Beiträge von hedges

    leipzig ist wirklich auf solche projekte angewiesen somal es auch noch so ein exponiertes gebauede ist.


    besser haette sich aber das ring-messehaus als das neue CCL an der innestadt gemacht. grosse geschossflaechen und nicht auf tageslicht angewiesene konferenzsaele, haetten hier auf jahre hinweg einen anderen neubau eingespart. die kongresshalle am zoo haette man als reine kulturelle einrichtung ausbauen sollen.


    egal - hoffen wir das hier wirklich etwas passiert.

    bei allem respekt aber ich glaube dass diese entscheidung hier falsch rueberkommt.


    die abkehr von der "mischnutzung" ist wahrscheinlich eher der wirtschaftlichen entwicklung zu schulden/verdanken als einer veraenderung des staedtebaulichen aspekts. das gebiet wurde in einer zeit geplant in der man, seitens der stadt, glaubte dass der aufschwung groessere ausnahme hat. man wollte die randgebiete erschliessen und diese einer mischung aus kleingewerbe und wohnen zuleiten.


    die jetzt getroffene aenderung der planbestimmungen hat mit dem regionalen boom der logistikbranche im grossraum leipzig zu tun. ob es diese erschlossenen flaechen tatsaechlich gefuellt werden bleibt eine andere geschichte. B6/A14/A9/flgh. werden sicherlich positiv darauf wirken.


    ein anderer punkt ist aber das argument dass es nicht funktioniert haette da eine mischnutzung nicht gewuenscht sei.


    das amerikanische modell hat ja bis vor 5 jahren auch funktioniert. nur dass es auf gewachsene stadtstrukturen in europa nicht denselben einfluß haben konnte, wie in den u.s.a.
    @ ungestalt - wenn du damit die "mischnutzung" meinst dann stimmt das so nicht. es gibt eher wenig mischnutzung in den usa. dort werden die staedte je nach nutzung getrennt = arbeiten, wohnen einkaufen. das ist eine entwicklung die aus den "staedtebau schmieden" der bauhaus hochschule der 1920er stammt. man wollte die blockrandbebauung "knacken" und licht und hygiene in die wohnungen bringen. arbeiterviertel in den großstaedten hatte in LE teilweise 3 hinterhoefe und in berlin bis zu 5 was eine sehr hohe konzentration an menschen mit sich fuehrte.


    wohnungen sollten hell und der bestimmung gerecht in einem wohnviertel platziert sein. siehe den ring in Lößnig (1930er) oder Grünau (1970er).
    alle drei arten, wohnen/schlafen, einkaufen, arbeiten, der stadtbebauung sollten mit grossen vialen eraschlossen sein.


    die amerikaner haben hier keine vorrangstellung aber man sieht gute beispiele. Houston TX, hat z.B. sieben "stadtzentren" die sich um die stadt wickeln. alle zentren haben einen kern der mit einer art riesigen mall erschlossen in der man alles erdenklich erledigen kann. erschlossen ist das ganze natuerlich mit strassen. ein anderes gutes beispiel dieser bauart ist Brasil/Brasilien. die stadt wurde in den 1950er jahren geplant und basierte auf die trennung der drei stadtnutzungen hat aber durch unkontrollierbare zuwanderung und favela bildung nicht do gut geklappt.


    dass das teilweise in europa geklappt hat sieht man an beispilen wie - La Defense/Paris + Cannary Wharf/London, Halle/Neustadt stellvertretend fuer alle riesiegen neubauviertel in europa.



    die stadt versucht genau diese entwicklungen zu stoppen und wierder die mischnutzung zu etablieren und nicht anders herum.

