Beiträge von mescha

    Mir gefällt das Alexa in seiner gegenwärtigen Art-Déco-Form auch an sich sehr gut. Nur an die Farbe kann ich mich immer noch nicht gewöhnen. Mit einer beige-gelblichen Sandsteinfarbe würde das Gebäude viel eleganter aussehen. Vielleicht entscheidet man sich ja in ein paar Jahren für einen neuen Anstrich, wenn die erste Fassadensanierung ansteht.

    Im Tagesspiegel ist ein interessantes Interview mit dem Architekturhistoriker Wolfgang Pehnt zum Thema erschienen:
    http://www.tagesspiegel.de/kultur/Wolfgan…;art772,2819096
    Er kritisiert darin die Pläne zur "Wiederherstellung" der Berliner Altstadt und regt an eher die gegenwärtige städtebauliche Situation als eine Grundlage für die Weiterentwicklung des Berliner Zentrums zu nehmen, anstatt sich auf die längst verschwundene mittelalterliche Altstadt zu beziehen. An den Plänen aus dem Buch von Stimmann kritisiert er besonders die dort geplante Umbauung des Fernsehturms.

    Im Großen und Ganzen kann ich Pehnt zustimmen. Meiner Meinung nach sollte man sich bei den zukünftigen Plänen wirklich eher an der heutigen Situation orientieren und diese verbessern anstatt zu versuchen eine Art Altstadt wiederentstehen zu lassen. Besonders der Fernsehturm, als ein Wahrzeichen Berlins, sollte auf gar keinen Fall innerhalb von Baublöcken versteckt werden!

    @ Kent:
    Was mir am Spreebogen sehr gut gefällt, ist die Symmetrie. Durch Deinen Vorschlag würde diese Symmetrie zerstört werden. Auch ich fände eine bessere Einfassung des Platzes vor dem Kanzleramt gut. Diese wäre aber meiner Meinung nach besser zu erreichen, wenn man ein Gebäude östlich neben der Schweizer Botschaft in den selben Proportionen wie diese errichten würde, anstatt davor oder dahinter. Zwischen der Schweizer Botschaft und dem neuem Gebäude sollte ein Freiraum sein, so dass dort eine Art "Eingangstor" zum Spreebogenpark entsteht. Deinen Vorschlag den Glockenturm neben das Kanzleramt zu versetzen halte ich hingegen für gut, da dieser an seiner jetzigen Position tatsächlich leicht übersehen wird.

    War beim Spreedreieck-Entwurf nicht auch mal geplant, die beiden Gebäudeteile unterschiedlich hoch zu bauen? Wenn der rechte "Flügel" auf dem letzten von Kent geposteten Bild etwas niedriger wäre als der linke, würde das Gebäude gar nicht ganz so wuchtig aussehen. Eine unterschiedliche Höhe der beiden Gebäudeteile (Der linke Gebäudeteil müsste nur 2-4 Stockwerke höher sein) würde auch bei dem nun realisierten Entwurf gar nicht schlecht aussehen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ganz schlimm finde ich an der Stadtplanung, dass man dort so eine Kreuzung hinbaut...Die Leiziger Str. muss an der Ecke so bleiben wie gehabt!!! Sollnse doch drumherumbauen.


    Berliner:
    Das sehe ich ähnlich wie Du. Die derzeit geplante Straßenführung des Straßenzugs Leipziger Staße-Mühlendamm-Grunerstraße/ Spandauer Straße ist wirklich sehr ungeschickt. Man sollte die autobahnähnliche Straße dort auf jeden Fall verschmälern, auch die hässlichen Parkplätze auf dem Mittelstreifen sollten verschwinden, jedoch ist diese Kurve mit der anschließenden Kreuzung einfach unsinnig. Man sollte diesen Straßenzug hier lieber geradlinig belassen und die Ränder bebauen, so könnte ein schöner großstädtiger Boulevard entstehen. Die derzeitige Planung widerspricht außerdem komplett dem, was bezüglich der angrenzenden Stadtgebiete in letzter Zeit diskutiert wurde. Sowohl neben dem Schloss am Lustgarten als auch am Hackeschen Markt wäre eine Verkehrsberuhigung wünschenswert, die Planung am Molkenmarkt lenkt den Hauptverkehrsstrom jedoch ausgerechnet in Richtung dieser Gebiete.

