Beiträge von jan85

    Ich weiß auch nicht, was daran so völlig abwegig sein soll - von einer Prügelstrafe spricht hier ja hoffentlich keiner ernsthaft. Einige haben leider von sich aus nicht genügend Respekt vor öffentlichem oder fremdem Eigentum und brauchen so finanziell spürbare Strafen als Abschreckung. Traurig aber wahr. Und die Unbelehrbaren, die dann tatsächlich zur Kasse gebeten werden, können so die Reinigung für diejenigen mitzahlen, die nicht erwischt werden. Am Alex ließe sich so womöglich sogar ein Vermögen verdienen ;)


    Von den gezeigten Entwürfen finde ich übrigens den Siegerentwurf noch am gelungensten. Nicht spektakulär aber annehmbar mMn.

    Mopo: Finanzkrise und Berliner Immobilien

    Die Finanzkrise hat anscheinend auch den Berliner Immobilienmarkt erreicht. Da weniger Kredite vergeben werden, gibt es auch weniger Investitionen und die Preise sinken. Bei Eigentumswohnungen in Grunewald etwa gar von 2100 auf 1400 Euro/m² (also minus 33% - alles laut Morgenpost). Aber laut Bericht ist eine gewisse "Korrektur" nach unten fürs Erste gar nicht so dramatisch.


    http://www.morgenpost.de/video…rlin_sinken.html#autoplay


    Mal abwarten. Scheint auf jeden Fall eine gute Zeit zu sein, um zu kaufen, falls man das Kapital dazu hat...

    Habe gerade in der Abendschau gehört, dass das Schlossmuseum auf dem Tierparkgelände in Friedrichsfelde geschlossen bzw. zum Verwaltungsgebäude des Tierparks umfunktionirt werden soll. Seltsamer Plan. Möglicher Grund: Es kommen wohl nicht genug Besucher, weil die immer 11 Euro für das Betreten des Tierparkgeländes zahlen müssen.


    Ich war vor Jahren mal drin, kann mich aber nicht mehr so gut daran erinnern. Glaube, es war recht interessant eingerichtet aber aufregend war es nicht. Für Interessierte wäre es dennoch ein großer Verlust.

    @ Necrokatz:


    Das sehe ich auch so. Berlin hat oft genug gezeigt, dass es auch hier anders und besser geht. Leider wachsen einige Quartiere nicht so "natürlich" wie andere. Am besten finde ich es, wenn man an einem Gebäude zumindest leichte Bezüge zu Nutzen, Bauherren und Ort findet. Aber leider wird auf so etwas zu selten geachtet. Bruttogeschossflächen und Baukosten sind da interessanter. Aber wie Du schreibst, ist der zusätzliche Kostenaufwand oft gar nicht so groß.

    paderwan:


    Aber dass gebaut wird ist jetzt so ziemlich sicher, oder? Das wäre sicher eine sehr große Bereicherung für Berlin - besonders an dieser Stelle. Ich hoffe wirklich sehr, dass es jetzt endlich los geht. Es ist ja sehr erfreulich, wenn schöne neue Projekte entworfen und gebaut werden. Aber so ein Erbe darf man - gerade hier in Berlin - nicht einfach verschenken.

    Der Entwurf wirkt recht wertig auf mich aber leider auch wieder etwas monoton und standardisiert. Könnte aber auch leicht schlimmer kommen. Irgendwie sieht das schon halbwegs stimmig aus. Man kann ja - leider - nicht überall einen zweiten Potsdamer Platz oder Hackeschen Markt oder etwas dementsprechendes erwarten. Vielleicht setzt sich ja auch ein etwas phantasievollerer Entwurf noch durch.


    Der Hbf selbst gefällt mir ganz gut und ich denke, dass er alleine dem Gebiet einen gewissen Charakter geben wird, auch wenn zunächst nichts Spektakuläres im Umfeld entstehen sollte. Bleibt aber trotzdem zu hoffen, dass das ein oder andere Projekt hier ebenfalls die Mittelmäßigkeit überwindet.

    Allgemeine Frage: Bezieht ihr euch auf die Bilder oder auf reale Eindrücke, wenn ihr schreibt, das Gebäude (bzw. der fertige Teil davon) wirke zu dunkel? Ich habe es nämlich noch nicht real gesehen, finde aber dass es auf den Bildern nicht zu dunkel wirkt. Doch das kann ja auch täuschen. Hat es denn jemand schon gesehen und falls ja, was war der Eindruck? Ansonsten stimme ich Bato zu und denke man kann das alles am Schluss sicher besser bewerten als jetzt.

