^^ Ich rege mich nicht darueber auf, dass eine gewisse Klientel Initiativen gruendet und etwas fordert. Ich finde es nur bezeichnend, dass die Mitglieder dieser Initiativen in den allermeisten Faellen selbst nichts Konstruktives gebacken bekommen und sich ausschliesslich auf das Verhindern und Verzoegern von Dingen beschraenken. Oft aus Partikularinteressen und oft unter dem Vorwand eines angeblichen Allgemeinheitsinteresses. Das ist - leider typisch - Deutsch.
Vor dieser leider uebllichen Geisteshaltung habe ich in der Tat keinen Respekt. Sehr hohen Respekt habe ich dagegen von Initiativen, die gemeinsam etwas angehen und etwas schaffen. Also zum Beispiel von Baugemeinschaften die mit viel Aufwand Eigen- und Fremdkapital besorgen, sich selbst organisieren, ein nicht auf Gewinn orientiertes Bauprojekt starten, sich an der immer geforderten Buergerbeteiligung auch selbst messen lassen und am Ende etwas sinnvolles fuer sich selbst und die gesamte Stadt geschafften haben.
Leider trifft dies nur auf gefuehlt ein Prozent der Initiativen zu. Geschaetzte 99% sind nur stumpf 'gegen' etwas. In den allermeisten Faellen haben sie keine sinnvollen und tragfaehigen Alternativen und sind auch nicht an soclhen interessiert. Meist geht der geistige Horizont nicht ueber einen Slogen hinaus der sich aus 'Name-des-Bauprojektes' und dem Wort 'versenken' oder 'verhindern' zusammensetzt.
Naja, das kannste jetzt drehen, wie du willst. Aus meiner Sicht bleibt bei deinen Aussagen auch nichts anderes übrig, als eine permanente Anti Haltung gegenüber nahezu jeder Initiative, da sich diese ja aus deiner Sicht als vollkommen ungerechtfertigt darstellen. Ist ja auch nur eine Bewetrung, mehr nicht. Die Gründe dafür stellen Sich aus deiner Sicht genauso subjektiv dar.
Die Initiativen sind nicht unbedingt "stumpf" gegen etwas, sondern zumeist haben die Anwohner keinen Bock mehr auf Spekulationen, Aufwertungen, Verteuerungen u.s.w., da diese Entwicklung keine Grenzen nach oben hin kennt und die Bürger mittlerweile ahnen, wo das in Zukunft in Hinsicht ihres Quartiers, in dem sie leben, hinführen wird. Liegt meiner Ansicht auch völlig gerechtfertigt daran, dass es den Inverstoren vollkommen egal ist, wie sich die Stadtteile entwickeln, hauptsache, das Geld kommt rein und es wird möglichst hochwertig gebaut. Geld regiert die Welt - leider !
Du hast ja schon mehrfach deine Ansicht kundgetan, dass der Bürger tiefer in die Tasche greifen muss, anscheinend hast du keine Familie in Hamburg zu versorgen, da gehört nämlich ein wenig mehr dazu, als nur die Miete für den Wohnraum aufzubringen. Weitere Kosten zur Kinderbetreuung gehören genauso dazu, wie Strom, Wasser u.s.w. ( Ich weiss, ist dir alles bekannt)...
Ich finde es mitunter absurd, dass hier im Forum nahezu auf jedes neue Projekt gepocht wird, hauptsache, es wird gebaut, gebaut, gebaut.
Das finde ich mittlerweile mehr als fragwürdig, da es ja auch bekannt ist, dass eben nicht hinreichend zu Gunsten von mittelständischen Familien Wohnraum geschaffen wird, ansonsten wären die Mietpreise anders (wie auch in allen anderen deutschen Metropolen wie Berlin, München etc).
Von daher kann ich die mitunter auch etwas übertriebene Anti Haltung der Bürger gegenüber neuen Bauprojekte durchaus nachvollziehen.