Beiträge von LukaTonio

    Brechung der Fassade

    Was mir besonders gut gefällt ist dass die Fassade durch Rücksprünge bzw Einbuchtungen gebrochen/unterteilt wurde. Dadurch macht der Baukörper einen weniger massiven und viel filigraneren und interessanteren Eindruck.


    Davon hätten sich die Bauherren der massiven langgestreckten Riegel an der Europaallee Ost gerne was abgucken dürfen:-)

    Finanzierung durch Bund

    Es wäre schön, wenn bei Variante 1 der Bund noch Geld für einen wirklich gelungenen Neubau und würdiges Pendant zur alten Oper zulegt. In Berlin werden alle großen repräsentativen Neubauten mit Unterstützung des Bundes realisiert, da Bundeshauptstadt.
    Das sollte aber nicht heißen, dass in anderen zentralen Städten des Landes kein Bedürfnis besteht finanziell Stadtreperatur zu unterstützen, um Leuchttürme für Toptalente und internationale Konzerne zu errichten. Ach und vor allen Anderen für uns natürlich:-)

    Köln Deutz Skyline

    also erstmal würde ich von Speer Plänen die Finger lassen, siehe das Europaviertel in Frankfurt oder das traurige deutsche Viertel in Shanghai.


    Zunächst macht es Sinn die Hochhäuser als Cluster zusammen zu stellen, anders als dies in vergangenen Jahrzehnten in Köln passiert ist. Dies ermöglicht eine ständige Weiterentwicklung des Clusters. Außerdem fallen bei einer ständigen Weiterentwicklung einzelne ältere Hochhäuser nicht so auf anders als wenn sie prominent alleine stehen.
    dazu kommt, dass ab einer gewissen Größe des Clusters Investoren von allein beflügelt werden, immer neue Türme dazu zustellen, da sie die vorhandene Skyline als Verkaufsargument nutzen.



    Ich würde für die Wasserkante in Köln Deutz votieren. Dann wird der Dom nicht gestört und von der Altstadtseite wird man auf eine kleine Skyline schauen können, die ja jetzt schon minimal besteht

    Fragen

    Eine Frage, wird das Projekt auf beiden Seiten als Blockrand an die Straße herangezogen oder bleibt der "Die Welt" Ballon im Hintergrund bestehen und der helle Gebäudeteil schließt irgendwo davor auf der grünen Wiese ab?


    Wenn es die zweite Variante ist bedeutet dies, dass der Ballon zur permanenten Institution wird oder wird der helle Gebäudeteil von Living Charlie irgendwann in die Blockmitte genommen und von weiterer Blockrandbebauung umgegeben die bis an die Wilhemstraße heranreicht?


    Ich denke, dass die Niederkirchner/Zimmerstraße aufgrund diverser spannender Institutionen zu einem ein Boulevard ausgebaut werden könnte, wenn noch ein paar Korrekturen vorgenommen werden.


    Links neben dem Berliner Abgeordnetenhaus besteht auch eine Baulücke. Ist hier was geplant?

    Ich muss dir Recht geben Tomov. Allerdings ist es immerhin kleinteilig, im Blockrand gebaut und mit öffentlich Erdgeschossnutzung. Zudem muss positiv die teilweise Backsteinriemchenverkleidung hervor gehoben werden. In dieser Lage hätte es durchaus noch kreativer und abwechslungsreicher sein dürfen. Würden allerdings große Brachen in Berlin und Deutschland so bebaut, fände ich das ein tolle Entwicklung.

    Ich hoffe sehr, dass es am Strandkai und im Überssequartier bald los geht, so dass für die Gesamtentwicklung ein lebendiger Nukleus entsteht. Im Moment habe ich an allen Orten der Hafencity das Gefühl das etwas passiert, aber es gibt noch viel Leere, gerade bei Wind und Wetter.


    Hierzu habe ich eine Frage. Es wundert mich, dass bereits konkrete Planungen für Gebäude an den Elbbrücken vorhanden sind, mir aber für die Grundstücke zwischen Marco Polo Tower, Richard Meier Gedächtnismausoleum und Cruisecenter keinerlei Planungen bekannt sind. Warum gibt es dies für die Grundstücke 60, 61 und 63 noch nichts?

    unbedingt auf Alex konzentrieren

    In Frankfurt zeigt sich, dass wenn ein Cluster eine gewisse Größe erreicht, dies die die Visionen von Investoren, Architekten und Politiken beflügelt und die Skyline zu einer Art Selbstläufer wird. Daher finde ich einen Hochhausentwicklungsplan der sich auf drei Standorte konzentriert absolut richtig. Ich bin sogar unglücklich über die Areale am HBF und am Postbahnhof. Ich würde mir sehr wünschen, dass sich die Entwicklung auf die City West und ganz besonders den unansehnlichen Alex als zentralem Platz der Stadt konzentriert.
    Eine zentrale Bauleitplanung ist dazu unerlässlich, da sonst jeder Bezirk sein eigenes Ding macht. Es konkurrieren aber nicht Bezirke miteinander sondern Berlin um Unternehmen und Fachkräfte mit Paris, London, Frankfurt, München

    Grundstück dahinter

    Habt ihr eine Ahnung was mit dem Grundstück dahinter an der Wilhelm Leuschner Straße passieren soll? Hier kann noch erheblich mehr Stadtreperatur betrieben werden. Es wäre toll wenn der Blockrand geschlossen wird.