    Die Latte für den bereits angedachten 5. Erweiterungsbau liegt hoch.


    das sehe genau so. die erweiterung wird wohl in zukunft auf einigen "images" von der stadt zu sehen sein.


    im allgemeinen finde ich dass das viertel von der alten messe bis zum "neuen" bayrischen bahnhof enormes potential bietet. der staedtebauliche aspekt von 15 geschossern am 18. Okt. und bio-city oder frauenhofer institut laesst fast schon eine art narrenfreiheit zu, die man sonst nicht so leicht entwickeln koennte. mit der erweiterung von den instituten, autohaeusern, der verbesserten anbindung zur suedvorstadt, und dem evtl. revival des bayrischen platzes, bin ich gespannt was daraus wird.


    bleibt nur zu hoffen dass die moebelhaeuser fern bleiben.

    Laut SZ-Umfrage (oder DNN) würden sich die meisten Dresdner mit dem Neumarkt um einen neuen Welterbetitel bewerben.


    das ist schon blasphemie das gerade erst erbaute quartier mit quedlinburg, dem koelner dom, buddha statuen in afghanistan oder dem tempel von petra gleich zu setzen. es zeigt aber auch dass es tatsaechlich die allgemeinen wahrnehmungsschwierigkeiten der dresdner (laut SZ-umfrage) bevoelkerung. am besten sollte man sich gleich in einem ruck mit dem frankfurter roemer und dem neuen berliner stadtschloss bewerben. gebaude oder ensemble die den leuten von ausserhalb auch wirklich das gefuehl von der dt. urgemuetlichkeit und dem "dt. kaiser-stil" vermitteln. worin liegt der unterschied in dem bestreben eine "echte" currywurst oder thueringer bratwurst, obwohl es keine echte ist, anzubieten um sie zu verkaufen?


    kopieren und historiesieren hat eine lange tradition. japanische, chinesische, oder tuerkische zimmer an hoefen waren beliebt da sie eine andere welt vermittelten. anscheinend ist dass auch der fall in dresden. die stadt aus der zeit vor dem krieg ist schon so lange geschichte dass leute den sinn fuer das wirkliche verlieren und sich in das romantische hineintraeumen was es vllt. auch so nie gab.


    wer weiß noch wie es wirklich war - es tut auch nichts zur sache.


    mit den neuen umstaenden arbeiten und neue ideen bringen um etwas zu veraendern. berlin, hamburg, und leipzig waren auch schoener vor dem krieg aber das ist nunmal vorbei. die wirtschaftliche und kulturelle stellung die leipzigs, bis zur teilung dts., kann mit der heute nicht mehr vergleichen. die einstigen groessten baumwollspinnereien auf dem kontinent fungieren heute als ateliers, galerien und werstaetten der kreativitaet. plagwitz war vor 10 jahren nicht zu retten und heute gibt es kein vergleichbares viertel in leipzig dass eine so vielfalt an teuren lofts und bestzten haeusern, an clubs und schaebigen kneipen, an "anzugtragern" und "typen" bietet.


    die stadt hat erkannt oder musste erkennen dass veraenderung notwendig ist und nutzt die jetzige struktur um zu wachsen. eine stadt stellt nicht die fassade sondern die menschen die darin leben entwickeln diese.


    ich teile nicht die abrisswut aber ich sehe auch veraenderung auf teilweise hohem niveu. das kann ich in dresden keineswegs erkennen. vielleicht ist das nur eine unterschiedliche entwicklung vielleicht sind es aber auch die attitueden die, die beiden staedte so unterschiedlich machen obwohl sie nur 100 km voneinander entfernt liegen.


