Beiträge von Planer


    Das durchschnittliche Passagieraufkommen beläuft sich auf ca 12 000 pro Tag(incl. Umsteigepassagiere) + aktuell ca. 5000 Arbeitsplätze und eine nicht bezifferbare aber mit Sicherheit hohe Besucheranzahl (Information/Essen/Ausflug etc.).


    [..]


    Zudem wird in den nächsten Jahren erheblich investiert was noch mehr Belastung für die wirklich lächerliche Flughafenstr. darstellt!


    Habe ich etwas anderes behauptet?
    Ich hatte bei der Umrechung von Jahr auf Tag die Umsteiger bereits abgezogen. Es ist zu berücksichtigen, dass jeder Umsteiger zweimal gezählt wird (erst beim Aussteigen, dann wieder beim Einsteigen ins Flugzeug). Lt. Presseinfo des Flughafens waren es 2007 1,5 Mio Drehkreuzpassagiere bei insgesamt 4,244 Mio. Passagieren. (siehe auch
    http://www.airport-nuernberg.d…presse/infos/art1648,9672)



    Wann ist den eine Straße lächerlich?
    Die Flughafenstraße hat noch viel freie Kapazität, kann also deutlich mehr Verkehrsbelastung abwickeln. Bevor es hier ein Problem gibt sind die Erschließungsstraßen des Flughafens, die Zufahrtsstraßen (Erlanger Straße, Marienbergstraße) und insbesondere die Kreuzungen in der Nähe dicht. Diese Probleme löst ein Tunnel aber nicht; zumindest nicht aus gesamtstädtische Sicht, da der Verkehr innerhalb Nürnbergs maximal umverteilt wird wie ich dargelegt habe.


    In einem städtischen Verkehrsnetz bestimmen so gut wie immer die Knoten (Kreuzungen) die Gesamtkapazität des Systems, aber so gut wie nie die Kanten (Straßen).

    einige Anmerkungen zum Thema ÖPNV und Erweitertungen in Nürnberg von mir; erst konkret, dann eher allgemein:


    Dass Anwohner erstmal beunruhigt sind, wenn von der eigenen Tür etwas gebaut werden soll, ist menschlich und gut nachvollziehbar. Nicht mehr nachvollziehbar ist es allerdings wenn mit falschen und verfälschten Fakten Stimmungen gemacht und Ängste geschürt werden. Vollkommen unseriös und ... (das schreibe ich lieber nicht) ist es wenn eine Partei und ihre Politiker aus ideologischer Verblendung "Amok laufen" und Sinnvolles verhindern zu trachten.
    Der (Wiederauf-)Bau der Strab in der Pillenreuther Straße ist einer der ganz wenigen Beispiele wo Verbesserungen für die Bürger und die Fahrgäste mit Einsparungen einhergeht:
    - Reisezeiten aus der Südstadt und den südlichen Vororten ins Zentrum und zum Hbf verkürzen sich teils drastisch.
    - Der Hbf bekommt endlich wieder einen Anschluss an den ÖPNV auf der Südseite.
    - durch kürze Fahrzeiten und direkte Wege wird es mehr Neukunden geben, damit steigen auch die Einnahmen
    - der bereits heute sehr hoch belastete Abschnitt der U1 zwischen Aufseßplatz und Hbf (mit Verlängerung bis Lorenzkirche) wird entlastet
    - Die VAG spart jedes Jahr mindestens einen Zug ein (entspricht mehreren hunderttausend Euro im Jahr)
    - daneben muss ab Einstellung der Linie 9 Nord (Hbf - Thon) das komplette Netz und die betriebliche Situation vor dem Hbf neuorganisiert werden


