Beiträge von Megaxel

    Der Beschluss der Grünen-Basis ist außerordentlich ärgerlich. Wirklich jedes Neubaugebiet wird mittlerweile von Interessengruppen torpediert. Mutmaßlich lebt im angrenzenden Bornheim die Mehrheit der Grünen-Basis. Wenn das so weitergeht, bleibt nur staatsfinanzierte Wohnhochhäuser auf bereits versiegelter Fläche als Ausweg.

    https://www.fr.de/frankfurt/fr…-projekt-zr-90093738.html

    und

    https://www.welt.de/wirtschaft…-Deutschland-geplant.html

    Frankfurt könnte Deutschland-Standort von Elon Musks Starlink-Projekt werden, mit dem schnelles Internet via Satellit weltweit zur Verfügung gestellt werden soll. Seine Firma SpaceX will dafür tausende Satelliten auf verschiedenen Umlaufbahnen ins All schießen. Welche Rolle Frankfurt dabei spielen wird, ist noch nicht so klar. Die jetzt beim Amtsgericht registrierte Firma Starlink Germany GmbH wird Dienstleistungen und den Verkauf bzw. die Vermietung von Zubehör anbieten. Könnte also auch sein, dass es dabei bleibt.

    Für mich als Frankfurter eine völlig unverständliche Entscheidung. Offensichtlich ist es die bloße Angst vor Veränderung, die hier die Bahn verhindert hat. Das ist in Deutschland ja ein generelles Problem, dass Neues zuvorderst als Gefahr und nicht als Chance begriffen wird.

    Feldmann war sehr peinlich. Das Leaken des Videos wird ihm vielleicht sogar Sympathiepunkte bringen. Es kommt nicht gut an, wenn man versucht, mit solchen Mitteln Stimmung zu machen. Feldmann ging nicht davon aus, dass die vor dem eigentlichen Interview gemachten Aufnahmen veröffentlicht werden. So kommt man Feldmann nicht bei.

    Für die Problematik Außengastronomie scheint es eine Lösung zu geben (ich hatte mich auch schon gewundert, wieso die ganze Außengastronomie wieder da ist). Die Feuerwehr hatte ja die Einschränkungen durch die Bestuhlung bei der Anfahrt, insbesondere für die Drehleitern, moniert. Deshalb mussten viele Gastronomen ihre Außensitzplätze ab oder zumindest zurückbauen. Die Lösung soll jetzt darin bestehen, dass bei einem Feueralarm zeitgleich auch die Gastronomen alarmiert werden - tatsächlich durch einen richtigen Alarm - und die dann schnellstens die Gäste verscheuchen und die Stühle und Tische abbauen müssen. Dafür wurde extra eine Brandschutzverordnung für die Altstadt geschaffen. So berichtet es jedenfalls die FNP: https://www.fnp.de/frankfurt/w…ste-weichen-90068161.html

    Eine sehr pragmatische Lösung (ungewöhnlich für Deutschland), die mir gut gefällt. Mal sehen, ob es in der Praxis auch funktioniert. Fehlalarme werden sicherlich zu einigem Ärger bei den Gästen führen, vor allem, wenn einem die Schwarzwälder Kirschtorte unter der Gabel weggezogen wird.


    Ich hätte ja auch eine Lösung durch 1 oder 2 spezielle Altstadtfeuerwehrfahrzeuge für möglich gehalten, die eine geringer Aufstellfläche benötigen. Solche Lösungen gibt es schon in einigen Städten mit engen, historischen Altstädten. Die Gastronomen hätte dafür auch gleich eine Betriebsfeuerwehr gründen können ;)


    Bytheway: Ferner sollen die Gastronomen jeweils einheitliche Stühle, Tische, Schirme verwenden, die aus Holz oder Metall, nicht aber Kunststoff sein sollen.

    In diesem Artikel in der FAZ vom 30.09.2020, der sich eigentlich auf das Millenium Tower Areal bezieht, steht, dass für den neuen HRRP

    "In drei Gebieten im Bankenviertel, am nordwestlichen Mainufer und im Ostend rund um die Europäische Zentralbank"

    neue Grundstücke für Hochhäuser geprüft werden sollen.


    Interessant finde ich das "nordwestliche Mainufer". Das klingt für mich wie das Areal zwischen UnionInvestment Turm und Westhafen.

