Beiträge von Phoenix

    Ein Träger ist "Hildebrand und Jürgens"... an der Ecke zum KONSUM ist es "GEK" (...? hab den Namen vergessen), wo im Frühjahr 2010 unten im Ladenlokal "SUBWAY" einzieht.


    Ich meine ein GRK-Holding Werbebanner dort erkannt zu haben. Deren Homepage erwähnt ebenso ein Projekt in der Könneritzstraße.


    Was ich mich so spontan grad frage, warum sind eigentlich noch unsanierte Häuser am Südplatz vorzufinden? Gehören eigentlich die beiden gegenüberliegenden unsanierten Eckhäuser noch der LWB? Laut Homepage ist dieses nicht mehr der Fall, allerdings prangt an dem einen noch ein Werbe-Verkaufsschild der LWB.

    @ Cowboy:


    Stimmt, ich habe von Mieterverdrängungsprozessen durch Altbausanierungen geschrieben; was allerdings dem Begriff "Gentrifizierung" nicht vollkommen gerecht wird und als unzureichend anzusehen ist.

    Ich hatte eher den Begriff der "Soziale Segregation" verwendet, um die Entwicklung Leipziger Stadtteile zu beschreiben, da ich ihn für Leipzig als treffender ansehen würde.
    Das jetzt nur mal so als Richtigstellung, da es meiner Meinung nach schon Unterschiede zwischen diesen beiden Begriffen gibt.:)

    ^


    Das lasse ich so nicht gelten; ich hab in den vorangegangen Postings von mir versucht auf andere Aspekte hinzuweisen, worauf jedoch nicht eingegangen wurde. Vielmehr beschränkt man sich hier auf den rein architektonischen Gehalt von Sanierungen; was ich jedoch diesem Forum (sic!) nicht verübeln möchte:)

    Mir ging es einzig und allein darum, die Mehrdimensionalität von Stadtentwicklung aufzuzeigen und das somit Sanierungen von Häuser prinzipiell bei vorherigem Leerstand zu begrüßen sind, sie allein aber noch kein Selbstläufer darstellen, sondern ein Baustein von vielen zur 'Aufwertung' von Stadtvierteln!
    Ferner sollte meiner Meinung immer eine kritische Distanz zu den Folgen dieser 'Aufwertung' gewahrt werden; zu denken sei z.B. hier an etwaige Mieterverdängungsprozesse.


    Cowboy:
    Experiment:
    Gedanklich kann man sich ja z.B mal ausmalen, was theoretisch passieren würde, wenn auf Schlag alle Häuser an der Eisenbahnstraße saniert werden würden....
    Ich glaube nicht, dass die nach Abschluss der Arbeiten zu 80% bewohnt sein würden.

    Bezieht sich auf diesen Beitrag.


    Ich glaube da liegt der Hund begraben, wer glaubt sanierte Häuser allein beflügen gewisse Stadtviertel, befindet sich auf dem Holzweg.
    Die Frage die sich mir stellt lautet: Was will man eigentlich durch Sanierungen erreichen. Welches Konzept steckt dahinter? Will man soziale Segregation verhindern, oder gar durch teuere Sanierungsmaßnahmen fördern?
    Oder geht es einzig allein darum, sich an gewissen Architekturstilen zu erfreuen, weil man z.b. subjektiv betrachtet sanierten Altbau hübscher findet,als unsanierten? (Anmerkung: Ich persönlich finde ja z.T. unsanierten Altbau attraktiver als tod-sanierten; aber das nur nebenbei(-:

    @ Stahlbauer:


    In Halle (S) steppt aber auch nicht gerade der Bär:D


    Noch was zur Demographie:


    Wenn eine Stadt wie z.b. Halle (S) es schafft von 1990 bis jetzt 80.000 Einwohner zu verlieren und eine Umkehrwende nicht in Sicht ist und sie neuerdings im Durchschnitt pro Jahr 1.000 Einwohner verliert, dann spricht jener Umstand nicht gerade für funktionierende Urbanität; da nützt auch kein noch so toller Technologiepark um diesem Umstand abhilfe zu verschaffen!
    Die Gründe sind woanders zu suchen.

    Noch vielleicht ein paar Gedankenfetzen zu Leipzig:


    Ich schätze Leipzig als Studienstandort sehr; vermisse aber dennoch typisch urbane Strukturen; gleich aussehende Gründerzeitviertel die sich in allen Himmelsrichtungen entlang des zentrale Stadtkerns ziehen ohne ein eigenes Stadtteilleben zu entwickeln zeichnen nicht grad urbane Strukturen aus. Wo ist das pulsierende Großstadtleben? Ein wenig Karl-Liebknechtstraße; ein wenig Könneritzstraße vielleicht noch die Karl-Heine-Straße und dann wars das schon. Wo sind die Menschenmassen am Wochenende? Wo die Skyline wenn man in den Hbf einfährt? Manchmal beschleicht nicht nur mich das Gefühl, in dieser Stadt passsiert nicht mehr allzuviel; ein schwer zu beschreibendes Gefühl; das einem z.b. schnell verläßt wenn man sich nach Berlin begibt und von einem gewissen Drive mitgerissen wird.
    Leipzig, ist da schon eher Monotonie; die nicht grade durch verschiedene Subkulturen und Multikulturalität geprägt ist, sondern eher durch sächsische Großstadtsoße besticht.

    keine sorge, wolfsheim: von hamburg oder berlin ist man in der minimedienstadt leipzig noch lichtjahre entfernt. und wenn der friedrichshain-kreuzberger regen der seit zwei jahren auf den süden und westen der stadt eintröpfelt nicht anschwillt, bleibt das glücklicherweise noch eine weile so ;p


    Ja, das befürchte ich auch; aber unter umgekehrten Vorzeichen!
    Schade, das Leipzig diese Potential nicht hat und eher provinziell anmutet.