    Wäre die Strecke vor ca. 10 Jahren, wie damals bereits beschloßen, gebaut worden, alle Kosten hätten sich bereits amortisiert. Das sie bis heute nicht gebaut ist liegt hauptsächlich an einer sich ideologisch verrannten CSU und hier insbesondere an einzelnen Personen. Ein ehemaliger CSU-Stadtrat tönt heute noch laut, dass die Strecke nur "über [s]eine Leiche" realisiert wird. Das hat mit Vernunft oder demokratischen Gepflogenheiten nichts mehr zu tun.
    Guckt man sich die angeführten Gegenargumente näher an, halten diese einer sachlichen Überprüfung nicht stand:
    - Parallelverkehr zur U1
    => beide Verkehrsträger bedienen unterschiedliche Relationen, davon auf kurzem Weg sehr eng liegend. Eher gibt es eine Entlastung der vollen U-Bahn. (Mit dem selben Argument könnte man übrigens fast 3. jede Straße zum Rückbau freigeben bzw. so gut wie alle Ortsumfahrungen verhindern, da immer Parallelverkehr)
    - Behinderung MIV
    => bei einer Strab alle 10 Minuten behindert sich der Autoverkehr eher selbst am meisten. Mit modernern Technik ist beides, in gewissen Grenzen natürlich, in den Griff zu bekommen.
    - Beeinträchtigung des Einzelhandels
    => genau das Gegenteil ist der Fall. Eine Strab bringt neue und mehr Kunden. Der Einzelhandel in der Pirckheimerstraße kämpft für den Erhalt der Linie 9, in der Tafeldstraße gibt es heute, nach Rückbau der Strab, kaum noch Einzelhandel
    - Lärmbelästigung und Luftverschmutzung
    => das sind die dümmsten Argumente überhaupt.
    eine Strab emittiert vor Ort keine Schadstoffe, CO2, ...! Der Lärm ist bei neuen Bahnen auf neuem Gleis deutlich leiser als Straßenverkehr. Beides ist hier gegeben. Wer es nicht glaubt sollte sich mal an ein neu gebaute oder sanierte Strecke in Nürnberg hinstellen. In der Pillenreuther Straße wird man die Strab vor Kfz-Verkehrslärm kaum hören.



    Zur Sebalderstrecke:
    Wer sich alte Stadtpläne ansieht, wird über mehr als 50 Jahre ab Ende des 19. Jahruhunderts einen Straßenbahnring um St. Sebald entdecken. Wenn also Rekonstruktion in der Altstadt dann ist die Frage wann beginnen und wann aufhören? ;)


    Ich sehe die Strecke eigentlich positiv, wird sie doch belebend und nachfragesteigernd wirken sowie neue wichtige Netzschlüße ermöglichen. Das immer wieder angeführte Denkmalschutzargument gegen die Fahrleitung ist lächerlich. In Dresden bspw. fährt die Strab zwischen Zwinger / Semperoper und Hofkirche, in Nürnberg gibt es genug andere viel schlimmere Sünden. Zur Not könnte man die Strecke auch mit Energiespeichern überbrücken; technisch kein Problem mehr.
    Bauchschmerzen macht mir nur die Situation bei größeren Veranstaltungen auf dem Hauptmarkt. Busse der Linie 36 werden dann problemlos über den Sebalder Platz umgeleitet. Mit einer Strab geht das nicht mehr. Ob dafür eine dauerhafte Führung über den Sebalder Platz eine Alternative wäre, ist zu diskutieren; Probleme sehe ich hier spontan allerdings nur mit dem Bardentreffen, was lösbar sein sollte.



