Beiträge von Dexter

    So läuft das halt bei großen Infrastrukturprojekten.

    Wenn es sich da eine treue Leserschaft heraus bildet, wird artig viel Medienrummel betrieben und die Leute lesen es gern und ausgiebig um sich zu bestätigt zu sehen. Die Online-Medien kalkulieren damit und produzieren knackige Schlagzeilen in denen gern angebliche Experten dann dankbar "insiderblicke" liefern.

    Das sorgt für Klicks und mündet in Werbung etc.


    Wer das einige Jahre verfolgt, der merkt das dies dazu gehört.


    Ich erinnere mich an

    • den Berliner Tiergartentunnel der angeblich eine Fehlplanung sei und so aus Sicherheitsgründen (nähe zum Kanzleramt) eh nie in Betrieb genommen werden könne
    • Oder eben den BER, der laut "Flughafenexperten" Faulenbach da Costa nie eröffnen werde, da eine angebliche Fehlplanung ohne Chance auf Abnahme
    • ...


    Was jetzt nicht heißt das es an S21 nichts zu kritisieren gäbe. Aber das hier "vollkommner Schrott" gebaut werde ... naja...


    d.

    Sanierung Fußgängerzone


    Nürnbergs Fußgängerzone, laut Aussage der Stadt die größte Europas, soll schrittweise umgestaltet werden.

    Klima- und Strukturwandel sind wesentliche Herausforderungen, die man hier angehen möchte.

    Es wird daher mehr grün geben, aber auch mehr Raum für Außengastronomie und Verweilflächen.

    Erste Flächen sind bereits realisiert, wie die Luitpoldstraße oder der hier gezeigte Bereich zwischen Jakobs- und Ludwigsplatz.

    Gesägter Granit (graue Flächen) und wasserdurchlässige Kunststeine (beige Flächen) wechseln sich ab.


    Nächste Schritte sind, sofern die Finanzierung steht, die Überarbeitung des südlichen Ludwigsplatzes, die Pflanzung von Bäumen auf dessen bereits umgestalteten Nordseite, sowie die vollständige Überarbeitung der Breiten Gasse. Letzteres erfolgt in drei Bauabschnitten, beginnend mit dem Bereich zwischen dem Weißen Turm und der (teils mitgeplanten) Färberstraße,


    Pläne siehe hier:

    https://online-service2.nuernb…/si0056.asp?__ksinr=15849



    xrua2r4k.jpg


    re534wl2.jpg


    7ywk7arg.jpg



    d.

    Meine Befürchtung zu dieser Sichtbetonfassade ist, dass diese in unseren Breitengraden wie an einigen Bsp bekannt, schrecklich altern und dann über die Zeit bei der Vielzahl an Öffnungen und Fugen, witterungsbedingt, recht verheult aussehen wird.

    Diese Ansicht über das Bundeskanzleramt teilen viele, und doch ist es nicht ganz so wie häufig kolportiert. Die Stellen die am "verheultesten" aussehen, sind mit Naturstein verkleidet. Der altert eben auch nicht zwangsläufig schöner wenn er - so wie dort - flächig vorgeblendet wird.


    d.

    Abriss Kaufhof Königstraße?


    Wie heute u.a. in der SZ berichtet wird, beabsichtigen die Stadt Nürnberg und der Freistaat Bayern die Realisierung eines Kongresszentrums anstelle des ehemaligen Kaufhof-Standorts in der Königstraße. Betreiber scheint dann die Nürnberger Messe sein zu sollen, die tatsächlich seit Jahren ein solches Zentrum, ursprünglich auf dem Gelände in Langwasser, errichten wollte.
    Dazu könne nun das bestehende, erst kürzlich unter Denkmalschutz gestellte Gebäude entkernt oder abgerissen werden. Die Initiative scheint dabei direkt von MP Söder auszugehen.


    https://www.sueddeutsche.de/ba…gnetbahnstrecke-1.6347034


    Es wird hier also spannend. Nach meinem Kenntnisstand gehört das Grundstück ja der strauchelnden Signa-Gruppe. Natürlich wäre solch eine Nutzung, wie angedacht, hier ein Gewinn für die Hotels, Restaurants und den Einzelhandel in der Innenstadt.


    d.

