Beiträge von hedges

    ^ das kann schon sein. Bei einer der ältesten Juristenfakultäten des deutschsprachigen Raums sollte die Interimsphase, welche seit der Zerstörung im WK 2 anhält, nun auch mal ein Ende finden.

    Beim Baumkataster der Stadt steht der Silberahorn übrigens mit Pflanzung in 1980 drin. Was für den positiven Fakt der Erhaltung, aber keine Rolle spielt.

    ^ + ^^


    dennoch schade, dass die Brücke nicht verbreitert wird. Die Fußwege sind einfach zu schmal, aber evtl. wird das ja durch die Verringerung auf eine KFZ-Spur auch dabei Möglichkeiten geben. Ansonsten bieten die Aufenthaltsflächen an den Brücken-Enden sehr Potential als bespielbare Aufenthaltsflächen. Und zum Glück kommen die gräßlichen Betonfeiler/-Leuchten weg.

    ^ etwas unklar für mich, warum nun schon wieder die Finanzierung der Juristischen Fakultät fehlen soll. Diese ist ja beschlossen und wurde seitens der Universität Leipzig nachträglich und weit nach der Hochschulreform im Freistaat endlich durchgedrückt. In Dresden hatte man ja die Abmachungen in Richtung Leipzig ziemlich schnell vergessen.


    Ich gehe eher davon aus (hoffe), dass die Finanzierung durch den langwierigen Prozess aus dem Haushaltsplan gerutscht ist und nun nachträglich wieder eingefügt wird. Alles andere wäre eine Posse. Aber leider auch nicht ungewöhnlich für Entscheidungen aus dem Elbtal.


    An der Kollwitz 103 wird zumindest im EG wieder Fassadenstruktur angebracht. Ansonsten schien es mir als eine Auffrischung. Eines der eher schlecht sanierten Gebäude im Bachviertel. Der Imbiss im EG war sehr verbaut. Ob dieser bleibt, weiß ich nicht.


    Wirklich tolle Bilder einer wieder schönen Anlage. Ich fände es auch gut, wenn die Stadt die Anlage komplett und inklusive des Wilhelms-Külz-Parks erneuert und oder wiederherstellen würde. Der Übergang zur Alten Messe ist ja in Arbeit. Sowie die dortige Erneuerung der zentralen Allee.


    Es war ja mal schon auf dem Tisch und scheint wieder verflogen, aber auch die über quer verlaufende Straße davor in einen Kreisverkehr umzuformen. Die Bedeutung des Denkmals in einem vereinten Europa ja auch eher in einer neuen Definitionsfindung. Da wären also Ideen gefragt. Und das Grünflächenamt der Stadt kann auch gerne mal die Linden entlang der Straße des 18. Oktober scheiden.


    Also der kleine Neubau hat ja diesen Grundstücksschnitt so angenommen und bebaut. Es gibt zwei Zugänge via Straße zum Haus und hinten einen weiteren kleinen Gartenanteil. Eine wirkliche Verschattung gibt es wegen der Bebauung in Nord-Ost Richtung auch nicht. Dementsprechend kann da kein Vorwurf gemacht werden.


    Auch finde ich eine begrünte Brandmauer (wird so kommen, denke ich) zum Grünanteil am Haus auch besser als alles voller Balkone von welchen die Gurke am Frühstückstisch in meine Hecke fällt.

    In der Rödelstraße, gegenüber der Bushaltestelle, sind heute die Gerüste gefallen.


    IMG-9793


    Wow! Nicht einmal die Traufkante des Nachbarhauses konnte man anvisieren. Auf jeden Fall eine Anwärter:in auf den schlechtesten Neubau des Jahres 2024. Nimmt man das noch in seine Projekte-Liste auf der HP der Architekt:innen und Ingenieur:innen auf oder lässt man das verschämt weg?

    ^ in gleicher Zeitung stand aber auch, dass die Investoren mit ihren Projekten in München und Hamburg? mittlerweile Insolvenz angemeldet haben. Dementsprechend in Leipzig die Umsetzung nicht mehr erwartet wird. Mittlerweile vergibt die Stadt bei Nichterfüllung auch Strafen. Wie genau diese bisher aussehen, kann ich nicht sagen.