    Zum Abschluss noch weniges zum ÖPNV allgemein:
    S-Bahn
    Das es in Nürnberg nicht schon mehr S-Bahn gibt liegt schlicht und ergreifend an der Nachfrage, die zu gering war und immer noch ist! Deshalb hatte die Bundesbahn früher und die DB heute kein gesteigertes Interesse an dieser. Dass es überhaupt einen Baubegin gab, machte die Stadt Nürnberg mit eigenen Mitteln möglich. Nürnberg ist die einzige Stadt in der BRD, die viel Geld für "ihre" S-Bahn bezahlte!!! Das Synonym S-Bahn ist heute ziemlich verwaschen, so dass das Nürnberger Netz passabler Durchschnitt ist. Für mehr ist es aber zu sparsam ausgebaut (meist eingleisig oder Mischbetrieb). Daneben liegen die meisten Schienenstrecken in Nürnberg selbst zu weit von Nachfrageschwerpunkten und -achsen entfernt, weswegen sie innerörtlich und für den Binnenverkehr keine allzu große Wirkung entfaltet.


    U-Bahn / Stadtbahn / Straßenbahn
    Nürnberg hatte bis in die 1960-er Jahre ein gutes und funktionierendes Straßenbahnnetz. Knapp 50 Jahre später hat man ein die Hauptachsen bedienendes U-Bahnnetz und ein Restnetz Straßenbahn. Da man bis auf wenige km U-Bahn in Langwasser und zum Flughafen fast nur bestehnde Straßenbahnlinien ersetzt hat, und mit der U3 immer noch ersetzt, ist die flächige Erschließungswirkung nahezu die selbe. Qualitativ hat sich viel verbessert.
    Seit dem Beschluss eine Voll-U-Bahn zu bauen hat sich technisch und planerisch viel getan. (Fast) alles was eine U-Bahn gut kann, kann heute auch eine moderne Stadtbahn. Nur das sie in den Randbezirken billiger und flexibler zu bauen und unterhalten ist. Das geht mit einer U-Bahn, wie von Seh-Zeichen vorgeschlagen, aus betrieblichen und technischen Gründen gerade nicht.
    Für Nürnberg aber auch egal, da wir haben was ist und das muss stetig verbessert werden!



    [Stünde man dagegen heute vor der Entscheidung - ich wünschte mir ein modernes Stadtbahnsystem mit dem Design der französischen, dem Ausbaustandard der amerikanischen, der betrieblichen Qualität der japanischen und der Technik der deutschen Systeme.]

    Ich habe mir das ganze auch noch einmal überlegt und finde die Idee und die hier bereits gemachten Vorschläge immer besser!


    Ergänzen würde ich noch die Kreuzung Schnieglingerstraße, wo sich etwas mit Leben und Tod - Friedhof und Klinikum anböte.
    Daneben könnte an den beiden Anschlussstellen zum Frankenschnellweg eine "großstädtische" Bebauung oder Überformung als modernes Tor wirken.
    Über die Ecke Leyher Str / Witschelstr. schweigt man besser weiter...



    Bei zwei Kreuzungen bin ich aber noch etwas unschlüssig, ob man das Tor / Eingangssituation / was auch immer nicht verlegen sollte:


    - Bayreutherstraße stadtauswärts zum Leipziger Platz bzw. Ringbahnbrücke. Hier beginnt einerseits die verdichtete Stadt, zum anderen gibt es schon eine Platz- und angedeutete Torsituation. Mit dem geplanten Hotel und einer prägnanten Schließung der Baulücke westlich der Bayreuther Straße (gegenüber vom Merianforum) könnte hier etwas gutes entstehen.


    - Münchner Straße stadteinwärts zur Wodanstraße / Platz d. Opf. d. Faschismus
    Hier gibt es nach dem Ring erstmal viel Grün sowie noch Tempo 70, aber wenig Stadt. Die (alte) Stadt beginnt erst etwas später. Auch hier ist bereits ein Platz, der mit relativ wenig Aufwand aufgewertet werden könnte.


    baukunst-nbg
    Danke für die Fotos :)

    Früher war ich eher pro Nordanbindung und Flughafentunnel, mittlerweile habe ich meine Meinung geändert und bin absolut dagegen. Warum? Ganz einfach:
    die zu erwartende Nachfrage rechtfertigt weder solche gravierenden Eingriffe in den Bannwald noch so hohe Kosten! Entlastungen für Bürger werden sich kaum einstellen!


