Beiträge von Phoenix

    Nochwas zum Thema "Umgang" mit dem Bauerbe aus der heutigen LVZ: Unter dem sperrigen Namen „Eigentümer-Standort-Gemeinschaft“ bündeln die Hauseigentümer des Bülowviertels am Ende der Eisenbahnstrasse (zwischen Torgauer-, Bülow- und Eisenbahnstraße) ihre Kräfte, um es gemeinsam zu entwickeln. Initiator und Hauptakteur des Projekts ist Haus & Grund Leipzig als Interessenvertreter der privaten Haus-, Wohnungs- und Grundstückseigentümer in Zusammenarbeit mit der LWB. Man ist als eins von zehn Pilotprojekten für eine Förderung durch den Bund ausgewählt. Mit Hilfe zahlreicher kleinerer Maßnahmen soll der Leerstand im Viertel reduziert werden. Weiterhin soll ein Leitbild entwickelt und untersucht werden, welche Gemeinschaftseinrichtungen eher zur Förderung dessen notwendig sind. In drei Jahren wird Bilanz gezogen, dann soll das ganze Bülowviertel deutlich aufgewertet sein.


    Meines Erachtens eine super Sache und beweis dafür, dass Leipzig im kreativen Umgang mit Leerstand bundesweit weiterhn eine Führungsrolle bekleidet.


    Habe mir selbiges Viertel letztens auch mal kurz in natura angeschaut. Die bauliche Substanz ist schon spannend, nur leider ist das gesamte Gebiet meiner Meinung nach einfach uninteressant. Um es kurz zu machen; da steppt nicht gerade der Bär und ich bezweifel, dass es gelingen würde dort jemals urbanes Leben hinzupflanzen.

    Das unsanierte Haus an der August-Bebel-Straße soll nach meinen Erkenntnissen saniert werden. Schade irgendwie; zumal es bewohnt ist
    Ich würd ja gern mal wissen, ob das Haus Ecke Paul-Gruner/ Bernhard-Göring-Straße im Zentrum Süd saniert wird oder den Abrissbaggern preisgegeben wird.


    Achso:
    Ich eine unsanierte 2-Raum-Altbauwohnung in Zentrum Süd/West, bzw Südvorstadt, die über Holzdielen, Holzfenstern, Tageslichtbad sowie optional nen Ofen verfügt und preislich erschwinglich ist; falls wer einen Tipp hat, so würde ich mich freuen wenn mir der oder diejenige eine Nachricht hier zukommen lassen würd.:)

    Original von djtinitus:

    geschäfte in universitätsgebäuden haben in leipzig eine lange tradition.


    Bevor der jetzige Neubau dorthin geklotzt wurde, gab es auch Geschäfte; ich weiß: Einen Universitätsbuchladen (!); jetzt befinden sich dort diverse Einkaufsketten und im Innenhof des Universitätscampus eine Sparkasse (!).
    Ich persönlich finde diese Kombination ganz schrecklich; insbesondere dann wenn sie umkommentiert hingenommen wird.


    Wie auch immer, mir hat die Gestaltung des Staßenabschnittes der Grimmaischen Straße vor dem Uni-Neubau zuvor besser gefallen.:)

    Original von DaseBLN:


    Phoenix: mal ganz ehrlich - das einzig erhaltenswerte war doch die Brunnenanlage. Ansonsten konnte man da zwar gut Skaten und abhängen, wirklich einladend für normale Innenstadtbesucher war das ganze aber mit Sicherheit nicht. Leipzigs Innenstadt ist ja nun wirklich nicht so übermässig groß, dass überall Aufweitungen und freie Plätze hinmüssen. Was die Konsumläden betrifft: die komplette Nordseite war auch vorher damit voll.


    Das hochgeladene Foto zeigt leider nichts mehr von der Brunnenanlage und kann den Reiz des Straßenabschnittes vor seiner Umgestaltung nicht wiedergeben.
    DaseBLN, was bitte schon ist ein "normaler Innenstadtbesucher; jemand der sein Geld zu Starbucks schleppt?! Ganz ehrlich, da bevorzuge ich "Abhängen und skaten" und entfalte andere Qualitäten.
    Finde es schade, dass dem Kommerz einem generellen Vorrang eingeräumt wird und andere Dinge sekundär erscheinen lassen.
    Ganz davon zu schweigen, dass die Geschäfte des angesprochenen Abschnittes sich allesamt auf Universitätsgelände (!) befinden.