    Zitat von Treverer (Post 569 in diesem Thread):

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ah! Gut das du das postest. Ich frage mich nämlich schon die ganze Zeit, ob diese beiden Löwen antik sind (ägyptisch?) oder ob sie aus der Zeit der Erbauung des Neuen Museums stammen. Waren da vielleicht zufällig Hinweisschilder dabei?

    Laut der Website Moabitonline stammen die beiden Löwen ursprünglich vom ULAP-Gelände in der nähe des Hauptbahnhofs. Bis in die 1980er Jahre standen sie an der Zugangstreppe des Universum Landesaustellungsparks. Die beiden Statuen sind den ägyptischen Löwen der Laterantreppe in Rom nachempfunden.
    http://www.moabitonline.de/1250

    Ich habe Paris nicht als Beispiel für "stadtverträgliches" Bauen angeführt, sondern als Beispiel für eine europäische Stadt in der der mittelalterliche Stadtgrundriss weitestgehend verloren gegangen ist und die trotzdem attraktiv ist. Ich finde eher deinen Vergleich der Haussmann-Planungen mit dem sozialistischen Städtebau unglücklich. Während die Haussmann-Planungen auch nach ca. 150 Jahren noch gefallen (immerhin zählt Paris zu den wohl schönsten Städten Europas, wenn nicht sogar der Welt!), gefällt die sozialistische Stadtplanung bereits nach ca. 50 Jahren fast niemandem mehr, sie hat also im Vergleich zu den Haussmann-Planungen komplett versagt. In Paris würde wohl kaum jemand auf die Idee kommen die Haussmann-Planungen rückgängig zu machen um den historischen Stadtgrundriss wieder herzustellen.
    Aber um nicht zu sehr vom Thema abzukommen, möchte ich wieder auf Berlin zurückkommen: Auch Berlin ist eine attraktive Stadt, wenn auch auf ganz andere Weise als Paris. Berlin hat andere Pfunde womit es punkten kann, es hat es meiner Meinung nach einfach nicht nötig, sich eine künstliche halb-modern-halb-doch-irgendwie-historische "Altstadt" neu zu erfinden. Wer innerhalb von Deutschland idyllische Altstadtharmonie sehen will, der reist halt nach Heidelberg oder sonst wo hin. Wer eine interessante, kreative, kulturell vielfältige Metropole (die sogar zu den derzeit angesagtesten Metropolen der Welt gehört, um wieder mit einem Superlativ zu kommen ;)), sehen will, reist nach Berlin. Natürlich sollte Stadtplanung nicht aus rein touristischer Sicht geplant werden, aber das Gebiet um den Molkenmarkt wird wohl überwiegend von Touristen besucht werden, die gerade aus dem "ach so idyllischem" Nikolaiviertel kommen. Die meisten Berliner bleiben sowieso lieber in ihren Kiezen oder besuchen die Altbauquartiere in Kreuzberg, Prenzlauer Berg usw. wenn sie ansatzweise sowas wie "Altstadtflair" genießen wollen, weil diese einfach viel autentischer sind.
    Leider scheint aber derzeit in der Politik, und auch besonders in der Redaktion der MoPo, der Wunsch nach einer "Altstadt" sehr groß zu sein, wie man es ja auch bei der Diskussion um eine Bebauung des Marx-Engels-Forums beobachten kann. Wenn dieses Projekt also gar nicht mehr zu verhindern sein sollte, dann sollte man es wenigstens konsequent durchsetzen und auf Rekonstruktion oder historisierende Bebauung setzen, wie ich schon in meinem vorherigem Beitrag geschrieben habe. Aber dieser seltsame Mix aus moderner Bebauung und historischem Stadtgrundriss ist einfach furchtbar (kann man teilweise auch in Kölns Altstadt sehen)! Bei den derzeitigen Planungen könnte ich mir gut vorstellen, dass das Gebiet um den Molkenmarkt in 50 Jahren wieder wegen Umplanungen heiß diskutiert wird. Wir werden sehen...