    In Berlin gibt es doch auch schon erhöhte U-Bahnen, die mE nicht so schlecht ankommen.

    Die erste Linie der Berliner U-Bahn verlief (und verläuft noch immer) auch aufgeständert durch Kreuzberg. Der Betreiber, hinter dem Siemens & Halske stand, hieß damals nicht ohne Grund "Hochbahngesellschaft".

    Ein wesentlicher Grund für die Genehmigung dieser Streckenführung bestand auch darin, das dort aufgrund der Sozialstruktur kein Protest erwartet bzw. beachtet wurde. Erst als die Strecke nach Schöneberg und Charlottenburg weiter ausgedehnt wurde, gab es den berüchtigten "Kampf um die Rampe" am Nollendorfplatz. Die damals unabhängigen und betuchten Städte wollten keine Hochbahn. Auch beim späteren Bau der heutige U2 gen Pankow verlässt die U-Bahn erst dann den Untergrund, als durchwegs Arbeitersiedlungen durchfahren wurden (ab Senefelder Platz).


    Merke:

    Nur in "B-Lagen" waren Hochbahnen möglich.

    In "A-Lagen" wurde im Tunnel oder im Einschnitt (heutige U3) gebaut. Ziel war es, die Technik dort möglichst nicht zu sehen bzw. zu kaschieren (z.B. durch pittorekse Zugangsbauwerke).


    Zu heute:

    Ich finde den Ansatz mit der Magnetbahn nicht per se schlecht. Ich kenne die Lärmentwicklung der Bahnen nicht, vermute aber, das diese sehr leise sein müssen - sonst ist die Idee im innerstädtischen Bereich eh kaum möglich. Das Ganze steht und fällt aus meiner Sicht mit sinnvollen Verknüpfungen zu S- und U-Bahnen.


    d.

    Ja, das scheint auf den ersten Blick folgerichtig, ist aber doch sehr unwahrscheinlich.

    Ein Fernbahntunnel unterm HBF in München ist nach all den Projekten, die derzeit da entstehen (2. Stammstrecke, U9-Vorhaltung, Neubau Empfangsgebäude), allenfalls eine sehr ferne Möglichkeit.


    Noch dazu starten und enden die meisten innerdeutschen FV-Linien in München, das unterscheidet den Bahnhof von FFM oder Stuttgart, selbst von Hamburg. Für die wenigen durchgebundenen Linien lohnt sich der Aufwand eines solchen Projekts volkswirtschaftlich sicher nicht., da könnte stattdessen auch der Ostbahnhof oder Pasing aufgewertet werden.


    Und Ich persönlich verstehe ohnehin nicht, das man in München stark dazu neigt, vorhandene, heute schon übernutzte Infrastrukturen durch Ausbau "attraktiver zu machen" als mal etwas großräumiger zu denken und in Alternativen zu investieren.



    d.

    1. Die Baukosten steigen - überdurchschnittlich in Deutschland - allein durch das Gebäude Energie Gesetz und andere Regulierungen. Das ist also hausgemacht. Das ist gewollt.

    2. In Berlin steigen die Baulandpreise besonders stark - weil das Land Berlin nicht bereit ist, mehr Bauland auszuweisen (Flughafen Tempelhof, Umwandlung Schrebergärten etc etc etc) oder mehr Nachverdichtung zuzulassen. Auch das wirkt sich massiv auf die Kosten aus. Auch das ist hausgemacht. Es ist in Summe halt einfach Realität, dass man in Berlin unter 20 Euro/qm keine Wohnung mehr bauen kann. Nicht alles hausgemacht (zB Zinsen und Probleme in den Lieferketten) - aber Vieles.

    Ich verstehe jetzt nicht wirklich was dieser Kommentar zu Wohnimmobilien mit dem Bürokomplex P1 und Gewerbeimmobilien zu tun hat.