    @ cowboy - erweitere doch den thread auf dresden und leipzig. es gibt wahrscheinlich genug bei beiden stadten zu diskutieren.

    kann dresden nichts anderes?


    die bauwuetigkeit oder besser noch der drang zum erneuern, wiederherrstellen, neubauen oder kopieren von ehemaligen sehenswuerdigkeiten oder einfach normalen strassenzuegen, wie zB dem neumarkt, ist beachtlich.


    nachdem man die "erneuerten barockbauten" am neumarkt touristengerecht in szene gesetzt hat und die ueberteuerten wohnungen vor allem gesetzter kundschaft aus den alten bundeslaendern verkauft hat, wagt man sich nun an die bauten der 1920er jahre um das lebensgefuehl wiederherzustellen was die dresdner ancheinend seit 1945 so vermissen.


    die traenen der ruehrung ueber das aus ruinen auferstandene dresden scheinen aber den feinblick ueber das reale dresden zu trueben. das pflaster ist frisch verlegt, die fassaden am neumarkt erstrahlen in einheitlicher frische, die nebeneinander liegenden tiefgaragen-eingaenge aehneln einer garagen-auffahrt allee in einem vorort und die cafes haben den angemessenen stil der dt. großstaedte aufgegriffen.


    nur stellt sich dann doch die frage der identitaet.


    man kann in dresden keine versteckten innenhoefe, kleine seitengassen, keine legendaeren cafes, oder den wuchernden antiqutaetenladen in einem etwas abgelebten haus wiederfinden. man findet keine saechselnden dresdner "ureinwohner" in der innenstadt ausser als bedienung in einem der touristen-gerechten restaurants. worin man sich dann auch waehrend des schnitzel essens abermals das tausendfach gedruckte bild des so genannten "cannaletto blick"´s an der wand anschauen kann um sich nochmal zu vergewissern dass auch fast alles wieder so aussieht wie frueher, wie vor dem krieg.


    nur noch ein bisschen hier und wenig dort dann ist es bald soweit und dresden ist die nahezu perfekte kopie von sich selbst. nur leider findet sich dresden dort selbst nicht wieder - dazu gehoert mehr als erneuerung, wiederherstellung, neubau, kopieren oder wie auch immer man es nennen kann.

    wenn irgendwann einmal das ganze quartier, vom alten rathaus ueber deutrichs hof bis zum bruehl wieder richtig "verdichtet" ist macht die ganze architektur des museums (unter dem staedtebaulichen aspekt) ueberhaupt erst sinn.


    man wird dann vom "gassen-gewirr" in das museum treten und von weit-offenen raeumen aus, kann man dann ueber die daecher der innenstadt schauen. wird es wird schon alleine deswegen einen besuch wert sein.


    gibt es denn schon auskuenfte ueber den vierten winkel?

    da ich erst seit kurzem dabei bin, hatte das argument nicht im zusammenhang sehen koennen und es dewegen hier ein wenig falsch verstanden.


    so ergibt es natuerlich einen sinn aber davor war ich ein wenig irritiert.


    @ dj tinitus - das natuerlich nicht persoenlich gemeint.

    warum sollte das paulinum, welches die paulinerkirche neu interpretiert hinter glas verschwinden?


    was hat das mit dem MdBK zu tun, welches ganz gezielt den sichtbeton nach innen zeigt und es "nur" nach außen abmildert?


    muss den alles wie eine bankfiliale der 1990er aussehen?


    "aber bevor jedwede bauherren sich noch einmal auf eine derartig kostspielige variante einlassen werden, wird wohl leider noch sehr viel zeit vergehen".


    @ tj tinitus - warum sollten sich denn die bauherren auf derartige sachen ueberhaupt einlassen? sollten wir denn alles den bauherren zulassen?


    warum eine "qualitativ hochwertige verglasung"?

    danke -


    der eingang auf dem markt aus den 20er wird stil haben - so etwas ist selbst in berlin rar geworden. gernell muss man sagen dass die haltestellen hauptbahnhof - markt - bayrischer bahnhof sehr anschaulich werden und sich von anderen s-bahn stationen sehr unterscheiden. ich bin gespannt.


    ohne dikussion und sicher kennt man es schon aber hier mal ein projekt dass den city-tunnel eher klein wirken laesst - http://www.das-neue-herz-europas.de/default.aspx

    wird der ehemalige eingang zum untergrundmessehaus auf dem markt auch der eingang zur neuen station?