    Ok, der Begriff "moderner Stadtgrundriss" ist von mir wirklich etwas unglücklich gewählt. Ich meinte damit keineswegs den Stadtgrundriss der klassischen Moderne wie am Kulturforum. Man sollte den Begriff in meinem Beitrag vielleicht eher im Sinne von zeitgenössig, der heutigen Situation angepasst, verstehen. Ich will damit einfach sagen, dass ich es für unnötig halte an einer erzwungenen Kleinteiligkeit festzuhalten nur weil das früher auch mal so war. Einfallslose Lochfassaden wirken auf zu kleinteiligen Grundstücken und mit einer ans Nikolaiviertel angepassten Gebäudehöhe einfach kleinstädtig und passen nicht an die breite Grunerstraße mit Boulevard-Charakter und schon gar nicht zu den gegenüberliegenden großen Solitären Rathaus, Rathauspassagen und neuem Hotel hinter dem Cubix. Der Friedrichswerder ist zwar ein Positiv-Beispiel von zeitgenössiger kleinteiliger Bebauung, es handelt sich dort aber um privat errichtete Wohnhäuser und ich glaube kaum, dass das gleiche Konzept an einer der meistbefahrenen Hauptverkehrsstraßen der Berliner Innenstadt funktioniert. Wer will sich dort ein teures Eigenheim hinbauen? Besonders stört mich an dem derzeit von der Senatsverwaltung geplanten Stadtgrundriss dieser winzige Hinterhof-mäßige Platz vor dem Stadthaus. Nur weil dort früher mal Gebäude standen, heißt das doch nicht automatisch, dass da wieder welche hin müssen. Ich finde den gesamten Block vor dem Stadthaus könnte man auch einfach weglassen und dort eine großzügige Platzanlage errichten. Warum will man die Sicht auf dieses sehr schöne Gebäude unbedingt verstellen? Ein krampfhaftes Festhalten am historischen Stadtgrundriss ist hier meiner Meinung nach einfach unangebracht.

    Selbst wenn es sich hier nur um eine Konzeptstudie oder nen schlechten Scherz handelt, halte ich es bei den derzeitigen Vorgaben für das Quartier für gar nicht so unwahrscheinlich, dass das Ergebnis im Endeffekt so ähnlich aussehen könnte und das fände ich wirklich schlimm. Ich frage mich was man damit überhaupt erreichen will? Moderne Bebauung auf dem mittelalterlichen Stadtgrundriss zur Wiedergewinnung der Berliner Altstadt. Altstädte sind doch nicht einzig wegen ihres Stadtgrundrisses attraktiv. Wenn man sich europäische Großstädte mit gut erhaltenen Altstädten anschaut, wie z.B. Prag oder Barcelona wird einem doch schnell klar, dass diese Altstädte nicht nur wegen des labyrinthartigen, teilweise sehr unpraktischen Stadtgrundrisses attraktiv sind, sondern überwiegend wegen der imposanten Gebäude aus den verschiedensten Epochen der Stadt. Stellt man sich die Ciutat Vella mit gleichem Stadtgrundriss aber modernen Kästen aus Glas oder vorgehängten Natursteinfassaden als Gebäude vor, würde das von den meisten Menschen wohl eher als wahrloses Durcheinander wahrgenommen werden, anstatt als schön empfunden zu werden. Warum will man also in Berlin krampfhaft den mittelalterlichen Stadtgrundriss wieder herstellen? Braucht Berlin wirklich eine künstliche moderne Altstadt (was für ein Paradoxon) um attraktiver zu sein? Auch in Paris sind die mittelalterlichen Straßenstrukturen weitestgehend verschwunden, trotzdem würde wohl kaum jemand Paris als hässlich bezeichnen. Warum? Weil das was dort von Haussmann an Stelle des historischen Stadtgrundrisses geplant wurde in sich stimmig ist, der dort damals neu entstandene Stadtgrundriss passt zu den neu errichteten Gebäuden. Meiner Meinung nach kann die von vielen erhoffte „Wiedergewinnung der Berliner Altstadt“ demnach nur mit einer Rekonstruktion oder zumindest historisierender Architektur erreicht werden. In der Friedrichstadt bin ich durchaus ein Befürworter der kritischen Rekonstruktion, weil sie dort funktioniert. Auch wenn der Stadtgrundriss der Friedrichstadt schon im 17. Jahrhundert angelegt wurde, kann man ihn mit seiner nahezu quadratischen Blockstruktur durchaus als modern betrachten, die moderne Bebauung passt dazu sehr gut. Eine moderne Bebauung auf mittelalterlichem Stadtgrundriss am Molkenmarkt kann meiner Meinung nach nur in die Hose gehen. Schräge Dächer allein reichen für eine Verbesserung meiner Meinung nach nicht aus, im schlimmsten Fall käme so was dabei heraus wie die Innenstadt von Frankfurt an der Oder:
    http://www.rpg-oderland-spree.de/images/frankfurt_slubice.jpg
    Lange Rede kurzer Sinn: Meine Meinung: Entweder moderne Bebauung auf modernem Stadtgrundriss oder Rekonstruktion auf historischem Stadtgrundriss! Im Grunde wäre mir ersteres noch lieber.