    Es freut mich, dass auch andere positiv auf die O²-Arena reagieren. Bei so einer vielversprechenden Investition sollte man wirklich nicht zu kleinlich in seiner Kritik sein. Der Artikel im Tagesspiegel hat mir sogar eine kleine Vision oder (weniger dramatisch) Idee in den Sinn gesetzt. Sie ist wahrscheinlich etwas naiv und hat wenig Aussicht auf Umsetzung, aber ich finde sie super :)


    Im Tagesspiegel steht, es gibt Pläne "neue Läden, Kinos, Wohnungen, Büros und ein weiteres Unterhaltungsdorado zu bauen, mit Clubs, kleinen Bühnen und einem Theater vielleicht. Auf jeden Fall aber zusätzliche Kapazitäten für Kongresse mit einem oder mehrere Hotelneubauten. Kurzum: Hier ist ein neues Stadtviertel geplant und die O2-World soll das Herz sein."


    Hier nun meine Idee: Wie wäre es mit einem Musical-Theater im Stile von NY oder Chicago das englische Vorstellungen in Originalsprache aufführt? So etwas fehlt mMn hier in Berlin. Dafür gibt es sicher bereits jetzt genügend Potential und es könnte sogar zu zusätzlichen nationalen und internationalen Touristen führen.


    P.S.: Hoffe, das passt noch zu dem Thread hier. Wusste nicht, wo es sonst hingehören könnte.

    Das scheint mir ein sehr sinnvolles Projekt für Berlin. Ich bin täglich begeistert davon wie gut die Infrastruktur hier bereits ist (verglichen mit anderen großen Städten in denen ich war) und freue mich über jede weitere Verbesserung. Ich glaube auch, dass sich solche Projekte über lange Zeit auszahlen.


    Weiß eigentlich jemand ob es nach Hauptbahnhof, BBI und Ostkreuz weitere Großprojekte geben wird? Oder waren das dann erst mal die wichtigsten (wenn auch BBI und Ostkreuz fertig sein werden)?

    Re: Artikel aus Berliner Zeitung

    Also ich finde die Halle auch gar nicht so schlecht. Ich finde auch nicht, dass sie weniger "ehrlich" ist als etwa das Alexa. Dieser Begriff scheint mir ohnehin ein wenig unpassend in diesem Zusammenhang. Warum ist Architektur nicht ehrlich, wenn sie in ihrer Form klar eine gegebene Funktion wiederspiegelt? :confused: Man kann das vielleicht als unspektakulär oder bieder bezeichnen. Aber auch das trifft in meinen Augen so nicht auf die Halle zu.


    Selbst falls sich künftige Projekte im Umfeld auf die Halle beziehen sollten, muss das daher nicht schlecht sein. Und gar um den Ruf Berlins zu fürchten, scheint mir völlig überzogen. Bisher zieht die Halle eher Dinge an, als dass sie negative Reaktionen auslöst. Sehr seltsam, was die Berliner Zeitung da schreibt. Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich das Viertel weiter entwickeln wird.

    Also ich finde das neue Design gar nicht so schlecht. Wenn ich es richtig verstehe, soll es sogar eine Hommage an den u.a. in Berlin geprägten Bauhausstil sein. Es ist mal was anderes. Aber es wird ja auch noch weiter andere Versionen auf den Straßen geben. Für die schöneren aber leider auch weniger effizienten historischen Modelle muss man ja eh meist ins Museum gehen.

    Sieht ganz so aus, als wenn beim BBI doch nicht alles im Zeitplan liegt. Bei der Bahnanbindung kommt es zu Verzögerungen:


    http://www.morgenpost.de/berli…m_BBI_kommt_zu_spaet.html


    Laut Morgenpost (Printausgabe) werden daher vermutlich anfangs etwa 75% der Reisenden das Auto bzw. Taxi nutzen. Unter 50% waren das offizielle Ziel. Es geht wohl unter anderem um mögliche rechtliche Einwände und daraus resultierende Unklarheiten. Wann sich diese Umstände ändern ist laut Brandenburgs Infrastrukturminister Reinhold Dellmann nicht klar. Zahlen zu nennen sei nicht seriös, da die Lage dazu nicht klar genug sei. Sehr positiv klingt das nicht gerade.


    Ich hoffe nur, dass der Flughafen selbst im geplanten Zeit- und Kostenrahmen bleibt.


    P.S.: Der verlinkte Artikel hat übrigens auch eine Fotostrecke zum BBI. Ist aber glaub ich nichts neues dabei.