    ich daechte ja aber man sieht noch garnichts - wann beginnt eigentlich die phase in der alle "offenen stellen" wieder geschlossen werden?


    danke - hedges

    @ Bienitz


    also mit Ihnen bin ich ja auf jemanden gestossen der mir die einzigartigkeit der kirche verdeutlicht - danke dafuer! ich errinnere mich auch an die grabplatten die doch ein realtiv einsames dasein an der alten uni-bebauung gefuehrt hatten.


    wenn man heute auf den augustusplatz zufaehrt und die neue front der uni sieht, bei der ganz deutlich die neu interpretierte silhouette der uni-kirche hervorsticht, muss man zugestehen dass dieser teil des augustusplatzes dem gegenueberliegenden (Radisson SAS + Post aber Europahaus ausgenommen) teil voellig die show stiehlt.


    selbst besucher von ausserhalb werden wissen worum es bei diesen gebaeude geht wenn sie gar nur die einleitung im reisefuehrer gelesen haben.


    das ist meiner meinung der beste effekt - waere eine "genaue kopie", der frauenkirche dresden gleich, eine bessere loesung um den schreckenstaten des ddr-regimes zu gedenken? selbst wenn es besucher der stadt noch nicht wissen, sie werden hinterfragen was es mit diesem gebaeude auf sich hat.


    ich waere der erste besucher wenn man ein eigenes haus fuer die Kustodie der Universitaet Leipzig errichtet/einrichtet.


    danke fuer díese diskussion Bienitz

    @ Bienitz


    ok - da hatte ich mich wahrscheinlich nicht klar geneug ausgedreuckt. die "logistische unmoeglichkeit" bezog sich auf den fakt es nicht wieder als kirche aussehen zu lassen - da es ja keine ist. wenn man die aula/das kirchenschiff mit allem ausstattet was man vor 1968 in eile vor der zerstoerung gerettet hat kommt einer weihung als kirche gleich.


    mal ueberspitzt ausgedrueckt > ein wohnzimmer wird zu einer kueche wenn man einen herd und einen kuehlschrank dort unterbringt.


    wie ich schon geschrieben habe, man sollte hier nicht in versuchung kommen etwas wieder herzustellen was leider! nicht mehr existiert. die kirche hat, ueber die jahrhunderte, alle zeitstroemungen mitgemacht und bsp.-weise mehrere neue innenraum gestaltungen oder eine renaissancefassade erhalten. man hatte somit die kirche schon ueber jahrhunderte veraendert und dem jeweiligen empfinden angepasst.


    selbst wenn man es zur kirche weihen wuerde waere es doch fraglich oder sogar unbedeutend warum man hier etwas kopieren sollte was in keinem zusammenahng steht.


    architektur ist ja das ausdrucksmittel was einem verdeutlicht, in funktion und form, aus welchem grund ein gebauede entstanden ist. das ist jetzt nicht nur eine andere umgebung in der das "paulinum" steht sondern auch eine andere bestimmung. somit stellt sich die frage warum! warum sollte man es zu einer kirche gestalten wenn es keine ist? warum sollte man den innenraum (ver)historiesieren? warum sollte man hier etwas hinein interpretieren was es nicht mehr gibt?


    die neugestaltung der ganzen uni greift die alten strukturen auf und vereint sie mit den heutigen bestimmungen des uni-lebens. die nachfrage nach einer kompletten rekonstruktion ist unbegruendet da die kirche weder eine einzigartigkeit war noch gebraucht wird! man muss den schritt machen und die stadt veraendern so wie es leipzig schon immer passiert ist sonst haetten wir keine innenstadt so wie wir sie heute kennen. kroch-haus, gewandhaus, und uni-riese waren die ersten und jetzt ist eine neue aula/kirche.

