Beiträge von Georges Henri

    Im Lichte der ganzen Erregung um das ästhetische Profil von Frau Kahlfeldts Arbeit als Architektin finde ich das Ergebnis des BDA-Publikumspreises ausgesprochen interessant. So schreibt die Morgenpost: Die Auswahl sei mit 112 Projekten riesig gewesen, doch das Votum der Leser dann genauso eindeutig. An der Abstimmung zur Vergabe des Publikumspreises des BDA in Berlin nahmen mehr als 4000 Architekturinteressierte teil. Das Ergebnis: Mit Abstand die meisten Stimmen unter den zur Auswahl stehenden Gebäuden vereinte ausgerechnet der Patzschke in der Oberwallstraße auf sich.


    Ich persönlich finde den Bau bizarr und ungelenk und ich mag ihn nicht sonderlich. Wenn man aber bedenkt, dass die meisten Teilnehmer an all den öffentlichen Debatten sich als glühende Demokraten definieren - und bestimmte Architekten besonders starkt "fordern", dass ausgerechnet sie, als angeblicher Ausdruck von Offenheit und Demokratie, die Auswahl entscheidender Personalien unbedingt mitzubestimmen hätten - dann entsteht ein ziemlich schauderhafter Widerspruch, wenn nämlich gleichzeitig das Bedürfnis großer Teile der Bevölkerung nach weniger Sachlichkeit in der Architektur so einfach als obszön und falsch abgetan wird.


    https://www.morgenpost.de/berl…Z8FIJyK7OrYVBXepVP--CW3aA

    Und es gibt noch einen Zeit-Artikel von heute mit dem Titel "Es wird mehr Hochhäuser geben", in dem Kahlfeldt mit ähnlichen Aussagen zitiert wird, wie sie sich auch gegenüber der Welt finden. Allerdings betont sie hier konkret angesichts des hohen Bedarfs an Wohnungen, es werde in Berlin mehr Hochhäuser geben. Und die Zeit erhofft sich von dieser Aussage, diese Hochhäuser könnten dann Leuchttürme im steinernen Meer von Berlin werden.


    https://www.zeit.de/2022/04/pe…eldt-baudirektorin-berlin

    Die neue Senatsbaudirektorin scheint sich nun langsam aus der Deckung zu wagen und gibt heute der Welt ein erstes Interview. Darin beschreibt sie - im Gegensatz zu den vorauseilenden Disqualifizierungen - ein Haus, das sie in Sachsen-Anhalt ganz und gar aus Holz gebaut hat. Sie erläutert die herausragende Bedeutung des emissionsarmen Baustoffs Holz für Berlin und spricht von einem Holz-Kompetenzzentrum, das in Tegel Erfahrungen für das zukunftsorientierte Bauen in Berlin sammeln soll.


    Kahlfeldt meint, die Heftigkeit der Kritik an ihrer Personalie sei für sie zwar keine Überraschung gewesen, (ich vermute, sie ist seit ihrer Zeit beim BDA manches gewohnt) die Form und der Inhalt der Kritik indes seien in ihren Augen beschämend für ihren Berufsstand, und dies habe auch das Amt der Stadtbaudirektorin selbst beschädigt. In Zukunft werde sich jeder Kandidat fragen müssen, ob er die Kraft habe, als Zielscheibe von Diffamierungen und Unterstellungen in den Ring zu treten.


    Zu ihrer Vorgängerin meint sie, diese habe sich vor allem um die Planungs-und Beratungskultur verdient gemacht. Jetzt gehe es vor allem darum, die vielen angeschobenen Projekte auch schnell zu realisieren. Jetzt müsse gebaut werden.


    Zum Thema, ob Männer und Frauen sehr unterschiedlich arbeiteten, meint sie, sie freue sich immer über jede Frau auf einer Baustelle, sie könne wirkliche Unterschiede aber nicht erkennen. Zudem kenne sie viele sehr gut kommunizierende Männer - und Frauen mit großen Egos.