    Ich denke aber, man könnte bei solchen großen Projekten zukünftig auch eine Klausel für einen Rückkauf bei Nichterfüllung für einen festgelegten Preis bzw. einen Preis unter Marktniveau in die Verträge schreiben. Siehe das ehemalige Technische Rathaus, was für 11 Mio. Euro zurückgekauft wurde. Also die Projekte teilweise oder ganz in die Hand der Kommune welche damit Wohnungen und öffentliche Einrichtungen bauen könnte.

    ^ die Anzahl an möglichen Mitarbeiter*innen ist schon eine Hausnummer und wird sich auf das Viertel auswirken. Alleine die Ankündigung sollte Investoren in die Versorgungs-Infrastruktur locken.


    Ich bin aber immer noch davon überzeugt, dass es auf dem Grundstück auch gleich noch Wohnungsbau durch die LWB geben sollte. Also keine reine Verwaltungseinheit. Da Grundstück schon erworben und sich die Bauplanung sowie die Antragstellung in einem Vorgangsprozess umsetzen ließen. Zur Zeit scheint aber nur Verwaltung geplant.

    ^^ aber welche Realität soll es denn sein?


    Dass Macron in Frankreich selbst sehr große Probleme hat und ihm das Wasser von Seiten der Rechten bis zum Hals steht und er mehr nach Rechts rückt? Dass Macron einen Wahlkampf zu den Europa-Wahlen führt weil sein Zentrums-Bündnis wohl gerade mal noch auf Rang 3. kommt?

    Dass Macron in Dresden, selbst in der französischen Presse, kaum Beachtung findet und in den engl. sprachigen Presse gar keine?

    Dass der Neumarkt und die Frauenkirsche eine so oberflächliche "Symbolik" in Bezug auf eine Europäische Einigung hervorrufen, dass es als "Zuckerguss" betitelt wird?

    Dass die "Symbolik" von Dresden bei der Berichterstattung im Ausland als "das Zentrum der rechten Bewegung in Deutschland" definiert wird?

    Dass sich der Freistaat, wie immer, sein Wohnzimmer gemütlich zurecht subventioniert und eigen gecharterte Busse mit jungen Leuten an den Platz karrt während drum herum rum gepöbelt wird?
    Dass es im Großen und Ganzen, genau deswegen so kulissenhaft erscheint wie der "Wiederaufbau" des ganzen Areals - keine Auseinandersetzung mit der Geschichte und Stadtreparatur sondern das in der Gegenwart zurecht interpretierte übertünchen einer prägnanten Zeit der deutschen Geschichte?

    Dass es zB. bei den Bahnstreiks, eine gähnende Leere auf dem Neumarkt gibt?



    Zornige Gegenkommentare, 3, 2, 1.... los!

    Eine Überkapazität des Angebots an Schulplätzen, auf die ganze Stadt verteilt, zu erreichen ist auch mit den schwächeren Jahrgängen immer noch utopisch. Eher eine Normalisierung, welche aber auch schnell wieder vorbei sein kann.


    Und was die KITAs und ihren hohen Anteil an nicht passenden und überalterten Gebäuden angeht, hatten wir ja oben schon etwas dazu gesagt. Hier braucht es weiterhin eine hohe Bauaktivität.


    Grundsätzlich sollten wir auch nicht vergessen, dass die Bauaktivitäten eine grundlegende Erneuerung der KITA- und Schullandschaft der Stadt darstellen. Es geht also nicht nur um Kapazitäten. Eher sprechen wir hier von einem Schritt für die nächsten 50 Jahre und einer angemessen Bildungslandschaft - auch in Gebäudeform.


    Ansonsten könnten wir für die Kinder und Jungendlichen auch einfach Schifffahrtscontainer, je nach Jahrgangsbedarf, auf die Wiese stellen...

    Käthe-Kollwitz Straße 50 unsaniert:


    t2eyphp8.jpg

    Eigenes Bild


    Nicht nur hat sich der besagte Kran eingefunden, sondern hat das Haus etliche Sicherungsmaßnahmen und Gerüste erhalten. Also Wand- und Deckenstützen. Es wirkt wie eine konkrete Sanierung und nicht nur Absicherung. Was natürlich gut ist, denn mit mehreren Deckeneinstürzen habe ich dem Gebäude nicht mehr viele Jahre gegeben.

