneten auf Vorschlag des Magistrats die Aufstellung eines B-Plan beschließen. Die Vorlage M_63_2021 vom 7.5.2021 gibt Anlass zu Spekulationen zur Zukunft des Areals:



    Quelle: M_63_2021


    Die geringe Größe des Plangebietes ermöglicht die rasche Verabschiedung im beschleunigten Verfahren ohne Umweltbericht und dergleichen. Es ist auch keine Angebotsplanung, vorgesehen ist ein vorhabenbezogener B-Plan, wozu anscheinend auch schon ein Durchführungsvertrag vorliegt.


    Mal schauen, was das gibt...



    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 05.2021, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

    Schwer zu sagen, hatten wir früher schon mal diskutiert. Frankfurt erhält Anteile aus der Einkommens-/Körperschaftssteuer und der Umsatzsteuer sowie die gesamte Gewerbesteuer, die sie sich allerdings, mit anderen Städten teilen muss, wo ebenfalls Niederlassungen bestehen. Der Umsatz der Interxion Deutschland GmbH z.B. betrug 2019 knapp 170 Mio €. An Ertragssteuern wurden 2019 knapp 4 Mio € gezahlt; Interxion bestreibt derzeit 14 RZ in F, zwei in D. Welche Umsätze und Gewinne die anderen 59 RZ-Betreiber machen, weiß ich nicht.

    Frankfurt ist europaweit zweitgrößter Datenstandort

    Nach einer Studie des Maklerunternehmens JLL ( „2020 Year-End Data Center Outlook“) ist Frankfurt im vergangenen Jahr nach London auf Platz 2 der Datenstandorte (bezogen auf Collocation-Center) in Europa aufgerückt. Den Spitzenplatz verteidigt London mit Abstand. Amsterdam konnte überholt werden, weil die Stadtregierung den Bau weiteren Datenzentralen radikal gestoppt hat. Gründe waren der hohe Energie- und Flächenverbrauch. Amsterdam verlangt jetzt platzsparende Bauweise, die kostenfreie Abgabe der Abwärme und Nutzung ausschließlich regenerativer Energie. Insgesamt sind in Frankfurt 60 Anbieter am Markt.


    Das Ranking basiert auf dem Stromverbrauch (Anschlussleistung in Megawatt). London kommt dabei auf 768 MW, Frankfurt auf 443 MW, Amsterdam 425 MW, Paris 271 MW und Dublin 161 MW (New York 152 MW). Allerdings ist Dublin der führende Standort in Europa bei den firmeneigenen Rechenzentren, die dort auf eine Anschlussleistung von 670 MW kommen.


    Das Wachstum der Branche scheint ungebrochen, sowohl in London als auch in Frankfurt sind Anlagen mit 117 MW im Bau und mit 74 MW bzw. 69 MW in Planung. Es sind nicht die hohen Stromkosten, die die Branche belasten, mit durchschnittlich 23 Cent/kWh sind es in London und Frankfurt die weltweit höchsten (USA 5 Cent im Durchschnitt), es ist der sich abzeichnende Platzmangel, der das Wachstum abwürgen könnte.


    (siehe dazu auch FAZ von heute)

    Das Gutachten weist einen Marktwert von 14,5 Mio € aus. Die SWOT-Analyse des Sachverständigen:



    Das Objekt steht schon länger unter Zwangsverwaltung, der Bordellbetrieb ist geschlossen, es besteht ein Räumungstitel.


    Versteigerungstermin ist am 28.5.2021.

    ^ Insgesamt werden 5 Steifenlagen eingebaut, teils aus Stahlbeton (wie in der Startbaugrube zu sehen), teils aus Stahlkonstruktionen. Sobald die TVM zurückgezogen ist, werden die Tunnelröhren im Bereich der Station von den restlichen Röhren abgeteilt und etwa zu 60% verfüllt. Sodann werden sie von außen wieder aufgebrochen und ausgebaut. Damit das etwas leichter ist, haben die im Bereich der Station verbauten Tübbinge eine geringere Bewehrung als die übrigen Tübbinge.

