Beiträge von l´emigrant


    Es gibt einfach nichts besseres, als durch eine nächtliche, schön beleuchtete Großstadt zu fahren oder zu gehen.



    Volle Zustimmung. Allein wegen des abendlichen Rheinuferpanoramas beim Überqueren der Oberkasseler Brücke wird meine nächste Wohnung in Düsseldorf linksrheinisch liegen.


    Mit Düsseldorf kann man in dieser Hinsicht für westdeutsche Verhältnisse wirklich schwer zufrieden sein. Die Innenstadt ist einfach schön und dieser schöne Bereich wird durch Kö-Bogen I und II noch größer werden.


    Hinzu kommt, dass die Stadt wirtschaftlich so stark und attraktiv ist, das immer wieder Schandflecken von der Karte getilgt werden. Allein in letzter Zeit fallen mir da Kö-Blick, einige Schlichtbauten auf der Kö, das Zürichhaus, die Schlichtwohnungen am Ende der Hammer Straße, die von Rheinwohnungsbau neuerrichtet worden sind uvm. ein.
    Hier lohnt sich eben auch mal der Abriss eines unattraktiv gewordenen Gebäudes.

    Es ist schön, dass die beiden Gebäude "revitalisiert" werden sollen (scheiß Neudeutsch). Allerdings wirkt das Projekt Ben XII, dass Du dankenswerterweise verlinkst, auf mich wie ein Neubau, auch die angegebenen Kosten von 25 Millionen € sind wohl kaum für eine bloße Fassadenerneuerung veranschlagt.


    Das Haus neben dem Commerzbankturm erscheint mir ganz ansprechend, aber mit Ben XII und dem Karlstadt-Carrée stünden sich ja quasi zwei gleichaussehende Gebäude direkt gegenüber...

    Nachdem der alte Stahlhof dieses Jahr hervorragend renoviert wurde, finde ich, gehört dieses beeindruckende Bauwerk an prominenter Stelle illuminiert. Dieser Gedanke kam mir gestern abend, als ich nach meinem Englischkurs die Stadt verließ. Schräg gegenüber erfreut das Broadway Office nachts immer mein Herz mit der dezenten blauen Etagenbeleuchtung.


    Auch das alte Postgebäude, das jetzt ein Ensemble mit dem GAP15 bildet, wäre einige Strahler wert.


    Was sagt ihr?

    Ich war gestern, wie bereits an anderer Stelle erwähnt, in Düsseldorf unterwegs. Ausgangspunkt war das Wilhelm-Marx-Haus in der Altstadt. Dort beginnt ja unser ziemlich bescheidener "financial district".


    Als ich diesen durchquerte, fiel mir auf, dass das Haus Kasernenstraße, Ecke Benrather Straße vollständig eingerüstet ist. Weiß jemand, was da vor sich geht? Soweit ich mich erinnere, könnte die Fassade dringend eine Erneuerung vertragen. Wenn es dazu jetzt kommen sollte, umso besser.


    Das Carlstadt-Karrée ruiniert die Ecke zwar ohnehin, aber bitte...


    Nachtrag: Gemeint ist dieses Gebäude hier.

    Die Arcaden erscheinen mir ohnehin immer misslungener, je öfter ich daran vorbeifahre (so wie gestern abend). Gesichtsloser Konsumtempel. Allerdings ist mir dabei auch aufgefallen, dass der Real offenbar bereits fertiggestellt und wiedereröffnet ist. Sollte sich jemand regelmäßig in der Gegend um Bilk S (soll ja ansich auch irgendwann mal ein Regionalbahnhof werden, für wann ist eigentlich das geplant?) bewegen, wären 1-2 Schnappschüsse ganz nett. Im Dunkeln wirkte der scheußliche Markt deutlich verbessert, aber es war ja eben auch dunkel.

    zu #1:


    Vorliegend findet Ihr den Link zu einem Petzinka-PDF, das sich ausführlich dem sogenannten "Quartiersplatz Färberstraße" widmet.


    Meiner Meinung nach wird es Zeit, dass aus dem tollen, mehr als 100 Jahre alten Lazarettgebäude (das Gerüchten zufolge aus der Feder Martin Gropius´ sein soll) endlich etwas ansehnliches gemacht wird. Hoffentlich wird man sich dem Ziegelbau vorsichtig anpassen und vor allem nicht den Fehler machen, an dieser Stelle zu sehr auf´s Geld zu achten. Es könnte ein schönes Ensemble in einer der ruhigsten Ecken des eher urbanen Stadtteils Bilk entstehen.


    Bin gespannt auf Eure Reaktionen!

    Durch den Vergleich von Enzos Grafik mit dem derzeitigen Satellitenbild bei Google ergibt sich die Erkenntnis, dass offenbar der westliche Gebäudeteil erhalten bleibt und in den Neubau integriert wird.


    Weiß zufällig jemand, ob dieser Teil vielleicht jünger ist als der Rest? Wenn sich das Wetter endlich wieder bessert, werde ich dort sicherlich mal per Rennrad vorbeischauen und ggf. auch sehen, was es neues vom Wildparkviertel gibt...

    Das Stadion ist - sieht man von den Plätzen im Gästeblock ab, die beim Gastspiel einer Bundesligazweitvertretung leider immer frei bleiben - tatsächlich bereits jetzt ausverkauft. Laut RP sind damit rund 50.000 Anhänger der Fortuna im Stadion, wenn diese den Aufstieg in die 2. Bundesliga aus eigener Kraft perfekt machen kann.