    im Detail:
    - ab NUE fliegen ca. 4,5 Mio. Passagiere pro Jahr, davon steigen ca. 3 Mio hier ein und aus (Zahlen nur leicht steigend in den letzten Jahren, entsprechend hat sich auch das Flugangebot ab NUE in den letzten Jahren nur unwesentlich erweitert). Das macht je Tag ca. 8500 Ein- und Aussteiger, davon kommen ca. 1000 mit U-Bahn und Bus (vermutete 20% bei ca. 5000 Fahrgästen im ÖPNV pro Tag). Weitere geschätzte 4500 Fluggäste kommen aus Nürnberg, Fürth etc., also über das städtische Straßennetz. Verbleiben grob geschätzt um die 3000 Fluggäste als Nutzer des Tunnels. Zählt man am Flughafen Arbeitende und Lieferverkehr dazu, zieht ein paar Autos ab weil im Schnitt 1,3 bis 2,2 Fahrgästen darin sitzen (eher mehr falls viele Urlauber aus der Region) reden wir von vielleicht 4000 Kfz je Tag und Richtung zum Flughafen (zum Vergleich die A3 hat ca. 20mal mehr Verkehr zwischen Tennelohe und N-Nord, der mittlere Ring in Nürnberg um die 10mal mehr)!


    - in den nächsten 5 bis 10 Jahren rechnet nicht einmal der Flughafen selbst mit rapide wachsenden Fluggastzahlen (irgendetwas um die +- 5 Mio.). Das Flugangebot stagniert nahezu, diesen Winter kamen die Azoren und Zypern dazu, dafür keine Direktverbindung nach Rom mehr. So ähnlich wird es weitergehen. Wenn Air Berlin stärker strauchelt oder sogar fallen sollte wird es eher noch weniger werden.


    - Nimmt man einen Stadtplan sieht man sofort das der Tunnel für Reisende auf der A3 aus dem Westen in die Oststadt bzw. entlang der Bayreuther Straße eine Abkürzung zur Anschlussstellen N-Nord bietet. Entsprechend wird es in der Äußeren Bayreuther Straße von der Stadtgrenze bis zur Ziegelsteinstraße etwas weniger Verkehr geben, Marienbergstraße und Ziegelsteinstraße sowie die Bewohner dort werden dafür mehr Verkehr bekommen.
    - Analoges gilt für Reisenden auf der A3 aus dem Osten in die Weststadt bzw. entlang der Erlanger Straße und Bucher Straße.
    => Es werden also bestimmt mehr Autos den Tunnel nutzen, aber viele werden nicht zum Flughafen wollen. Für die Gesamtstadt und die Bürger Nürnbergs ergeben sich in der Summe keine Entlastungen oder Vorteile .


    - Der Tunnel bindet den Flughafen nicht direkt an, sondern wird südlich des bestehenden Kreisels angebunden. Der Weg verlängert sich also für aus dem Osten von der A3 Kommende weiter im Vergleich zum Bestand, für aus dem Westen kommende ergeben sich zur bisherigen Situation keine allzu großen Unterschiede.
    => es wird sicher etwas schneller "gehen" (eigentlich fahren), gefahrene km werden es aber nicht allzu viel weniger; damit auch keine großen Auswirkungen auf Emissionen etc. und damit Entlastung der Bürger Nürnbergs.


    - der Bannwald zwischen Flughafen und Autobahn ist ein einzigartiges und großartiges stadtnahes Erholungsgebiet, Frischluftlieferant, Staubfilter, Wasserspeicher, Naturrückzugsgebiet, usw. usf. Wird es mit einem Tunnel und einer neuen Anschlussstelle entwertet und nahezu in der Mitte halbiert, wird es nicht lange dauern und es kommt eine Tanke mit LKW-Rastplatz an der Autobahn, eine neues Gewerbegebiet beiderseites der Straße bzw. des Tunnels.
    => der Druck zur weitern Entwicklung und Inwertsetzung nähme massiv zu, es würden am Ende nur ein paar Restbiotope ohne große Funktion übrig bleiben.