    Da stimme ich Andi 777 voll und ganz zu. Wenn ich diese Visualisierungen sehe hoffe ich stark, dass das so niemals umgesetzt wird. Wenn man die freie Sicht auf das sehr schöne Stadthaus schon verstellen muss, dann wenigstens mit ansprechender Architektur und nicht mit solch hässlichen Kästen. Anfangs war ich ein Befürworter der Bebauung des Molkenmarktes, aber ich befürchte, dass wenn es zu einer Umsetzung der derzeitigen Plänen kommt, wirklich so was ähnliches wie auf diesen Visualisierungen herauskommt und bevor das passiert wäre mir eine Beibehaltung der Freifläche, eventuell mit veränderter Straßenführung und der Anlage eines großen Platzes bei weitem lieber.

    Ich finde die Mittelpromenade auch heute schon sehr gelungen. Mit den Bänken und Blumenbeeten, die sich dort befinden, ist sie fast aufwendiger gestaltet als die "Sandpiste" in der Mitte von Unter den Linden. Viel wichtiger fände ich eine Fortführung der Promenade östlich des Wittenbergplatzes in der Kleiststraße. Auch der Wittenbergplatz selbst könnte meiner Meinung nach attraktiver gestaltet werden. Die Tauentzienstraße, als wichtigste Einkaufsstraße Berlins, ist sehr kurz und kaum ein Passant läuft weiter als bis zum Wittenbergplatz. Das liegt wahrscheinlich vor allem daran, dass sich dort keine nennenswerten Geschäfte befinden, würde man die Kleiststraße aber optisch aufwerten, würden sich dort eventuell auch Läden ansiedeln. Die hohen Ladenmieten in der Tauentzienstraße (die höchsten in Berlin) und der fast nicht vorhandene Leerstand zeigen doch auch, dass der Bedarf nach mehr Ladenflächen durchaus vorhanden ist. Längerfristig könnte eine Einkaufsmeile bis zum Nollendorfplatz oder sogar darüber hinaus entstehen. Die heutige Situation der Kleiststraße ist mehr als unbefriedigend, dabei hätte sie bei der räumlichen Nähe zur City West großes Potential sich zum besseren zu entwickeln.

    @ Lothar:

    Für mich ist es völlig unverständlich, warum du den 2. Weltkrieg aus Berliner Perspektive als externen, nicht "hausgemachten" Faktor bezeichnest. Wer, wenn nicht die Deutschen, zu denen die Berliner Bevölkerung eindeutig zählt, sollte diesen Krieg denn deiner Meinung nach "hausgemacht" haben? Auch die Nachkriegszeit ist eine direkte Folge bzw. Konsequenz dieses "hausgemachten" Krieges und damit auch ein interner Faktor der Stadtentwicklung Berlins. Dass diese Faktoren nachteilig für die heutige Dynamik der Entwicklung Berlins sind steht außer Frage. Aus Sicht der Tourismusbranche ist die ehemalige Teilung Berlins jedoch durchaus ein positiver Faktor, da viele Touristen genau an diesem Teil der Berliner Geschichte interessiert sind.

    Der Entwurf von Stella muss überarbeitet werden. Da das Büro von Stella dafür zu wenige Mitarbeiter hat, soll nun ,nach der Morgenpost, das Büro von Hilmer & Sattler mit der Entwurfs- und Ausführungsplanung beauftragt werden. Bei der Kostenberechnung und der Bauleitung bekommt Stella womöglich Unterstützung von Gerkan, Mark und Partner. Bei den anderen Architekten, die am Wettbewerb teilgenommen haben, in diesem Artikel besonders Jan Kleihues, herrscht teilweise große Enttäuschung darüber, dass nicht alle Preisträger die Chance bekommen, ihre Entwürfe zu überarbeiten, wenn Stella mit dem Auftrag überfordert sei.