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    Mod: Frage aus dem Thread zum "Ensemble am Untermainkai" hierher verschoben.

    Werbeleinwände an der Zeil

    Was haltet ihr von der Idee auf dem Stück Zeil zwischen Hauptwache und Konstablerwache großflächig Videoleinwände und andere beleuchtete Werbevorrichtungen zuzulassen?


    Esprit an der Hauptwache geht bereits in diese Richtung.


    Städtebaulich wäre es kein großer Verlust für die Gebäude hinter den Werbevorrichtungen, würde aber zu mehr Urbanität führen.

    Beide Entwürfe sind extrem runtergelangweilt worden wenn man sich frühere Entwurfe anschaut. Dem Flachbau wurde seine Plastizität genommen und beim Turm fehlt der doppelgeschossige Dachabschluss.
    Besonders der Flachbau hat sich von einer Stadtbereicherung zu einem Bau für ein Hostel oder Budgethotel entwickelt.

    Mich würde es freuen, wenn Teile jeweils von unterschiedliche Architekten gestaltet werden würden. Dadurch würde das Quartier vielfältiger und die Chance auf sehr massiven Investorenarchitektur aus einem Guss würde minimiert. Was im Moment am Spielbudenplatz in St. Pauli versucht wird, könnte wegweisend für den deutschen Städtebau werden, sofern entsprechende Bestimmungen durchgesetzt werden. Das recht schicke aber tote, da einseitig, viel zu massiv und großflächig gestaltete Gegenbeispiel kann man sich im Europaviertel in Frankfurt anschauen

    Aldi. Ich fand einen anderen Kommentar viel treffender.


    Es ist kein Klotz, keine Stapelung von Klötzen, keine Raster- oder Schießschartenfasade, kein weißer Putz oder ähnliches.


    Wenn der Entwurf als Markthalle im Europaviertel stehen würde, um einen freundlichen, bodenständigen ja vllt deswegen auch etwas provinziellen aber hochwertig ausgeführten Gegenpol zu der sonstigen Architektur dort zu bilden, ich würd ihn feiern.


    Und hier. Das Kulturforum wirkt recht unnahbar mit einer unglücklichen Verkehrssituation und wenig einladenden Eingangsbereichen der existierenden Gebäude. Das alles scheint beim Neubau anders. Nach Bild soll er allerdings extrem nah an die Straße gebaut werden.
    Zudem sollte der Neubau gegenüber den anderen Bauten unaufdringlich wirken, was ihm gelingt.
    Also warum nicht.


    Zudem bin ich letztlich von den meißten HdM Projekten begeistern gewesen. Lustigerweise von der hier erwähnten Tate Erweiterung gerade nicht.

    Soweit ich das verstanden habe wird die Rasterfassade bis zum Dachabschluss durchgezogen, also auch das Technikgeschoss mit der Fassade versehen.
    Was einen tollen Eindruck machen würde, wäre die Festerstreifen im obersten Doppelgeschoss des Gebäudes abwechelnd mit blauen und weißen LED Lichern auszuleuten. So könnte ein ähnlicher Effekt wie beim US Bank Tower in L.A. erzeugt werden.

    gleiche Diskussion wie bei Alexander

    Ich empfinde gerade den Mittelteil bei Gehry auch als zu klobig und unproportioniert. Hier baut vor allem ein großer Name. Im Prinzip können wir hier die gleiche Diskussion wie beim Alexandertower führen, was schade ist.
    Ohne in bestimmte Forenmuster zu verfallen, liegt das wahrscheinlich an der Forderung seitens der "Behörden", dass die zu bauenden Tower drei in einander verschobene Gliedteile haben sollen.


    Im direkten Vergleich freue ich mich tatsächlich mehr auf den Alexandertower.
    Für die Stelle hier hätte ich aufgrund der Proportionen den Barkow-Leibinger Entwurf bevorzugt.


    Nichtsdeto trotz hoffe ich, dass am Alex noch zwei, drei weitere Highriser entstehen, womit eine kritische Masse überschritten wird und das Hochhaus bauen ähnlich wie in Frankfurt bei guter Konjunkturlage zum Selbstläufer wird.

    Egal ob Reko oder Neubau. Für Frankfurt bietet sich hier die einmalige Chance ein großes Stück aus der Nachkriegspiefigkeit herauszukommen.


    Ich hab mich immer gewundert, dass ich das trotz beeindruckender Skyline so empfinde. Ich denke, dass es am weitgehenden Fehlen von spektakulären neuklassizistischen Bauten liegt wie sie Unter den Linden oder in Paris oder Wien zu finden sind.


