Beiträge von Trumpysky

    Da kann ich Regent nur recht geben. Ich wohne seit einem Jahr in einem Neubau der Baugenossenschaft Neues Heim. In dem Neubau sind sehr viele Wohnung von der Stadt gefördert worden. In diesen Wohnungen leben mehrheitlich Familien mit kleinen Kindern oder auch Rentner, die sich eine normale Neubauwohnung in Stuttgart gar nicht mehr leisten könnten. Meine Mitbewohner sind keine arbeitslose Assis, sondern arbeiten teilweise beim Daimler, Hornbach oder Bosch usw.


    Ich schätze im Rosensteinviertel werden die 13 Stuttgarter Baugenossenschaften, Siedlungswerk, die SWSG oder private Baugemeinschaften bei den meisten Grundstücken zum Zuge kommen. Der Rest wird vermutlich auf andere Immobilienkonzerne aufgeteilt.


    Am Ende wird es ein Mix von Luxuswohnungen, Eigentumswohnungen und Wohnungen von Baugenossenschaften sein wie in der Hamburger HafenCity.
    Dort entsteht gerade im Quartier Baakenhafen sehr viele geförderte Wohnungen. Die Wohnen werden für 6,60 Euro/qm im 1. Förderweg oder 8,70 Euro/qm im 2. Förderweg vermietet.

    Bei dem Rosensteinviertel handelt es sich nicht um ein autofreies Getto, sondern um ein autoarmes Viertel. Das heißt, es wird weiterhin Erschließungsstraßen geben, die die Wohngebiete durchziehen.


    Über die Erschließungsstraßen werden die jeweiligen Mobilitätshubs direkt angebunden. Eine Durchfahrung wird durch die Querschnitts- und Straßenraumgestaltung nahezu ausgeschlossen, sodass auch in den Teilgebieten selbst im Zuge der Erschließungsstraßen eine nur sehr geringe Verkehrsbelastung durch den Autoverkehr vorliegen wird.


    Insgesamt gibt es neun Mobilitätshubs im gesamten Viertel, die den parkenden Verkehr bündeln und somit eine autofreie Nachbarschaft ermöglichen. In den Hubs sind sowohl private Stellplätze für Bewohner und für Nichtbewohner vorgesehen usw.. Außerdem ist das Viertel sehr gut mit S-Bahn und Stadtbahn angeschlossen, dass man weitgehend auf ein Auto verzichten kann, wenn man will.


    Weitere Infos zum Verkehr siehe Rahmenplan S. 118.


    Solche autoarme Quartiere sind nichts Neues und gibt es in anderen Städten wie Stockholm, Kopenhagen, Köln Nippes, Barcelona (Superblocks), Freiburg-Vauban, Hamburg-Hafencity (40 PKW pro 100 Wohnungen Baakenhafen) und Münster (Weissenburgsiedlung) usw. schon längst.

    Laut Rahmenplan soll es folgender Nutzungsmix im neuen Rosensteinviertel geben:


    Maker City (Wagenhallen):

    Nachbarschaften: C1 Nord, C1 Süd

    C1 Nord 30 % Wohnen, 55 % Gewerbe, 15 % Soziales

    C1 Süd 70 % Wohnen, 20 % Gewerbe, 10 % Soziales

    max. BGF Gesamt Nachbarschaften 134.920 m²

    max. BGF Wohnen 59.970 m²

    Schulbaustein: 1 Grundschule

    Anzahl Wohneinheiten 630 WE (1)

    bis ca. 715 WE (2) bei 50 % gefördertem Wohnungsbau

    oder ca. 765 WE (2) bei 80 % gefördertem WohnungsbauSchulbaustein: 1 Grundschule


    Rosensteinquartier:

    Nachbarschaften: B1, B2, B3, B4

    70 % Wohnen, 15 % Gewerbe, 15 % Soziales

    max. BGF Gesamt Nachbarschaften 395.099 m²

    max. BGF Wohnen 255.622 m²

    Anzahl Wohneinheiten 2.691 WE (1)

    bis ca. 3.050 WE (2) bei 50 % gefördertem Wohnungsbau

    oder ca. 3.265 WE (2) bei 80 % gefördertem Wohnungsbau

    Schulbaustein: Campus Nord mit Lockschuppen als Anke und der Campus Süd.