    • Bei den Signa-Projekte handelt es sich um Einzehandels- und Büroflächen
      --> Die Investments im Gewerbeimmobilienmarkt sind laut BNP Paribas in D im Vorjahresvergleich um 44 Mrd. auf 16 Mrd. EUR gefallen
    • Benko war bekannt dafür, Grundstücke in bester Lage, die sicherlich nicht aufgrund den Einflüssen lokaler Politik hoch bewertet waren, zu kaufen. Hier wurde mit ausgefallener Architektur auf die Nachfrage nach Premiumfläche spekuliert die nun erstmal so nicht (mehr) da ist.
      --> Ich zitiere: "Ein großer Immobilienentwickler sagte dem Handelsblatt (Ausgabe vom 11.11.), die Signa-Gruppe habe nichts, was ihn interessieren würde. Er wisse auch aus vielen Gesprächen mit großen institutionellen Investoren, dass sie Benko-Projekte mit äußerster Zurückhaltung sähen." Man hielte die Projekte allesamt für Überbewertet.
    • Der Wohnimmobilienmarkt, mit dem Benko nichts zu tun hat, hat sich im Vergleich zum Gewerbeimmobilienmarkt als deutlich robuster gegen die aktuellen Schwierigkeiten, wie sie hier in Summe ja alle vorgetragen wurden, gezeigt.
      --> Er folgt da aber auch einer gänzlich anderen Marktlogik.


    Ich finde es bedauerlich was mit Signa passiert, denn die Projekte waren meist schon ein Gewinn für die Innenstädte. Aber da jetzt "die Politik" für Verantwortlich zu machen, ist nicht nur aufgrund der vielen Hilfsgelder, die man aus meiner Sicht zu recht an Benkos Konglomerat gegeben hatte, schon etwas seltsam.

    Vielmehr ist es halt ein natürlicher Lauf der Dinge, das Zyklen enden. Was 2008 mit der Finanzkrise begann, ist insbesondere in Berlin, das ein absoluter Hot Spot auf der Suche nach Betongold im Gewerbe war, nun offenbar zu Ende. Und Benko hat das eben zu spät antizipiert bzw. die Risiken anders eingeschätzt. Sowas passiert...


    d.

    Update vom 08.11.2023, fotografiert von mir



    Von der Kreuzung aus fotografiert

    img_2311obcun.jpg


    Die Treppe hinauf zu Areal nimmt Form an, auch die Anlagen drumrum werden gestalterisch erkennbar

    img_2312pgdd1.jpg


    Hier werden offenbar auch Treppenstufen recycled. Interessant: Offenbar spart man sich (vorerst?) hier an dieser Stelle den Neubau der auf der Gebäudegrafik weiter oben zu sehen ist...

    img_2314hjeio.jpg


    Der monumentale Eingang in ein neues Fitness-Studio

    img_23134hffl.jpg


    img_2315suea5.jpg



    d.

    Update vom 08.11.2023, fotografiert von mir




    Entlang der alten Straßenführung wurde in diesem Abschnitt Rasen angesät, parallel gibt es tlw. noch Tiefbau

    img_2298fxcs8.jpg


    In der Stralauer Straße sind letzte Asphaltisierungsarbeiten abgeschlossen worden

    img_22998fcia.jpg


    Vor dem Stadthaus wird allmählich der Untergrund planiert

    img_2300omfq1.jpg


    Zwei Straßenlaternen liegen hier bereit. Interessanterweise weichen sie ein wenig von den hier sonst verbauten 2 Typen der gleichen Designserie ab.
    Mal sehen wo die nun genau hinkommen

    img_2301fgdi8.jpg


    Ein großer Meilenstein ist in der Kurve zum Roten Rathaus gemacht - die Asphaltierung ist hier abgeschlossen. Damit sind praktisch alle Straßenflächen errichtet

    img_230243c0o.jpg


    Schwierig wird sicher nochmal die finale Herstellung des Kreuzungsbereichs zur Spandauer Straße. Durch die Aufrechterhaltung des Verkehrs sind hier so manche Zwischenlösungen je nach Bauzustand entstanden, die nun eben nacharbeiten erfordern

    img_2303wgchn.jpg


    img_2304axd6f.jpg


    img_2305teemm.jpg


    img_23065bilr.jpg



    Der Blick in die entgegen gesetzte Richtung. Hier herrscht de facto auch schon Baufreiheit für den Rad- und Fußweg. Auch die Fundamente für die Lampen sind entlang der Bordsteine schon zu sehen

    img_2307a1ie9.jpg


    img_2308gicd9.jpg




    d.