    Was war der Platzabschnitt vor dem heutigen Uni-Neubau doch schön, als es noch Raum gab zum Verweilen. Bänke auf denen man sich bequem sitzen konnte; eine ausgefallene Wasseranlage; Grünbestand; Mauern auf denen man die Sonne genießen konnte; keine Standard-Konsum-Läden die nervten und und und...


    Und jetzt?

    dass das völkerschlachtdenkmal soweit außerhalb steht kann man leider nicht mehr ändern ^^


    Da sage ich nur; zum Glück steht der dicke Klotz des Völkerschlachtdenkmals soweit außerhalb;)
    Die Anregung eines LVZ (!)-Lesers, das etwaige Einheitsdenkmal in Sichtachse zum Völkerschlachtdenkmal zu setzen und einen kausalen Zusammenhang von Freiheit und Unabhängigkeit zu ziehen ist dermaßen abwegig, dass es mich persönlich noch mehr bestärkt sich gegen ein Einheitsdenkmal auszusprechen was Geschichte verklärt und Millionen an € verschlingt.

    ^^
    Nocheinmal, auch wenn ich Gefahr laufe mich zu wiederholen: Soll die Anzahl der Touristen pro Jahr ein Gradmesser sein für gute Architektur? Wenn es danach gehen würde, so müßten wir überall auf die grüne Wiese Schlösser a la Neuschwarnstein klotzen und die Touristen kämen in Scharen.
    Oder auch nicht? Wie bereits erwähnt, wenn Touristen nur die altbackene Architektur lieben; warum ist z.B. Berlin dann auf Platz 1 was die meisten Touristen betrifft?


    Qualitätsvolle Architektur muss nicht historisch sein!

    ^^
    Meinst Du nicht das Du es Dir ein bißchen einfach machst und von einem subjektiven Standpunkt versuchst, allgemein gültige Aussagen abzuleiten. Du hast dahingehend Recht, dass mehr Touristen nach Dresden fahren als nach Leipzig. Ja und? Übrigens nach Berlin kommen nochmal wesentlich mehr Touristen als nach Dresden. Was sagen diese Zahlen über die Architektur einer Stadt aus?!


    Ich würde mich entschieden dagegen aussprechen, subjektive Wahrnehmungen und Empfindungen zu bestimmten Bau-Epochen, wie z.B. die des Historismus als allgemein gültig hinzustellen. Mal davon ganz abgesehen, dass es keine einheitlichen Bau-Epochen gibt und Architektur immer von neuen Ideen und Konzepten lebt und sich nicht konservierend verhält, dass war zum Glück schon immer so.

    Quelle: LE.Mon.hist.:

    Für mich gehören Zschochersche und Karl-Heine-Str. zusammen, sie stehen meines Erachtens nicht in Konkurrenz, sondern befeuern sich gegenseitig, wobei der Anteil der Kultureinrichtungen an der "Karli West" natürlich höher ist und hoffentlich auch noch lange sein wird


    Meiner Meinung nach ist der Vergleich Karl-Heine-Straße und Karl-Liebknecht-Straße ein wenig irreführend. Wo sind die Schnittmengen? Was bezwecken solche Vergleiche? Warum muss man immer Äpfel mit Birnen vergleichen? Ist es nicht auch schön, seine ganz eigene Identiät zu haben?


    Ähnliches gilt für den Städtevergleich; warum muss man immer Berlin mit München vergleichen; warum Hamburg mit Berlin oder gar Hamburg mit München? Was sollen solche albernen Vergleiche?!

    ^volle zustimmung.
    vor allen dingen wird in der lizzy überwiegend hinter den kulissen recherchiert und von allem treiben in unserer stadt berichtet. das wörtchen sensationsjournalismus kennt man da nicht.
    bild und blaubild halten's da bekanntlich anders...



    Über die Leipziger Volkszeitung (LVZ) möchte ich nicht mehr allzuviele Wörter verlieren. Die inhaltliche Ausrichtung dieses Blattes halte ich für dermaßen schwach, dass eine Diskussion über diese Zeitung einfach nicht mehr lohnt.
    Schade für eine Stadt wie Leipzig mit 500.000 Einwohnern, journalistisch sich eher auf provinziellem Niveau wiederzufinden!


    Den Ansatz der Leipziger Internetzeitung (lizzy) halte ich für löblich, allerdings bezweifel ich, dass mit diesem Journalismus der auf fast keine Einnahmen blicken kann, gute Berichterstattung zu machen ist. Insbesondere manche Artikel zur Stadtentwicklung sind zwar ganz gut recherchiert und verfasst; andere wiederrum sind sehr knapp und dürftig.