    Europaquartier (Die Fläche hinter dem Hauptbahnhof und entlang des oberen Schlossgarten)

    Nachbarschaften: A2.1, A2.2, A2.3

    70 % Wohnen, 20 % Gewerbe, 10 % Soziales

    max. BGF Gesamt Nachbarschaften 187.250 m²

    max. BGF Wohnen 131.070 m²

    Anzahl Wohneinheiten 1.380 WE (1)

    bis ca. 1.565 WE (2) bei 50 % gefördertem Wohnungsbau

    oder ca. 1.675 WE (2) bei 80 % gefördertem Wohnungsbau

    Schulbaustein: 1 Gymnasium und 1 Grundschule

    Hier Konzentrieren sich die Gewerbefläche hauptsächlich im Erdgeschoss und in der Sockelzone Ebene Schlossgarten.


    Von großen Büroclustern ist hier nicht mehr die Rede.


    Rahmenplan

    Laut einem Artikel der Stuttgarter Nachrichten steht das Projekt Fünf hoch zwei laut Aussage des Vorstandsmitglieds der Signa Development Selection AG derzeit nicht zum Verkauf.


    Man verfolgt derzeit die Strategie "Kaufen - Entwickeln - Verkaufen" Was so viel bedeutet, dass das Gebäude erst nach Fertigstellung und Vollvermietung verkauft wird. Mach Sinn und bringt mehr Geld ein.

    Lt. einem heutige Artikeln von der STN ist der unterirdische Ergänzungsbahnhof wohl vom Tisch.


    Unser Verkehrsminister Hermann hat nun doch eingelegt. Nach einem vom Minister beauftragtes Gutachten ist der unterirdische Ergänzungsbahnhof neben dem Hbf zu teuer.

    Man muss nicht immer alles abreißen, es gibt Genügen Beispiele, wo man aus alt wieder neu oder das Gebäude neu erfunden hat. Es gibt genug sehr gute Architekten, die gerade so was können. Bestes Beispiel der Quay Quarter Tower in Sydney.


    Mein Kritikpunkt ist, dass in Stuttgart immer die gleichen Architekten im Spiel sind ohne Ideen und Fantasie. Am Ende sieht es so aus wie immer grau hässlich, ohne Spirit.

    Nein habe ich nicht gewusst, aber jetzt bin ich schlauer dank Dir :-). Aber hohe Gebäude werden es trotzdem nicht werden, das sah man schon am Modell und die Grundstücke sind wesentlich kleiner als die z.B. im Europaviertel. Die meisten Gebäude werden über die 4 Stockwerke oder 5 Stockwerke vielleicht noch 6 Stockwerke nicht rüberkommen. Noch höher Gebäude verbrauchen zu viel Material wie z. B. Beton und sind klimaschädlich usw.. Man wird schon ein Argument finden um noch höhere Gebäude zu verhindern. Das haben wir doch schon endliche Male erlebt diese Diskussion im Gemeinderat.


    Für ein Areal mit 85 Hektar ist die Zahl von 4500 bis 5800 Wohnung einfach zu wenig. Da würde mehr gehen, wenn man wollte. Da bleibe ich dabei.


    Erstens ist sind Gebäude mit 5 oder mit 6 Etagen kein Hochhaus für mich und zweitens habe ich von einzelnen Punkthochhäusern mit 10 oder 15 Etagen gesprochen und das sind für mich nicht mal Hochhäusern. Die fangen bei mir erst ab einer Höhe von 100 m an. In Stuttgart ist ja ein Gebäude mit 8 Stockwerken schon ein Wolkenkratzer und muss auf jedenfalls verhindert werden, da die Bewohnern der unteren Wohnungen im Dunkeln sitzen. Wie oft habe ich so was schon in STN oder in STZ gelesen. Will man noch höher bauen, dann wird ganz Stuttgart verschattet. Bestes Beispiel Porsche Design Tower auf dem Pragsattel, wo das angrenzende Wohngebiet Angst hatte, für immer im dunkeln zu sitzen.