    ^ Im 2. Anlauf hats geklappt. Schon 2019 hatte Infraserv den Bau des neuen Logistikzentrums und Intriebnahme in 2020 angekündigt, aber anscheinend die erforderliche immissionsschutzrechtliche Genehmigung gar nicht beantragt. Ein Grund waren vielleicht Umplanungen, denn in der damaligen PM war von geringeren Lagermengen die Rede.


    Das Logistikzentrum umfasst eine Lagerhalle bestehend aus neun ebenerdigen Lagerabschnitten und acht Mezzanin-Lagerräumen mit einer Gesamtlagermenge von 23.000 Tonnen Lagergüter, davon maximal 23.000 Tonnen akut toxische Stoffe, maximal 3.000 Tonnen oxidierende Stoffe, maximal 3.000 Tonnen Aerosolverpackungen und Druckgaskartuschen mit entzündbaren Gasen sowie maximal 23.000 Tonnen entzündbare Flüssigkeiten.Beantragt wird ebenfalls im Rahmen der Gesamtlagerkapazität die Lagerung folgender Einzelstoffe: maximal 1.000 Tonnen Acrylnitril, maximal 3.000 Tonnen Alkalichlorat, maximal 1.000 Tonnen Paraformaldehyd, maximal 1.000 Tonnen 1,2-Dibromethan, maxi-mal 9.000 Tonnen Diphenylmethandiisocanat (MDI) und maximal 9.000 Tonnen Toluylendiisosyanat (TDI).Die Lagerung erfolgt ausschließlich in geschlossenen Gebinden. Es werden ausschließlich geprüfte und für den Transport zugelassene Verpackungen verwendet.Die Anlage soll im vierten Quartal 2021 in Betrieb genommen werden. (StAnz 2020, S. 900 Nr. 772)


    Auf jeden Fall ist das neue Gefahrstofflager F750 (rot) erheblich größer als das bestehende Lager F570 (gelb).



    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 04.2021, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

    Rainer Schulze hat sicher hier mitgelesen, jedenfalls hat sich die FAZ des Themas heute angenommen (bislang nur im Print, RMZ, S. 31). Die Verzögerungen hätten ein ganzes Bündel von Gründen, die zusammengekommen seien,


    - nicht vorhersehbare planerische und bauliche Herausforderungen,

    - pandemiebedingte Engpässe auf dem Baumarkt,

    - pandemiebedingte Einschränkungen im Baubetrieb,

    - Insolvenz eines Subunternehmens, für das zwar Ersatz gefunden wurde, die neue Fa. müsse sich aber erst einarbeiten


    Die Fertigstellung werde ins 1. Hj 2023 verschoben. Immer wieder, schreibt die FAZ, werde auf die schlechte Bausubstanz verwiesen. Die Chefin der Bauaufsicht hat keine Bedenken, dass es zu einem guten Ende kommen wird, solche Konversionsprojekte seien immer ambitioniert, ihr seien keine Probleme bekannt, alle Aufgaben würden professionell abgearbeitet, die prufstatischen Zwischenberichte in Ordnung.


    Die FAZ berichtet, 100 von 129 ETW seien verkauft. Den Käufern seien Entschädigungen für Mietausfälle angeboten worden, gleichwohl wollten einige der Käufer vom Vertrag zurücktreten. Der Bauherr kommuniziere mit den Anwohnern besser als mit den Erwerbern, wird ein unzufriedener Käufer zitiert. Die Kaufpreise für die ETW gibt die FAZ mit 6.500 - 19.000 €/m² an.

    Eiserne Hand 15-17 (Nachverdichtung)

    Nach @epis Beitrag vom 20. August 2020 gibt es wenig vorzeigbares. Die Baugrube ist ausgehoben, der Baukran steht. Auch ein Bauschild gibts, und das weist ein relativ großes Vorhaben aus.


    Aufstockung eines Mehrfamilienwohnhauses um ein Dachgeschoss mit Herstellen von 2 WE im DG und Ausbau im KG zu 2 WE (Vorderhaus) und Errichtung eines Mehrfamilienwohnhauses mit 36 Wohneinheiten (Hinterhaus) mit einer Tiefgarage mit 32 Stellplätzen


    Mit Aufstockung des Vorderhauses hat sich weiter oben geäußerte Erwartung erledigt, das Vorderhaus könne vielleicht auch noch das Zeitliche segnen. Das Baugrundstück ist ziemlich groß, was auch schon der niedergelegte Altbestand zeigte.