    Für mich bleibt die autofreie Innenstadt weiterhin nicht vorstellbar. Wahrscheinlich meint man auch gar keine autofreie Innenstadt, sondern eine autoarme. Damit kann ich leben.


    Die Sperrung von Straßen wird sich auf wenige Abschnitte beschränken. Man muss die Häuser ja andienen können und sei es nur zum Wohnungsumzug. Von der Belieferung von Geschäften will ich gar nicht reden. Die kann man zeitlich limitieren, aber ohne Zufahrten wird es nicht gehen. Und man kann auch nicht alles zustellen mit Hochbeeten oder was weiß ich, denn die Feuerwehr will ihre Anfahrts- und Aufstellflächen. Das leidige Thema gab es ja bereits im Zusammenhang mit der Außengastro in der Altstadt.

    Wer am Mainkai entlang fährt, fährt da nicht, weil er "in jede Ecke einer Stadt vorzudringen" will, sondern weil er von Ost nach West bzw. West nach Ost will. Ich weiß nicht, ob man dafür den Mainkai braucht, sehe aber auch keine Notwendigkeit, die Durchfahrt vollständig zu sperren. Im Übrigen spielt es bei dieser Frage keine Rolle, ob es ein "SUV-PAnzer" (was immer das sein soll) ist, oder ein Smart. Die Durchfahrt wäre dann für beide dicht.


    Die autofreie Innenstadt kann und will ich mir nicht vorstellen. Zunächst einmal verstehe ich nicht, wieso nur autofreie INNENstadt. Das ist doch vollkommen inkonsequent. Wenn man in der Innenstadt auf das Auto komplett verzichten könnte, könnte man es auch drumherum. Es geht mir nicht darum, dass man immer mit dem Auto zu jedem Anlass in die Innenstadt fahren kann. Was macht man aber, wenn man einmal etwas Größeres zu sich nach Hause transportieren möchte? Soll ja gelegentlich vorkommen. Das funktioniert ohne Auto nicht und es ist auch überhaupt nicht schlimm, wenn ich gelegentlich das Auto dafür nutze.

    Das Redeverbot durch Feldmann war ein unglaublicher Affront. Dass die CDU die Koalition nicht aufgekündigt hat, dürfte allerdings weniger an der Staatsräson, sondern an den zu befürchtenden Auswirkungen für den Rest der Legislaturperiode geschuldet gewesen sein. Eine vorzeitige Aufkündigung hätte eine größere Gefahr eines Linksblocks im Stadtparlament dargestellt, womöglich mit Signalwirkung für die anstehende Kommunalwahl.


    Ich befürchte, dass die CDU nicht sonderlich gut abschneiden wird. Sie mag wieder stärkste Kraft werden, aber wird sie eine Mehrheitskoalition schmieden können? Nils Kößler hat zwar deutlich mehr Charisma als Frank oder Schneider. Programmatisch sieht es bei der CDU allerdings mau aus. Nur auf Feldmann einschlagen wird nicht genügen. Feldmann (und damit die SPD)) generiert sich als großer Wohltäter (Mieterschutz, Verkehrswende etc). Das stimmt zwar größtenteils nicht. Man glaubt es ihm aber zu oft.


    Welche Antworten hat denn die CDU auf die drängende Wohnungsnot? Als großer Für-Sprecher der Josefsstadt ist sie mir bisher nicht aufgefallen. Eigene Ideen? Fehlanzeige. Man muss ja nicht neuen Stadtteilen in Randlage oder der Bebauung von GRünflächen innerhalb der Stadt das Wort reden. Aber wie wäre es mit staatlich geförderten Wohnhochhaus bau? GIbt es in anderen Ländern mit entsprechenden Problemen. Die Stadt könnte direkt oder indirekt über Förderung und Vorgaben hier tätig werden. Auch beim Thema Verkehr, gibt es kaum eigene Lösungsvorschläge. So wird das nicht. Klar, die CDU wird die Dorfstadteile Niedereschbach und Co. holen. Das reicht aber nicht.


    Von der FDP will ich gar nicht reden. Haben die überhaupt ein Programm?

    Ich kann mich mit dem Siegerentwurf gut anfreunden. Vor allem der Abschluss ist herausragend. Kleihues hätte ich aber auch gut gefunden. Ich finde es auch gut, dass der Turm nicht direkt an der Straße, sondern im Hof steht. Das haben wir bisher nicht.