    Zur Qualität der überaus zahlreichen Wohnquartiere, die entstehen sollen, sagt sie, die festgelegten Planungsprozesse, welche die Qualität der neune Quartiere sichern sollen, orientierten sich an den erfolgreichen Kiezen Berlins. Es würden dichte, sozial und funktional gemischte Stadtquartiere mit guter Infrastruktur und kurzen Wegen entstehen, damit echte Nachbarschaften entstünden - und keine Schlafstätten mit hingestellten Riegeln.


    Konkrete Lieblingsbauten der letzten Jahre in Berlin möchte Kahlfeldt nicht nennen, sie meint aber, wenn man sich am Leitbild der europäischen Stadt orientiere und urbane, kompakte Quartiere baue, dann sei die Architektur des einzelnen Hauses gar nicht so wichtig. Sie finde Projekte gelungen, wenn sie einen langfristigen Wert hätten, ... wenn sie auch in ihrer gestalterischen Qualität Bestand hätten. Etwas anderes könnte man sich ökologisch auch gar nicht mehr leisten.


    https://www.welt.de/debatte/ko…PmUTUOWLT-IOYwvMvDjliywxY

    Gerhard Matzig schreibt heute in der Süddeutschen Zeitung "Was eine Diskussion um das politische in der Stadtplanung sein müsste, wird zur Ideologie: Der Streit über die Berufung von Petra Kahlfeldt als Berliner Bausenatorin ist eine Groteske".


    Darin heißt es, die Waffe der Kritiker sei ein Prügel wie in einem Asterix-Comic, die bevorzugte Strategie das Draufhauen. Die bizarre Debatte um Frau Kahlfeldt werde zur Groteske um angeblich "linke" oder mutmaßlich "rechte Räume", um eine "fortschrittliche, demokratische" oder "restaurative, autoritäre" Baukultur. All das gebe es in dieser versammelten Einfalt aber nicht.


    Spöttisch meint der Autor, man dürfe sich inzwischen fragen, ob es stimme, dass Petra Kahlfeldt vorhabe, Berlin abzutragen, um die Stadt durch das so genannte Putin Schloss zu ersetzen – angereichert mit früheren Germania-Ideen von Albert Speer, verwaltet von der Deutsche Wohnen SE. Gerüchtweise werde exakt dies geschehen. Hier sei jedoch eine intensive SZ-Recherche einzubringen: Dafür hätten sich noch keine zwingenden Anhaltspunkte in Kahllsfeldts Biografie gefunden.


    Tatsächlich gehe es um Ideologisches und Formalästhetisches. Und das sei schade, denn Architektur und Stadt seien die eigentlichen Akteure der Zukunftsgestaltung. Im Bemühen um eine andere Klimapolitik, im Mühen, die sozialen, ökonomischen und politischen Verwerfungen einer Epoche ungebremster Urbanisierungsschübe zu reparieren, sei die Relevanz des Planens und Bauens nicht zu unterschätzen. ... Ein Streit wie in Berlin aber sei wenig hilfreich und unglaublich ermüdend. (Erinnert mich persönlich sehr an die teils extremen Polarisierungen hier im Forum und in anderen Berliner Foren...)


    https://www.sueddeutsche.de/ku…te-1.5510170?reduced=true

    Ich finde insgesamt die Vorstellung einer Höhenverdichtung am Tiergartenrand reizvoll. Es geht nicht darum, den Central Park zu kopieren. Aber mich reizt das Spannungsverhältnis zwischen dem großen Tiergarten als Refugium und einer klar verdichtenen Innenstadt, die ihn auch sichtbar umfasst.

    Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung postet heute auf Facebook:


    Es geht weiter mit dem Verfahren zur Neugestaltung am #Molkenmarkt. Das digitale Auftaktkolloquium am Donnerstag, 20.01.2022 von 10.00 bis 12.00 Uhr, steht via Zoom allen offen. Treffen Sie hier die Teams und machen Sie sich ein Bild der beiden Siegerentwürfe.

    https://zoom.us/j/94274727647...

