Beiträge von Wagahai

    furchtbar, eng, dunkel und kahl verstehe ich nicht ganz. Der Pragsattel ist zwar baulich und optisch weitest gehend die Folge des Jahrzehnte währenden städtischen Rumgeeiers, wo man mit dem Areal nun hin möchte. Daher ist es bisher ziemlich chaotisch bebaut, wie fast alles um die Heilbronner Straße. Mal möchte man ganz hoch hinaus, dann will man keine Wohnungen zulassen, dann will man Wohnungen doch zulassen, aber nicht mehr hoch hinaus... Stuttgarter Geschichten eben. Dennoch hat es selbst jetzt noch immer das Potenzial bei qualitativer Aufwertung - ja trotz des Wahnsinnsverkehrs - zu einem originellen Misch-Quartier zu werden, zumindest meint das der Optimist in mir. Die Anlagen sind doch eigentlich wirklich gut: Killesbergpark fußläufig, ÖPNV in alle Richtungen, Innenstadt binnen weniger Minuten. Wofür genau brauchst Du ein Auto?

    Kann da nur zustimmen. Ich hätte nichts gegen eine Einbahnstraßenregelung mit Fahrbahnverengung, z.B. schon ab Pariser Platz. Der Fußgängerverkehr wird mit zunehmender Bebauung auch der Gleisflächen = Aufsiedlung jedenfalls nicht weniger über die Jahrzehnte, und auf einen sträßlichen Vollanschluss des Europaviertels über Türlen-/Heilbronnerstraße kann und sollte man da glaube ich verzichten, wenn der bisher allenfalls moderate status quo erhalten werden soll.

    Ich habe mir inzwischen eine persönliche Jungfernfahrt gegönnt und bin beide Richtungen abgefahren. Von B14 hoch Richtung Pragsattel ganz smooth, umgekehrte Richtung bereits Megastau Richtung (ziemlich scharfe) Rechtskurve zurück zu B14. Da Stauende um die Ecke, kann ich mir insbesondere für Ortsunkundige hier eine Auffahrunfallfalle gut vorstellen. Zumindest ist nun der Stau "oben" weniger wahrnehmbar, was man bereits als qualitativen Gewinn verbuchen kann, es sei denn, man ist selbst gerade Teilelement des Staus.

    Vielen Dank für die ungewöhnlichen Perspektiven von der Sparkassenakademie aus (Korrektur, ist Staatsbibliothek, war schon länger nicht mehr oben..). Ist die Dachterrasse vom Adina (Sockelbau) eigentlich öffentlich zugänglich (wie bei Cloud No.7)?


    Auf Website klingt es durchaus danach:

    Die öffentlichen Hotelbereiche, das Restaurant und die Bar befinden sich im siebten Stockwerk und sind mit einer imposanten und begrünten Außenterrasse verbunden.


    Quelle: Adina Hotels https://www.adinahotels.com/de/apartments/stuttgart/

    Einen neuen Pächter, nachdem es dem vorigen Interessenten mit der Stadt zu bunt wurde. Symptomatischer Weise.


    Mir fehlt die Fantasie, dass in diesem zeitlos hässlichen Gebäude ein gemütliches Steakhouse einzieht. Nein, hier war und bin ich weiterhin wirklich großer Abrissfan.

    Der plötzliche Sinneswandel ist für mich nicht nachvollziehbar, 2 1/2 Minuten mehr können doch kein Argument sein, zumal ja ein zusätzlicher Halt Pariser Platz angefahren worden wäre, was sowohl von U Hbf als auch von U Stadbibliothek bzw. Budapester Platz recht weit entfernt ist.

    „Noch nie wurde die Stadtverwaltung in Stuggi so schlecht gemanagt“


    Ich muss mich ev. korrigieren. Laut neuestem Immobilienbrief Stuttgart möchte OB Nopper jährlich nur 1300 Wohnungen durch Nachverdichtung realisieren. PP (ja, den gibt’s tatsächlich noch) glaubt, dass jedes Neubaugebiet auf der Grünen Wiese 10 Jahre Vorlauf braucht. Mit diesem Stuttgarter Tempo wird das natürlich nix mehr in diesem Jahrhundert mit der Normalisierung des Wohnungsmarkts.

    Visualisierungen, die Neubauten in Dauerregen zeigen, sollten eher die Ausnahme sein. Ich denke mittlerweile, die Begrünung dürfte einigermaßen funktionieren, wie der Bosco Verticale in Mailand zeigt, selbst die Herbst/Winterfärbung scheint dort jedenfalls gut erträglich. Nachdem bei unserem Flachbau die Architektur hinter der Begrünung ohnehin kaum in Erscheinung tritt, muss man sich streng genommen mit ihr gar nicht einmal so sehr befassen bzw. über sie ärgern.

    Regent

    Wenn man Jahrzehnte Boomtown war, ist es doch nur logisch, dass irgendwann bei der wirtschaftlichen Dynamik andere, bisher schwächere wie kleinere, ggf. agilere oder glücklichere Kandidaten proportional eine höhere Dynamik als die üblichen grandes dames der deutschen Wirtschaft entwickeln.


    Beim Niveauranking (= Istzustand) bei der wahrscheinlich von Dir gemeinten Studie der IW Consult ist Stuggi von den Großstädten nach München erwartungsgemäß nach wie vor die Nr.2, vor Frankfurt. Noch mehr Spitze würde daher einzig und allein bedeuten, München zu überbieten, was nicht einfach ist, wie wir seit Jahrzehnten gesehen haben. Bei der Dynamik ist folgerichtig von den wichtigen Wirtschaftsmetropolen nur noch München in den Top Ten vertreten.


    Es ist eine bemerkenswerte und vielleicht auch einzigartige Stärke der Stuttgarter Wirtschaft, dass sich diese trotz der zumeist inkompetent wie miserabel agierenden bzw. nicht-agierenden Stadtspitze so lange oben halten kann. Ähnliches gilt natürlich auch für ganz BW. Es ist eines der ganz großen Mysterien für mich.


    Quelle: IWD