    Ich hab mir allerdings die Bilder des alten Schauspielhauses angeschaut und war gerade vom Eingangsportal nicht übermäßig beeindruckt. Das Gebäude wirkt nicht stilprägend. Vielleicht wäre ein spektakulärer Neubau wie bei anderen Opern der letzten Jahre besser.


    Die grundsätzliche Diskussion ob es überhaupt Rekos geben darf oder die Architektur immer die Zeit widerspiegeln muss, empfinde ich als unnötig. Durch klassische Bauten entstehen weder Diktaturen noch werden sie verherrlicht oder das Geschichtsbewußtsein geschwärzt.
    Klassische Bauten schaffen es in besonderem Maße einen Raum zu kreieren, in dem sich der durchschnittliche Bürger wohl fühlt und gerne aufhält. Das muss reichen. Die Architektur hat meiner Meinung nach keinen Erziehungsauftrag. Das hätte ich Ferdinand Kramer auch gerne mal persönlich gesagt.


    In jedem Fall wäre es schade, an dieser so exponierten Stelle eingerahmt von Hochhäusern einfach ein weiteres Hochhaus hinzusetzen, auch wenn ich mich sonst über jede Bereicherung der Frankfurter Skyline freue.
    Es gibt viele Beispiele, wo ein neuklassizistischer Bau eingerahmt von einer Skyline großartig aussieht.


    Die Taunusanlage ist der zentrale Ort Frankfurts. Ihn einfach für ein weiteres Hochhaus abzugeben, empfände ich als Verlust.

    Wenn Tishman Speyer nach Berlin kommen sollte, ist das die beste Nachricht für Hochhausbau. In Frankfurt sind sie seit einigen Jahren das Unternehmen, dass die Skyline bereichert. Ihr zuletzt vollendeter Turm http://www.deutsches-architekt…thread.php?t=9677&page=42
    zählt zu den schönsten Türmen der letzten Jahre. Und mit dem Hüftschwungturm von BIG ist schon das nächste Projekt in der Pipeline.


    Wenn sie sagen, sie bauen, dann bauen sie schnell und meist mit schöner Architektur. Also völlig anders als das was das berliner Forum vom Alex kennt. Allerdings muss auch gesagt werden, dass die Beziehung zu den Baubehörden in Frankfurt sehr gut ist. Auf öffentlichen Präsentationen geben sie sich gegenseitig Komplimente und freuen sich über einander. Also völlig anders als hier, wo ja offensichtlich trotz der unwirklichen Lage am Alex nicht versucht wird, einen Bau den Investoren besonders attraktiv zu machen um eine positive Veränderung zu erzielen.
    Stattdessen werden ihnen mit zu bauenden Kindergärten etc Knüppel zwischen die Beine geworfen, was die Marktlage am Alex einfach noch nicht hergibt.


    Trotz all dem halte ich das Hochhaus direkt am Bahnhof für eine Fehlplanung. Er fügt sich nicht in das Cluster um den Tour Total ein, wobei ich auch ein ausgesprochener Clusterfan bin und sonst Hochhäuser für sinnlos halte.
    Außerdem haben wir doch gerade auf der Seite zum Kanzleramt hin langweilige Architektur bekommen, damit nichts vom Hauptbahnhof ablenkt. Jetzt soll direkt daran auf der anderen Seite ein 100 m Haus entstehen, welche den HBF von beiden Seiten dominieren wird. Passt für mich nicht zusammen.

    Seit der Krise 2008 ist der Baufortschritt in der Hafencity trotz des Baubooms der letzten Jahre nach meinem Verständnis eher unterdurchschnittlich.
    Wenn sie bis 2024 fertig sein soll, um in den potentiellen Olympiakameras der Welt gut auszusehen und Werbung für die Stadt zu machen, wäre wohl etwas Eile geboten.


    Das maritime Museum sieht toll aus. Dank dir Häuser, dass du das Forum so belebst. Ich bin nicht vor Ort und sehe den Fortschritt nur durch die Bilder die hier gepostet werden.

    Vertane Chance

    Schade. Stellt euch vor, was für eine einmalige Chance sich geboten hätte, wenn statt der Sanierung neu gebaut worden wäre. Wenn wie in vielen nordeuropäischen Ländern in Hafenlagen, ein modernes Gegenüber zur alten Oper entstanden wäre, wäre die Taunusanlage rund herum international konkurrenzfähig geworden.
    Stellt man sich eine Abwandlung der vielen tollen Opernhäuser zwischen den Hochhäusern der Taunusanlage vor, wäre das für Frankfurt ein weiterer großer Schritt aus der Nachkriegspiefigkeit gewesen.


    In diesem Sinne halte ich die Investition in eine Sanierung für einen Fehler. Das derzeitige Gebäude ist ein unästhetisches Flickwerk und einer so prominenten Stelle unwürdig.


    Allerdings könnte gut sein, dass die Schreckensmeldungen der Elbphilharmonie die Entscheidungsträger von einer derartigen Vision abhalten.