    @ Bienitz


    wie dj tinitus schon geschrieben hat, es ist logistisch nicht zu ermoeglichen alle kunstgegenstaende in der aula aufzuhaengen ganz zu schweigen von den rel. ungeschmueckten protestantischen kirchenhallen im allgemeinen (wenn es denn als kirche geweiht waere). zum anderen wuerde ich gerne das argument der uni-leitung zu den enormen kosten einer komplett klimatisierten aula hoeren wenn auf der anderen seite gelder fuer die lehre eingesparrt werden muessen.


    das ist dann das eigentliche thema. die uni verhaelt sich einfach genau so wie es die tradition lehrt. speziell die Universitaet Leipzig aber auch die Universitaeten in Halle und Erfurt hatten eine enorme entwicklung in lehre und forschung nach der reformation, ausgegangen von (wittenberg) Luther.


    gleichzeitig wuchs der einfluss der (katholischen) kirche in den universitaeten in dem westlichen und suedlichen teil dtl-nds durch die gegenreformation. viele gelehrte wanderten daraufhin in zur uni lpz. oder eben halle oder erfurt. die sehr erfolgreiche geschichte der Universitaet Leipzig, mit all den beruehmten mitgliedern von goethe, lessing, kant, nitzsche,....... beruft sich auch auf diese zeit. man hatte sich nicht der damaligen "politik" der kirche aus rom ergeben sondern auf unabhaengige lehre gestzt und es hat zum erfolg gefuehrt.


    es ist eine schande dass man die uni-kirche spraengte und es ist verstaendlich einen kleinen raum zu weihen aber man sollte sich nicht auf eine wiederherstellung einlassen weil es in dresden mit der frauenkirche klappte. die bedeutung fuer leipzig und speziell fuer die uni ist eine ganz andere.


    der titel der ausstellung "die erleuchtung der welt" zeigt und verdeutlicht die einstellung der uni zum neubau: erinnerung an das gewissenlose der ddr-fuehrung aber der tradition der uni treu bleiben. das hat zur intelligenten und unbefangenen ausbildung vieler, jetzt beruehmten leute gefuehrt. die gegenseite aber, der "paulinerverein", tritt im schritt der "alten" geistlichen fuehrung und setzt zwar nicht den grad des einflusses fort aber den der motivation und findet dabei sogar unterstuetzung auf einer ebene die eigenltlich mehr auf intelligente freiheit setzten sollte - "die freie presse".


    kurz gesagt - ich verstehe die diskussion nicht und kann mich nur auf die seite der universitaet schlagen.

    KurushiX


    hier plant keiner eine U-Bahn! ausserdem kann ich nicht so richtig verstehen warum eine buendelung aller S-Bahnlinien zwischen zwei kopfbahnhoefen im groessten/wichtigsten bahn-knotenpunkt des ostens (berlin ausgenommen) ein milliardengrab ist. desweiteren sind es keine milliarden sondern ungef. 900 millionen.


    das ist eine verkehrstechnische und infrastrukturelle notwendigkeit um den grossraum leipzig ueberhaupt konkurenzfaehig zu machen und weiter zu staerken. ausserdem ist der HBF der ausgangspunkt div. ICE und IC linien die damit in das nahe und weitere umfeld vernetzt werden.


    also! > das war nicht nur eine initiative lokaler politiker sondern auch eine der DB um das netz weiter zu modernisieren/straffen in dem knoten oder hubs errichtet werden! warum glauben so viele dass ein OB so eine grosse investition alleine durchsetzen koennte?


    schau dir nochmal alles genau an und vergleiche auch das heutige S-Bahnnetz in frankfurt/main mit dem zukuenftigen leipziger.