    - der Tunnel wird viel Geld kosten, dass man in Nürnberg sinnvoller verwenden könnte. Insbesondere wird der Tunnel der Stadt Nürnberg jährlich einige hunderttausend Euro Unterhalt kosten, da er auf Stadtgebiet liegt. Geld das wiederum für anderes fehlen wird, u.a. Straßen- und Gebäudeunterhalt.

    Im Foyer des Stadtarchivs / Natruhistorischen Gesellschaft / Norishalle ist noch bis 18.1.09 eine sehenswerte Ausstellung alter Fotographien von Nürnberg von 1935. Einige davon zeigen den Hauptmarkt mit Neptunbrunnen sowie die damalige Randbebauung. Für mich zeigen die Fotos sehr überzeugend wo der Neptunbrunnen stehen sollte!


    Mehr Infos unter: http://stadtarchiv.nuernberg.de/aktuelles/altnuernberg.html


    Für den alten Standort im Stadtpark fände ich einen Spielbrunnen für Kinder als Ersatz sehr schön; habe als kleiner Bub selbst im Neptunbrunnen geplanscht.

    Ich sehe leider auch zu wenig "Fleisch" für ein Architekturmuseum in Nürnberg. Dafür gibt es leider zu wenig Interessierte, zu wenig Planungsüros, zu wenig wissenschaftliches Potenzial und Stundenten, usw. Ich war ab und zu in den Architekturmuseen in Ffm und München und meistens enttäuscht. Wenn es dort schon nicht so richtig klappt...


    Bessere und mehr Chancen würde ich einem flexibel nutzbaren, finanziell und personell und technisch zeitgemäß ausgestatteten "Ausstellungsforum" für Fotographie, Architektur, Medienkunst, Videokunst, ??? geben. Alles Dinge die in der Region meistens zu kurz kommen, aber in einer gemeinsamen und abgestimmten Form mit guten und attraktiven Wechselausstellungen -nacheinander oder auch überlappend, auch Übernahmen von anderen Museen- sicher genug Potenzial haben. Geeignete Orte für so ein Ausstellungsforum könnte entweder eine aufgemöbelte und vergrößerte (!) Kunsthalle sein (dann auch gerne weiter mit Ausstellungen zu moderner Kunst in ähnlicher Form wie bisher), ein Neubau beim Museum Industriekultur mit dem Vorteil bestehende Infrastruktur nutzen zu können und das bestehende zu stärken oder die Nutzung von alten AEG-Hallen um den Westen aufzumöbeln. Mein eigentlicher Favorit für so ein Forum wäre die alte Milchunion am Wörhder See gewesen. Dort wird es aber leider nur für ein Autohaus und ein paar beliebige Büroneubauten reichen.


    Die geplante Umnutzung des Neutorturms für eine Ausstellung zu Kriegszerstörungen und Neu-/Wiederaufbau Nürnberg begrüße ich dagegen sehr. Etwas ähnliches gab es dort doch bereits 1995 (Titel war glaube ich "35-45-95 eine Stadt erinnert sich" oder so ähnlich). Zumindest an die Aussicht von ganz oben erinnere ich mich noch gut, denn die war klasse!

    Ich sehe das ähnlich wie baukunst-nbg: Kunst im öffentlichen Raum, egal ob figürlich oder abstrakt, egal ob es mir persönlich gefällt oder nicht, bereichert diesen und ist ein wichtiger und integraler Bestandteil.