    Man muss nur mal nach Hamburg, Frankfurt oder nach München blicken, da entstehen gerade mehr Wohnungen auf kleineren Flächen als hier im Rosenstein-Quartier.


    Meine Hoffnung ist, dass in 10 Jahren andere Herren und Damen im Gemeinderat sitzen und mutiger sind und wer weiß vielleicht gibt es dann wieder einen neuen Rahmenplan der noch weniger Wohnung vorsieht oder sogar mehr. Wie stand es in der STZ so schön, wenn der unterirdische Ergänzungsbahnhof doch kommt, dann kann man den ganzen Rahmenplan in die Tonne klopfen.

    Na ja, der 2 platzierte Wettbewerb war ein großstädtischer Entwurf mit einigen Hochhäuser am Paketpostamt und am Lokschuppen.


    Man hätte eine Mischung von 1 und 2 platzierten machen können, wenn man gewollt hätte. Was mich enttäuscht, ist die geringe Anzahl von Wohnungen. Der damalige Entwurf von Pesch Partner Architekten von 2008, sah damals bis zu 7500 Wohnungen vor. In dem neuen Rahmenplan spricht man von nur noch 4500 bis 5800 Wohnungen. Was ich gerade in der heutigen sehr angespannten Wohnungslage kritisch sehe. Gut, man kann nicht wissen, was in 10 oder in 20 Jahren ist. Aber die Anzahl der Wohnung war ja selbst von einigen Personen im Gemeinderat kritisch gesehen worden. Kommt der Ergänzungsbahnhof, fallen laut dem dem Artikel der STN noch weitere 1000 Wohnungen weg. Gerade in bester Innenstadtlage und der kurzen Wege müsste man dann nicht so viele Wohnungen bauen wie es nur geht.


    Man begründet die geringe Wohnungsanzahl damit, dass man ja kein reines Wohnquartier wollte und man eine gute Nutzung mit Einzelhandel, Gastronomie, dazu kulturelle, soziale und behördliche Einrichtungen im Viertel hat. Außerdem sind 8 Schulen nebst Campi und Sportanlagen sowie 24 Kitas vorgesehen. Somit wurde, was die Dichte des Viertels und der Gebäude anbelangt, alles ausgereizt.


    Was ich lobend finde, ist die gute spätere Durchmischung des Viertels mit vielen verschiedenen Bereichen, wenn Sie dann auch funktionieren. Was ich nicht verstehen, dass man nicht einfach die Mindestgeschosshöhe von 3 auf mindest 5 bis 6 erhöht und so gar einzelne Gebäude mit einer noch höheren Geschossfläche vorsieht. Es müssen ja keine 20 Stockwerke und mehr sein. Vielleicht einzelne Punkthochhäuser mit 10 oder bis zu 15 Stockwerken. Dann hätte man weiterhin die Großzügigkeit des Viertels, dass viele grün herum und alle wären vielleicht glücklich.


    Gebäude mit einer Mindesthöhe von 3 GFZ haben einfach in dieser Lage nichts zu suchen. So was kann man von mir aus am Stadtrand bauen oder in einer Stadt mit geringeren Einwohnern, aber nicht in Stuttgart in bester Innenstadtlage. Sorry, so was verstehe ich einfach nicht und würde in München, Hamburg usw. wohl kaum in Erwägung gezogen werden. Manchmal denke ich, man will aus dem Rosenstein-Quartiert ein idyllisches Dorf in der Stadt machen.

    Der Vai Campus und der Schwabenlandtower gehören beide der Adler Gruppe.


    Des Weiteren sind auch die Projekte Holster Quartier in Hamburg und Grand-Central in Düsseldorf betroffen, die ebenfalls der Adler Gruppe gehören. Es hat somit nicht nur alleine mit der Stadt Stuttgart zu tun. Anderseits will man von Seite der Stadt Stuttgart verhindern, dass das Ganze am Ende zur Bauruine wird, wenn irgendwann das Geld während der Bauphase ausgeht. Irgendwie auch verständlich. Die gleiche Diskussion ist auch gerade in Hamburg und in Düsseldorf im Gange.