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    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 04.2021, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

    ^ Für das Zurückziehen der TVM und den Ausbau des Schneidrads waren von Anbeginn jeweils drei Monate eingeplant; wenn die TVM fertig hat, ist der Tunnelbau aber noch nicht fertig. Hinzu kommt das Reinigen der Röhre, der Anschluss am Platz der Republik, der im Schutz des vereisten Boden praktisch händisch hergestellt wird, und der Einbau der Kabeltröge; ob die aus Fertigteilen bestehen oder vor Ort betoniert werden, weiß ich nicht. Parallel dazu beginnt die Herstellung der Stationsbaugrube und erst wenn die bis zur Sohle fertig ist, beginnt der Stationsbau; ich denke, das ist es, was Anfang 2022 beginnen soll. Die Herstellung der Stationsbaugrube ist ein eigenes Gewerk, das ich nicht unter Stationsbau fassen würde. Die Herstellung der Startbaugrube hat ungefähr 6-7 Monate beansprucht, und die war nur 78 m lang (statt 180 m) und rd. 17-18 m tief (statt 25 m). Also kann man bei der Stationsbaugrube sicher mit einem Jahr rechnen, angefangen haben sie ja schon. Der Aushub nur der Stationsbaugrube umfasst rd. 110.000 m³, davon wurden rd. 15.000 m³ schon durch die TVM ausgeräumt. Der Aushub beider Tunnelröhren umfasste rd. 72.000 m².


    Was in der Grafik rot eingefärbt ist, sind die Kabeltröge und der Unterbau des Fahrwegs, der in Konstruktionsbeton ausgeführt wird; könnte sein, dass das auch zum Rohbau gehört und nicht zur Ausrüstung des Rohbaus.


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    Grafik: SBEV



    Mod: Allgemein werdende Diskussion um B-Ebenen etc. jetzt im Thread "Frankfurter Schienenverkehr - allgemeine Diskussion".

    Franziusstraße 35 ("Blaues Wasser" - abgebrannt)

    Ein trauriges Dasein fristen die Reste des Clubs "Blaues Wasser" unterhalb der Kaiserlei-Brücke. Durch ein Feuer Anfang August 2020 ist das Gebäude schwer beschädigt worden (siehe FNP und Journal Frankfurt v. 4.8.2020). Zunächst war die Rede von Wiederaufbau, zumindest provisorisch scheint das Gebäude gesichert worden zu sein, aber nach Wiedereröffnung sieht es - pandemiehalber? - nicht aus. Sachstand ist Leerstand und die Situation wird leider nicht besser, genaues weiß man nicht. Vor knapp 5 Jahren ist das Blaue Wasser in den Räumen eines vormaligen Bordells eröffnet worden. Der markante blaue Anstrich ist anscheinend erst nach dem Brand angebracht worden.


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    Main-Weser-Bahn (Bereich Ginnheim - update)

    Im Bereich Ginnheim hat sich viel getan. Nachdem das neue Fernbahngleis Richtung Hbf auf 2-3 km in Betrieb genommen wurde, wird derzeit das zweite neue Fernbahngleis parallel dazu verlegt. Auf der Stadtseite der Trasse wurde der Bahnkörper verbreitert, so dass die S-Bahngleise gespreizt werden können, um Platz für den neuen Mittelbahnsteig der S-Bahnstation Ginnheim zu schaffen.


    Richtung Bockenheim geschaut: rechts Fernbahn neu, Mitte Fernbahn neu, links Gleis alt:


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    Richtung Eschersheim geschaut:


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    Die S-Bahn befindet sich ungefahr im Bereich der künftigen Station Ginnheim:


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    Bilder von mir

    Die PTS-Werkstatthallen werden zum großen Teil aus Fertigteilen montiert:


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    Einige Beiträge weiter oben war der neue Durchlass Thema, für die LSG-Fahrzeuge vom Standort Gateway Gardens unter der A3 hindurch zum Flughafengelände. Was wie eine Autobahnbaustelle in der Mitte der A3 aussieht, sind Bodenarbeiten für diesen Durchlass (Bodenverbesserung? Fundamente?):


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    Bilder von mir