    Ich hoffe, ich darf hier mal meinen Senf dazugeben. Die Architektur aus der Gründerzeit finde ich z.T. sehr ansprechend. Das gilt insbesondere für die Villen, aber auch für einige Wohnkomplexe und sogar Fabriken. So fahre ich regelmäßig - gezwungen aber trotzdem gerne - in Dahlem an einigen einzigartigen und kreativen Prachtbauten vorbei. Wenn ich aber überlege, was oft dahinter steckt, dann stimme ich AeG zu. Es fällt einem ja vielleicht auch etwas schwerer, sich an den Pyramiden in Ägypten (oder anderen antiken Prachtbauten) zu erfreuen, wenn man darüber nachdenkt, unter was für menschenunwürdigen Bedingungen sie wohl entstanden sind. Das ist vielleicht ein etwas extremes und entferntes Beispiel, aber die Tendenzen sind ähnliche.


    Das passt nicht in unsere Zeit. Natürlich gibt es auch heutzutage große Unterschiede zwischen Schein und Sein. Aber so einen radikales Missverhältnis zwischen Außendarstellung und Innenleben wie damals ließe sich heute wohl nicht mehr ohne Weiteres baulich verwirklichen. So gibt es Mindeststandards für Wohnbauten und Bauvorhaben generell und auch für Arbeitsverhältnisse. Natürlich kann das z.T. zu langweiliger(er) Architektur führen - ehrlicher ist es trotzdem. Das ist ja wohl auch einer der Gründe, warum so viel Stuck von den Fassaden geschlagen wurde. Ich bedaure letzteres trotzdem, auch wenn ich damit nicht ganz konsequent sein mag.


    Aber anders als gewisse (soziale) Rahmenbedingungen kann man aufregende bzw. ansprechende Architektur wohl nicht so leicht von außen vorschreiben. Letztlich ist vieles ohnehin subjektiv, wie AeG schon ausgeführt hat. Wer entscheidet denn, was maßvoll, was zu schlicht und was überladen wirkt? Mir persönlich gefallen jedenfalls auch viele der aktuelleren Bauwerke und Projekte. Ich finde aber auch, dass man attraktive Gründerzeit-Bauwerke wenn möglich erhalten und weiternutzen sollte, wie Chandler es ausführt und wie es ja oftmals auch getan wird. Jetzt aus ideolgischen Gründen etwas zu zerstören was ohnehin bereits entstanden ist und einen Zweck erfüllt, ist jedenfalls unproduktiv und hilft auch niemandem mehr.

    Gestern gab es im Tagesspiegel ein recht interessantes Interview mit Alba-Geschäftsführer Marco Baldi:


    http://www.tagesspiegel.de/spo…lba-Berlin;art134,2580257


    Baldi betont einerseits das Potential der modernen O²-Arena nach amerikanischem Vorbild. Andererseits verspricht er, dass der Sport dennoch nicht zur Nebensache werden soll. Er spricht auch von den strategischen Möglichkeiten, die die neue Arena bieten wird sowie von deren "Strahlkraft".


    Wenn man sich die Arena von außen anschaut, kann man das schon irgendwie nachvollziehen, glaube ich. Die Architektur saugt einen schon fast etwas an sich. Das wird auf alle Fälle ein Gewinn für die Region - so etwas wie ein Magnet für Menschen und Investitionen. Wer weiß, was noch so alles "angesaugt" werden wird. :)
    Ich freue mich zumindest schon und bin gespannt, was noch kommen wird.

    Die Diskussion driftet glaube ich etwas vom Thema ab - auch wenn ich die vielen mir vorher meist unbekannten Daten interessant finde. Ich halte es in diesem Thread aber für wenig relevant, einen Vergleich zwischen Frankfurt und Berlin zu ziehen. Berlin hat eine völlig andere Struktur und braucht daher andere Ansätze und Lösungen als Frankfurt. Auch wenn ich jetzt selber vom Thema abdrifte, will ich meine Ansicht etwas näher begründen.


    Wenn der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank jetzt (auch) eine Wohnung in Berlin hat, heißt das für mich primär eins: Berlin ist eine attraktive Stadt. Die großen Banken werden mit ihren Hauptsitzen in Frankfurt bleiben, ebenso wie die Börse. Aber mit den Pfunden die wir hier haben, sollten wir wuchern. Dann wachsen auch neue Strukturen die wiederum genutzt werden können.