    Und schon mal vormerken: Im Februar geht es dann in zwei öffentlichen Werkstätten an die konkrete Arbeit.


    Hier noch eine Seite dazu:

    https://molkenmarkt.berlin.de/…-qhemPb26OWxzaaxq2PojZHJg

    Ich bin hier zwigespalten. Das Wäldchen war eines der letzten Exemplare von verwunschenen, vergessenen Orte mitten im alten repräsentativen Berlin. Dass ausgerechnet die Kanzlerin all die Jahre auf dieses völlig verwilderte Terrein schaute, fand ich immer schön. Bis vor 10-20 Jahren war die ganze Gegend ja kaum bebaut und völlig vergessen mit der prächtigen Moltkebrücke als bizarrem Rudiment des Kaiserreichs. In der Elisabeth-Abegg-Straße war es vor Wochen immer lauschig und still wie tief in Brandenburg, und durch das dichte Laub schimmern die Blicke auf Innenministerium und Kanzleramt. Hinter der Polizei gibt es noch immer einen dichten und nicht zugänglichen Wald, in dem es zwitzschert wie im Urwald. Gleich daneben dann der angeknabberte Restflügel des ehemaligen Oberfinanzdirektion. Aber man kann den Kuchen nicht essen und gleichzeitig behalten. Deshalb finde ich es städtebaulich auch nicht falsch, wenn das Entrée zur Straße Alt-Moabit wieder klar markiert wird.


    Interessant wird auch, wie unser Staatsoberhaupt damit umgehen wird, ausgerechnet hier auf diesem historisch schwer kontaminiertem Boden zu bauen. Immerhin wurde das gesamte durch den Staat geraubte Vermögen der aus Berlin deportierten und ermordeten 60.000 Juden exakt an dieser Stelle minutiös erfasst, seine Liquidierung durch besagte Behörde bis zum kleinesten Haushaltsgegenstand dokumentiert und die dafür schriftlich erklärte Deklaration jedes einzelnen Juden inkl. von Säuglingen als "Staatsfeind" tausenfach abgeheftet. Wer immer sich einem Berliner Schicksal des Holocaust zuwendet, wird einen Band von grausigsten Dokumenten über "Reichsfeinde", "Entjudung", sog. "Evakuierung" und der "Entwesung der Juden-Wohnung" von exakt dieser Adresse lesen.


    Bisher steht die Berliner Gedenktafel zu dem Thema gut versteckt im schattigen Abseits der Elisabeth-Abbegg-Straße. Vielleicht ändert sich das mit dem Neubau. Hier noch ein Bild der Tafel; man muss wirklich genau hinschauen, um sie zu erkennen:

    https://gleis69.de/vermoegensv…-vergangenheit-bewaeltigt

    Ich finde, die Gegend pendelt zwischen Monotonie Richtung Straße der d. P. K. und besonders harten Brüchen Richtung Koppenstraße. Ich finde es gut, dass der Bau ein Kind seiner Zeit ist und die Gegend um seine zeittypische Handschrift bereichert. So erscheint diese Umgebung nicht mehr so aus der Zeit gefallen und von der Welt vergessen. Und je diverser dieses Viertel wird, umso lebenswerter erscheint es mir persönlich. Was mich irritiert, ist, dass in dem offenen Erdgeschoss geparkt zu werden scheint.