    Aus städtebaulicher Sicht hätte ich drei Türme auf dem Gelände, wenn auch dann mit deutlich geringeren Höhen, besser gefunden, zB 60, 85, 120. Die Gefahr der Fortführung der Spargelreihe der Mainzer Straße sehe ich wie andere auch. Mir ist Dichte wichtig und generell fehlen mir - nicht nur hier - unter anderem auch Gebäude zwischen 25 und 60 Metern. Auf der anderen Seite wird das mit den jetzt schon bestehenden und im Bau befindlichen Gebäuden und vor allem mit dem angekündigten MT ein ziemlich beeindruckender Pulk.


    Ins Präsidium gehört eine öffentlich zugängliche Nutzung. Ein Hotel zum Beispiel, aber vielleicht auch Praxen etc...

    Die Grünen haben ihr Programm für die nächste Wahl vorgestellt: https://www.gruene-frankfurt.d…/Frankfurt_neu_denken.pdf

    Praktischerweise sind die Zeilen nummeriert, sodass Verweise leicht möglich sind. Folgende, für die Stadtplanung relevante Themen habe ich bei erster Durchsicht gefunden (Ziffern bezeichnen die jeweilige Zeile):

    483 ff.: Die Josefstadt wird westlich der A5 nicht weiter verfolgt. Der östliche Bereich soll weiter geprüft werden. Allerdings steht dies unter dem Vorbehalt der Klimaverträglichkeit.

    498 ff: Die Umsetzung der Günthersburghöfe wird unterstützt. Man will aber die unterschiedlichen Konflikte im Dialog lösen (was immer das dann heißen soll).

    576 ff.: Für öffentliche wie private Träger soll es eine Quote von 40 % geförderten Wohnraum geben (25 % für den ersten, 15 % für den zweiten Förderweg). 15 % sind für gemeinschaftliche und genossenschaftlichen Wohnraum reserviert, 15 % für frei finanzierte Mietwohnungen und 10 % für preisreduzierte Eigentumswohnungen. Bleiben ergo 20 %, die frei von Vorgaben genutzt werden können.

    1115 +1392 ff.: Zum Flughafen bleibt es sehr unkonkret. Er soll "verträglich weiterentwickelt" werden und eine wirtschaftliche Perspektive haben. Gefordert wird aber eine "echte Nachtruhe". Weiter hinten wird dann konkreter von der Ausweitung der Nachtruhe gesprochen. Das heißt dann wohl FLugverbot zwischen 22 und 6 h.

    1239 ff.: Zum ÖPNV wird es konkreter. Allerdings ist da auch viel Altbekanntes und Unstreitiges dabei: U5 bis Frankfurter Berg, Lückenschluss Bockenheimer Warte - Ginnheim, U5 bis Nied und Höchst "prüfen", Planungen für Regionaltangente Ost forcieren, T3 über die S7 anbinden. U 7 über Heerstraße verlängern und P+R an der A5 prüfen, Ringstraßenbahn mit Anbindung von OF über Fechenheim und Oberrad, Tram nacn Neu-Isenburg und Sprendlingen sowie Bad VIlbel, Tram im Gutleut bis zur Wurzelsiedlung, Tram bis Höchster Bahnhof und weiter zur Jahrhunderthalle, Tram von Fechenheim nach Bergen und Enkheim und ggf. Bad Vilbel prüfen, U 4 bis Bergen und ggf. Bad Vilbel prüfen, Tram von Schweizer Str. über die Friedensbrücke bis zum Campus Westend und ggf. über Hansaalle zum Allenring (das hatte ich bei http://www.stadt-am-main.de anders verstanden: danahc läuft die Tram über die Untermainbrücke), Schienenverbindung (Tram? U-Bahn?) vom Südbhf. zur Sachsenhäuser Warte, Schnellbuslinien. Der Fernbahntunnel wird unterstützt.

    Der OB bekommt einen neuen Sprecher. Und es ist interessanterweise ein langjähriger BILD-Redakteur. Hierzu ein Bericht in der FAZ: https://www.faz.net/aktuell/rh…reundschaft-16927662.html


    Sicher nicht nur die FAZ hat sich schon gewundert, wie auffallend zahm, man muss zum Teil schon sagen, wie hofschranzend die BILD-Zeitung bisher Feldmann umgarnte. So wird auch betont, dass die BILD in der Awo-Affäre die Rolle des OB nicht oder nur sehr zurückhaltend thematisierte, dafür die Sozialdezernentin Birkenfeld, der man - wenn überhaupt - sicher nur kleinere Fehler wird vorwerfen können, sehr an den Pranger stellte.


