Beiträge von Micha81

    Ein paar ergänzende Informationen aus der Vorstellung der Entwürfe samt Ehrung der ersten drei Plätze. Fotos und weitere Infos liefert sicher epizentrum in Kürze.


    Anwesend waren unter anderem Mike Josef, Prof. Meurer und Michael Gunthersdorf. Prof. Mäckler als Leiter des Preisgerichts ließ sich entschuldigen.


    Richtig, der Verkehr im Verlauf Fahrgasse, Domplatz, Kannengießergasse soll durch Poller auf das notwendige Minimum (Lieferverkehr, Sonderfahrten wie Krankenwagen, Polizei, Feuerwehr) eingeschränkt werden. Anders sieht das - Stand heute - für die Straße Weckmarkt aus. Zunächst einmal geht es um die Umgestaltung des nördlichen Bereichs, geplant bis 2020. Das Zeitfenster für eine Veränderung im Bereich Weckmarkt/Garküchenplatz wurde das Zeitfenster „langfristig“ genannt. Möglich, dass einer der jetzigen Entwürfen auch für diesen Bereich in Frage kommt, besonders gut gefalle hier die Variante aus Platz 3. Wie bekannt wird das nördliche Mainufer testweise für den Verkehr gesperrt. Sollte dies zur dauerhaften Lösung werden, käme die Schließung der Straße Weckmarkt nicht in Frage. Angestrebt wird jedoch eine Verbesserung der Situation für Fußgänger, im südlichen Bereich der Straße soll der heute sehr schmale Gehweg entsprechend verbreitert werden.


    Beim Siegerentwurf gilt es zu klären, ob die (heute teils bereits etwas weiter südlich vorhandenen) Platanen wie geplant vor das Pfarrbüro (Domplatz 14) umgepflanzt werden können, da dort in vermutlich 4 Meter Tiefe Versorgungsleitungen verlaufen.
    Gelobt wurde insbesondere die Aufenthaltsqualität, die Fassung der Plätze durch das Taktilsystem und der Brunnen zur Kannengießergasse hin, wo geradezu ein neuer Stadtplatz entstehe. Die gerade im erstplatzierten Entwurf zu vermutende Öffnung des Domgartens wird es nicht geben, dieser bleibt für die Öffentlichkeit verschlossen.


    Zur Frage der Unterschiede: Es gab gewisse Vorgaben und auch bereits eine Vorauswahl im Laufe des Wettbewerbs. Es sind in der Tat jedoch relativ starke Unterschiede im Detail erkennbar, was beispielsweise die Möblierung, die Fassung oder auch die Wirkung der Plätze durch die Platzierung der Bäume betrifft. Diese Details sind in dem oben verlinkten PDF besser erkennbar, noch hilfreicher ist der Besuch der Ausstellung.

    Die Stadt Frankfurt hat zum Abschluss der Arbeiten an der Halle 12 einige Zahlen und ein Zeitraffer-Video veröffentlicht:


    - Bauzeit Mai 2016 - August 2018
    - zu Spitzenzeiten über 800 Handwerker gleichzeitig auf der Baustelle
    - Gesamtfläche umfasst rund fünf Fußballfelder


    Eingebaut wurden
    - 945 Türen
    - rund 600 Kilometer Daten- und Schwachstromkabel
    - rund 50 Kilometer Kabel für die Gebäudeleittechnik
    - 46 Lüftungsanlagen
    - 50.000 Quadratmeter Lüftungskanäle
    - 6 Kältemaschinen
    - 34 Kilometer Rohrleitungen für Kälte und Heizung
    - 160 Heizkörper
    - 25.000 Sprinkler
    - 11,2 Kilometer Edelstahl-Leitung für frisches Trinkwasser
    - 5.300 Solarmodule mit einer Fläche von 9.000qm
    - Diese liefern Energie entsprechend des Bedarfs von 241 Vier-Personen-Haushalten.


    Das verlinkte Zeitraffer-Video findet sich bei Facebook: Klick

    Zack, fertig. Also fast. Die Fassade zur Stiftstraße ist soweit komplett und auch zur Großen Eschenheimer hin geht es zügig voran.


    Ich bin dann schon mal gespannt, ob man von Anfang an auch das Thema Taubenvergrämung umsetzt oder abwartet, bis die zahlreichen Nist- und Sitzmöglichkeiten ausgenutzt und die Fassade beschmutzt ist.




    Alle Bildrechte liegen bei mir.

    Diese Baustelle strotzt bereits jetzt nur so von Geschäftigkeit.
    - Der niedrige Zwischenbau an der großen Gallusstraße ist Geschichte, es bietet sich der Durchblick zur Neuen Schlesingergasse.
    - Das Parkhaus ist nahezu Geschichte.
    - Ein erster Turmdrehkran wurde aufgestellt.


