Beiträge von jan85

    @ Backstein:


    Danke für den Beitrag. Mich zumindest interessiert so etwas sehr. Besonders seit ich mal in Chicago war (aber auch schon vorher) weiß ich Berlins viele grünen Lungen sehr zu schätzen. Der Park scheint ja ziemlich gelungen. Die Bilder lassen zum Teil gar keine nahe Autobahn vermuten.


    Zum Thema an sich:


    Ich kann die dargebotenen Argumente nicht gut genug beurteilen. Allgemein bin ich für eine gut ausgebaute und möglichst vielseitige Infrastruktur. Persönlich nutze ich zwar fast nur ÖPNV und Fahrrad aber in vielen Fällen sind Autos/ Transporter/ LKWs nun mal auch nötig. Es nützt doch keinem, wenn lange Staus und Umwege Energie und Geld verschwenden, die Luft unnötig verschmutzen und nervig viel Zeit kosten.

    @ mkwiteaux:


    Zunächst einmal möchte auch ich Dich im Forum willkommen heißen. An Deine Kritik hinsichtlich der Architektur kann ich mich voll und ganz anschließen. Das Projekt wirkt leider sehr einfallslos und beliebig. Sicher kann man mit dem Anspruch herangehen, dass man ein eher langweiliges Umfeld nicht sprengen dürfe durch anspruchsvolle Architektur. Aber wie soll so je Fortschritt in ein Gebiet einziehen? Man muss es ja nicht zwingen, aber ein wenig visionär darf Architektur auch ruhig mal sein.


    Was Grünflächen angeht bin ich grundsätzlich anderer Meinung. Berlin hat genug Platz um großzügig damit umzugehen. Die Luftqualität und das Stadtklima - und somit die allgemeine Wohnqualität - hängen sehr davon ab. Auch das gehört für mich zu guter und verantwortungsvoller Architektur und kann ein Viertel sehr aufwerten. Es sei denn natürlich, die Grünflächen wirken ungepflegt und verdreckt.

    Danke Ben. Ich wollte selbst schon immer mal nach Jerusalem, aber irgendwie hat es sich nie ergeben. Ich bleibe immer im europäischen bzw. angelsächsichem Raum hängen ;)


    Aber ich bin wirklich beeindruckt von den vielen Kontrasten in dieser historisch gewachsen multiklturellen Stadt. Ohne etwas beschönigen zu wollen, kommt mir das alles sehr reizvoll vor. Den meisten Menschen dort ist sicher auch an einem angenehmen Zusammenleben gelegen.


    Die Architektur an sich betrachte ich als sehr faszinierend und vielfältig. Ähnlich (und doch völlig anders) wie in Berlin scheint ein interessanter Dialog zwischen historisch und modern zu existieren - aber gleichzeitig wirkt alles sehr harmonisch und stimmig.


    Hoffentlich ergibt sich für mich auch einmal eine Gelegenheit, diese interessante Stadt selbst zu erkunden. Bis dahin noch einmal vielen Dank.

    Baustop für Hochhäuser in Berlin???

    Gefunden im RBB-Videotext (Seite 121 ca. 10:00):


    Mittes Baustadtrat Gothe fordert offenbar einen Baustop für Hochhäuser in Berlin außer an solchen Stellen wo bereits eine entsprechende Genehmigung bzw. ein entsprechender Bebauungsplan existieren (etwa am Alex). Als Begründung gibt Grothe den mangelnden Bedarf an.


    Für mich sieht das ein wenig so aus als wenn Grothe den zur Zeit unrealistischen Projekten im eigenen Bezirk (wie etwa den von ihm indirekt angesprochenen 10 Wolkenkratzern am Alex) eine höhere Realisierungschance ermöglichen möchte. Das allerdings auf Kosten anderer potentieller Baustandorte in Berlin. Daher glaube ich auch nicht, dass er sich damit durchsetzen wird.

    Ben:


    Vielen Dank für die tollen Bilder. Ich war letztens auch dort, hatte aber keine Zeit und keine Kamera mitgebracht. Gefällt mir schon wirklich gut. Jetzt hoffe ich nur noch, dass bald der Auftrag zum Wiederaufbau der Bauakademie vergeben wird. Mit Wall sollte es ja mindestens einen gut betuchten Interessenten geben. Aber ich vermute, dass sich für ein solches Projekt zahlreiche Bewerber melden werden, auch wenn der direkte finanzielle Nutzen nicht so stark ausgeprägt sein sollte.