    Ein Zuschauerrekord für die dritte Liga, der einige Jahrzehnte Bestand haben dürfte. Derzeit fasst das zweitgrößte Stadion der Serie, das Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden, nur maximal 27.190 Zuschauer. Schon theoretisch kann der Rekord also in der kommenden Saison nicht fallen. Darüber hinaus gibt es ohnehin nur exakt 9 Stadien in Deutschland mit größerem Fassungsvermögen. 8 davon werden von aktuellen Bundesligisten bespielt, eines dient nur noch als Austragungsstätte für Leichtathletikveranstaltungen (Olympiastadion München).


    Für alle, die wie Thom keine Karten mehr erstehen konnten, um hautnah dabei zu sein, wie die LTU-Arena der Wirtschaftlichkeit einen großen Schritt näher rücken könnte, sei auf die 3. Liga-Live-Konferenz im WDR Fernsehen am Samstag ab 13.15 Uhr verwiesen. Dort wird von den den Spielen der 3 verbliebenen Aufstiegsanwärter berichtet.

    Ich möchte cruseo zustimmen:


    Diese Chance, einen ganzen Innenstadtbereich neu und ENDLICH attraktiv zu gestalten, hätte zum großen Wurf werden müssen. Und das hätte für mich in aller erster Linie mal das Anlegen eines ganz neuen Platzes (wenn wir die Autos dort schon verbannen) mit hoher Aufenthaltsqualität (Betonung auf "Aufenthalt") bedeutet. Dieser hätte quasi den östlichen Schwerpunkt der Einkaufszone gebildet und das Potenzial gehabt, durchaus ein Gegengewicht zum Rheinufer zu bilden, wenn es darum geht, wo man am liebsten seinen Kaffee genießt, so die Sonne denn mal scheint.


    Warum ist man nicht mit den Straßenbahnschienen soweit wie möglich an die Bauten von P&C bzw. der alten Leipziger (die ist es glaube ich) herangegangen und hat mit dem "Hochhaus" auf der Tuchtinsel die an dieser Stelle wohl noch offenliegende Tunnelzufahrt Immermannstraße begrenzt. Wie ich das sehe, ist hinter dem Neubau noch eine Baumreihe vorgesehen. Totale Platzverschwendung, toter Raum.


    Auf diese Art und Weise hätte man jedenfalls zwischen Schienen und neuer Bebauung an Breite gewonnen, die man für einen Platz, der seinen Namen wirklich verdient, hätte nutzen können.


    Wäre man zusätzlich noch cruseos Ratschlag gefolgt, die Sichtachse in Richtung Schauspielhaus (ein viel größeres architektonisches Schmankerl als das abartige Dreischeibenhaus, das höchstens architekturgeschichtlich von Interesse sein kann) nicht beinahe vollständig zugestellt, wäre wirklich ein spannender, urbaner Raum entstanden. Dabei hätte man nicht einmal weniger Fläche umbauen müssen.


    Schwacher Entwurf, wirklich schade um diese Jahrhundertchance.


    Was sagt Ihr?

    Es ist durchaus fraglich, inwieweit subkultureller Reichtum zum Wirtschaftswachstum einer Stadt beiträgt. Berlin jedenfalls, das seit einigen Jahren auf einer "Coolness-Skala" der europäischen Metropolen unangefochten auf Platz 1 steht und in die es Schriftsteller, Künstler und (Pseudo-)Intellektuelle vom ganzen Kontinent zieht, ist - mit Verlaub - ein schmutziges, armes Loch und wirtschaftlich in erbarmungswürdigem Zustand. Sicherlich ist das auch ein Resultat der jahrzehntelangen und naturgemäß industriefeindlichen Isolationslage innerhalb der DDR.


    Dafür sind eben die Mieten lachhaft, was subkulturell orientierten Menschen das Leben erheblich erleichtert. Aber mal ehrlich: Für junge, sogenannte Kreative, die sich ihren Standort wirklich nach dem Image einer Großstadt aussuchen, kann und wird Düsseldorf niemals die Attraktivität der wirklichen Metropolen wie München, Hamburg oder eben Berlin besitzen. Auch entsprechende Prioritäten seitens der Stadtverwaltung könnten das nicht ändern. Und dass die Universität in´s Stadtzentrum verlegt werden könnte, kann nur jemand schreiben, der nicht die geringste Ahnung von der baulichen Situation in der Stadt 1. und 2. von der Haushaltslage des Landes NRW hat.


    Wie der Artikel an anderer Stelle festhält:


    Eine kreative Szene kann man nicht am Reißbrett entwerfen.
    Gewähren lassen, wo sie entsteht, kann man sie allerdings schon.
    Insofern sind der Stadtspitze durchaus einige zweifelhafte Entscheidungen anzulasten (Monkey´s Island, Les Halles), wobei die Klientel sich dort auch keinesfalls mit den Bewohnern von Prenzlauer Berg in einen Topf werfen lassen wollte.


    Im Endeffekt ist es aber an den Menschen selbst, neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Ob das Düsseldorfer Publikum sie annimmt oder nicht, wird es sich nicht von der Politik diktieren lassen. Ganz bestimmt nicht.

    Bin auch der Meinung LeFays, der Bau wirkt wie ein gelungeneres Exemplar dessen, was man doch in Düsseldorf mit der hohen Neubauaktivität vergessen zu machen sucht: unansehnliche Nachkriegszweckarchitektur.


    Warum hat man den auf den ersten Renderings erkennbaren Ansatz "durchgehender" Glasfenster nicht weiter verfolgt? Und selbst der realisierte Bau wäre optisch deutlich ansprechender, hätte man sich statt scheußlich undefinierbarer graubrauner, anthrazitfarbener Aluminiumelemente bedient.


    Schade, dass ein Hotelneubau in solch einer wunderbaren Lage direkt am Hofgarten und in unmittelbarer Nähe zum sehenswert restaurierten Standesamt kein großer Wurf geworden ist.