    Schnelle, schmutzige Mobiltelefonfotos:




    Alle Bildrechte liegen bei mir.

    Die AHGZ weiß, wie die Fassadensanierung des Hotel Intercontinental ablaufen wird. Die Fassadenplatten werden wohl weiß angestrichen und wieder angebracht, zunächst wie schon ersichtlich die Mainseite, bis Mitte Juni auch die Seite zur Stadt.
    Weiterhin wurde wohl ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben, um Vorschläge zu erhalten, wie eine längerfristige Verschönerung der Fassade aussehen könnte.

    Next! Eine Ein-Zentner-Bombe wurde bei vorbereitenden Untersuchungen zum Riederwaldtunnel im Stadtteil Seckbach gefunden. Entschärft wird gleich heute Nacht, ab 24 Uhr soll es losgehen, ca. 1.400 Menschen werden evakuiert.
    Zuvor darf wohl Moses Pelham noch sein Konzert in der Batschkapp abhalten, welche im 400-Meter-Evakuierungs-Umkreis liegt.

    Große Gallusstraße 1

    Die Fassadensanierung der Großen Gallusstraße 1 zeigte epizentrum hier.


    Nun sind die Gerüste gefallen, die schlichte Fassade hat nicht dazu gewonnen. Die Fenster sind breiter geworden, die Profile ebenso, der "Dreiklang" ist weggefallen. Vor allem aber gibt es die grünen Glaselemente nach jedem dritten Fenster nicht mehr, sondern nur noch zwischen den Stockwerken. (Vorzustand bei G. Maps)



    Die Bildrechte liegen bei mir.

    Traurig, traurig.
    Die ehemals relativ offen geplanten Erdgeschosse, die nun abweisend und mit Fensterchen daherkommen, die wertig anmutenden Fassaden, die zu großen Teilen Putz weichen, ein gewisses Zitat der Gründerzeitumgebung...
    Der ganz große Kracher ist für mich allerdings das, was sich in den Offerten findet - diese austauschbaren Brocken sollen nun für knappe 8.000 Euro pro Quadratmeter auf den Markt geworfen werden. Respekt!

    Nach geraumer Zeit sei eine kleine Schnell-und-Schmutzig-Aktualisierung erlaubt.


    Der Wohnteil wird in Richtung Eschenheimer Turm vervollständigt:



    Die Ecke Stiftstraße / Große Eschenheimer Straße befindet sich nun komplett oberhalb der Bodenkante, es wird gerade die Decke über dem Erdgeschoss gegossen. Das Erdgeschoss selbst (Retail-Flächen) erscheint aktuell nicht gar so geduckt wie auf einigen Visualisierungen - wenn auch nicht luftig luxuriös hoch:





    Alle Bildrechte liegen bei mir.

    Ein mit 25 Minuten recht ausführliches Interview hat hr info mit der Architektin des neuen Henninger Turms, Claudia Meixner, geführt.
    Unter folgendem Link kann das Gespräch über "den" Henninger, seine Heimat Frankfurt und Wohnhochhäuser nachgehört werden: Link

    Vor einer guten Stunde twitterte Lloyd Blankfein, CEO von Goldman Sachs, folgende, meiner Meinung nach doch recht deutliche Nachricht:


    "Just left Frankfurt. Great meetings, great weather, really enjoyed it. Good, because I'll be spending a lot more time there. #Brexit"

    Mit Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung zur Vorlage M 134 des Magistrats hat gestern das "Kleyerquartier", also das unter anderem von Avaya genutzte Quartier im Bereich Kleyer- / Ackermannstraße, den nächsten Schritt genommen.


    Zur Umsetzung kommen soll damit der aus dem Wettbewerb 2013 als Sieger hervorgegangene Entwurf des Kasseler Büros Baufrösche. Vorgesehen ist der Bau von ca. 1.200 Wohnungen, mehrere Kitas, Cafés, Nahversorgung und einem grünen Quartiersplatz. Vom alten Baumbestand soll einiges erhalten bleiben. 30% der Wohnungen sollen gefördert werden, ebenso denkt man noch über einen Anteil gemeinschaftlichen Wohnens nach.


    Frühere Beiträge zum Quartier finden sich etwas verteilt in diesem Strang unter anderem hier und hier

    Der größte Unterschied ergibt sich auf den ersten Blick durch die Aufteilung des Fassadenteils in 8 Stücke, mit deutlich erkennbaren Fugen. Das erste Muster zeigte keinerlei Fugen. Produktion, Transport und Montage dürften so wohl vor allem kostengünstiger umzusetzen sein, schöner wird das alles aber nicht.


    An dieser so oder so wohl recht "schmutzanfälligen" Fassade dürften durch die Fugen an noch viel mehr Stellen Spuren von Schmutzwasser deutlich zu sehen sein werden.