    Neuplanung Areal "Verlag Nürnberger Presse (VNP)" zwischen Blumen- und Marienstraße


    Wie es in dem hier verlinkten Artikel heißt, wir der VNP das Areal weitgehend aufgeben und nur das alte "Gauleiterhaus" behalten. Die übrigen Gebäude werden in den kommenden Jahren bis etwa 2026 leer gezogen. Ein Konzept für die Nachnutzung solle ab dem kommenden Jahr erarbeitet werden.

    https://www.nn.de/nuernberg/ne…en-wohrder-see-1.13737646


    Die Verlagsleitung und weitere Bereiche ziehen zur Zeit der Sanierung des "Gauleiterhauses" neben die Mercedes-Benz-Niederlassung an den Wöhrder See, in das ehemalige Telekom-Gebäude "Cube Nürnberg". Anschließend geht es wieder zurück.


    d.

    Neues Pflaster und Umgestaltung Außenflächen in der Altstadt, Update vom 27.10.23, fotografiert von mir



    Am Ludwigsplatz und angrenzender Flächen wird weiter Umgestaltet und Pflaster neu verlegt. Ursprünglich dachte ich, es wird nur die direkt an den Wöhrl angrenzende Fläche neu gemacht.

    Infos dazu hier: https://www.nuernberg.de/internet/soer_nbg/ludwigsplatz.html


    img_2279oef3t.jpg


    img_2280zge5v.jpg


    img_228199ewz.jpg


    img_2282c4d2c.jpg


    Auch die nördliche Uferbefestigung zwischen Nägeleinsplatz und Augustinerhof ist weit gediehen. Der Bereich rund um den Weinstadel ist so gut wie fertig. Auch die Arbeiten an der Neuapostolischen Kirche machen Fortschritte.


    img_2274ypfxt.jpg


    img_2275avce5.jpg


    img_2278w0f27.jpg


    img_2277cfdan.jpg



    d.

    Völlig an mir vorüber ging die Meldung aus Dezember 2021, dass das Büro Chipperfiled die Sanierung des Süd- und des Südwestbaus übernommen hatte (siehe dritter Punkt in meinem Beitrag #7 hier im Strang).

    • Ersteres Gebäude ist nach Plänen von Sep Ruf zwischen 1963 und 1967, letzteres in 1899 entstanden.
    • Beide Häuser verfügen zusammen über eine Fläche von ca. 5500qm
    • Die Kosten für die Sanierung betragen ca. 50 Mio. EUR

    Die Ankündigung im Pressetext samt Bildern zu den beiden Gebäuden finden sich hier (runter scrollen):

    https://www.gnm.de/services/presse/aktuell

    https://www.gnm.de/fileadmin/r…-_und_S%C3%BCdwestbau.pdf


    In 2023 wurde schließlich auch die Ausstellungskonzeption an das Atelier Brückner aus Stuttgart vergeben.

    https://www.gnm.de/fileadmin/r…Atelier_Br%C3%BCckner.pdf


    d.

    Inzwischen findet sich auf der Seite des Baureferats ein sogenannter "Listentext" zum Kaufhof.

    Liest sich spannend wie ich finde.

    https://online-service2.nuernb…/si0056.asp?__ksinr=15700


    Wie es nun da aber weiter geht?
    Natürlich ist durch den Denkmalschutz die weitere Verwertung erstmal erschwert. Vielleicht war das aber auch beabsichtigt? Schließlich liegt gegenüber mit dem "Altstadt Karree" ein umfangreiches Bauprojekt für Einzelhandel etc., bei dem es irgendwie nicht so richtig voran geht - trotz immer wieder vorgebrachter Motivation seitens der Investoren.

    Durchaus möglich, das hinter dieser Entscheidung zum Denkmalschutz ein wenig Kalkül steckt...


    d.

    Puh, das ist in der Tat eine merkwürdige Nachricht.
    Bezüglich der Fassade wissen wir ja, dass die heutige gar nicht der ursprünglichen entspricht (die erste war allerdings in der tat fast noch schlechter).

    Da die Immobilie ja Signa gehört, würde ich jetzt gern besser verstehen, ob die da eingebunden waren oder nicht.

    Und noch spannender ist dann ja, was man mit dem Bau nun anstellt...


    d.