    Für mich ist Adlershof da ein tolles Beispiel: Durch Forschung in relevanten Feldern erlangte Berlin zunächst einen gewissen Kompetenzvorsprung und somit Attraktivität für wirtschaftliche Ansiedelungen. Indem alle Ansiedelungen nachhaltig geprüft wurden, kam es zu einer sinnvollen und effektiven Zusammensetzung und somit zu großem Synergiepotential. Weiterhin wurde durch gelenkte Vernetzung und Zusammenarbeit dieses Potential großartig genutzt. Auch wenn die Situation am Spreeufer natürlich eine ganz andere ist, gibt es vielleicht doch einige Parallelen.


    Auch am Spreeufer sehe ich nämlich Potential, um Kompetenzfelder Berlins nachhaltig zu stärken und somit neues Wachstum zu erzeugen. Universal und MTV sind nicht zufällig dorthingezogen, ebenso wenig wie O² (Anschutz) und Labels. Hinzu kommen wertige Büros und Wohnflächen in attraktiver Lage. Insgesamt kommt mir das Konzept daher recht stimmig vor. Hier könnte tatsächlich ein sehr attraktives neues Stadtgebiet entstehen. An dieser Stelle wäre das so wichtig.


    Da Berlin aber auch eine Stadt ist, die von Kultur, "grünem Image" und Tourismus lebt, hoffe ich stark, dass auch diese Felder am Spreeufer gestärkt werden. Dafür reichen Hotels und oben genannte Ansiedlungen nicht aus. Daher glaube ich, dass von der hier wenig geliebten MSV-Kampagne vielleicht doch auch ein paar positive Impulse ausgehen könnten. Ernsthaft gefährdet dürften die wichtigen Projekte ja hoffentlich ohnehin nicht sein. Aber so erhöht sich die Aufmerksamkeit für Belange die ebenfalls von Belang sind, wenn mir diese schräge Formulierung erlaubt ist. ;)


    Viele hier werfen der MSV-Kampagne zu Recht unsachliches Argumentieren vor. Das sehe ich auch so. Aber auch ich möchte einmal in der Lage sein, gerne am neuen Spreeufer entlangzuspazieren. Aufregende und stimmige Architektur würde sicher sehr dazu beitragen. Aber am Ende zählen halt auch andere Qualitäten die Berlin ja bereits an vielen Stellen zeigt wie kaum eine andere Großstadt. Das hat wohl auch der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank entdeckt, ebenso wie weitere Gutbetuchte für die zur Zeit die vielen noblen Privatresidenzen aus dem Boden gestampft werden. Das ist für mich ebenso ein Indikator für Lebensqualität den eine Stadt bietet, wie die allgemeine Zufriedenheit der bereits ansässigen Bevölkerung.


    Ich hoffe der Bogen ist mir einigermaßen geglückt und ich bin nicht der einzige, der meiner Logik folgen kann. Zugegeben: Meine Wahrnehmung habe ich vielleicht etwas zu stark vereinfacht ausgedrückt. Aber sonst wäre dieser Post wohl noch länger ausgefallen. Eigentlich wollte ich ja gar nicht so viel schreiben! :) Sorry.

    @ itchedSky:


    Danke erstmal für den Artikel. Ich fand ihn sehr interessant, da mein Vater aus Frankfurt kommt und ich Hochhausarchitektur zum Teil sehr bewundere. Aber auch wenn viele Frankfurter sehr stolz auf ihre Skyline sind, finde ich persönlich Berlin trotzdem deutlich schöner. Ich finde auch nicht, dass die meisten Frankfurter Wolkenkratzer so toll in das Stadtleben integriert sind wie der Artikel vermuten lässt. In dieser Hinsicht stellt der Potsdamer Platz alles dortige so ziemlich in den Schatten - wenn auch nicht von der Höhe her (aber mir geht es bei Hochhäusern eh nicht um die Länge oder gar irgendwelche "Phallussymbolik" ;) ).


    Das geplante Quartier am Tacheles zeigt außerdem durchaus, dass Berlin an solche Erfolge anknüpfen will. Leider fehlt oft das nötige Kleingeld. Da ist Frankfurt wiederum deutlich im Vorteil. Trotzdem erhoffe ich mir einige spannende Projekte u.a. an der Spree aber auch in Randgebieten wie Adlershof.


    @ AeG:


    Ja, wie kommt der Artikel eigentlich darauf, dass jetzt das gesamte Mediaspree-Projekt gescheitert ist? Davon habe ich bisher nirgendwo sonst gehört. Lediglich der entsprechende Vorschlag wurde in einer nichtbindenden Abstimmung abgelehnt. Deshalb wird doch wohl nicht tatsächlich die gesamte teils vertraglich gebundene Planung verworfen werden. Ist die Welt sonst nicht seriöser?