    Na ja, verstehen kann ich es irgendwo schon. Sonst werden zwar auch alle möglichen Bauwerke mit historische Bezug erhalten, aber hier scheint einfach kein großes allgemeines Interesse zu bestehen. Ist ja auch ein reiner Funktionsbau gewesen. Da jetzt kein funktioneller Bedarf mehr besteht, ist der Turm halt zum Geldfresser geworden. Sicher lässt sich an dem Stahl noch einiges verdienen für die Besitzerin die im Artikel angesprochen wird. Vielleicht wird ein Teil davon ja gar für das Berlin Wheel wiederverwendet und lebt so im Herzen der Stadt weiter ;) Wer weiß.

    @ Kaktus:


    Ich glaube jetzt verstehe ich besser, was Du meinst. Ich dachte tatsächlich, Du hättest gerne einen der drei Entwürfe von NY (oder halt etwas sehr ähnliches) so am Zoo verwirklicht. Dass diese hier nicht so mit dem Umfeld harmonieren würden wie dort, sehen wir also beide so. Schrecklich finde ich sie auch nicht. Ist halt nicht mein persönlicher Geschmack.


    Den Atlas-Tower finde ich wirklich gelungen und nicht dröge, aber das ist halt auch wieder mein persönlicher Architekturgeschmack. Vielleicht gefallen Dir ja die anderen Ansichten besser, die Bato verlinkt hat. Hast Du die schon gesehen?

    Also ich stimme Spirit84 zu: Berlin sollte und braucht sich nicht mit Dubai oder NYC zu vergleichen. Was dort hinpasst, muss hier noch lange nicht stimmig und harmonisch wirken. Ich finde von den drei verlinkten Hochhausprojekten in NY ohnehin nur das letzte wirklich ansprechend. Aber das ist halt mein persönlicher Geschmack. Die meisten hier scheinen ja recht begeistert davon zu sein.


    Ich kann da mit dem Entwurf für den Atlas-Tower einfach mehr anfangen als mit dieser Stufenarchitektur. Die hat mir schon irgendwie beim Beetham-Tower in Mancheter nicht zugesagt und da ist sie ja gerade einmal leicht angedeutet. Ich glaube auch nicht, dass diese beiden ersten Hochhausprojekte je die Popularität des Empire State Buildings oder des Chryler Buildings erreichen werden.


    Für die Lage am Zoo empfehle ich jedenfalls keine solchen Experimente. Ich finde den geplanten Atlas-Tower da gerade richtig: modern und auffällig aber gleichzeitig elegant und irgendwie zeitlos. Auch wenn diese Eigenschaften scheinbar gegensätzlich sind, finde ich sie doch in diesem Entwurf vereint.

    Mir persönlich gefällt der Entwurf für den Atlas-Tower viel besser als der für das Zoofenster. Daher wünsche ich mir wirklich, dass er gebaut wird und zwar so wie er geplant wurde. Beim Zoofenster kann der Entwurf gerne überarbeitet werden - aber das gehört in den anderen Thread.


    Der Atlas-Tower sieht wirklich modern und klassisch schön zugleich aus. Wenn er so kommt wäre er womöglich der attraktivste Hochhausbau in ganz Berlin. Ist natürlich nur meine persönliche Meinung.

    Also ich finde ja einige Konzepte bereits recht interessant. Ein weiteres Wissenschafts- und Gewerbecluster wäre bei guter Bedarfsplanung und Betreuung sicher eine Bereicherung für die Stadt - aber eher nicht hier. So etwas passt nicht in die Innenstadt. Ich habe auch gelesen, dass man Tempelhof nicht komplett zubauen sollte, weil dies die Luftqualität der Stadt stark verschlechtern würde. Und die "Berliner Luft" ist ja legendär und damit schützenswert ;)


    Aber im Ernst, ich fände dort eine Art Park gar nicht so schlecht, falls er attraktiv entworfen und angelegt wird und zum Verweilen einlädt. Man könnte ja ein wenig mit Hügeln und Wasser arbeiten oder einen Themenpark anlegen um nicht nur "einen weiteren Park" zu haben. Das würde sicher Leben an diesen Ort bringen und somit andere touristisch geprägte Projekte sinnvoll und rentabel machen.


    Das mit dem Luftfahrtmuseum könnte und sollte man trotzdem machen und auch eine gewisse Randbebauung des Areals zulassen für weitere "Attraktionen", Hotels, Gewerbe und Wohnungen. Allerdings sollte diese Randbebauung beschränkt werden und gemäß Bedarf geplant werden und wachsen. So könnte man nachhaltig Arbeitsplätze für das Gebiet schaffen und Berlin einen weiteren Anziehungspunkt geben.

    @ Blickwinkel:


    Also, ich reihe mich zunächst in die Reihe der Kritiker ein: die Bebauung wirkt zum Teil zu eng. Das würde Potential verschenken und die Aufenthaltsualität sicher mindern.