    Hier geht's gleich zu drei Artikeln, die das Thema behandeln. Im Tagesspiegel heißt es, dass der Grüne André Schulze in Geisels Engagement für ein Vorankommen am Hermannplatz und eine Neuordnung des Platzes den Beweis sehe, "dass man weiter nicht zu ernsthafter Betiligung bereitt“ sei. Was für ein Witz. Seit Jahren wird hier auf allen Ebenen an einem Kompromiss gearbeitet, der nun wirklich ein extrem vielseitiges Konzept für den Neubau zur Folge hat, und diesem Schulz fällt nichts Besseres ein als Fundamentalgejammer.


    https://www.morgenpost.de/berlin/article234265321/Unsere-Aufgabe-ist-es-die-Aermel-hochzukrempeln.html?utm_medium=Social&utm_campaign=BM&utm_source=Facebook&fbclid=IwAR0N7jaUEQRDZWKeZeu0DST-CQrhvB_QuTpUGcllkHkusMdg5HcKxfWw5pk#Echobox=1641713871


    https://www.morgenpost.de/berl…nnplatz-vorantreiben.html


    https://www.tagesspiegel.de/be…ndert-tagen/27959908.html

    Senator Geisel äußert sich in der Morgenpost ausführlich zu seinem Ansatz auch in klarer Abgrenzung von der Politik seiner Vorgänger von der Linken. Er betont vor allem, dass nach allem partizipativen Sprechen mehr Handeln kommen muss, bei dem das bisherige Gegeneinander durch ein Miteinader ersetzt wird. Er plädiert auch für kürzere Planungsprozesse und schnellere Entscheidungen.


    Geisel sagt, die Baudichte in den Quartieren müsse erhöht werden. Damit meint er sicher auch, dass man mehr in die Höhe gehen will. Er meint, Berlin sei eine der grünsten Städte Europas, und wenn man wolle, dass das so bleibt, dürfe man nicht zu viel Flächen verbrauchen. An den Stellen, an denen man baue, müsse deshalb dichter gebaut werden als bisher.


    Deshalb will Geisel wohl an der Traufhöhe rütteln: Bisher sei die Traufhöhe mit 22 Metern beschrieben, weil das die Höhe der Feuerwehrleiter Ende des 19. Jahrhunderts gewesen sei. Man werde diese Höhe aber überdenken müssen. Es heiße nicht, dass man jetzt jeden Innenhof bebaue. Aber grundsätzlich dürfte man die Stadt nicht versiegeln und wertvolles Bauland in lockerer Bauweise verbrauchen, ohne dass man genügend Wohnungen bekomme.


    Geisel nennt in diesem Zusammenhang auch die Elisabeth-Aue. 2016 habe man von 5000 Wohnungen gesprochen. Der Bezirk Pankow habe ihm jetzt mitgeteilt, man könne sich 2000 Wohnungen vorstellen, vielleicht auch nur 1000. Da ist nun mit Geisel wohl nicht das letzte Wort gesprochen.

    https://www.morgenpost.de/berl…ermel-hochzukrempeln.html

    Sehr schön! Auch die improvisiert erscheinenden Eingangsformen, die gegen die Strenge der filigranen Obergeschossfenster eine Spannung erzeugen. Und Bären als Wasserspeier an einer Grundschule..., echt sweet. Hier scheinen Architekten mit einer Affinität für Kinder und für Architektur am Werk zu sein.

    Auf diesem Modellbild von 1969 ist aber auch gut sichtbar, dass stadträumlich gar nicht erst versucht wurde, den Alex als gefassten Raum zu definieren. Hier fließen gigantische Räume als fast amorphes Kontinuum ineinander. Jeder Kenner des Orts weiß, dass diese Freiflächen für Fußgänger, deren Durchwegung zu großen Teilen in einem Tunnelsystem unter die Erde verbannt wurde, unwirtlicher nicht sein könnten. Man meint fast, die Herrschaften wollten ein bisschen Brasilia spielen. Dass das Land Berlin es nach der Wende für nötig befand, diesen ganzen Teil der Stadt komplett neuzudenken, bleibt wohl verständlich. Genauso wie man in der City West als nicht ganz so drastischem Beispiel im letzten Jahrzeht auch die Räume massiv korrigiert hat.