    Aber es stimmt, es dauert alles viel zu lange. Der Leiter von der IBA hat vor Kurzen in einem Interview bereits bemängelt, dass die Mühlen zu lange mahlen und nichts vorankommt. Das einige Projekte nur zum Teil oder erst gar nicht fertig werden. Auch fehlt der Mut etwas zu vagen und am Ende wird man nur 0815 Gebäude zeigen können und das ganze zu einer Blamage für die ganze Region wird.

    Ein Empfangsgebäude wird das nicht, aber man kann den Tiefbahnhof von diesem erreichen.

    Die Aussage ist nicht richtig.


    Im Bonatz-Bau befindet sich nach dem Umbau weiterhin das Reisezentrum, Läden, WC-Anlage, Hotel, Bahnmission, DB-Lounge usw. Was sich ändert ist die Anordnung. Das Reisezentrum und die meisten Läden befinden sich in der Ebene 0 ebenerdig zur Königstraße und zur neuen Bahnsteighalle. Weitere Läden kommen auf die Ebene 1 der früheren Bahnhofshalle.


    Hierzu gibt es ein gutes Video von der DB. In dem die einzelnen Ebenen gezeigt werden.

    https://youtu.be/v3AS4DiVx6k

    Der Turm ist einfach misslungen. Hier hat sich die Stadt einfach über den Tisch ziehen lassen.


    Es hat mich schon sehr gewundert, dass der Bau ohne großes Hin und Her genehmigt wurde, ohne von Seite der Stadt auf den Wettbewerbsentwurf zu beharren. Andersrum meckert man über das Europaviertel zu langweilig, zu monoton usw. und dann genehmigt man genau das, was man kritisiert und wundert sich, warum dass alles so aussieht wie es aussieht.


    Hier hätte ich mir gewünscht ein bisschen Hafencity, wo jedes Gebäude sich von den anderen Gebäude in Form, Farbe und Materialien unterscheiden.


    Solange wir solche Spießer im Gemeinderat sitzen haben, die nicht über den Kesselrand schauen können und kein Mut in der Hose haben, wird auch das Rosenstein-Viertel ein langweiliges monotones Viertel werden.


    Es spricht ja schon Bände, wenn der IBA-Intendant Herr Hofer zuletzt in einem Interview betont, wenn man sich nicht schleunigst was traut und mutiger wird, dass die bevorstehendeIBA 27 eine ganz und gar mittelmäßige Ausstellung wird.

    Laut der STN beginnt im Mai/Juni die Signa-Gruppe, den oberirdischen Teil der ehemalige Sportarena in der Königstraße abzureißen. Im Herbst sollen dann die Restbauten, die unterhalb des Königstraßenniveaus liegen abgebrochen werden und mit dem Fundament des dort geplanten Neubaus begonnen werden.


    Die Signa hatte eigentlich vor, im Rahmen eines neuen Bebauungsplans auf das neue Büro- und Geschäftsgebäude bis zu zwei Stockwerke draufzusatteln. Nun soll aber nach dem geltenden Bebauungsplan gebaut werden. Das Verfahren für die Änderung des Bebauungsplans erschien der Signa zu zeitaufwendig. Bei den langsamen und ständig ewigen langen Diskussionen im Gemeinderat kein Wunder.


    Schade, der ursprüngliche Plan von Signa war mal eine Art Torsituation mit dem gegenüberliegenden ehemaligen Karstadtgebäude in Richtung Schulstraße zu schaffen. Jetzt bekomme wir einen niedrigen Flachbau der sich von der umliegenden Gebäude nicht unterscheidet. Bin gespannt wie der Entwurf aussieht.

    Stimmt nicht so ganz, die Bebauung fing erst an, als sicher war, dass S 21 gebaut wird.


    Vorher hat sich kein Investor getraut, hier was hinzustellen. Am Ende hätte man für ein Grundstück mehr gezahlt, als das es es hinterher wert ist, wenn Stuttgart 21 nicht gekommen wäre.