    Iguenth1:
    Auf welche Stadt bezieht sich der Wert 0,4% (Bevölkerungsrrückgang)


    Noch was zu den weichen Standortfaktoren: Ich denke, dass sich alle Großstädte in einem permanenten Wettbewerb um junge gebildete Leute befinden und es sich dennoch abzeichnet wer da das Rennen macht, bzw auch nicht.


    Zu Leipzig:


    Ich denke die Stadt genießt insbesondere bei ostdeutschen jungen Leuten ein hohe Ansehen und wird deshalb gern als Standort gewählt. Gründe hierfür sind sicherlich, insbesondere die urbanen Strukturen im Süden und Westen (reichhaltiges Kulturangebot, Gründerzeithäuser die relativ günstig zu mieten sind usw).


    Dennoch und das ist auch meine persönliche Meinung, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass viele auch nach dem Studium z.b. die Stadt wieder verlassen. Insbesondere Berlin gilt bei vielen als der sogenannte 'place to be'; da kann Leipzig einfach nicht mithalten und gerät ins Hintertreffen, da das Angbot der Stadt Leipzig trotz aller Vielfalt, relativ überschaubar und leicht zu erkunden ist.


    Leipzig ist nunmal schlichtweg eine sächsische Metropole nicht mehr und nicht weniger und das wird sich ebenso auch ab 2020 in der Bevölkerungsstatistik wieder widerspiegeln

    Ja, auch ich fand Halle beim Besuch in diesem Jahr gar nicht mal so verkehrt. Schlimm find ich diese Autobahn durch die Stadt. Die mag zwar fuktional super sein, ist aber eine ästhetische und atmosphärische Katastrophe.



    Zugebenermaßen suggeriert sie aber auch eine Art Großstadtfeeling in Halle (S) und ist eine Art Alleinstellungsmerkmal

    LEgende:


    Das natürlich ein wichtiger Faktor den Du erwähnst; allerdings meiner Meinung nach nicht der einzige und ebenso nicht der gewichtigste.
    Ganz banal konstruiert müßte ja nach Deiner Theorie der Leerstand z.b. in Chemnitz geringer sein als in Leipzig, da dort die Arbeitslosenquote und auch die Kaufkraft bessere Werte aufweist als hier; dem ist aber nicht der Fall!


    Ich glaube nicht zu vernachlässigen sind die sogenannten weichen Faktoren, wie Kulturangebot, Angebot an Subkultur, Multikulturalität, Toleranz breite Konsummöglichkeiten usw...


    Schöne kompakte Gründerzeitviertel sind natürlich für eine Stadt ein toller Pluspunkt; aber im Endeffekt auch nur Fassade.

    ^ Ich bin ja sonst kein Freund der Connewitzer Jungs, aber durch deren "Aktivitäten" am neu gebauten Plus (heute: Netto) am Wiedebachplatz, wird man sich es auch von Seiten der Stadt dreimal überlegen, ob man dort wieder etwas gegen den Willen der dortigen Szene durchsetzt. ;)


    Wie man jenem Entwuf zum heutigen Netto-Supermarkt an der Bornaischenstraße zustimmen konnte ist mir bis heute ein Rätsel.
    Schlimmer gehts nimmer! Ganz schrecklich!

    Wow, das hätte ich nicht für möglich gehalten. Nicht nur, dass die nicht wenigen Durchreisenden im Zug dann nicht mehr denken, dass alles in Halle so aussieht wie der Riebeckplatz, sondern dieser Turm könnte echt Eindruck schinden. Aber eine Nutzung wurde im Artikel noch nicht erwähnt, also bleibe ich ob der Realisierung erst mal skeptisch. Auf jeden Fall beste Entscheidung und ansprechender Turm!


    Ich glaube der momentane Zustand rings um besagten Riebeckplatz regt Tagestouristen nicht grade an, in Halle (S) aus dem Zug zu steigen und die Stadt zu erkunden, was wie bereits schon ausgeführt recht schade ist, da z.B. die Innenstadt sooooo schlimm von der Architekur (!) nicht ist.
    Die Kultursehenwürdigkeiten jetzt mal ausgeklammert.

    In Kamenz hat man sich inzwischen ausgekäst, was die Bevölkerungsentwicklung in Sachsen 2008 angeht. Mit einem Plus von 4957 (+1 Prozent) gegenüber 2007 war Leipzig knapp vor Dresden (+0,9 Prozent) in Sachen Bevölkerungswachstum Spitzenreiter in Sachsen. Demnach lebten Ende 2008 in der Messestadt 515.469 Einwohner.


    http://www.statistik.sachsen.d…_02/02_02_06g_tabelle.asp


    Lipsius, deine prognostizierten 520.000 Einwohner für dieses Jahr erscheinen alles andere als unrealistisch.



    Demographen gehen wohl ferner in Prognosen davon aus, dass Leipzig ca. im Jahr 2020 seinen Einwohnerhöhepunkt erreicht haben wird und dann bei der Einwohneranzahl stetig sinken wird.


    Gravierend erachte ich persönlich, dass es der Stadt Leipzig immer noch nicht gelungen ist, attraktiv für Leute zu sein, die nicht unmittelbar aus angrenzenden Landkreisen kommen. Erschwerend ist hierbei, dass jener Zuzugsfaktor aus den umliegenden Regionen wohl sehr bald versiegen wird, da jene Landkreise schlichtwegkeinen Nachschub mehr an Menschen schicken können.