    ^


    Naja, aber architektonische Schneisen wie der Weg von der Alten Messe zur Innenstadt findet man ja auch zur Genüge in Berlin,oder;)
    Und ehrlich gesagt, finde ich das diese Magistrale auch durchaus seinen Reiz hat und zum Gesamtbild einer Stadt nunmal einfach dazu gehört; schließlich besteht eine Stadt ja nicht nur aus einer Epoche, sondern ihr wohnt eine gewisse Dynamik inne, die sich auch darin niederschlägt, dass man neue Baustile anwendet.

    Einmal mehr hat es zu meinem eigenen Bedauern die NPD in den sächsischen Landtag geschafft, wenn auch knapp und mit deutlichen Verlusten gegenüber 2004. Diese Partei konnte wie schon 2004 insbesondere auf dem Land erfolgreich Stimmen fangen. Je ländlicher die Region, desto mehr Stimmen scheint die rechtsextremistische Partei zu erhalten. Ich habe Verwandtschaft in einem 1000-Seelen-Kaff namens Lampertswalde (Landkreis Meißen) und war bestürzt, als ich vernahm, dass die NPD dort knapp 15 Prozent der Stimmen erhielt. Dennoch ist auch das Leipziger Ergebnis von 3,8 Prozent in meinen Augen viel zu hoch. Eine höhere Wahlbeteiligung (lag diesmal nur bei 52%), so die Statistiker, und die NPD wäre an den 5 Prozent gescheitert.


    Leider hilft Bedauern an sich noch nicht weiter, um Nazis und ihre Hetze zu stoppen.
    Empfehlenswerte Seiten zur Thematik:


    http://www.redok.de/
    (redok über sich selbst:
    redok ist ein Projekt, das sich mit Recherchen und Berichten zu Themen vor allem aus den Bereichen Rechtsextremismus, Rassismus, Neonazismus, Antisemitismus befasst. Ein Sozialwissenschaftler hat den Begriff externer LinkGruppenbezogene Menschenfeindlichkeit geprägt, der sicher ziemlich sperrig ist, aber in etwa unseren Interessen- und Themenbereich umschreibt. Dabei konzentriert sich redok auf Deutschland und den deutschen Sprachraum, verliert aber auch andere Länder nicht aus den Augen)


    http://nip.systemli.org/


    (Nazis in den Parlamenten)


    http://www.chronikle.org:3015/


    (Dokumentation faschistischer, rassistischer und diskriminierender Ereignisse in und um Leipzig)

    ^ Das nenn ich doch mal 'ne super Idee! Ein Imbiss mit Freisitz wird dafür sorgen, dass der "Südplatz" auch als solcher wahrgenommen wird.


    PS: Darf ich fragen, woher du die Info hast?


    Stand in der LVZ, die sich leider nicht wesentlich von der BILD unterscheidet; aber das nur am Rande.


    Ich glaube Lindenau an sich hätte wohl schon Potential, aber ich persönlich denke, dass die Sozialstruktur dort zu festgefahren ist das mittelfristig gesehen Besserung in Sicht ist und letztendlich ist das Konzept "wir siedeln "Pioniere" an" und alles wird prosperieren, in Leipzig erschöpfend.

    @ Abyssalon


    Würde mir nicht gefallen; Potjomkinsche Dörfer finde ich nicht so ansprechend. Architektur sollte sich weiter entwickelt haben und nicht vergangene Zeiten nachäffen. Statisches Rekonstruktionsdenken verklärt vergangenen Zeiten und verkennt, dass es keine Statik gibt! Erinnert sei daran, wieviel zur sogenannten Gründerzeit abgerissen wurde, um Platz für deren Gebäude zu schaffen


    Bestes Negativbeispiel aus der heutigen Zeit hierfür ist Braunschweig, wo die Fassade des ehemaligen Stadtschlosses 1zu1 wieder hochgezogen wurde und dahinter ein Einkaufscenter eingerichtet; grauenvoll!

    Ebenso schade ist, dass ein recht größeres Sanierungsobjekt in Leipzig-Connewitz Ecke Wolfgang-Heinze-/ Selneckerstraße immer noch darauf wartet 'wachgeküßt' zu werden.
    Wäre doch eigentlich ein Fall für die örtlich gegenüberliegende Immobilienfirma Hildebrand & Jürgens; die sind doch sonst auch so aktiv;)