    Aber: Die Skyline finde ich absolut beeindruckend. Die hast Du wiklich stimmig und imposant zusammengestellt. Ich war vor kurzem in Chicago und Philadelphia und finde die dortigen Skylines ganz interessant, aber nicht immer harmonisch. Also wenn das "letztendliche" Resultat am Alex (sofern es so etwas in einer dynamischen Stadt gibt) auch nur annährend so wirken sollte wie Dein Entwurf, wäre ich hellauf begeistert. Hoffentlich siedeln sich noch ein paar Großkonzerne hier in Berlin an, so dass wenigstens ein Teil Deiner Hochhaus-Planung realistisch wird. Die Arbeitsplätze wären natürlich auch willkommen :)

    Es ist doch noch viel zu früh, um die Folgen der Finanzkrise (auch etwa für Berlin) wirklich absehen zu können. Sicher hat Berlin gegenüber Frankfurt, London und New York ein niedrigeres sofortiges Risiko. Aber die Folgen werden sicher auch hier zu spüren sein. Die verschärften Kreditbedingungen bei der Flughafenfinanzierung sind dafür nur ein Symptom. Generell laufen große Projekte meist über Finanzierungen. Da sind steigende Zinsen und höhere Auflagen z.T. vernichtend.


    Da aber selbst Finanzexperten im Moment unsicher wirken und auch völlig verschiedene Ansichten vertreten, wird nur die Zeit zeigen können, wie stark Berlin und der Rest der Welt tatsächlich getroffen werden. Ich habe innerhalb weniger Tag nämlich sowohl gelesen, dass Berlin kaum und dass es sehr stark in die Krise hineingezogen werden wird. Beides kann ja nicht zutreffen.

    pflo777:


    Dann müssten der BBI aber schnellsten ausgebaut werden. Die Anfangskapazität wird nämlich mit etwa 25 Mio. berechnet. Manche haben bereits spekuliert, dass der BBI gleich zum Start überlastet sein werde. Auf der anderen Seite wird damit gerechnet, dass sich das Wachstum etwas verlangsamt, sodass es doch ganz gut passen würde.

    Laut heutigem Mopo-Artikel gibt es wohl nur noch 2 wirkliche Optionen: Entweder bleibt es beim Gasometer als Standort für das Energieforum inklusive Energieuni, oder das Euref kommt gar nicht. Offenbar gab es ein Zerwürfnis zwischen Reinhard Müller und Klaus Groth, die zusammen das Euref geplant hatten. Müller hat wohl Klauseln einarbeiten wollen. Er wollte ohne Wissen der Unterstützer die Energie-Uni fest ans Gasometer binden. Das soll Groth nicht gepasst haben.


    Daher wollte Groth alleine und anderswo die Energieuni unter dem neuen Namen "Global Energy Institute Berlin" (GEI) aufbauen. Er hat wohl auch entsprechende Gerüchte streuen lassen, das Energieforum oder zumindest die Energieuni ziehe um. Müller beharrte weiter auf Schöneberg und ließ alle Gerüchte umgehend dementieren. Die Uni ist wohl auch Teil seiner Gesamtpanung, sodass Müller Baurecht verlieren könnte, falls die Uni tatsächlich woanders entsteht.


    Das Gestreite hat bereits potentielle Partner und Sponsoren abgeschreckt, sodass im Moment das ganze Projekt gefährdet ist. Im Moment sieht es so aus, als wenn Müller zwar die Oberhand hat, aber auf politische und private (finanzielle) Schützenhilfe angewiesen ist. Zumindest die politische Untertützung hat er aber wohl bereits. So wird auch weiter fest angekündigt, dass nächstes Frühjahr mit den Bauarbeiten für das Energieforum in Schöneberg begonnen werden wird.


    Link: http://www.morgenpost.de/berli…et_geraet_ins_Wanken.html


    Naja, mal abwarten. Das konzept klang so vielversprechend. Schade um dieses Rumgezanke. :nono:

    Ich glaube es ja auch nicht. Deshalb habe ich das Ganze in meiner Paraphrase noch alberner beschrieben als es die Eckdaten ohnehin schon sind. Der Artikel der Morgenpost war mir da zu journalistisch-neutral.

    1. April ???

    Also das Wetter ist zwar recht wechselhaft aber den 1. April haben wir sicher nicht. Daher kann ich mir folgende Meldung der Morgenpost nur sehr schwer erklären:


    Ein deutsch-russisches Konsortium namens „Assoziation Strassenhaus“ (bestehend u.a. wohl aus Siemens, der Moskauer Uni für Transportwesen, der Russischen Akademie für Architektur und Bauwissenschaften und "großindustriellen Firmen" aus Russland) würde gerne für 2 Milliarden ein 15 km langes mit Straßen überbautes Gebäude in Tempelhof errichten. Bei den Straßen handelt es sich übrigens um 7 km lange Einbahnstraßen ;) Schätze mal je ein Ein- und Ausgang an beiden Enden des Gebäudes.