    http://www.morgenpost.de/berlin/article…ucht_Hilfe.html

    Auf der Seite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung befindet sich nun ein Bericht über die erste Phase des städtebaulichen Ideenwettbewerbs zum Columbia-Quartier. Aus den 80 eingereichten Entwürfen wurden, wie uns ja schon bekannt war, 12 ausgewählt. Die zweite Phase des Wettbewerbs ist Ende Januar gestartet. Die Planungen sollen nun weiter konkretiert werden. Im Mai soll dann darüber eine Entscheidung fallen.
    http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/wettbe…lumbiaquartier/

    Auf der Seite kann man sich auch alle 80 eingegangenen Vorschläge anschauen, sogar der Berg ist dabei.
    (Achtung: sehr große pdf-Dateien, kann etwas dauern beim öffnen)
    Hier:
    http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/wettbe…n_1221-1260.pdf
    und hier:
    http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/wettbe…n_1261-1300.pdf

    Auf der Seite des Büros ASTOC befindet sich der nun leicht überarbeitete Masterplan für das Gebiet. Die offensichtlichsten Änderungen sind unmittelbar am Europaplatz zu sehen. Dort wurde die Anordnung der kleinen Hochhäuser verändert, sodass diese an einer großzügigen Platzfläche stehen. Meiner Meinung nach eine Verbesserung zu den bisherigen Planungen. Entlang der Heidestraße kann man erkennen, dass die Gebäude nun in zusammenhängender Blockrandbebauung ohne die bisherigen Lücken geplant sind und die bereits vorhandenen Bauten besser in die Bebauung integriert werden sollen:

    http://www.astoc.de/index.php?lan=&s=2&id=96&img=1

    Interessant dazu ist auch noch dieser Artikel von der Website Moabitonline:

    http://www.moabitonline.de/875

    Es wird darin von der BVV Mitte vom 3.Dezember 2008 berichtet, in dem der Masterplan vorgestellt wurde. Um das Gebiet nicht zu sehr zu isolieren, sollen die zukünftigen Bewohner des Quartiers die Infrastruktur (z.B. Schulen) der benachbarten Stadtgebiete mitnutzen. Es befindet sich auch ein Link zu der auf der BVV gezeigten Präsentation mit detaillierteren Plänen auf der Seite. Das Quartier soll in 5 Teilbereiche gegliedert werden:

    1. "Berlin Central Station" direkt am Europaplatz mit kleineren Hochhäusern
    2. "Kunst-Campus" hinter dem Hamburger Bahnhof
    3. "Hamburger Höfe" an der Westseite der Heidestraße: Blockrandbebauung mit mehreren Hinterhöfen
    4. "Quartier am Stadthafen" Bebauung um einen neuen Stadtplatz an einem neu entstehenden kleinen Hafenbecken am Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal
    5. "Nordhafen" mit einer Hochhausbebauung an der Westseite und großer Grünfläche beidseitig des Hafenbeckens

    Die Heidestraße soll zudem zu einer Straße mit Boulevard-Charakter ausgebaut werden.

    Ok, also mal jeglicher Realismus ausgeblendet. Mir würden drei Standorte einfallen, wo sich eine Hochhausbebauung >150 m gut machen würde. Zum einen an der Mollstraße, also aus westlicher Blickrichtung hinter den am Alex geplanten 150m-Türmen. Das würde die dort geplante Skyline schön ergänzen, sodass diese in der Bauhöhe nicht zu einheitlich und monoton wirkt. Außerdem wäre auch am nördlichen Rand des geplanten Parks auf dem Gleisdreieck unmittelbar am Schöneberger Ufer ein schöner Platz für einen Solitär-Turm, sozusagen als Abschluss der Sichtachse der Gabriele-Tergit-Promenade vom Potsdamer Platz aus. Wenn man nämlich vom PP aus Richtung Süden schaut, blickt man in eine Leere, die meiner Meinung nach nicht zu der urbanen Bebauung am Potsdamer Platz passt. Mein dritter Vorschlag wäre das Gebiet südlich des Spittelmarkts, zwischen Kommandanten-, Seydel- und Alter Jakobstraße. Dort gibt es noch riesige Brache-Flächen und da zur Leipziger Straße hin ohnehin schon sehr hohe Häuser stehen, würden 1 oder 2 Hochhäuser dort ganz gut passen. Mein Favoritenstandort für einen Wolkenkratzer in diesem Gebiet wäre allerdingngs das Grundstück mit dem halbrunden Plattenbau (mit dem markanten Coca-Cola-Schild auf dem Dach) unmittelbar am Spittelmarkt. Das würde, wie ich finde, gut wirken wenn man vom Potsdamer Platz bzw. U-Bhf. Stadtmitte Richtung Osten schaut, sozusagen als östlicher Abschluss der Sichtachse Leipziger Straße und als Pendent des am anderen Ende stehenden Kollhoff-Towers.