    PS. wenn man um 20.00 vom flughafen nuernberg in die innenstadt mit der U-Bahn faehrt stirbt man vor einsamkeit! > grab?

    weil es mir neulich aufgefallen ist:


    gibt es eigentlich plaene fuer den wohnblock der LWB zwischen dem alten rathaus und dem MdBK?


    eine bebauung im alten strassenraster zwischen boettchergaesschen und salzgaesschen wuerde das ganze areal extrem aufwerten. ausserdem wuerde der marktplatz wieder "richtige grenzen" bekommen.


    danke

    wartet mal ab!


    der platz brauch eine weile um sich neu zu etablieren, schon deswegen weil 40 jahre ddr kein wirkliches schmuckstueck hinterlassen haben. die neue uni mit der gesamten infrastruktur (studenten, prof.'s) wird dem augustusplatz schon neues leben einhauchen. auch werden gewandhaus und oper in zukunft mehr dazu beitragen dass sich gaeste nochmal in ein cafe oder restaurant setzen - einfach weil dann mehr angebot da sein wird.


    aber das bedarf auch veraenderung am/auf dem platz selbst!


    werden denn eigentlich die "komischen" blickfaenger vor der uni abgerissen (ich erinnere mich dass sogar w. tiefensee zu OB zeiten meinte die sollten besser fallen)? weiß eigentlich jemand wieviel studenten auf dem zukuenftigen campus studieren werden?


    kurz gesagt - der augustusplatz wird schon wieder zu einem treffpunkt aber das brauch noch eine weile zeit. uni + vapiano werden sicherlich den anfang machen.

    wahrscheinlich ist ein mix aus allem.


    man kann natuerlich so eine dichte an geschaeften nicht kleinteilig aussehen lassen auch wenn man in der fassade differenziert oder eben nicht die ueberdimensionierten eingaenge plant die beim verlassen ins nichts fuehren. sie enden einfach gegenueber eines anderen hauses, zu einer kleinen strasse oder fussgaengerzone ohne die tradition der grossen passagen aufzunehmen wie in mailand oder neapel. diese oeffnen sich weiten plaetzen und wirken dadurch ganz anders.
    von daher hat Legende schon recht aber ich denke dass die hoefe den sprung noch schaffen gerade durch kleine leipzig typische passagen, gewerbe/wohnen/arbeiten mix, und strassenraum-veraengung. somit koennte es vllt. klappen die hoefe in der innenstadt zu integrieren.


    die innenstadt in leipzig ist natuerlich "leichter" in das alte raster zu bringen da nicht so grossflaechig zerstoert wurde aber man haette auch hier fehler machen koennen. zum beispiel, das MdBK haette auch ein flachbau sein koennen oder eben eine mall aber hier wird ein quartier geschaffen, die schliessung der 4 ecken vorausgesetzt, bei dem man die hoehe des museums nicht mehr mitbekommen wird weil die strassenfluchten die alten kannten wieder herstellt. somit wird ein kompromiss zwischen dem fuer innenstadt verhaeltnisse sehr grossem gebaeude und den raumbezogenen 4 kannten mit gassenartigen zugaengen zum MdBK hergestellt. deshalb kann ich das argument der leichteren architektur nicht gelten lassen. Cowboy, es ist nie einfach aber man muss sich schon gedanken machen anders funktioniert architektur nicht.


    das "centrum" (beim namen faengt es schon an) wird niemals ein erfolg werden und bekommt mit der altmarkt gallerie noch einen schwesterbau um die ecke. diese beiden ansiedlungen stehen dem hoefen am bruehl und den hauptbahnhof-promenaden gegenueber. ich glaube leipzig geht den gescheiteren weg mit einer anderen struktur wie es DaseBLN meint.


    dresden geht zwei zutiefst polariesierende wege. zum einen das disneyland auf dem neumarkt und zum anderen der mall bau in sichtweite. hier entstehen 2 verschiedene staedte die keine verbindung aufnehmen. eine stadt veraendert sich staendig von innen nach aussen. ein mix aus all den jahren und neue stroemungen entwickeln ja eine urbanes umfeld was es interessant macht in einer stadt zu leben. man sollte vielem eine chance geben sich zu entwickeln und dresden haette durch die grossflaechige zerstoerung die mgl.-keit gehabt sich langsam zu erholen und wieder zu einer "echten" stadt zu werden.