    Was hatte der OB der BILD als Gegenleistung zu bieten gehabt? Exklusive Vorab-Infos? Ganz sicher erwartet die BILD eine Gegenleistung.

    Die Nassauische Heimstätte startet einen Wettbewerb für MIkrohäuser, die sie dann in Ffm realisieren will. Gesucht werden Ideen für mobile Häuser mit 20 qm und max. 4 Metern Höhe. Sie sollen zudem energieautark und mit smarter Technologie ausgestattet sein. Der Sieger wird dann als Musterprojekt gebaut, auch als Feldversuch für eine mögliche Serienproduktion. Die NH stellt sich ein Haus in Modulbauweise und in 3D-Druck-Technologie vor. Es gibt auch schon Standorte: Die Melibocusstraße in Niederrad und an der Albert-Schweitzer-Straße in Nieder-Eschbach.

    Interessante Idee, die tatsächlich gute Konzepte hervorbringen kann. Vor allem finde ich gut, dass es auch realisiert wird. Allerdings frage ich mich, ob man alle Kriterien der NH wird erfüllen können. Aber auf den Wunschzettel kann man ja erst mal viel draufschreiben...


    https://www.fr.de/frankfurt/na…user-testen-90031366.html

    Unter https://stadt-am-main.de/ haben die Grünen ihre Ideen für eine Verkehrsreduktion für den Innenstadt-Bereich vorgestellt. Dort finden sich auch einige Grafiken,

    Der Plan umfasst den Bereich innerhalb des Anlagenrings, das Bahnhofsviertel und das nördliche Sachsenhausen. Er beinhaltet im Wesentlichen:


    ein deutliches Temoplimit (Hauptstraßen Tempo 40, Nebenstraßen im Bhfsvrtl Tempo 30 und Nord-Sachsenhausen Tempo 20 bzw. 30 und innerhalb des Anlagenrings auf den Nebenstraßen Tempo 20. Die Zufahrt soll nur für Anlieger, Lieferanten frei sein. Allerdings bleiben die Zufahrten zu den Parkhäusern offen. Das Parken auf der Straße soll - mit Ausnahmen für Anwohner und Lieferanten - entfallen.


    Der Anlagenring wird 2-Spurig und für den Gegenverkehr geöffnet. Dafür soll der City-Ring nur noch für Anlieger und Lieferanten offen stehen.


    Der ÖPNV soll vordringlich durch neue Tramlinien ausgebaut werden. Hier sind vor allem eine Linie zur Sachsenhäuser Warte und durch die Neue Mainzer und den Reuterweg zum UniCampus Westend zu nennen. Innerhalb des Plangebiets soll es künftig autonom fahrende Buslinien geben.


    Das Modell soll auch auf andere Statdteile übertragbar sein.



    Ich halte den Ansatz gar nicht für so verkehrt. Es ist jedenfalls eine Diskussionsgrundlage. Gut finde ich, dass das Auto eben nicht vollkommen verdrämngt wird (keine autofreie Innenstadt), sondern der Autoverkehr eben deutlich reduziert werden soll. Für Anlieger und Lieferanten bleibt die Zufahrt frei und die Pendler - gibt es in diesem Gebiet mE mit dem Auto eh nicht so viele - können weiterhin in die Parkhäsuer, etwa zum Einkaufen.


    Ein leistungsfähiges U-Bahn-Netz wäre mir zwar lieber, aber die Realisierungschancen neuer Strecken (von der U4-Verlängerung mal abgesehen) dürften aus Zeit- und Geldgründen eher niedrig sein, um es mal vorsichtig auszudrücken.


    Meines Erachtens muss die Frage des Transports der Waren nach Hause gelöst werden. Denn ist macht einen gewaltigen Unterschied, ob ich nur mich mit Rad oder ÖPNV in die Stadt bewege, oder ob ich auch noch meine Einkäufe mitschleppen muss. Außerdem ist das eigene Auto ein gutes Zwischenlager, wenn man nach dem Shoppen noch was anderes in der Stadt machen will und nicht die ganze Zeit mit vollen Tüten herumlaufen will. Wenn man das Problem löst, ist man beim Shoppen auch nicht so sehr auf den MIV angewiesen.