    Auch aber nicht nur hier in Nürnberg ist die letzten Jahre wenig neues entstanden. Spontan fällt mir nur Berlin mit vielen neuen Denkmälern etc. ein.
    Aber eher als neue Denkmäler, die häufig nur noch sehr speziellen Dingen Gedenken erbringen sollen (das ist nicht abwertend gemeint), wünschte ich mir für Nürnberg spannende Kunstwerke und/oder neue Brunnen. Gerade Nürnberg hatte eine reiche Historie was öffentliche Brunnen angeht. Leider ist hier die letzten 30 Jahre nur wenig dazu gekommen. Ein positives Beispiel ist für mich der Brunnen am Rennweg zwischen Straßenbahn und U-Bahn.

    ich glaube das hat sehr viel mit der Denke in Nürnberg und den handelnden Personen im Allgemeinen und in der Verwaltung(-sspitze) insbesondere zu tun... Beispiele gibt es leider mehr als genug (Friedrich-Ebert-Platz, Lorenzer Straße, Theresienstraße).


    Das Traurige ist v.a. das mit jeder klein(mütig)en Maßnahmen wieder Fakten geschaffen werden, die das Große Ganze verhindern. Man hat ja gerade erst wieder Geld für ein paar Korrekturen ausgegeben, die erst abgeschrieben werden müssen.
    Gerade der jetzt betroffene Abschnitt ist meiner Meinung nach sehr wichtig und wesentlich, weil hier der Übergang vom noch aufgelockerten Gewerbemischmaschgebiet zur verdichteten "Stadt" liegt. Wie Seh-Zeichen schrieb, wird wieder nur etwas herumgebastelt, geguckt das der Verkehr schön fließt (wie auch hier weiter oben indirekt gefordert) und etwas Straßenbegleitgrün gepflanzt. Die Chance einen zentrale und verkehrsreiche Kreuzung zu einem Platz (gut etwas übertrieben, aber ohne Träume...) und damit eine Eingangssituation in den Boulevard Fürther Straße zu entwickeln ist damit für die nächsten 50 Jahre vorbei. Wenn es dann in 10 bis 20 Jahren aus Sanierungsgründen an die Fürther Straße in Richtung Plärrer geht wird es vermutlich ähnlich laufen.

    asche auf mein haupt...
    Da habe ich wohl leider Falsches geschrieben, und das als Debütant :nono:


    Seh-Zeichen
    Vielen Dank für die Aufklärung. Werde ich dem Stadtrat weitergeben, der mir das mit der "Kopie" erzählt hat.


    Habe mir das Ganze auch noch einmal überlegt und glaube inzwischen auch das der Neptunbrunnen den Hauptmarkt aufwerten und verschönern würde. Skeptisch bin ich allerdings weiterhin, ob man dafür eine Mehrheit in Nürnberg oder im Stadtrat findet. Alle Vorschläge in diese Richtung haben, reflexhaft(?), sofort ein sehr negatives Echo ausgelöst. Aktuell sehe ich auch keine Partei die sich des Themas annehmen könnte. Bei diversen Veranstaltungen in der Nordstadt / Maxfeld / um den Stadtpark war dieses Thema immer gut um den "Volkszorn" zu wecken.


    Damit der Vorschlag überhaupt ernsthaft diskutiert würde, müsste es sehr gut vorbereitet sein. Die Skizze von weiter oben, gute Fotomontagen, das Stadtmodel wie von Seh-Zeichen vorgeschlagen als Experimentierfeld und eine Aktion von einer neutralen Institution wie bspw. BauLust und das Thema könnte eine ausreichende Eigendynamik bekommen.

    was in den Kulturtipps der Zeit, Süddeutschen usw. auftaucht bestimmt der Markt und der Preis... Wer sich, v.a. in der Zeit, die Tipps näher anschaut ist erstmal verwundert was fehlt bzw. aufgeführt wird. Institutionen die nicht zahlen bzw. inserieren fallen dann bei knappem platz "leider" raus... schweift aber sehr vom thema ab.