    Dieses Bauwerk soll u.a. 50.000 Mieter aufnehmen, aber neben Straßen und Wohnungen auch gleich noch die Arbeitsstellen der Bewohner integrieren. Die 40%-ige Flächenersparnis soll für Grünflächen genutzt, die Abgase abgeleitet und als Dünger verwendet werden. Daher wird die Stadt in der Stadt als „ElCity-Tempelhof – Erste Ökostadt Europas“. vermarktet. Auch ein Hotel und der Sitz des deutsch-russischen Instituts für Transport und Stadtplanung sind wohl geplant.


    Roland Lipp, ein deutscher Ingenieur der das Projekt präsentierte, erwähnte wie nebensächlich noch, das neue Stadion der Hertha sei auch problemlos in die Pläne integrierbar. Also für vollblütige Herthafans wäre das dann wohl ein toller zukünftiger Wohnungstip. Vielleicht findet sich bei den russischen Anlegern ja auch gleich ein milliardenschwerer Mäzen für die Hertha. Für die Mädchen könnte es wohl auch noch einen Reiterhof geben und für Formel 1-Fans Gocartfahren bis 3 Uhr morgens. :lach:


    Also irgendwie wundere ich mich nicht, dass der Senat etwas zurückhaltend reagiert hat. Hier der Link zum Artikel:


    http://www.morgenpost.de/berli…tium_plant_Oekostadt.html


    Klingt für mich mehr nach Tokyo, wo so was eher nötig und rentabel und daher realisierbar wäre. Naja, mal abwarten. Vielleicht setzt sich das Projekt ja tatsächlich durch und etwas wirklich Zukunftweisendes entsteht mitten hier in Berlin.

    @ Schwede:
    Die verlinkten Projekte wirken auf mich - auf den ersten Blick zumindest - nicht so dolle. Hoffe aber einfach mal, da kommt etwas mehr rüber wenn die stehen.


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    generell:
    Weiß eigentlich jemand was aus diesem Polaris-Projekt in Mariendorf geworden ist? Laut MoPo sollte ja eigentlich diesen Monat Baubeginn sein, aber ich habe schon ewig nichts mehr davon gehört. Zuletzt nur, dass das Projekt wohl ein Energiefresser sei. Was man sich durchaus vorstellen kann. Wer nicht weiß wovon ich rede, kann ja mal den Link hier versuchen. Ist aber schon etwas älter (23. Juni):


    http://www.morgenpost.de/berli…ristische_Highlights.html


    Da sind auch noch 4 weitere Projekte dabei. Die O² Arena ist aber fertig und das Schloss steht fest. Bleibt nur abzuwarten, ob es mit Kunstmuseum (recht wahrscheinlich), Riesenrad (laut Senat ebenfalls sicher) und Polaris was wird.

    Also ich stimme zu, dass die Politiker wenig Konkretes sehr aufwendig verpackt haben. Aber einiges hat man dann doch raushören können:


    -Die Lage ist attraktiv für Investoren und diese bezahlen ordentlich dafür (heißt für mich, die werden auch bald bauen, um das Kapital schnell wieder reinzuholen)


    -Es konnte durchgesetzt werden, dass ein Bereich für Kunst, insbesondere zeitgenössische Kunst, genutzt werden wird (wie Konkret da das Vorankommen ist, war in der Tat nicht festzustellen)


    -Der Rest wird von den Investoren bebaut. Der Wohnanteil soll dabei 50% betragen.


    Also recht gute Aussichten für das Gebiet würde ich sagen. Auch wenn die Praxis natürlich noch Hindernisse und Komplikationen bereithalten kann.


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    Nachtrag: In der Morgenpost steht jetzt ein etwas ausführlicherer Artikel. Wie bei der Bauakademie muss der Investor etwas für die Stadt tun und bekommt dafür Vergünstigungen beim Grundstückserwerb. Bei der Mopo ist allerdings von einem Wohnanteil von 40% die Rede. Hier der Link dazu (mit Planungsskizze sogar):
    http://www.morgenpost.de/berli…unsthalle_und_Museum.html
    Die Architektur des Museums wird wohl laut Artikel etwas aufregender werden als auf der Skizze.


    Es gibt hier aber auch schon einen gesonderten Thread dazu, auch wenn es da eher um Spekulation als konkrete Planung geht: http://www.deutsches-architekt…rum/showthread.php?t=7391
    Dazu auch noch mal der etwas überholte aber trotzdem interessante damalige Mopo-Artikel zum Thema:
    http://www.morgenpost.de/berli…kulaeres_Kunstmuseum.html
    Da wird die eigentliche Vision für Berlin und den Standort noch stärker zum Ausdruck gebracht, finde ich.