    Der Wohnkomplex Memhardstraße war in diesem Modell wohl - genauso wie die Wohnbauten gegenüber dem Kaufhaus - noch als Bürobauten gedacht.


    img_52492fkcl.jpeg


    Quelle: "Architektur und Bildende Kunst - Ausstellung zum 20. Jahrestag der DDR" (Katalog, 1969)

    ^Du hast natürlich Recht. Umso sinnvoller erscheint es, dass aus der zerfaserten Innenstadt mit offen wabernden und in einander fließenden Freiflächen, die bis vor wenigen Jahren in der Gegend als Adresse tatsächlich allesamt den Namen Alexanderplatz trugen, nun wieder eine klare Platzgestalt sowie klar lesbar gefasste Straßen heraus gearbeitet werden. Ich persönlich liebe die Vorstellung, dass neben dem großen Hauptplatz ein paar kleinere Plätze zum Durchatmen wie an der Memhardtstraße oder vor dem Haus des Reisens entstehen.

    ^Vielleicht erweist sich die Bebauung an dieser Stelle tatsächlich einmal als besonders spannende Aufgabe für die Zunft. Spätestens wenn die Alexanderstraße dann auch noch zu beiden Seiten von Hochhäusern gesäumt ist. Sicher braucht es dann als Fluchtpunkt keinen Point de vue im stalinistischen Sinne. Aber irgendwie muss die städtebauliche Geste dort ästhetisch bewusst aufgefangen und ins Scheuneviertel hinein abmoderiert werden.


    Der oben verlinkte Entwurf sieht an der entscheidenden Stelle leider nur einen unförmigen Trumm vor - so breit wie hoch, mit einer unmotiviert erscheinenden, punktuellen Aufstockung um 2 Geschosse, plump, einfallslos und schlicht zu schlecht für diesen dann wirklich herausragenden Ort, auf den das Auge gezielt gelenkt wird.


    Vermutlich sollte von der Senatsbaudirektion irgendwann einmal recht klar benannt werden, was ein Bau hier zu leisten hat, quasi als Scharnier zwischen Hochhausmetropole und gewachsener, alter Stadt und mit dem Pressecafé als flashy Farbelement im Sockelbereich.

    ^Nun ja, bei Tieren spricht man von artgerechtem Leben. Beim Menschen aber erscheint es genauso legitim zu hinterfragen, ob technokratische, aufs funktional Wesentlichste Einheitsunterbringungen dem Wesen des Menschen gerecht werden und ihm eine würdige und lebenswerte Existenz ermöglichen. Bei den tristen Einheitsmietskasernen des Kaiserreichs ist man sich einig, dass sie nicht menschenwürdig waren, und bei anonymen Unterkünften der Moderne, die oft ab Tag 1 zu Brennpunkten für soziale Probleme wurden und werden, wird plötzlich Wortklauberei betrieben.

    Zitat von Berlinier


    Wir kaufen Eier aus Freilandhaltung, befreien Hühner aus Legebatterien, -haben aber kein Problem damit in nummerierten Wohnblöcken zu leben, in denen sich Wohnungen, Türen, Fenster, Klingelschilder und Hausfassaden gleichen, wie ein Brutkasten dem anderen


    Völlig daneben.

    Wieso völlig daneben? Seit es die von Berlinier angesprochenen Formen von Massenunterkünften gibt, kursieren Begriffe wie Wohnsilos, Karnickelbuchten etc. für viele zurecht, weil sie eine technokratische Unterbringung ohne individualität vorsehen, oft auch in anonymisierten Riesenriegeln, an denen man die Eingänge zählen muss, um zur richtigen Haustür zu finden. Zwar ist man von gigantischen Blöcken der Siebziger abgekommen, aber der Verlust von Individualität im großen Brei der immerselben Form hat etwas Beängstigendes. Warum sonst werden viele von uns hier in diesem Forum in so mancher Gegend von Berlin denken: Hier möchte ich nicht tot überm Zaun hängen? Und wenn ich mir vorstelle, in so einen neuen WBM-Horrokasten an der ekelhaft lauten Stadtautobahn namens Gertraudenstraße gepackt zu werden, dann denke ich wie von Berlinier beschrieben: Das wünsche ich als Biokäufer keinem Huhn.