    Ich meine mehrfach gelesen zu habern, dass Leipzig einige Tausend Kita-Plätze zuviel hat. Warum gleich nochmal baut man dann nun jetzt noch eine 5-stöckige Kita? Waren nicht Wohnungen das drängendere Thema zur Zeit?


    Die Ausgangslage bei den Kitas in Leipzig ist auch sehr anders. Ein recht hoher Anteil (25-50%), befindet sich in schlechten bzw. zweckentfremdeten Gebäuden. Zum Beispiel in alte Villen. Logisch ist, bedarfsgerecht neu zu bauen und die alten Gebäude wieder auf den Markt zu bringen.

    ^ + ^^ Das sieht in der Visu eigentlich nach einem Abriss der Flachbauten aus. Zumindest sind die unteren beiden Geschosse different zu den bestehenden Gebäuden. Gut, dass sich hier etwas tut und der Blockrand in der Flucht und Höhe an die Gebäude aus den 1950er Jahren anschließen. Das ist def. positiv!


    Schöner wäre aber ein bauliche Verbindung mit den Brandbauern der bestehenden LWB Quer-Blöcke und einer Auflassung vor den Blöcken zur Windmühlenstraße, um mehrere Blockränder zu erwirken als eine lange Zeile zu manifestieren. Der Straßenabschnitt dort ist eher eintönig steril, was mit der Zeile potenziert wird. Hier mehrere Blockränder, eine Erneuerung des Fußgängerbereichs, sowie endlich mal die Pflanzung von Alleebäumen würde den Straßenraum dort erheblich verbessern.


    Dass eine Verdichtung geplant ist, wird sich aber dennoch schon steigernd auswirken. Leipzig hässlichster Platz, wird langsam.

    ^ also ich hoffe die Stadt wird hier die richtigen Schlüsse ziehen und nicht nur ein Gebäude errichten sondern breit fächern und vor allem inhaltlich - mit Verwaltung, Wohnraum, Nahversorgung - breit schultern. In der Höhe sind mittlere Höhen durch die städtebaulich Fassung möglich. Der Anschluss mit Öffis sowie die Proximität im Stadtgefüge stellen extrem günstige Bedingungen welche auch genutzt werden sollten.

    Wahnsinnig schade, dass es bei diesem Projekt so gar keine Entwicklung gibt. Da es hier vor allem so durchdacht und mit der Bevölkerung durchgesprochen wurde. Aber wenn der private Markt investieren will, dann ist es halt schwierig mit Visionen für eine sozial- und Klimaverträgliche Perspektive und Umsetzung.


    Positiv vielleicht, dass das Gebiet geräumt ist. Vielleicht kann man es mal in diverse Projektteile zerschlagen und auf verschiedene Projektträger aufteilen. Die aber dennoch die Planungen ungef. umsetzen.

    [...]

    Wenn davon die Rede ist, man müsse endlich "aufwachen", wüsste ich schon gern konkret, wer da aufwachen soll und auf welche Weise.


    Im Übrigen werde ich nicht müde zu betonen, dass Leipzig auch schon mal gut 100.000 Einwohner mehr hatte als heute - bei weniger Eingemeindungen als heute. Natürlich ist es richtig und gut, dass der Wohnkomfort gestiegen ist, aber vielleicht ist es an dieser Stelle auch mal angebracht, manch Anspruchshaltung zu hinterfragen.

    [...]


    Gut, dass du nicht müde wirst drauf hinzuweisen. Nur werde ich müde, diesen Vergleich permanent zu hören. Durch das ständige argumentieren dessen, wird es nicht richtig.

    Ich frage mich halt, was der Vergleich mit der EW-Zahl von 1933 mit rund 750.000 so relevant für unsere heutige Zeit macht? Da liegen nicht nur 90 Jahre dazwischen sondern auch ein WK mit erheblicher Zerstörung an Wohnraum und ein sozialistisches Regime welches durch finanzielle Not die Jahrhundertwende-Viertel in Leipzig ausbluten ließ. Weder sind die Gebäude aus der Höchstzeit alle stehengeblieben und warten auf neue Mieter noch wäre die Stadt mit einer ähnlich hohen Bevölkerungsdichte, heute lebenswert und sozialverträglich.