    Die Nachricht mit dem Waldorf-Astoria ist wirklich erfreulich, das wertet die Ecke enorm auf. Was ich jedoch seltsam finde ist, dass die Wohnungen ausgerechnet in den oberen Etagen mit der kompletten Glasfront errichtet werden, vor allem weil ja in den Artikeln steht, dass diese nachts hell erleuchtet sein soll. Wer möchte denn in einem nachts taghellen Glaskasten wohnen? Meiner Meinung nach, wären diese Etagen für die Büronutzung geeigneter.

    pflo777
    Da geb ich dir Recht pflo777. Ich finde den Entwurf von Mäckler auch nicht optimal. Leider ist es für eine komplette Umplanung wohl zu spät ist. Der Bau hat ja schon begonnen und die Investoren wollen, denke ich, auch schnellstmöglich fertig werden, um endlich Profit aus dem Projekt zu ziehen. Würde man jetzt einen neuen Architekten beauftragen, würde der gesamte Planungsprozess viel zu lange dauern. Deshalb müssen wir uns mit der jetzigen Version abfinden und froh sein, dass an dieser Stelle überhaupt ein Hochhaus gebaut wird. Sollte später auf dem Schimmelpfenggrundstück wirklich noch ein Turm entstehen, könnte das Ensemble schon ganz gut aussehen.

    Mit dem Bau der S21 wird nun nicht, wie wohl ursprünglich geplant, schon dieses Jahr, sondern erst 2010 begonnen. Der nördliche Abschnitt zwischen Wedding bzw. Westhafen und Hauptbahnhof soll vorraussichtlich 2015 betriebsbereit sein, der Bau des südlichen Abschnitts soll erst 2018 folgen. Auf den Zwischenhalt an der Perleberger Brücke wird vorerst verzichtet. Dieser soll erst dann gebaut werden, wenn das Gebiet um die Heidestraße entwickelt ist. Der S-Bahnhof Bundestag soll überhaupt nicht mehr gebaut werden.

    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitu…18900/index.php

    Also ich finde die Idee mit den Wohninseln auch schlecht. Erinnert mich an Großwohnsiedlungen aus den 70ern mit undefinierten, meist ungepflegten Grünanlagen zwischen den Gebäuden, was meist nur wenig urban wirkt. Das Hansaviertel ist da schon was anderes, da es ein Prestigeprojekt West-Berlins war und außerdem im für Berliner Verhältnisse sehr gepflegten Tiergarten liegt. Ich würde mir an dieser Stelle ein urbaneres Quartier wünschen und das Gebiet nördlich des Columbiadamms sollte unbedingt in die Planung mit einbezogen werden, damit es nicht zu isoliert ist. Eventuell durch Umnutzung des Geländes der Kfz-Zulassungsstelle an der Jüterborger Straße und der südlich angrenzenden Gebäude. Aus den teils sehr schönen Altbauten ließe sich bestimmt was attraktives machen.

    Sowohl der Tagesspiegel als auch die Berliner Zeitung berichten über die Ideensammlung zur Nachnutzung des Flughafens. Es sind 61 Ideen eingegangen, darunter auch die Idee des Filmhafens von den Studios Babelsberg. Für das geplante Columbia-Quartier kamen 12 Entwürfe in die engere Wahl. Die meisten sehen wohl eine Verknüpfung mit dem benachbarten Bergmann-Kiez vor, während ein Entwurf eine Parklandschaft mit vereinzelten "Wohninseln" vorsieht. Besonders sticht ein Vorschlag hervor, ein Vergnügungsviertel unter anderen mit Rotlichtviertel zu errichten:

    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitu…18751/index.php

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/Berline…art1050,2710235