Beiträge von Altstadtjong

    Man sieht Kleinteiligkeit nur auf der Spitze der nordöstlichen Ecke an der Ratinger gegenüber Ohme Jupp, der Rest (der Ratinger und die Fronten zu Neubrückstraße und Liefergasse) sind doch riesige Riegel, wo nur die Achsen ein wenig stärker betont sind, oder?

    Ich fand die Zusammenlegung von MEDizinisch... und DUSseldorf eigentlich viel ansprechender und logischer, internationaler - eben weil das "D" das Bindeglied war.
    Praxis und Dus hingegen ist Mumpitz und wie schon so richtig gesagt wurde: Den Kaiserteich kann man wohl kaum aus diesem Gebäude heraus sehen, geschweige denn, dass das Gebäude in der Nähe des Teiches läge ...

    Da früher (also Nachkriegszeit) dort gar nichts stand, fällt der Vorher-Nachher-Effekt natürlich umso heftiger aus, aber ich muss sagen:
    Die vielfach angebrachten Bedenken ob der "Wucht solcher Riesenbauten" am Weiher kann ich nach einem Vor-Ort-Termin nicht teilen.

    Mehr noch ... Die bahnbrechende Neuinterpretation des altstadttypischen Satteldachs krönt nur die historischen Giebelhäuser in der Akademiestraße zitierende Kleinteiligkeit in der Fassadengestaltung, die durch Aussparungen in der Fassade strukturierte Front fügt sich harmonisch in den Altstadtkern ein.

    Premiumlage. Dürfte kein Problem sein - Robiné, Ralf Schmitz / Hausmann Bau-Regie, Hensgen?


    Apropos Premiumlage: Möglicherweise ist jetzt auch klar, welches Gebäude Ralf Schmitz am Rheinufer sanieren / restuckatieren wird. Hatte zwar auf das ehemalige Frontpage getippt, aber ich vermute jetzt stark, es wird Mannesmannufer 4 sein - das Gebäude trägt aktuell eine große Plakatfront, die ich leider nur von der Brücke aus sehen konnte.


    Edit: Yep, es ist auch auf der Homepage von Ralf Schmitz unter Projekte ausgewiesen.

    Neoliberal und Herz schließt sich aus.


    Und: Was die Ausklammerung exklusiver Lagen angeht ...
    Unfair wäre es, wenn ein sozialer Wohnungsbau mit 140qm Wohnungen inkl. Stuckfassade und Tiefgaragenautomat gefördert würde.
    Jene, die nicht für exklusive Lagen den "vollen Preis" bezahlen können, arbeiten meist genau so hart, wenn nicht noch härter.
    Sie werden nur schlechter bezahlt.

    Das ehemalige Stadthaus, bei der man die zukünftige Fassadenfarbgestaltung gut erkennt ...


    ...die Rückseite an der Andreaskirche, die man eigentlich ohne Gerüst kaum noch in Erinnerung hat ...

    Man wartet mit der Erdgeschossfassade wohl, bis Innen alles fertig ist, da Graffiti und Altstadtbesäufnisse eh noch Spuren hinterlassen werden ...
    Aber: Das vormals kräftige, ausdruckstarke Gelb hatte mir viel besser gefallen!


    Sowie die bis ins feiste Stuckdetail restaurierte ehemalige Gedenkstätte:


    Alle Fotos Altstadtjong hosted bei Abload.de

    Schon okay, wie es jetzt aussieht. Harmonisch, wenn auch nicht wie gewachsen. Viel wichtiger:
    Jetzt endlich das 'historische' Dach anstelle dieser 60erJahre-Bürohausetage ganz oben ...

    Auch wenn die erste und dritte Visualisierung wirklich gut aussehen:
    Das zweite und gerade das letzte, vierte Bild zeigen, das so ein Aufbau an dieser Stelle eigentlich gar nicht nötig ist und das es dort eigentlich generell kein Gebiet ist, um extra etwas zu bauen, obwohl es nicht wirklich sonderlich heraussticht.
    In meinen Augen falsch ausgegebenes Geld.

    Finde zwar auch, dass mehr Wohnungen gebaut werden müssten, aber die Innenstadt sollte auch keine reine Bürocity werden. Auch wenn viele Pendler mit ÖNV kommen, so mancher kommt auch mit dem Auto und die muss man während der Arbeitszeit auch irgendwo lassen können. Und aus den nächtlich ausgestorbene Fußgängerzonen wie in Dortmund sollte man gelernt haben ... Gerade im Bahnhofsbereich Immermannstraße ist die Mischung von Büro, Gastronomie und Wohnen ganz gut gelungen. Wenn auch die Bauten, natürlich Kinder ihrer Zeit, teilweise optisch gar nicht gehen - manchmal würde schlicht eine neue Fassade helfen.


    Trotzdem, in diesem Bereich darf ruhig gebaut werden: Auf dem Gelände des Klosters auf der Oststraße könnte man reichlich Böros unterbringen, aufgrund der Ecklage darf auch hier gerne die überwiegende Geschosszahl übertroffen werden.


    B2T: Oberkassel wird irgendwann bis Neuss und Krefeld reichen, wenn Presse- und Maklersprech weiter so wuchern. Und man kann sich noch so sehr an den Begriff Oberkassel klammern - der Luxus-Altbau-Stilvolles-Wohnen-Begriff, der transpoortiert werden soll, stimmt ja nicht mal innerhalb Oberkassels. Auch da gibt es, etwa nördlich der Luegallee, 60er und 70er Jahre Wohnblocks, die zwar preislich Oberkassel sind, aber in jeder anderen Lage nicht mit langen Fingern angefasst werden würden.

    "Wasserstandsmeldungen" ist gut ... :D


    Die Baugrube steht mächtig unter Wasser, da haben die im neuen Jahr gut zu tun. Trotzdem sieht man auf den Bildern die Ausmaße des Geländes noch einmal ...

    Bilder alle von mir, Hoster: Abload.de