    Dazu ist der Verweis zu den Eingemeindungen der 1990er und frühen 2000 Jahre immer recht merkwürdig. Das hat sicher Strukturdaten verändert, keine Frage. Es wurden mit den Eingemeindungen auch keine Agglomerationen dazu genommen welche mit der Fläche auch vergleichbare EW dazu gezogen haben. Sondern Vor-Ort-Strukturen welche der Zeit bis 1933 ähnelten. Kleinstädte und Dörflich sowie riesige Agrarflächen.

    Darüberhinaus der Fakt, dass da auch Eingemeindungen stattgefunden haben welche entweder erhebliche Industrie- und Verkehrsflächen mitgebracht haben oder dazu genutzt wurden. Mal ein paar Beispiele: Seehausen? Neue Messe und neue Industrie wie zB BMW-Werk. Böhlitz-Ehrenberg? Industrieviertel mitgebracht und neue Wohnviertel gebaut oder geplant. Lützschena/Radefeld (Südlich)? GVZ und neue Industrie sowie Porsche-Werk. Lindenthal? Neue Wohnviertel gebaut - direkte Nachbarschaft zu den Jobs rund um den Flughafen und sowie Porsche-Werk. Oder mal Holzhausen? Die größte Kardiologische-Intensivstation in Europa durch das Herzzentrum. Engelsdorf/Sommerfeld? mit dem Paunsdorf Center das zweitgrößte EKW in Deutschland. Oder mal Hartmannsdorf am Zwenkauer See? Könnte denn Leipzig die Entwicklung der Seen komplett auf zig kleine Kommunen verteilen und denen überlassen?


    Ich weiss also nicht, was das hin- und herschieben von 90 Jahren an Veränderungen dann irgendwie anders macht beim EW-Wachstum und die direkten Effekte für einzelne Familien oder Personen welche eine Wohnung brauchen diese aber nicht bekommen?

    Wobei der reine Vergleich von Anstieg der Einwohnerzahl und Entwicklung des Wohnungsbestandes irreführend ist, weil Leipzig 2010 noch einen beachtlichen Leerstand hatte. Und wenn im Wohnungsbestand auch die damals nicht marktaktiven Wohnungen enthalten waren, die seitdem massiv saniert wurden, wird es noch weniger verwunderlich.


    Und: Nicht jeder einzelne Mensch, der seit 2010 dazukam, braucht auch eine eigene Wohnung (Familien, Paare, Kinder...).

    Ich will den Mangel damit nicht kleinreden, sondern nur den Sinn für statistische Tücken schärfen.



    Sicher ist der prozentuale Anstieg von Bevölkerung und der Anzahl gebauter Wohnungen nicht 1 zu 1 übersetzbar. Klar! Dennoch ist der Faktor des Bevölkerungswachstums alleinig an einer Zuspitzung des Wohnmarkts verantwortlich. Die Dichte an EW steigt ja auch wieder merklich an.

    Ich habe selbst erlebt, wie in einigen Vierteln die Bewerbungen für eine Wohnung in den dreistelligen Bereich gehen. Oder wie mittlerweile selbst in Grünau Gruppenbesichtigungen für Einraumwohnungen nicht unnormal sind. Auch habe ich direkt von Wohnungsgenossenschaften bestätigt bekommen, dass sie in manchen Vierteln keine einzige freie Wohnung haben und nur regulärer Mieter*innen-Wechsel ein kurzes Fenster öffnen. Oder bestimmte Wohnungsgrößen generell sehr schwer zu bekommen sind.


    Es ist mitnichten eine vergleichbare Situation wie in München, Hamburg, oder Berlin. Aber dennoch gibt es mittlerweile stärkere Einflussfaktoren auf soziale Gruppen. Sicher bringt es auch nichts, die Situation so gegen den Baum zu fahren wie Berlin, was aus München und Hamburg gefühlt so ein gar nichts gelernt hat in den letzten 30 Jahren.