    zu diesem:
    was Nürnberg fehlt wurde bereits mehrfach geschrieben: Größe und Zentralität. Da ich beruflich oft unterwegs war / bin fällt mir das beim Heimkommen immer wieder auf.
    500.000 EW ist nicht viel, selbst mit direktem Umland (Fürth, Erlangen, Schwabach, Stein, Oberasbach, Lauf, etc.) kommt man auf ca. 1.000.000EW. Im globalen oder europäischen Massstab nicht unbedingt üppig.
    Zum anderen fehlen Landesregierung, obere Behörden, große Firmensitze etc. was andere Städte mit ähnlicher Größe größer wirken lässt (z.B. Zürich,Oslo, ...)


    Beides muss aber nicht nachteilig sein wie ich finde. Bedeutet es doch auch Übersichtlichkeit und Nähe vieler wichtiger Dinge, weniger Reisezeiten mit ÖV und IV, wenig Umweltverschmutzung usw.


    Wo die Region wirklich stark ist ist der erfolgreiche Mittelstand, der aber häufig namenslos ist und nicht groß auffällt sowie das nicht immer hochklassige aber doch sehr umfangreiche Kulturleben.


    Planer

    Der Neptunbrunnen im Stadtpark ist bekanntermaßen eine Kopie, das Original nach St. Petersburg (?) verkauft worden. So weit ich allerdings informiert bin, lagert bei der Stadt noch als ein Originalteil: nämlich eine große Wanne, ich glaube aus Bronze, in der der Brunnen stand. Wenn der Neptunbrunnen versetzt wird, dann müsste die Wanne mit einbezogen werden.
    Wichtiger als ein Umzug des Brunnens aus dem Stadtpark, der in Nürnberg sicher die Massen zum Aufruhr anstachelte, wäre für mich eine Aufwertung des Obstmarkts und der Randbebauung. An der Südseite ist es mit neuen Fenstern und Gauben nicht getan.


    Planer

    Mir ging es mit den Öffnungszeiten ähnlich. Bin während meiner Mittagspause extra in die Stadt, um einen kurzen Blick auf die Entwürfe zu werfen. Als ich dann am Freitag am frühen Nachmittag nochmals hin gegangen bin um sie mir genauer anzuschauen, war bereits alles abgebaut... Den Unmut teilte ich mit den anderen "umsonst" Gekommenen.


    Vielleicht war die kurze und nur eingeschränkte Zugänglichkeit auch ganz bewusst gewählt. Den eine richtige Diskussion in der Stadt und mit den Bürgern fand und findet meiner Meinung nach nicht statt. Der Wettbewerb und die Beteiligung von verschiedenen Gruppen, Ämtern, Vereinen oder was auch immer wirkt auf mich nur vorgeschoben. Am Ende macht Schmelzer doch was er will.


    Meine Meinung zu den Entwürfen:
    - man (Nürnberg) hat mal wieder die Chance verpasst etwas gutes, tolles, attraktives, neues, interesantes, aufmerksamkeitsbringendes zu verwirklichen
    - zum Glück ist ein zumindest handwerklich sauber und solider Entwurf gewählt worden, sodass man zumindest nichts richtig falsch macht.
    - der gewählte Entwurf passt wiederum gut zu Nürnberg, da lieber kleinklein, nicht zu bunt, nicht zu extravagant
    - mein Favorit wäre der 3. Preis gewesen (Nieto Sobejano). Die Dachlandschaft fand ich klasse, hätte sie doch die gleichförmige Gibeldachlandschaft aufgelockert und aktuell weiterentwickelt
    - die Entwürfe von MGF und GSE hätten mit um den 1.Platz gerungen


    Ein paar Bilder zum 1. und 2. gibt es noch unter http://www.competitionline.de/3013697/




    Gruß
    Planer


    ps. schade dass es um dieses Thema hier so ruhig geworden ist (aber immerhin Grund für mich vom Lesenden zum Mitschreibenden zu werden ;))